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Ein Mann gibt auf

 

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Diskutiertmit 17.12.2013, 13:47
10.

@keksguru: Warum sollte jemand bitte mit sowas rechnen? In welcher Welt leben wir denn? Da erschafft jemand ein neues Haus und muss damit rechnen, regelrecht zerbombt zu werden? Ich wohne dort selbst, ich gehöre sicherlich nicht zu den oberen 10.000 - sondern vielmehr in die Mitte der Gesellschaft. Herr Berger ist eine Seele von Mensch und mit letzter Sicherheit kein Investor des gängigen Bildes. Nicht nur sein Menschenbild wurde erschüttert, meines auch. Ich wohne in diesem Teil von Kreuzberg seit 15 Jahren und werde mit letzter Sicherheit nicht gehen. Dies alles ist erschütternd, macht letztendlich nur entschlossener.

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bayern2004 17.12.2013, 13:56
11.

Die Berliner waren schon immer ein Volk der Jammerer und Neider!
Sie beziehen Stütze, weil Sie nicht arbeiten wollen, sind aber den arbeitenden Volk den Lebensstandard neidig und können zwischen Mein und Dein nicht unterscheiden.
Man liest es gar nicht mehr, wieviele Auto dieses Jahr wieder abgefakelt wurden.
Die Polizei kennt die Randalierer, tut aber nichts - Berliner Gleichgültigkeit!

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seduro34 17.12.2013, 13:58
12.

Es ist wie immer nicht alles schwarz oder weiß. Einerseits handelt es sich bei diesem Neubau um einen Luxusbau für die oberen 10.000. Daneben befinden sich sog. Altneubauten aus den 60er Jahren der DDR. Es ist schon vorprogrammiert, das dort das reiche Klientel auf nicht so begüterte Menschen trifft, die zu Recht befürchten, das bei ihnen die Mieten drastisch steigen. Der Prenzlauer Berg ist ein schönes Beispiel dafür.
Die meisten Neubauten in Berlin sind Luxusbauten und treiben in den entsprechenden Wohnbezirken die Mietpreise nach oben bzw. schüren bei den Anwohner die Angst vor Vertreibung zum Zwecke der Privatisierung. Die Politik sieht dem tatenlos zu und nennt das auch noch "Marktbereinigung". Paris oder andere Großstädte als Beispiel zu nehmen das Berlin noch moderat ist verhöhnt diejenigen, die jetzt schon nicht mehr wissen, wie sie die nächste Mieterhöhung zahlen sollen. Wie das endet, kann man auch schön in Frankreich sehen, wo in den Ghettos tagelang marodiert wurde.

Andererseits finde ich es auch unerträglich, wie selbsternannte "Anarchos" Krieg gegen diejenigen führen, die sie als ihre Gegner erkannt haben. Da werden Autos abgebrannt, ganze Straßenzüge in einen Außnahmezustand versetzt, ohne Rücksicht auch auf diejenigen, für die sie angeblich kämpfen.

Als Randbemerkung sei erwähnt, das die besetzte Schule in Kreuzberg ein schönes Biotop von Besetzern und anderen Alternativen (Lebensweisen) ist. Man sollte doch meinen, das sie dort ihre alternative Lebensweise leben könnte, zumal sie auch noch großzügig vom Senat unterstützt werden (Gebäude, Heizung usw.) Stattdessen scheint es ein rechtsfreier Raum zu sein, in den sich die Polizei nur mit einem SEK traut. Schade eigentlich, Chance vertat.

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radioactiveman80 17.12.2013, 13:59
13. @keksguru

"nun mit sowas sollte man als Investor oder als Beteiligter bei einem Bauprojekt schon rechnen, wenn man für die "oberen 10.000" in einem Viertel baut wo die Nachbarschaft glaubt daß das tendenziell die (noch) bezahlbaren Mieten versaut" Ist ja prima wie kindlich-naiv-halbkriminell Sie diese Straftaten beschönigen. Schon mal darüber nachgedacht dass diese Täter durch genau solche Beiträge oder die ewige. "Die Armen wird alles weggenommen" - Berichte zu genau soetwas angestachelt werden? Aber stimmt ja - ein Investor ist ein Verbrecher, ein arbeitsloser Randalierer nur ein bedauernswertes Opfer der kalten Gesellschaft. BULLSHIT

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Diskutiertmit 17.12.2013, 14:06
14.

Durch diesen "Luxus-Neubau" sind in Kreuzberg übrigens mehrere Wohnungen frei geworden. Als ich versuchte, meine wirklich preiswerte Wohnung (Querstraße weiter) günstig weiter zu geben, kamen die Leute und sagten: "Oooh, kleines Bad." "Oooooh, kein Balkon." Da bin ich echt vom Glaube abgefallen, dass man 55qm für 350 Euro haben kann und keiner will sie!!!

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Kurt2.1 17.12.2013, 14:12
15. #6

Zitat von keksguru
nun mit sowas sollte man als Investor oder als Beteiligter bei einem Bauprojekt schon rechnen, wenn man für die "oberen 10.000" in einem Viertel baut wo die Nachbarschaft glaubt daß das tendenziell die (noch) bezahlbaren Mieten versaut.
Jemand, der nicht in einem Dreckstall leben möchte, gehört nicht zwingend zu den oberen Zehntausend.

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spon-facebook-1410546936 17.12.2013, 14:26
16.

wenn erst einmal ganze Viertel nur noch mit Luxuswohnungen zugekleistert sind ist es jedenfalls zu spät sich darüber zu beklagen. Die Anwohner setzen sich hier zu recht zur Wehr - jedenfalls moralisch. Deutschland ist eine Mietrepublik - die Gentrifizierung ist demnach eine reale Bedrohung des Wohlstands insbesondere ärmerer Menschen. Ich habe kein Mitleid - sondern hoffe nur auf wirksame Abschreckung von Heuschrecken und anderem Gesocks!

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arvin 17.12.2013, 14:42
17.

Ich habe nichts gegen die Randalierer, denn die Investoren und Bauherren verheissen für den kleinen man nun wirklich nichts gutes.(Bauen sie bezahlbaren Wohnraum? nein nur Luxus)
Und ja wenn noch die Politik versagt, die alles billigt brauchen wir uns nicht zu wundern wenn die Wut raus muß.Leider macht der deutsche Kleingeist sich bei solchen Aktion nicht die Hände schmuzig stattdessen wird der arme Investor bejammert.
Der Schuldige ist aber in meinen Augen der Senat , der seit 23jahren nichts, aber auch gar entgenzusetzen hat.

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hornisse.04 17.12.2013, 14:45
18.

Welche der hier aufgezählten "Aktivitäten" der
offensichtlich asozialen Randalierer rechtfertigt die Bezeichnung"Aktivisten"? Darunter stelle ich mir aber andere Menschen vor, nicht Leute, die prinzipiell daGEGEN sind und glauben, zerstören hätte auch nur irgendeine positive Wirkung.
Die Liste ist der Hammer.

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Sleeper_in_Metropolis 17.12.2013, 14:46
19.

Das hat wohl weniger mit Ost oder West zu tun, sondern mit einem speziellen Klientel in solchen subkulturellen, meist recht runtergerockten Ecken großer Städte. Ein paar Meter weiter in Friedrichshain, also "im osten", liegend wäre das vermutlich auch nicht anders gelaufen.

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