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Eine Bestatterin erzählt: "Eine Leiche fühlt sich an wie eine kalte Speckschwarte"
DPA

Diese Gerüche! Eine Bestatterin erzählt, wie sie Ekel und Schrecken vor dem Tod verloren hat, worauf es im Umgang mit den Hinterbliebenen ankommt - und welches ihr schlimmstes Erlebnis mit einer Leiche war.

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Timo Siedler 08.06.2017, 11:03
30.

Ein schöner, einfühlsamer Artikel. Ich habe höchsten Respekt vor Menschen, die sich so eine Arbeit zutrauen.

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skilliard 08.06.2017, 11:05
31.

Was für ein hervorragender Beitrag. Das ist ein Mensch, von dem man etwas lernen kann.

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CancunMM 08.06.2017, 11:07
32.

Zitat von Cugel
Sie können den Tod noch so sehr tabuisieren und verdrängen, es wird Ihnen trotzdem nichts nützen.
Was hat das mit tabuisieren zu tun ?
Ich finde schon, dass es was mit Würde zu tun hat.
Ich kann mich noch an meine Präp-Kurs bei Prof. Köpf-Maier erinnern. 1. Ansprache war, dass man würdevoll mit den Leichen umgehen soll bis zum letzten Tag des Kurses und auch außerhalb des Kurses.
Ich kann auch Kollegen wie Herrn Tzokos nicht vertsehen, der durch die Talkshows tingelt um schauerliche Geschichten zu erzählen.
Und kaum ein Tatort kommt heute ohne damit aus wenigsten ein paar Minuten im Leichenschauhaus mit der mehr oder weniger entsellten Leiche zu drehen. Völlig überflüssig und reines aufgeilen !
Ich habe genug Tote in meinem Leben gesehen. Ich brauche so was nicht !

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Attila2009 08.06.2017, 11:11
33.

Guter Artikel der den Job gut beschreibt.
Da ich vor einiger Zeit auch mit dem Thema konfrontiert war kann ich das nachvollziehen. Für Bestatter wird es immer ein Spagat bleiben zwischen Job und persönlicher Anteilnahme.
Und immer muss er die Gefühle der Angehörigen beachten:Anteil nehmen,Verständnis haben ohne dabei zu offensichtlich schauspielern.
Dabei bleibt es Routine,Tote als normaler Arbeitsgegenstand.
Manchmal, gerade im ländlichen Bereich kennt der Bestatter die Verstorbenen noch persönlich.

Tote sind nun mal tot, sie können sich nicht mehr selbst für eine Beerdigung fit machen und die Körperfunktionen sind eingestellt.
Damit sie für die Angehörigen noch ein letztes schönes Bild vermitteln müssen sie hergerichte werden.
Damit hat die Menschheit jahrtausende alte Erfahrungen. Die Pharaonen wurden regelrecht ausgeschlachtet und die Innereien entnommen, bevor sie mumifiziert wurden.
bei einer Autopsie werden die Toten auch aufgeschnitten und wieder zusammengenäht, nur sieht das keiner.
Wir sollen froh sein dass es den Beruf gibt und dass Menschen ihn ausüben. Wer möchte einfach so wie Abfall verscharrt werden ?

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gammoncrack 08.06.2017, 11:12
34. Bestatter(rin) ist ein ganz normaler Beruf.

Und ich finde es interessant und artikelwert, dass zu den unterschiedlichen Berufen auch einmal nähere Informationen, so wie diese, gegeben werden.

Und natürlich wird es wieder vereinzelt jemanden geben, der den Sinn intellektuell nicht erfasst. Wie auch hier geschehen.

Ich habe schon des öfteren gefragt, wie dieser wirklich nicht einfache Berufsstand mit den psychischen Anforderungen umgeht. Deswegen vielen Dank an SPON für diesen kurzen Artikel. Er greift ein Thema auf, mit dem sich etliche Menschen, angesichts der eigenen Vergänglichkeit, ungern beschäftigen wollen. Vielleicht hat genau das HaPee zu seinem unseligen Kommentar veranlasst.

