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Energiewende: Wo Stromautobahnen Deutschland vernetzen sollen
dapd

Es ist ein gigantisches Vorhaben: Mit 3800 Kilometer zusätzlichen Stromtrassen wollen die Netzbetreiber die Voraussetzungen für die Energiewende schaffen. Die Pläne dafür haben sie nun vorgelegt - bis zum 10. Juli können die Bürger ihre Einwände einreichen. Ausbau der Stromtrassen: Wie Deutschland vernetzt werden soll - SPIEGEL ONLINE

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Rodelkönig 30.05.2012, 19:09
40.

Zitat von ole-ivar
3. Damit verbunden, verkommt es zu ökologischem Schwachfug, wenn eine Solarzelle ca. 2/3 ihrer Stromerzeugung über die Lebensdauer bei Produktion, Wartung und Entsorgung verbraucht.
Das ist Quatsch. Die heutzutage gefertigten, hochwertigen Si-Zellen haben bereits nach etwa 3 bis 4 Jahren die für ihre Herstellung benötigte Energie wieder erzeugt ... selbst in unseren Breiten. Und diese liefern aber mindestens 20 bis 30 Jahre lang Strom. Für Dünnschichtzellen sieht's noch besser aus. Welche Wartung Sie für beispielsweise Si-Zellen angedeihen, müssen Sie mir mal verraten, und was an der Entsorgung von Si viel kosten soll, bitte auch. Ich kann Ihnen garantieren, dass die Hersteller die alten Zellen sehr gern entgegennehmen, denn die Aufbereitung bereits existierenden Materials ist billiger als die Herstellung neuen Siliziums.

Zitat von ole-ivar
Sie besitzen gefährliches Halbwissen und haben sich offensichtlich nicht mit der Thematik auseinander gesetzt.
dito.

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Pandora0611 30.05.2012, 19:11
41. Es grünt so grün ...

Zitat von fumum-vendidi
Unterschätzt nicht die Oberstudienräte! Er steht schon in den Startlöchern, der Grün wählende, pensionierte Oberstudienrat mit Tagesfreizeit, der gezeichnet von der Angst vor "Strahlung" und des Sinkens des Wertes seines Eigenheimes, eine Bürgerinitiative gründet. Das wird hundertfach - mit Unterstützung der Ortsgrünen - geschehen. Es wird nach dem St.Florians-Prinzip verfahren werden.
Genau so wird es kommen.
Die Grünlinge sind für "Öko" - solange es nicht in ihrer Nähe pasiert. Sollte es aber einmal anders kommen, sind sie - wie immer - gegen alles!
So sind sie ja auch gegen Pumpspeicherwerke im Schwarzwald.
Grüne lehnen Pumpspeicherwerk ab

Zitat von
Um die Windenergie zu fördern, sind große Speicherkraftwerke nötig. Ein Neues soll im Südschwarzwald entstehen. Umweltschützer protestieren gegen ihren Bau
Grün gegen Grün im Hotzenwald

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manta 30.05.2012, 19:13
42.

Zitat von cevra
GIL haben sogar mit 500kV und bis zu 5kA kein problem, sind die bestriebsicherste übertragungstechnik, haben geringere leitungsverluste als freileitungen, können ohne besondere kühlung auskommen, haben sehr geringen wartungsaufwand und sind damit insgesamt billiger als freileitungen, und liegen natürlich unter der erde.
GIL heisst SF6 mit einigen Bar Druck. Das geht für kleine Traversen und Schaltanlagen.

Für längere Strecken ist das ein Ökologischer Alptraum wenn hier undichtigkeiten enstehen. Einfach mal das Spektrum von SF6 ansehen. Da brauchen wir dann mit CO2 reduktion garnichterst anfangen.

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manta 30.05.2012, 19:17
43.

