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Ernährungsweisheiten: Ratlose Ratgeber

Schadet Rotwein, oder hält er gesund? Muss man Kirschen essen? Und viel Wasser trinken? Oder wenig? Eine Polemik gegen die Einfältigkeit der Ernährungswissenschaften.

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Johanna.1.15 03.11.2009, 18:36
40. oh jeh

Zitat von Tubus
Tatsächlich wohl mehr Polemik als sachlicher Beitrag, denn nicht "gehen Professoren und Doktoren hausieren mit Erkenntnissen, die 1. entweder längst Allgemeingut, 2. irrelevant oder 3. meistens nur Spiegelbilder unserer kollektiven Ernährungsstörungen sind." um ihr Zeug an den Mann oder die Frau zu bringen.
Herrgott, wie naiv. Wer füttert denn die Medien mit immer neuen Pressemitteilungen, wenn nicht genau diese geltungssüchtigen Hoch(schul)stapler? Gilt für die Ernährungsfuzzis, für die Psychologen, gilt genauso für die Klimahysteriker.

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busoph 03.11.2009, 18:38
41. Gesundheit ist, wenn es einem gut geht

Wie gehts denn so? wird man jeden Tag gefragt. Gut, gut!
Wenn das "Gut gut" wirklich zutrifft, was soll man dann ändern? Zwei Gramm davon mehr, und das dafür weniger?
Wollen wir nun Freude am Essen haben oder wollen wir das mathematisch aufgliedern?
Wer sein Gewicht in Grenzen hält und körperlich fit ist, sollte die ständige Bombardierung mit Essensratschlägen getrost dahin tun, wohin diese Ratschläge gehören: in den Müll.
Guter Artikel.

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Johanna.1.15 03.11.2009, 18:43
42. .

Zitat von ukw
Fazit: Der Biobauer mit Hofladen in dem er seine Produkte anbietet ( und ergänzend die Produkte der benachbarten Biobauern) - hat die kleinste Lobby - die geringste Möglichkeit ein beherrschendes Monopol zu bilden - offensichtlich noch kein spekulativen Reichtum angehäuft - in den letzten 100 Jahren weit weniger Schaden angerichtet als z.B. Lidl und Nestle und nun bin ich mal gespannt...
Na ja, statistisch gesehen ist die Zahl der Hungertoten einer Gesellschaft umso höher, je höher die Anzahl der Bioprodukte ist. Afrika wirtschaftet auch heute noch fast nur "bio". Aber tote Menschen zählen ja nicht als "Schaden" für die Ökos.

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pokymahony 03.11.2009, 18:53
43. titel

Zitat von Johanna.1.15
Na ja, statistisch gesehen ist die Zahl der Hungertoten einer Gesellschaft umso höher, je höher die Anzahl der Bioprodukte ist. Afrika wirtschaftet auch heute noch fast nur "bio". Aber tote Menschen zählen ja nicht als "Schaden" für die Ökos.
Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen. In Afrika sterben nicht mehr Menschen wegen Bioprodukten, sondern schlichtweg daran, daß sie überhaupt nichts zu essen haben.
Sie sollten den Artikel ihres Vorredners noch mal lesen, den Sie haben ihn nicht verstanden.

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dr_tone 03.11.2009, 18:53
44. Mann oder Frau...

Es geht ja nicht um Sondermüll, den wir fressen. Es geht darum, dass der Mann eine Wissenschaft in Bausch, Bogen und geistloser Weise verdammt. Heck, vor hundert Jahren wusste die Menschheit nichtmal, was Eiweisse sind und dass sie ein essentieller Bestandteil unserer Ernährung sind. Es gab jede Menge Krankheiten, die aus Fehl- oder Mangelernährung resultierten. Man wusste nichts vom Zuckerabbau und der Fettsynthese. Was ist das für eine bescheuerte Polemik, die das alles als entweder "selbstverständlich" erklärt, oder als genussfeindlich? Wahrscheinlich würde Ullrich Fichtners Weltbild vollkommen brüchig, wenn er erführe, dass die meisten Ärzte rauchen und sogar Ernährungswissenschaftler sich bisweilen ein fettes, saftiges, tödlich ungesundes Steak gönnen.

Als ob es darum ginge. Hier geht es um Wissenschaftsfeindlichkeit und Ignoranz. Natürlich hat Herr Fichtner keine Ahnung. Ich muss das nicht ausführen, das Alu in der Mikrowelle ist da noch harmlos. Keine Ahnung ist nicht unbedingt tadelnswert. Tadelnswert ist, wenn einer seine Ignoranz als gerechtfertigte Meinung ausgibt. Tadelnswert ist, wenn einer mit dem Recht auf Genuss gegen das Recht zu Wissen zu Felde zieht. Ich schlage ihm vor: Er möge schnabulieren, was ihm gefällt und die Wissenschaftler nicht behelligen. Er muss ja, in drei Gottes Namen, nicht lesen, wovon er eh nicht mehr versteht, als dass man seine drei bis vier simplen Urteile bestätigt. Es gibt einfach Menschen, denen reicht es nicht, zu wissen, dass wir die Sachen, die wir essen, tatsächlich auch essen können. Die wollen wissen, warum. Mir sind die irgendwie sympatischer, als diese nullachtfuffzehn Hedonisten.

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Johanna.1.15 03.11.2009, 19:00
45. ..

Zitat von pokymahony
Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen.


Beides Obst.


Zitat von pokymahony
In Afrika sterben nicht mehr Menschen wegen Bioprodukten, sondern schlichtweg daran, daß sie überhaupt nichts zu essen haben.

