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Energie aus dem Haus: Schöner wohnen im Kraftwerk

Der Großteil des Strom- und Wärmeverbrauchs geht für das Wohnen drauf. Dabei gibt es längst Häuser, die mit Mini-Kraftwerken ausgestattet sind - und mehr Energie produzieren, als sie schlucken. Die Bewohner machen damit sogar Gewinn. Energie aus dem Haus: Schöner*wohnen*im Kraftwerk - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

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günter1934 18.12.2011, 10:38
60. Subvention???

Zitat von rex_danny
Das einzige, was sich nach langem Rechnen rentiert, ist PV. Daher habe ich 11 KW auf dem Dach und sahne die Subventionen ab. Danke dazu an alle, die es mir bezahlen müssen.
Bei dem schönen Geld, welches Sie mit Ihrer PV-Anlage verdienen, handelt es sich nicht um eine Subvention, sondern um eine Umlage. Und die wird nicht nur von Steuerzahlern, sondern von allen Stromverbrauchern bezahlt.
Also auch von kleinen Rentnern, Hartz4-Empfängern, Studenten, kinderreichen Familien....
Die freuen sich sicher über Ihr Dankeschön!

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mnemonic79 18.12.2011, 10:53
61. Bierpreis

Zitat von FreieWelt
Stimmt, deswegen haben wir jetzt so günstige Strompreise... Bitte hören sie auf mit diesen Märchen! Selbst wenn Atomkraft subventioniert wird, ist sie immer noch hundert mal billiger als Strom aus erneuerbaren Energien. Vor 10 Jahren waren die Strompreise halb so hoch wie heute.

Stimmt. Vor knapp 10 Jahren hat das Bier 3DM gekostet. Heute 3Euro. Nur war der Aufschrei geringer.

Durch das EEG entstehen jährliche Mehrkosten für einen Privathaushalt von ca. 250€/Jahr. Führen Sie doch mal eine Bilanzierung der Mehrkosten für alle Güter und Waren etc. in Ihrem Haushalt durch und vergleichen Sie mit den Daten vor 10Jahren.

Komisch, dass alle anderen Kostensteigerungen (Kraftstoff, Versicherungen, Lebensmittel, Arznei etc.) mit stoischer Gelassenheit hingenommen werden, aber hier bei einer möglichen Potentialnutzung von regenerativen Energien eine ausufernde Abneigung ensteht.

Mag sein, dass die Entwicklungskosten am Anfang für die Einführung von regenerativen Energien höher liegt, aber langfristig doch sinken kann.
Die Ressourcen zur Energiererzeugung werden sicherlich in Zukunft nicht billiger.
Gewinnmaximierung steht auch bei den Energieunternehmen im Vordergrund. Ergo - geschenkt bekommt man dort auch nichts.

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einbelgier 18.12.2011, 11:03
62.

Zitat von mnemonic79
Stimmt. Vor knapp 10 Jahren hat das Bier 3DM gekostet. Heute 3Euro. Nur war der Aufschrei geringer. Durch das EEG entstehen jährliche Mehrkosten für einen Privathaushalt von ca. 250€/Jahr. Führen Sie doch mal eine Bilanzierung der Mehrkosten für alle Güter und Waren etc. in Ihrem Haushalt durch und vergleichen Sie mit den Daten vor 10Jahren. Komisch, dass alle anderen Kostensteigerungen (Kraftstoff, Versicherungen, Lebensmittel, Arznei etc.) mit stoischer Gelassenheit hingenommen werden, aber hier bei einer möglichen Potentialnutzung von regenerativen Energien eine ausufernde Abneigung ensteht. Mag sein, dass die Entwicklungskosten am Anfang für die Einführung von regenerativen Energien höher liegt, aber langfristig doch sinken kann. Die Ressourcen zur Energiererzeugung werden sicherlich in Zukunft nicht billiger. Gewinnmaximierung steht auch bei den Energieunternehmen im Vordergrund. Ergo - geschenkt bekommt man dort auch nichts.
Die EEG Umlage generiert Zusatzkosten! Die von Ihnen genannte normale Teuerungsraten für Strom kommen ja noch oben drauf!!
Von daher stimmt Ihr Vergleich nicht.