Zitat von rolandjulius
Warum schreibt man hier von Autobahnen,sind Starkstromleitungen dann etwas gemuetlicher? Diese Trassen sind total unbewohnber,und sollten nicht eimal begangen werden.Die Gesundheitsschaeden welche durch die Hochspannung verursacht werden sind kaum aufzuzaehlen und werden stets vertuscht. Die Trassen muessen, wenn bewaldet vollkommen abgeholzt , und die Flaechen einer anderen Nutzung unterzogen werden. Wehe dem Bauern den diese Arbeit trifft. Eingegrabene Gleichstromtrassen sind Wetterfest umweltfreundlicher, entsprechen dem Landschaftsschutz,und der Gleichstrom kann von der Industrie direkt angewendet werden.Die neuen LED leuchren arbeiten mit Gleichstrom,sowie die Metallschmelzereien, Schweissgeraete und und....,auch diese Liste ist endlos. Frau Merkel hat doch studiert,sie muesste das alles wissen. Dass die anderen Politiker keine Ahnung haben duerfen wir der Demokratie zuschreiben, weil doch Jeder,ohne Ausnahme, sich zur Wahl stellen darf.
Bitte ausformulieren wieso Felder einer 50Hz Wechselspannungsleitung schädlicher sind als die einer Gleichstromleitung. Noch dazu, wo HV Erdkabel weit höhere Magnetfelder erzeugen als gebündelte Freileitungen. Ich warte dann auf die Antwort, danke !

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günter1934 30.05.2012, 19:17
44.

Zitat von rolandjulius
Industrie direkt angewendet werden.Die neuen LED leuchren arbeiten mit Gleichstrom,
Ich möchte mal wissen, was mit Ihren LEDs passiert, wenn Sie 400 Kilovolt Gleichstrom dranlegen!
Nur Wechselstrom können Sie problemlos zu haushaltsverträglichen Spannungen transformieren.
Das aus dem dann wieder Gleichspannung gemacht wird, ist ein ganz anderes Thema.

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gustavsche 30.05.2012, 19:18
45. Das Problem ist von organisatorischer Natur.

Zitat von Wofgang
Komischerweise ist es überhaupt kein Problem den Atomstrom über weite Strecken zu transportieren, aus Frankreich und Tschechien zu importieren. Ich frage mich immer, was den Windstrom vom Atomstrom unterscheidet, dass der eine beliebig durch die Leitungen passt und der andere so große Schwierigkeiten bereitet. Dezentralisierung ist sicher eine sinnvolle Alternative zu Großkraftwerken, speziell im Bereich von Gaskraftwerken.
Ein Kern- oder Kohlekraftwerk kann man hoch- und runterregeln und dem Bedarf anpassen. Die Windkraft kann man aber nicht dem Bedarf anpassen. Wenn der Wind stark weht, dann haben in Norddeutschland 20 Gigawatt Leistung durch Windkraft. Durch die Vorrangigkeit der "erneuerbaren Energien" wird das alles auch eingespeist und muss ja irgendwohin. Der Strom wird schon in die Niederland und nach Polen exportiert... und die sind not amused.

Elektrische Energie ist eine Dienstleistung und keine Ware! Auf die Ware können Sie zugreifen, Sie können Sie speichern, die Supermärkte können Sie speichern. Verbrauch, Kauf und Handel von Waren schwach gekoppelt. Bei Dienstleistungen ist es anders. Nichts ist schlimmer als ein Handwerker, der Termine nicht einhält! Oder ein Lieferant. Ich habe schon mal einen ganzen Nachmittag- völlig vergeblich - auf einen angekündigten Lieferanten gewartet. Der Knallkopp kam einen Tag später... da war ich natürlich nicht anwesend. Und so ist der Strom der "Erneuerbaren"auch: Er kommt und geht wie es ihm passt.

Friseur ist auch ein Dienstleistungsberuf. Ein Friseur würde pleitegehen, wenn er keine regelmäßigen Öffnungszeiten anbietet. Wenn ich zum Friseur gehe, möchte ich mich nicht den Stress aussetzen, herauszufinden, ob der Friseur überhaupt geöffnet hat. Dann weiche ich auf die Konkurrenz aus.

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Rodelkönig 30.05.2012, 19:19
46.

