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Einsatz in Afghanistan: Zehn tote Kinder

Am Wochenende hat die Nato in Afghanistan wieder Kinder umgebracht. Was für ein Wahnsinn: Das Datum für den Abzug der Isaf-Truppen steht fest - aber bis dahin wird getötet. Ohne Sinn, nur aus Pflichtgefühl. Und die Deutschen machen mit. Augstein-Kolumne: Afghanistan-Krieg ist sinnlos und nicht zu gewinnen - SPIEGEL ONLINE

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ftraven 08.04.2013, 13:27
1. Danke

Ich hoffe, unsere Regierenden und alle die, die diesen
sinnlosen Einsatz noch verteidigen, lesen Ihren Beitrag!

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coniferia 08.04.2013, 13:31
2. Warum dauerte das so lange?

Schoen dass es so auch mal auf der Spiegel Startseite steht. "Dieser Krieg ist verloren, er ist sinnlos, und das weiß man schon längst." Warum musste es so lange dauern, bis das erkannt wurde und sich auch mal jemand traut, das laut zu sagen?

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iffel1 08.04.2013, 13:35
3. Wenn kriegerische Taliban sich mit Frauen und Kindern umgeben,

dann ist das ziemlich feige. Auch wenn sich Mörder Kinder vor den Bauch schnallen, bleiben es Mörder und sie würden weiter morden. Im Mittelalter war das nicht anders und so mancher Politiker denkt wie damals - ist nun mal so, wir haben sie gewählt. Ach übrigens - die Taliban würden ebenfalls ohne zu zögern schießen - egal auf wen, wenn es ihrer Überzeugung gut tut - Kinder machen da keine Ausnahme.

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Galgenstein 08.04.2013, 13:40
4. Friede, Freude, Eierkuchen

und was sich ein Träumer sonst noch so wünscht, wird nach Abzug der ISAF in Afghanistan herrschen? Keine Toten mehr, statt dessen Freiheit?
Lieber Herr Augstein, glauben Sie wirklich allen ernstes, dass sich die Probleme des Landes mit Abzug der ISAF Truppen erledigen werden?
Mit einer Sache haben Sie sicherlich recht: wenn nach dem Abzug Menschen getötet werden, sind zumindest nicht mehr wir dafür verantwortlich. Schön für uns, schlecht für die Opfer. Weniger werden es mit Sicherheit nicht sein. Aber das braucht uns dann ja - Gott sei Dank - nicht mehr zu interessieren. Für die zukünftigen Opfer der Taliban werden Sie sicherlich keine Wort verlieren.
Auch wenn ich das Wort Kollateralschaden nicht mag: die durch die Aufständischen verursachten sind laut UNO zehn Mal so hoch wie die der ISAF, d.h. über 90% der zivilen Opfer spielen für Sie keine Rolle. Letztlich instrumentalisieren Sie den Rest um Ihrer altbekannten Abneigung gegen den Westen gewichtig Ausdruck zu verleihen.
Was aber Ihr Friedenskonzept anbelangt: wer Frieden will, muss ich nur unterwerfen. Wer Freiheit will muss darum kämpfen. Aber das lehnen Sie ja bekanntlich ab.

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wolfi44 08.04.2013, 13:41
5. theatralisch

aber bitte, Herr Augustin, geschieht denn der M o r d nur auf einer Seite, oder finden auch hinterhältige Bombenanschläge statt ?

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zippzapp 08.04.2013, 13:42
6. optional

Um das ganze mal in das rechte Licht zu rücken:
Das Problem ist nicht, dass der normale Mensch sich nicht mehr darüber aufregt, dass Menschen bei Luftangriffen in Afghanistan sterben, sondern weil die Medien der Meinung sind, dass das so alltäglich ist, dass sich eine Berichterstattung nicht lohnt. Punkt. Anders als über die Berichterstattung in Medien bekommt man in Deutschland nämlich nicht mit, wenn in Afghanistan Bomben auf Wohnhäsuer fallen. Punkt.

Darüber hinaus ist dieser Artikel inhaltsleer. Augstein schreibt hier einfach nur nieder, was schon längst jeder weiß.
Aber bietet er Alternativen? Nein, er macht alles schlecht, weiß es aber selbst nicht besser. Deckt er irgendetwas auf, was nicht schon jeder weiß? Nein.
Das ist kritischer Journalismus, sondern Populismus der banalsten Sorte. Schwache Leistung.

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Schweizer 08.04.2013, 13:43
7. Was für ein Schwachsinn

Augstein soll sich die Definition von Mord mal ansehen. Man kann ja über Sinn und Zweck des Afghanistan insatzes geteilter Meinung sein. Aber dieser einseitige gutmenschelnde Blödsinn spottet jeder Beschreibung. Als ob die Zahl der Toten sinken würde wenn die westlichen Militärs weg sind. OK dann bringen die Taliban Frauen und Kinder alleine um. Ob dass dann besser ist? Wer ist schuld wenn er vom Wohnzimmer seiner Familie aus Krieg führt und diese dabei stirbt? Der Feind, also Wir oder die USA? Man wie blöd muss man sein ...
Ich bin allerdings auch dafür, dass wir dort verschwinden. Allerdings nicht weil ich es nicht für gerechtfertigt halte, sondern für nicht zu gewinnen. Traurig für die vernünftigen Menschen in Afghanistan, wenn wir sie den Idioten überlassen müssen ...

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poweruser12 08.04.2013, 13:45
8. Isaf

als jemand, der lange in dem Land gelebt hat, stimme ich zu, daß jeder Toter natürlich einer zuviel ist. Wer wie ich Selbstmordanschläge miterlebt hat, der weiß, wovon ich rede. Daher erstaunt mich die Einseitigkeit dieses Berichtes. Herr Augstein, so einen Kommentar / Bericht hätte ich gerne auch mal von Ihnen, wenn, wie im Distrikt Farah ein paar Tage vorher geschehen, die Taliban mal eben 50 Menschen per Selbstmordanschlag umgebracht haben. Nur weil ihnen ein mögliches Gerichtsverfahren nicht gefallen hat. Da habe ich aber so etwas nicht von Ihnen gelesen.

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ponton 08.04.2013, 13:46
9. dieser Krieg ist niemals zu gewinnen...

...und wenn das die Strategen noch nicht begriffen haben, dann gehören sie ausgetauscht.

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