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M. Michaelis 18.12.2011, 11:05
63.

Zitat von alexbln
naja ich glaube die solar und atomstrom nehmen sich da nichts in bezug auf subventionen- vergessen sie auch die endlagerkosten nicht.
Atomstrom erhält keine Betriebssubenventionen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Und was die Endlagerproblematik betrifft so ist dort der Staat der Herr des Verfahren und auch ein enormer Kostentreiber.

Atomstrom ist trotz des enormen Aufwandes wegen der extrem hohen Energiedichte des Energieträgers trotzdem wirtschaftlich konkurrenzfähig.

Das Problem der erneuerbaren Energien ist deren vergleichsweise jämmerliche Energiedichte.

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GerhardFeder 18.12.2011, 11:07
64. Energiefluss

Nach dem Energieflussdiagramm der RWE von 1995 wurden von Gesamtenergiezufluss nach Deutschland 13,3% für Hausheizung verwendet. (gibt es ein neueres Diagramm?)
Das war schon damals deutlich weniger als die Verluste, die durch die Umwandlung in mechanische Energie bei der Sparte Verkehr enstehen. Nun hat seitdem sicher der Verkehr zugenommen, die Gebäudeheizungen wurden optiimiert.
Deutlich wird daran, wo einsparen Sinn machen würde und welche Lobby sich durchsetzt.
Heizenergie mit hohem Energieaufwand einsparen ist volkswirtschaftlicher und ökologischer Schwachsinn!

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M. Michaelis 18.12.2011, 11:08
65.

Zitat von Tardigrada
+1. Keine Energieform wird stärker subventioniert als die Kernkraft.
Doch. Die erneuerbaren Energien.

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die_piratenbraut 18.12.2011, 11:17
66. richtig Lesen

Zitat von x+n
Schön wärs. Spitzenbedarf ist im Winter abends. Da kommt von PV so gut wie nichts. Deswegen ann PV auch keine Kraftwerke ersetzen. Deutlich teurer als konventioneller Strom ist PV immer.
Zitat von rex_danny
Aussage entlarvt sie als schlecht informiert; diese Aussage ist nachweisbar falsch, ja absolut grottenfalsch!!! Das wurde alles schon so oft durchgekaut, dass ich die Fakten hier nicht wiederholen muss. Mich wundert nur, wie Menschen wie Sie solche falschen Argumente trotzdem beharrlich in der Öffentlichkeit wiederholen - sind Sie so naiv oder machen Sie das absichtlich? In welcher Absicht??
Sie sollten zwischen den Begriffen unterscheiden: "Solarenergie ersetzt Spitzenkraftwerke" und "Solarenergie fällt zu Zeiten hohen Bedarfes an". Ist Ihnen der Unterschied nicht bewußt? Solarenergie ist eine Teilmenge des Spitzenstroms und hat im Sommer an langen Tagen auch Anteile an heutiger Mittellast.

Lösen Sie sich von Ihren alten Konzepten und Begriffen. Heutige Spitzenkraftwerke werden bei weiterem Ausbau der Wind-, Solar- und Wasserenergie ähnliche Laufzeiten wie heute haben. Nur ändern sich die Zeiträume. Sie werden in windarmen Zeiten angeschmissen, wenn die Speicher leer sind.

Ihre Aussage, n+x, dass konventioneller Strom immer billiger als Solarstrom ist, wird sich bei steigenden Preisen für Öl und Gas sehr schnell relativieren.