Zitat von wurzlbrunft
Manche Bürger (Tendenz schnell steigend) können heute bereits die horrenden Strompreise nicht mehr bezahlen. Wenn diese jedoch in 5 Jahren drei Mal so hoch sind wie heute, können sich nur mehr wohlhabende, in Ghettos lebende Bürger den Strom aus der Steckdose leisten. Diese sogenannte "Energiewende" ist in der Tat die größte Geldvernichtungsmaschine der letzten tausend Jahre und ein technischer Rückschritt sondergleichen.
Seien Sie mal froh, dass das der Führer nicht mehr hören kann, dass Sie ihm hier seinen Spitzenplatz im Wohlstandvernichten streitig machen wollen. Und seien Sie auch froh, dass weder Banken noch sonstige Zocker Ihre Worte lesen können. Die könnten sonst noch denken, sie wären gar nicht so wichtig und systemrelevant, wenn sie noch nicht einmal mehr den Titel "Größte Geldvernichter aller Zeiten" für sich beanspruchen können.

[QUOTE=wurzlbrunft;10276046]Windkraft in Bayern - das wäre ein Schenkelklopfer, wären nicht dafür schon abertausende Hektar wertvollste, sauerstoffspendende Grünflächen zubetoniert worden.

Aha. Wie viel Hektar Betonfläche verursacht denn so ein Windrad Ihrer Meinung nach? Und wie viele gibt's davon in Bayern? Multiplikation haben Sie doch bestimmt in der Schuel gelernt, oder?

Zitat von wurzlbrunft
Man darf gespannt sein, ob Herr Seehofer und Frau Merkel die nächste Wahl politisch überleben?
Joa. Darf man ... wenn auch wohl aus anderen politischen Gründen ... ich sag nur Herdprämie & Co.

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Palmstroem 30.05.2012, 19:21
47. Seltsame Logik

Zitat von 47/11
... Dezentralisierung ist der Garant für autarke, sichere und kostengünstige Stromversorgung .
Warum sollte eine dezentralisierte Stromerzeugung günstiger und sicherer sein!
Es ist ja nicht verboten seinen Strom selber zu erzeugen.
Nur, warum macht es keiner, wenn es günstiger und sicherer ist!

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cevra 30.05.2012, 19:23
48. sf6

[QUOTE=manta;10276188]GIL heisst SF6 mit einigen Bar Druck. Das geht für kleine Traversen und Schaltanlagen.[\quote]nein, typischerweise 60-70km, konstruktiv ist die leiterlänge unbegrenzt.

Zitat von manta
Für längere Strecken ist das ein Ökologischer Alptraum wenn hier undichtigkeiten enstehen. Einfach mal das Spektrum von SF6 ansehen. Da brauchen wir dann mit CO2 reduktion garnichterst anfangen.
es entstehen keine undichtigkeiten. die wirksamkeit von sf6 als treibhausgas ist nicht relevant.

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Atomkrafteimer 30.05.2012, 19:27
49. Oha

Zitat von 47/11
... Dezentralisierung ist der Garant für autarke, sichere und kostengünstige Stromversorgung . Leider lässt sich am selbsterzeugten Strom nichts von anderen verdienen und auch das Land kann nicht erpresst werden .Das soll aber mit allen Mitteln verhindert werden . Dazu wirft man lieber Milliarden sinnlos zum Fenster hinaus und liefert D den Stromerzeugern aus !!!
Allein schon der erste Satz ist Hirnriss.

Autark? Autark wovon? Wenn in ihrer Nachbarschaft mal Nacht ist, kein Wind geht, vorübergehend keine Biomasse zur Verfügung steht, keine Erdbohrung für Geothermie möglich oder schlicht ihr heimisches Kraftwerk im Eimer ist, wären Sie vermutlich der erste, der darüber meckert, dass kein Anschluss an ein stabiles Verbundnetz besteht, das Ihre Produktionslücken kompensiert.

Apropos Verbundnetz, wissen Sie eigentlich wie schwierig es ist, ein Netz mit tausenden von schwankenden Einzelerzeugern stabil zu halten? Vermutlich nicht.

Und überhaupt. Wer bezahlt das eigentlich alles? Die Kosten für eine Dezentralisierung würde das, was wir jetzt für den Trassenausbau zahlen deutlich in den Schatten stellen. Zumal sich ein solches Vorhaben nicht von heute auf morgen, sondern wenn dann über die nächsten Jahrzehnte hinziehen würde. In der Zwischenzeit würden wir aber dennoch zusätzliche Stromtrassen brauchen.

Dezentrale Stromversorgung ist weder sicherer, noch billiger als dezentrale. Das ist reine Ideologie.

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