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Einsam beim Semesterstart: Wie ich neue Freunde suchte - und fand
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Neue Stadt, neue Uni, neues Semester - und keine Freunde: UNI SPIEGEL-Autorin Leonie Andersen investierte Zeit und Mut und fand Menschen, die genauso auf der Suche sind wie sie selbst.

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Objectives 21.10.2018, 17:09
1. Smartphones und Co. machen einsam

Es liegt an der durchtechnologisierten Welt, dass es schwieriger ist mit anderen in Kontakt zu kommen. Früher ging das durch persönliche Konfrontation, aber heute muss sich jeder im Internet perfekt darstellen. Die Auswahl an potenziellen Freunden oder auch Partnern ist gigantisch und das macht es so schwierig, sich dann auf jemand einzulassen. Die ganzen Angebote sind also Fluch und Segen zugleich. Man darf nicht zu viel Zeit in Apps reinstecken, sondern muss auf persönliche Treffen drängen. Erst dann sieht man, ob es wirklich passen kann oder nicht.

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ansv 21.10.2018, 18:02
2.

Beim Lesen wurde ich immer dankbarer über mein doch etwas fortgeschritteneres Alter. Die Menschen um mich herum habe ich einfach so kennengelernt. Beim Sport, beim Hobby, in Ehrenämtern (da trifft man ja ganz automatisch Menschen mit gleichen Interessen) oder bei der Arbeit (da hat man einfach Auswahl). Und Freundschaften sind daraus mit der Zeit gewachsen, manche Menschen bleiben "Bekannte" oder "Kumpels" - und begleiten mich doch ein Leben lang. Ich denke es ist ein großer Fehler, jede neue Bekanntschaft als "Freund" deklarieren zu wollen. Das ist wie die Liebe zu suchen. Man findet sie nicht, man wird gefunden. Dafür muss man allerdings offen sein und auch mal so etwas verrücktes tun und sich mit 14 realen Menschen an einen Tisch setzen (was ist daran schlimm? der Raum wird doch kaum verschlossen werden?).

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dasfred 21.10.2018, 19:24
3. Zu Nr.2 ansv

Sie haben mir die Ruhe zurückgegeben. Noch einer, der seine Freunde im echten Leben gefunden hat. Tatsächlich, es sind Zufälle, die uns neue Menschen ins Leben bringen. Suchen hift da nicht viel.

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keine-#-ahnung 21.10.2018, 20:16
4. Alter Verwalter ...

... was für eine Generation.
Als ich 1987 nach vier Jahren "Sozialismus mit der Waffe in der Hand verteidigen" an den Ort meiner Arztschule zog, musste ich mich noch ab-, nicht appmelden.
Neue Freunde? Keine 10 Besuche in Studentenkneipen später - natürlich unter strikter Beachtung des medizinischen Ehrenkodex :-).
Tenor: je höher der Promilldruck auf dem Kessel, desto grösser die Zahl der Bekannten. Und auch Prügeleien schaffen Sympathien ...
Wenn die Generation Eifon heute digitale Prothesen für solch simple Dinge benötigt, ist Polen im Wortsinn offen. Gut, dass ich meine Rente irgendwann aus dem berufsständigen Versorgungswerk beziehe - sonst müsste ich mir ernsthafte Sorgen machen.

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Sibylle1969 21.10.2018, 20:41
5.

Wenn man in seinen Zwanzigern in eine neue Stadt zieht, sollte es eigentlich ganz einfach sein, neue Leute kennenzulernen und sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen. Denn es gibt massenhaft Leute, die in der gleichen Situation sind. Wenn man studiert, ergeben sich zwangsläufig Kontakte unter den Kommilitonen, wer für den Job in eine neue Stadt zieht, findet Anschluss zB im Kollegenkreis, in einem Sportverein oder über einen Stammtisch Neu in Stadt xy. Dafür braucht es nicht mal Onlineangebote. Schwieriger dürfte es ab Mitte Dreißig werden, denn dann sind viele mit der Aufzucht ihres Nachwuchses beschäftigt und gehen nicht mehr so viel raus.

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Stäffelesrutscher 22.10.2018, 07:21
6.

Wie wäre es mit: Teilnahme an der Orientierungseinheit mit Campus-Rallye? Erstsemesterpartys? AStA-Breitensport? AStA-Kulturkurse? Fachschafts-Feten?

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MeineMeinung75 22.10.2018, 07:39
7. Ist doch egal...

...auf welchem Weg der Erstkontakt stattgefunden hat. Eine App ist nicht per se besser oder schlechter als ein Schnack in einer Kneipe.
Wichtig ist, was man danach draus macht, und dass man es hinbekommt den ersten Kontakt zu vertiefen und zu verfestigen.

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hans57 22.10.2018, 09:31
8. Altmodisch ;-)

Als ich Anfang der 80er mein Studium begann und keinen Menschen in der Stadt kannte schaute ich mir obwohl überzeugter "Linker" verschiedene Studentenverbindungen an und wurde nach einigen Monaten auch in einer davon (Keine Burschenschaft!) aktiv. Dort fand ich viele interessante Gespräche (vor allem wegen meiner linken Grundhaltung), neue Freunde, meine langjährige Freundin (auch das geht über einen Männerbund) und besuche auch jetzt da mich der Job 700km entfernt verortet hat noch regelmäßig Veranstaltungen auf dem Corpshaus in meiner alten Unistadt. Mein Fazit: Seht Euch Verbindungen an aber werdet nicht gleich in der ersten aktiv sondern trefft Eure Wahl nach persönlichen Wünschen und Vorstellungen. Dauert etwas aber bringt ein Leben lang Freundschaft und Spaß!

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plietsch 22.10.2018, 10:04
9.

Zitat von keine-#-ahnung
... was für eine Generation. Als ich 1987 nach vier Jahren "Sozialismus mit der Waffe in der Hand verteidigen" an den Ort meiner Arztschule zog, musste ich mich noch ab-, nicht. ...
Mich stimmt eine Jugend, die sich mit moderner Technik auskennt, deutlich zuversichtlicher als jene, die beim Blick auf Suff und Prügelorgien nostalgisch wird.

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