Zitat von x+n
Verlassen Sie sich nicht darauf. Meine Ölheizung läuft seit 22 Jahren absolut zuverlässig - einmal im Jahr putzen, ein einziges mal in 22 Jahren war eine neue Düse fällig - hat keine 100 Euro gekostet.
Mein alter Jaguar E läuft auch seit 40 Jahren, ist abgeschrieben und springt zuverlässig an. Den Spritverbrauch kann ich mir leisten, aber ich komme mir doof dabei vor, wenn ich für Alltagsfahrten nicht 3l Auto nutze, was daneben steht. Haben Sie bei Verschwendung kein schlechtes Gewissen?

Zitat von x+n
... ich solle doch auf keinen Fall meine alte Heizung aus Spargründen ersetzen, sondern so lange betreiben, wie möglich. Grund: Mit den neuen, komplizierten Anlagen steigen Ausfall- und Reparaturrisiko enorm, hohe Wartungskosten seien obligatorisch. Das gibt mir zu denken.
Dann bleiben Sie dabei, dass ist Ihre Entscheidung. Andere treffen andere Entscheidungen und sparen sehr viel Öl und Gas ein. Das Ihnen das Verschwenden von Rohstoffen egal ist, kommt aus Ihren Berichten heraus. Andere schmeißen ihren Plastikabfälle auch ohne schlechtes Gewissen in den Wald.

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Hoschi101 18.12.2011, 11:29
67.

Zitat von die_piratenbraut
Sie wünschen nicht sich wirklich einen freien Markt, oder? Niemand braucht den ungeregelten Raubtierkapitalismus. Natürlich muss der Staat über die Regierung lenkend eingreifen und mit langfristen Strategien die Zukunft sichern. Das Geld geht dahin, wo es am meisten Rendite bekommt. Aber die Menschen bleiben hier und müssen auch in zukunft sinnvoll leben können. Das klappt lanfristi in Nullenergiehäusern besser als in anderen.
Ich vergaß, Kapitalismuskritik ist deutsches Allgemeingut. Ökonomische Regeln sind wohl manchen zu suspekt. Das Geld dorthin geht, wo es die meiste Rendite bekommt, ist eben aus Sicht des Geldgebers nur vernünftig. Welchen Grund sollte es denn geben, weniger als das mögliche zu nehmen? Geben Sie auch mehr Geld aus als nötig? Wenn, bitte sehr, aber verlangen Sie eben nicht von anderen, sich ebenso ineffizient (blöd) zu verhalten.

"Wer glaubt, dass Politiker in vierjährigen Legislaturperioden weitsichtigere Entscheidungen treffen als der Kapitalmarkt, sollte seinen romantischen Glauben überprüfen." (Dieter Nuhr)

Was Staaten unter langfristigen, nachhaltigen Strategien verstehen, können wir gerade genau beobachten. Wie mit Schulden die Zukunft gesichert werden soll, konnte mir bisher auch keiner erklären.

Dann kommen noch Möchtegernweltverbesserer, die sich ihren Traum einer "besseren" Welt von mir bezahlen lassen wollen. Kleines Gedankenspiel: Wenn tatsächlich alle, wirklich alle auf diesen Zug aufspringen würden, würden dann nicht die Umlagekosten exorbitant in die Höhe schnellen? Würde dann nicht jeder seinen eigenen "Gewinn" selbst bezahlen müssen? Also doch von der linken Tasche in die rechte Tasche.

Auch nebenbei: Niemand betreibt ein KKW, um seiner selbst willen oder nur, um grüne Männchen (Frauchen) zu ärgern, sondern weil man damit Geld verdienen kann. Und eine Subvention damit zu begründen, weil es auch andere gibt, ist gelinde gesagt Schwachsinn. Warum dann nicht beide abschaffen?

zu EIKE und Konsorten:
Von wem die bezahlt werden ist mir völlig egal. Wichtig ist nur, wie überzeugend deren Argumente sind. Sind Rahmstorf oder Schellnhuber nicht mehr glaubhaft, weil sie von der Münchner Rück (Aussage Münchner Rück) gesponsert werden? Ist 1+2 nicht mehr 3 sonder 5, weil das einer sagt, der von Exxon Mobil bezahlt wird? Was ist denn das für eine schwachsinnige Argumentation? Solange es transparent ist, wer von wem bezahlt und damit evtl. gesteuert wird, kann wohl kein Problem sein. War Hermann Scheer unglaubwürdig, weil hinter ihm die Wind- und Solarlobby stand?

