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Energiewende: RWE erwägt Aus für Braunkohletagebau Garzweiler
DPA

Dem nordrhein-westfälischen Braunkohletagebau Garzweiler droht offenbar das vorzeitige Ende. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, erwägt der Energiekonzern RWE die vorzeitige Schließung des Bergwerks spätestens 2018. Bedrohte Dörfer könnten auf Schonung hoffen. RWE erwägt offenbar Aus für Braunkohletagebau Garzweiler - SPIEGEL ONLINE

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patientia nostra 08.10.2013, 09:00
20. Man..

Zitat von immekus
Das war vorher zu sehen. Der RWE-Konzern kann sich die Braunkohle offensichtlich schon lange nicht mehr leisten, finanziell und von der Akzeptanz her. Man will verhindern, dass kurz hinter den vorher abgebaggerten Dörfern dann doch Schluss gemacht werden muss.
.braucht diesen Schmutzstrom auch nicht mehr.60% des Stromes werden schon von Wind und Sonne geliefert:
pv magazine Deutschland: Starker Tag der Einheit von Photovoltaik und Wind

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JuanSanchezRamirez 08.10.2013, 09:04
21. Düster sieht es in D aus,

wenn weiterhin die Luft mit Braunkohleabgasen verpestet wird. Von den beim Tagebau entstehenden Mondlandschaften ganz zu schweigen. Aber das haben die Besitzstandswahrer bei Ver.di noch nicht kapiert. Und statt die verbleibenden Jahre zu nutzen, die Mitarbeiter weiterzubilden und umzuschulen, wird wieder gewartet bis zum Schluss und dann nach Hilfen von Vater Staat geschrieen. Natürlich ist das für die konkret Betroffenen schwierig. Aber statt die Energiewende als nationale Aufgabe zu begreifen, bei der alle mit anpacken sollten, wird hier wieder einmal mit dem Schreckgespenst Arbeitslosigkeit versucht, Dinosaurier am Leben zu erhalten. Das hat man in der Stahl- und Steinkohleindustrie mit Milliarden von Subventionen auch versucht, genutzt hat es am Ende doch nichts. Aber statt aus der Geschichte zu lernen, werden dieselben Fehler immer wieder gemacht. Innovative Ideen, Zukunftsvisionen, Verantwortung für die Gesamtheit statt für Einzelgruppen? Fehlanzeige.

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tkedm 08.10.2013, 09:05
22.

Zitat von angelobonn
Wenn diese Nachricht tatsächlich stimmt und selbst die Braunkohleverstromung nicht mehr wirtschaftlich sein sollte, hat dies dramatische Folgen für die deutsche Wirtschaft! Die Politik muss endlich verantwortlich handeln und dem EEG in seiner jetzigen Form ein Ende setzten!
Das hat zunächst mal positive Folgen für die Anwohner in den betroffenen Gebieten. Gehen Sie mal in die leerstehenden, noch nicht abgebaggerten Dörfer oder reden Sie mit den Ex-Bewohnern, dann wissen Sie, was ich meine.

Und am EEG leiden durch die hohen Strompreise wohl auch eher die Privatkunden.

Dass das aktuelle EEG Murks ist, ist doch keine Frage. Nur darf hier nicht eine Seite (Wirtschaft vs. Privatkunden) bevorteilt werden, so wie es aktuell ist.

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u.loose 08.10.2013, 09:05
23. Heimat....

Zitat von patientia nostra
..RWE soll diese grauenhaften Löcher in der Landschaft wieder auffüllen und dort WK Anlagen bauen.Ein Sieg der erneuerbaren Energien auf breiter Front.Ich freue mich für die Menschen,denen nun nicht die Heimat mittels Zwangsenteignung genommen wird!
Die Allermeisten dürften sich ärgern, gibt es nun ja kein neues Niedrigenergiehaus ein paar Kilometer weiter...

Bleibt noch die Frage zu klären, womit Deutschland in Zukunft 80% seines Strombedarfes decken will.