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Attila2009 08.06.2017, 11:18
35.

Zitat von fridericus1
... ist meine Mutter verstorben. Die Familie war beim Tod dabei, wir haben dann den Bestatter gerufen und gemeinsam gewartet. Meine tote Mutter wurde dann vor unseren Augen in einem schwarzen Plastiksack (!!!) abtransportiert. So viel zum Thema Pietät.
War bei mir und meiner Mutter auch nicht anders. Bei der Abholung des Toten hat man noch keinen Sarg, den sucht man sich ja erst aus.
Diese Plastiksäcke mit Reißverschlüsse sind heute übliches vorläufiges Transportmittel bis zum Kühlhaus, alternativ eine Blechkiste.
Ich sehe da kein Problem darin, im Gegenteil schlimmer wäre es für die Angehörigen wenn der Verstorbene noch beim Einladen in das Fahrzeug zu sehen ist.So ist der Reißverschluß zu - und weg.
Im Grunde ist ein Sarg ja auch nur wieder eine Kiste. Deckel drauf und weg.

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brehn 08.06.2017, 11:41
36. naja

Zitat von HaPee
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und die von Leichen? Natürlich auch. Die Schwätzerin hat ihren Beruf verfehlt, SPON eine Grenze zur pietätlosen Berichterstattung wie ein Trampeltier überschritten. Respektlos und überflüssig. Aber was tut man nicht alles für Klicks und Auflage. Antwort: Alles!
Völliger Schwachsinn, Wenn sie der Beruf des Bestatters / der Bestatterin nicht interessiert oder sie den ganzen Vorgang des Präparierens von Leichen nicht ertragen, dann lesen sie es eben einfach nicht. Oder ist die Überschrift "Eine Bestatterin erzählt:...." da irgendwie missverständlich?!
Wer hier respektlos ist, sind sie in ihrer Zwangs-/Hobbyempörtheit...aber was tut man nicht alles dafür, sich ein wenig relevanter zu fühlen....nicht wahr?

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brehn 08.06.2017, 11:46
37. stimmt

Zitat von Attila2009
War bei mir und meiner Mutter auch nicht anders. Bei der Abholung des Toten hat man noch keinen Sarg, den sucht man sich ja erst aus. Diese Plastiksäcke mit Reißverschlüsse sind heute übliches vorläufiges Transportmittel bis zum Kühlhaus, alternativ eine Blechkiste. Ich sehe da kein Problem darin, im Gegenteil schlimmer wäre es für die Angehörigen wenn der Verstorbene noch beim Einladen in das Fahrzeug zu sehen ist.So ist der Reißverschluß zu - und weg. Im Grunde ist ein Sarg ja auch nur wieder eine Kiste. Deckel drauf und weg.
Kann ich bestätigen, als mein verstorbener Vater von zuhause abgeholt wurde, war ich froh das er "gut verpackt" war, denn vor allem für uns Angehörige war der Anblick des toten Familienmitglieds nicht leicht.

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Tante_Frieda 08.06.2017, 11:50
38. Danke

Danke der Bestatterin,die im Artikel sehr deutlich ihre tägliche Arbeit beschrieben hat und dies in einer respektvollen Art und Weise tat.Dass sich manche über den Bericht erregen,ist bis zu einem gewissen Grad verständlich.Die meisten Menschen verdrängen nämlich den Tod;spätestens wenn ein Angehöriger dann verstirbt,wird man aber dennoch damit konfrontiert und kann nicht mehr ausweichen (es sei denn,man kümmert sich nicht um den Angehörigen).Dass SPONLINE auch mit diesem Bericht - wie mit jedem anderen auch - Klicks erzeugen möchte,liegt in der Natur der Sache.Ein Medium möchte gelesen werden,das ist nun mal seine Bestimmung...

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ttvtt 08.06.2017, 11:50
39. Beerdigt unsere Toten

Beerdigt unsere Toten, aber sprecht nicht drüber? Und lebt im Dunkeln, so dass euch keiner sieht? Oder wie ist der erste Kommentar zu verstehen?

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