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Entdecker & Eroberer: Karriere eines Wüterichs

Erik der Rote war ein übler Gewalttäter. Seine Verbannung aus Island aber machte ihn berühmt: In Grönland schwang er sich zum Herrscher auf.

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glücklicher südtiroler 26.12.2010, 09:50
1. Grönland...

Zitat von sysop
Erik der Rote war ein übler Gewalttäter. Seine Verbannung aus Island aber machte ihn berühmt: In Grönland schwang er sich zum Herrscher auf.
Danke für den interessanten Artikel...
Das Ende der Wikinger-Besiedelung Grönlands ist als Thema weit aktueller den je...
Schön nachzulesen in diesem Buch.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/444398/
Vom Ende der Wikinger auf Grönland können wir einige Lehren ziehen, auch was die aktuelle Krise des € anbelangt.

Viele Grüße aus Südtirol...

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diplom kiffer? 26.12.2010, 10:59
2. Jädern (Norwegen)

<i>"Vater und Sohn waren Totschläge halber von Jädern (Norwegen) nach Island gefahren"</i>
Wo liegt denn das?
Jæren ist eine Küstenlandschaft im Südwesten von Norwegen.
Schon damals eine der landwirtschaftlich bedeutendesten Gegenden Norwegens.
Von dort kam Eirīkr Þōrvaldsson.

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maxweber 26.12.2010, 11:12
3. Interessanter Artikel

Besonders gut hat mir folgende Stelle gefallen:

"Südlich der heutigen grönländischen Hauptstadt Nuuk fand er tief in das Land einschneidende Fjorde, die ein einigermaßen geschütztes Klima, grüne Wiesen und Bäche mit frischem Wasser boten. Dort steckten er und seine Gefährten für sich Parzellen ab. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Klima dort vor 1000 Jahren spürbar milder als heute war."

Wird uns nicht immer erzählt, der Klimawandel als Folge der industriellen Revolution ließe das Grönland-Eis schmelzen, und damit den Meeresspiegel auch für die deutschen Küsten bedrohlich ansteigen? Meines Wissens lag die deutsche Küstenlinie vor 1000 Jahren deutlich nördlicher als heute.

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heiko1977 26.12.2010, 11:41
4. Titel

Zitat von maxweber
Besonders gut hat mir folgende Stelle gefallen: "Südlich der heutigen grönländischen Hauptstadt Nuuk fand er tief in das Land einschneidende Fjorde, die ein einigermaßen geschütztes Klima, grüne Wiesen und Bäche mit frischem Wasser boten. Dort steckten er und seine Gefährten für sich Parzellen ab. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Klima dort vor 1000 Jahren spürbar milder als heute war." Wird uns nicht immer erzählt, der Klimawandel als Folge der industriellen Revolution ließe das Grönland-Eis schmelzen, und damit den Meeresspiegel auch für die deutschen Küsten bedrohlich ansteigen? Meines Wissens lag die deutsche Küstenlinie vor 1000 Jahren deutlich nördlicher als heute.
Die deutsche und niederländische Nordseeküste sah damals ganz anders aus als heute; so war große Teile der Niederlande Meer.

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Benutzername1 26.12.2010, 11:41
5. Sehr interessant...

... wie leichtfertig nicht nur hier auf SPON Personen und Völker in der Geschichte immmer mit negativen Attributen wie "gewalttätig", "mörderisch", "barbarisch" dargestellt werden bzw. die Darstellung auf die primitiven Aspekte verengt wird, sofern es sich um europäische, weisse oder germaische Protagonisten handelt.
Nicht das ich mich hier darüber beschweren wollte. Ich wünsche mir nur, dass die gleichen modernen und post-modernen Maßstäbe angelegt würden, bei anderen historischen Gestalten. Aber ich werde es wohl nie erleben, dass SPON ein Thread eröffnet, der folgendermaßen beginnt:

"Mohammed der Prophet war ein übler Gewalttäter. Sein Massaker an den Banu Quaraiza tat seiner zunehmenden Popularität als Religionsgründer jedoch keinen Abbruch..."

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wilde Socke 26.12.2010, 12:12
6. Mörder

Ein früher Intensiv-Täter, oder "Al Quaida des Nordens".

Interessant, wie Mörder verherrlicht werden.

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kl1678 26.12.2010, 12:53
7. schaukel

Zitat von maxweber
Wird uns nicht immer erzählt, der Klimawandel als Folge der industriellen Revolution ließe das Grönland-Eis schmelzen, und damit den Meeresspiegel auch für die deutschen Küsten bedrohlich ansteigen? Meines Wissens lag die deutsche Küstenlinie vor 1000 Jahren deutlich nördlicher als heute.
die Entlastung durch das Abschmelzen großer Eismassen in Skandinavien am Ende der Eiszeit führte zu einer Anhebung Skandinaviens und gleichzeitig, weil sozusagen auf der anderen Seite der Schaukel, zu einer Absenkbewegung in Norddeutschland, die immer noch anhält. Daher war in der Tat z.B. Helgoland vor 1000 Jahren wesentlich größer.

Warum das wärmere Klima vor 1000 Jahren nun nicht so böse war, wie das, was wohl irgendwann auf uns zukommt, verstehe ich auch nicht. Vielleicht war es ja böse, aber niemand hat es den Winkingern erzählt.

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saddamatus 26.12.2010, 14:51
8. Warm genug?

Zitat von kl1678
Warum das wärmere Klima vor 1000 Jahren nun nicht so böse war, wie das, was wohl irgendwann auf uns zukommt, verstehe ich auch nicht. Vielleicht war es ja böse, aber niemand hat es den Winkingern erzählt.
War es nicht so, dass zeitgleich zu den milden Temperaturen in Island/Grönland/Vinland das Klima in Norwegen/Norddeutschland deutlich kälter war? Weil der Golfstrom tendenziell stärker westlich auslief?
Und dass ein Grund für die Wikingerzüge jener Zeit auch die schlechteren Erträge aus der Landwirtschaft waren?

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saddamatus 26.12.2010, 14:59
9. Titel

Zitat von Benutzername1
... wie leichtfertig nicht nur hier auf SPON Personen und Völker in der Geschichte immmer mit negativen Attributen wie "gewalttätig", "mörderisch", "barbarisch" dargestellt werden bzw. die Darstellung auf die primitiven Aspekte verengt wird, sofern es sich um europäische, weisse oder germaische Protagonisten handelt. Nicht das ich mich hier darüber beschweren wollte. Ich wünsche mir nur, dass die gleichen modernen und post-modernen Maßstäbe angelegt würden, bei anderen historischen Gestalten. Aber ich werde es wohl nie erleben, dass SPON ein Thread eröffnet, der folgendermaßen beginnt: "Mohammed der Prophet war ein übler Gewalttäter. Sein Massaker an den Banu Quaraiza tat seiner zunehmenden Popularität als Religionsgründer jedoch keinen Abbruch..."
Wie wollen sie es denn jetzt? Leichtfertig oder nicht?
Meines Wissens beginnt der Bericht über die Wikinger nicht mit den Worten:
"Die Wikinger waren gute Christenmenschen und zogen als mordbrennende Vergewaltiger- und Räuberbande über den Kontinent. Der zunehmenden Popularität und eingebildeten moralischen Überlegenheit des Christentums tat dies seltsamerweise keinen Abbruch"

Wieso können Kulturkämpfer eigentlich nicht mit einem Maß messen?
Weil sie sonst die Sinnlosigkeit ihrer Religionskriege einsehen müssten und mit differenzierten Betrachtungen noch niemand aufgewiegelt werden konnte?

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