Kohle -> nö
Atom -> nö
Gas -> kommt ja aus Russland, also eher nö

Mit Wind und Solar ist ja kein Staat zu machen und erst recht nicht zu bezahlen...

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hiwhatsup 08.10.2013, 09:08
24. NRW: Warum kaum Öko-Arbeitsplätze?

Windräder, Solarpaneels lassen sich mit billigen Strom billiger produzieren. Deshalb entstehen keine Arbeitsplätze im Teuerstromland Deutschland.

Alle anderen Länder dieser Erde haben als industriepolitische Strategie: billiger Strom als Standortvorteil!

Das von rot-grün beschlossene EEG-Gesetz, Merkels Energiewende verteuern den Strom in Deutschland drastisch, was dazhu führen wird das NRW, das von der Schwerindustrie lebt, nicht mehr Wetbewerbsfähig ist.

NRW ist von den grünen Umwelttechnologien praktisch abgehängt:
- Siemens Energy produziert seine Windräder in Brande, Dänemark
- Gleichzeitig entlässt Siemens Energy im Bereich Gas-Turbinen Mitarbeiter in Mülheim, NRW
- Stromintensive Verfahren wie Elektrohochöfen, Galvanik, etc - lohnen sich kaum mehr - selbst mit der viel kritisierten Ausnahmegenehmigung. Kommen erst die CO2 Zertifikate, dann ist der Ofen erst recht aus, und man kann nur noch in China, Indien produzieren, die machen bei den C02 Zertifikaten nicht mit.
Warum wohl wurde in Duisburg, Gelsenkirchen & Co so viel an Industrie geschlossen?
- Bayern als Flächenstaat profitiert vom rot-grünen EEG Gesetz: deshalb hat sich ja auch die CSU von den grünen Weltverbesserern belehren lassen und ist umgeschwenkt...die haben sich einen Vorteil errechnet. Viele Landwirte haben Solaranlagen - und NRW zahlt dafür!
- Chinesische Solarhersteller treiben deutsche Solarhersteller in die Pleite - tja, Lohnkosten, Stromkosten, all das ist in China billiger.

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u.loose 08.10.2013, 09:12
25. Ich dachte immer

Zitat von Europa!
Das Aus für Garzweiler wäre nicht nur für die Menschen in der Region, sondern für ganz Europa ein Segen. Braunkohle ist einer der schlimmsten Luftverschmutzer überhaupt, von der CO2-Emission ganz zu schweigen.
es gäbe Filter? Irre ich mich da?

Auf alle Fälle dürften in Zukunft dann die Preise für Rigips-Platten kräftig steigen - die verwenden ja zu fast 100% die Rückstände der Filteranlagen...

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ptaszek74 08.10.2013, 09:13
26. wieso zahlen wir immer mehr

RWE gibt zu dass der Strompreis sinkt aber warum zahlen wir immer mehr. Wieviele können die Rechnung nicht mehr bezahlen. Wann wird hiergegen etwas getan? Ich sehe die Braunkohle sehr kritisch aber es hängen nun mal massenhaft Jobs dran. Von heute auf morgen ist dieses Problem nicht zu lösen. Bald aber können eh nur noch die wenigsten diesen Strom noch zahlen, dann hat sich das Problem von alleine geklärt.

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tgu 08.10.2013, 09:22
27. Der vergleich hingt...

aber von KZs waren bestimmt auch tausende Arbeitnehmer abhängig, trotzdem ist es gut dass es die nicht mehr gibt.