Stimmt. Was sich allein schon mit der Verbreitung von, bäh!, Kunstdünger, maschineller Bodenbearbeitung, industriellen Anbaumethoden, Herbiziden und Pestiziden, chemischer Konservierung und Gentechnik beheben liesse - so, wie in der entwickelten Welt und weiten Teilen Asiens. Bio-Landwirtschaft ist nun einmal ein Luxusprodukt, das parasitär gedeihen kann, weil das Gross der Nahrung aus der üblichen Massenproduktion kommt.

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ehergut 03.11.2009, 19:01
46. Hochschulstapler?

Seh ich die Stimmung hier richtig? dass wissenschaftler unnutz sind?
Dann moechte ich Sie mal ankriechen sehn wenn Sie (Gott-beschuetz) Diabetes haben, mit der Frage : Was kann ich machen damit ich nicht erblinde? und dann sag ich naja die wissenschaft sagt, dass folgendes gut ist fuer die gesunde Ernaehrung...(und dann hoffe ich dass Sie etwas dankbarer sind dass jemand versucht neue erkennnisse zu finden, oder methoden zu entwickeln damit Sie gesuender laenger leben koennen! und nicht einfach nur laenger leben)

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MovieHawk 03.11.2009, 19:05
47. Polarisierende Ode an die Chinesen

Zitat von sysop
Jeder Einzelne könnte deshalb mehr über seine eigenen Bedürfnisse wissen als alle Ernährungswissenschaftler der Welt zusammen. Er müsste nur anfangen, nicht mehr auf sie zu hören, sondern sich selbst zu vertrauen.
Danke - Sie hätten sich den recht polarisierenden Text und die Ode an die Chinesen sparen können - Ihr letzter Abschnitt hätte vollends gereicht.

Naja, vielleicht macht eben auch der Text eben diesen letzten Abschnitt so besonders ;)

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radioCanada 03.11.2009, 19:09
48. Allgemeingültige Weisheiten

Es ist in meinem Augen nicht richtig zu sagen,
Untersuchungen seien meist zu einseitig, d.h.
von einer speziellen Wissenschaftlichen Disziplin
aus betrachtet, wie in dem Artikel genannt.

Sicher , ein einzelnes Produkt zu nehmen, wie Rotwein,
und das Ursache Wirkung Prinzip zu untersuchen ist
schlicht unmöglich.

Es gibt aber dennoch sehr aussagekräftige Untersuchungen
beispielsweise aus den 20 und 30er jahren von Kollath,
u.a. zu der Natuerlichkeit der Nahrung, der Fermentierung,
dem Erhitzen, etc. und der Auswirkung auf die Gesundheit
von Katzen. Das korrespondiert mit dem Hinweis in dem
Artikel auf das Mikrowellenessen und dem rohen Gemüse.
Oft wird zu tiefgehend untersucht und zu wenig das
Wesentliche aus den Augen verloren: Der Mensch sollte
zunächst (viel roh, weniger verändert) genau das essen,
was um ihn herum wächst und/oder einfach herzustellen
und zu bekommen ist. Alles andere sollte als Luxus und
weitgehend überflüssig angesehen, aber
natuerlich nicht vollkommen vermieden werden.

Kalorien zaehlen, Naehrstoffe, Vitamine sind alles allein
Versuche dem komplexen System auf die Schliche zu kommen,
die aber vollkommen versagen, wenn man allein die Tatsache
bedenkt, dass man jedes Jahr neue Stoffe findet.

Ein wesentlicher Punkt, der stets unterschlagen wird,
sind die Erkenntnisse über die selbstheilenden Kräfte
des Körpers. Mangelsituationen, selbst Kriege, etc.
koennen in vielen Fällen zum Beispiel durchaus zu
Abhärtung führen, während das Gegenteil, eine gute
amerikanische Küche..:) dem Körper absolut nichts mehr
abfordern als zu verdauen..

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glücklicher südtiroler 03.11.2009, 19:20
49. Erfahrung des langsamen Essens.......

Zitat von Tubus
Tatsächlich wohl mehr Polemik als sachlicher Beitrag, denn nicht "gehen Professoren und Doktoren hausieren mit Erkenntnissen, die 1. entweder längst Allgemeingut, 2. irrelevant oder 3. meistens nur Spiegelbilder unserer kollektiven Ernährungsstörungen sind." sondern Medien blasen Selbstverständlichkeiten zu Sensationen auf, um ihr Zeug an den Mann oder die Frau zu bringen.
Vollkommen richtig und......ich habe noch nie einen Essensberater gekauft.Unser "Innerer Kompass" sagt uns,daß in Mengen genossen bestimmte Lebensmittel schädlich und Andere hingegen unbedenklich sind.Wenn man Essen nur mit dem Klingeln der Mikrowelle verbindet und Nahrungszufuhr wie das notwendige Betanken eines Autos empfunden wird,führt das zwangsläufig zu Frust,Hetze und Unwohlsein.Das Aussuchen von Zutaten,deren Zubereitung und am Ende der Genuss des Essens sind zeitlos.....Der entspannte Körper hat genug Zeit "Reize" aufzunehmen und sie auf die Seele zu übertragen....,am Ende folgen Momente des Glücks und daher (meist) Gesundheit......
Ich koche Südtirolerisch,meine Süditalienische Frau italienisch,....begossen wird das Ganze mit ausreichend Wein....,es folgen Genuss,Gespräch und manchmal auch ein kurzer Lacher.......
Es sollte allerdings nicht in stundenlangem Essen ausarten wie beispielsweise in Kalabrien.........
......
http://www.youtube.com/watch?v=objCICRIdc4

Aber was zum Teufel ist Esoterik???

Viele Grüße aus Südtirol....

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