Wo kann man eigentlich lesen, wie und wieviel die Atomkraft subventionert wird? Würd mich mal interessieren. Schon um eben mal wirklich selbst rechnen und überprüfen zu können.

Und nein, ich lebe sich nicht mehr auf Kosten der Umwelt als andere, nur weil ich einem Doppelwandziegelhaus lebe. Meine Energieverbrauch ist weit unter dem Durchschnitt. Und dafür muss kein anderer zahlen. Außerdem bin ich ja für eine Externalitätsabgabe, um Umweltschäden auszugleichen. Solange diese eben für die Behebung / Vermeidung von Umweltschäden benutzt wird und nicht um die Taschen von Investoren in PV und Wind und von Passivhausnutzern zu füllen.

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die_piratenbraut 18.12.2011, 11:29
68. Was wird passieren?

Zitat von rex_danny
...noch kein Anbieter war in der Lage, mir wirklich genaues zu sagen. Sehr viel wird schön gerechnet. ..
Es wird nicht schön gerechnet, sondern es gibt Unsicherheiten. Wie lange halten die neuen Microkraftwerke? Sollten die Motoren 50.000 Stunden funktionieren, was technisch problemlos wäre, werden die Anlagen sehr billig. Wie hoch wird der Strompreis in der Zukunft?

Wie soll man eine "exakte" Berechnung durchführen? Noch gehört zum Einsatz von BHKW im eigenen Haus eine Menge Idealismus.

Der kühl rechnende Pfennigfuchser wandet aktuell nach Griechenland aus. Immer gutes Wetter und sehr billige Immobilien. Ob die billigste Lösung immer die ist, die langfristig das rößte Wohlbefinden erzeugt, muss jeder für sich entscheiden. Ich freue mich immer, wenn der Strom in Blockheizkraftwerken ganz nebenbei abgezwackt wird. Verluste entstehen kaum, weil die Abwärme genutzt wird.

Anderen ist das Verschwenden von Rohstoffen egal und sie fliegen dreimal im Jahr in die weite Welt. So ist das in der Demokratie.

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einbelgier 18.12.2011, 11:31
69.

Zitat von die_piratenbraut
Sie sollten zwischen den Begriffen unterscheiden: "Solarenergie ersetzt Spitzenkraftwerke" und "Solarenergie fällt zu Zeiten hohen Bedarfes an". Ist Ihnen der Unterschied nicht bewußt? Solarenergie ist eine Teilmenge des Spitzenstroms und hat im Sommer an langen Tagen auch Anteile an heutiger Mittellast. Lösen Sie sich von Ihren alten Konzepten und Begriffen. Heutige Spitzenkraftwerke werden bei weiterem Ausbau der Wind-, Solar- und Wasserenergie ähnliche Laufzeiten wie heute haben. Nur ändern sich die Zeiträume. Sie werden in windarmen Zeiten angeschmissen, wenn die Speicher leer sind. ............. Dann bleiben Sie dabei, dass ist Ihre Entscheidung. Andere treffen andere Entscheidungen und sparen sehr viel Öl und Gas ein. Das Ihnen das Verschwenden von Rohstoffen egal ist, kommt aus Ihren Berichten heraus. Andere schmeißen ihren Plastikabfälle auch ohne schlechtes Gewissen in den Wald.
Ausser die üblichen Apelle an das "schlechte Gewissen" haben Sie keine Argumente mehr?? PV-Anlagen produzieren 3,2% des Deutschen Strombedarfs und kosten den Stromkunden dieses Jahr rund 6.839 Mio €! Bei solchen Zahlen, bleibt Ihnen ja auch nur noch der Apell an das "Gewissen", rational begründen lässt sich da nichts mehr.....

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