Die Gewerkschaften vergessen immer, wenn die an solchen veralteten Industrien festhalten (wie auch die Steinkohle und Eisenerzeugung), dann sind diese Arbeitsplätze irgendwann sehr plötzlich weg, ohne das Alternativen nachgekommen sind. Durch die Förderung der erneuerbaren dezentralen Energiequellen gehen nicht nur Arbeitsplätze bei den bestehenden verloren, sondern es werden auch neue geschaffen. Vielleicht sollten da mal die Gewerkschaften hinarbeiten. Sie müssen ja nicht gleich ihre Lohnvorstellungen runterschrauben, aber man könnte ja z.B. die MwSt auf den lohn des handwerkers, welche die Solaranlagen auf einen Hausdach schraubt wegfallen lassen.
Im allgemeinen bin ich eh dafür, die MwSt auf den Handwerkslohn zu streichen, dass würde auch die Schwarzarbeit senken.

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captain_kirk 08.10.2013, 09:23
28. Besinnung

Endlich kommt einer der 4 Big Player in Deutschland mal zur Besinnung. Wenn RWE nicht langsam selbst die Kurve richtung erneuerbarer Energien bekommt, dann wird der Konzern über Kurz oder Lang nur noch von seinem Immobiliengeschäft leben können. Auch das hätte die Arbeitsplätze der Arbeiter in den Rohstoffsparten gekostet. Interessant ist, dass sich die Kohlekraftwerke scheinbar jetzt schon nicht rentieren, obwohl der Zertifikatehandel am Boden ist und es keine adäquaten Reservekraftwerke gibt, die Grundlastfähigen Braunkohlekraftwerke also eigentlich permanent in den Markt hinein produzieren - mal ganz abgesehen davon, dass die Investitionen in die Kraftwerke schon lange abgeschrieben sind und sich RWE und Co. seit Jahrzehnten in der Gewinnzone befinden. Es kann nicht Sinn einer Energiewende sein, wenn Kohlekraftwerke den CO2 Ausstoss in Deutschland massiv nach oben treiben, weil Kohlemeiler die einzigen Reservekraftwerke in der Energiewende darstellen. RWE und Co. sollten nun ihre Lobbymaschine anschmeißen und sich dafür einsetzen, dass Reservekapazitäten für GuD-Kraftwerke vergütet werden und in solche Kraftwerke investieren. Dazu Freiflächen-PV und Windparks auf den rekultivierten Flächen. Das freut auch die Bauern, die das Land dann wieder zurückerhalten, statt es in einem Restsee versinken zu sehen. Was den Arbeitsplatzverlust in den Tagebauen angeht, ist das natürlich tragisch. Doch auch wenn ich viele Bekannte habe, die in Hambach, Inden und Garzweiler arbeiten, eines muss man festhalten. Eine Ausbildung bei einem Rohstoffbetrieb mag einem als ehemaligem Staatskonzern wärmstens empfohlen worden sein. Doch bereits seit den 1960ern sieht man, dass die Rohstoffförderung in Deutschland zukzessive zurückgefahren wird. Das konnte also seit 50 Jahren kein sicherer Arbeitgeber sein. Nun kann dann auch der vielbesungene "Fachkräftemangel" mal zeigen, ob er den Hauern, Schlossern etc. aus den Tagebauen eine gute Jobperspektive bietet oder ob dieses Betteln der Wirtschaft nach Fachkräften nur ein Vorwand ist, um über Gesetzesänderungen billige Arbeitnehmer aus dem Ausland zu ködern.

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ch1ll 08.10.2013, 09:24
29. loool

Zitat von ir²
Verdi, das sind doch die, die beim Demonstrieren für die "Energiewende" ganz vorne mitmarschieren. Wie sagt schon das Chinesische Sprichwort: „hüte dich vor deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen!" Jetzt muss Verdi, im Schulterschluss mit grün/rot in NRW, für den Fortbestand der Braunkohleverstomung kämpfen. Denn wenn jetzt neben Opel und Outokumpu auch noch RWE dicht macht, dann haben die grün/roten "Energiewender" ein richtiges Problem....
RWE Pleite, danke selten so herzlich am Morgen gelacht. Ein Konzern mit einem Betriebsergebnis von 4,090 Mrd Eur und einem Reingewinn von 1,31 Mrd Eur.

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