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Ernährungsweisheiten: Ratlose Ratgeber

Schadet Rotwein, oder hält er gesund? Muss man Kirschen essen? Und viel Wasser trinken? Oder wenig? Eine Polemik gegen die Einfältigkeit der Ernährungswissenschaften.

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hauser kd 03.11.2009, 19:36
50. diese "Wissenschaft" hat z.B.

[QUOTE=dr_tone;4514079]Es geht ja nicht um Sondermüll, den wir fressen. Es geht darum, dass der Mann eine Wissenschaft in Bausch, Bogen und geistloser Weise verdammt.

festgestellt, da8 wer Glutamat (Geschmacksverstärker) ist. Gefahr läuft, debil, blind, krebskrank und im jedenfall fett zu werden. Das führte u.A. dazu, in SPON Postings, daß Leute glaubten, bereits geringe Mengen, würden irreperable Schädigungen auslösen. In Ost- und Südostasien wird Glutamat in gr0ßen Mengen konsumiert. Die beschriebenen Folgen konnte ich dort allerdings nicht feststellen.
O.k. Einwand, die Menschen dort sind seit Generationen dran gewöhnt und nehmen daher keinen Schaden. Quatsch, ich bin Europäer, 59 Jahre alt, und futtere auch Glutamat. Bin weder debil noch blind habe auch kein Karzinom und bin normelgewichtig. Soviel zu den geistigen Größen, die einen derartigen Unsinn als wissenschaftliche Erkenntnisse verkaufen.

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Celegorm 03.11.2009, 19:49
51. ...

Zitat von hauser kd
festgestellt, da8 wer Glutamat (Geschmacksverstärker) ist. Gefahr läuft, debil, blind, krebskrank und im jedenfall fett zu werden.
Wo hat das "die Wissenschaft" festgestellt? Ich bitte um Quellen, und zwar die originalen Publikationen und nicht irgendwelche Zeitungsmeldungen. Womit wohl auch klar würde, worauf ich hinaus will: Eine solche Aussage nach dem Motto Glutamat=Krebs!!! werden sie in keiner auch nur halbwegs seriösen Arbeit finden. Sowas entsteht erst in der simplifizierten Erinnerung irgendwelcher Schreiberlinge hier, die mal irgendwo bei SPON oder BILD eine ähnlich lautende Schlagzeile aufgeschnappt haben, die auf einer mangelhaften Hörensagen-Wiedergabe wissenschaftlicher Erkenntnisse basierte. Und daran sollen dann jene Forscher Schuld sein, die höchstwahrscheinlich irgendeine schwache Korrelation gewürzt mit paar Interpretationsversuchen voller Konjunktive präsentiert haben? Das ist doch ein Witz..

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ukw 03.11.2009, 19:51
52. .

Zitat von Johanna.1.15
Na ja, statistisch gesehen ist die Zahl der Hungertoten einer Gesellschaft umso höher, je höher die Anzahl der Bioprodukte ist. . Aber tote Menschen zählen ja nicht als "Schaden" für die Ökos.
Na ja, statistisch gesehen ist die Zahl der Hungertoten einer Gesellschaft umso höher, je mehr Geld für Waffen ausgegeben wird und in das betreffende Land importiert werden ...

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interessierte leserin u 03.11.2009, 19:51
53. Die Dosis macht das Gift

Nach erfolgreichem naturwissenschaftlichen Studium, einer ebensolchen Promotion, vieler Dienstjahre und ebenso vieler nicht erfolgreicher Diäten kann ich nur sagen:
Glückwunsch zu diesem Artikel!
Jahrzehntelang habe ich mir von diesen Ernährungswissenschaften ein schlechtes Gewisssen machen lassen, obwohl ich innerlich doch immer wusste, was mein Körper wirklich braucht (und es wissenschaftlich sogar hätte begründen können).
Erst mit der Gelassenheit des Alters habe ich mich von dieser modernen Geißelung und Bevormundung befreit und esse, was mir schmeckt – und zwar strikt nach Paracelsus: die Dosis macht das Gift!

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wollbärtinger 03.11.2009, 20:05
54. ...

IM Rahmen des Beitrags # 45 erklärt Foristen-Kollege dr_tone, daß "die meisten Ärzte rauchen". - Quelle, bitte?!

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Milchtrinker 03.11.2009, 20:08
55. Vordergründig und doch nicht dumm

Der Artikel macht es sich leicht, denn gar so überflüssig sind Chemiker, Mikrobiologen, Mediziner und andere Wissenschaftler, die sich mit Ernährung, Stoffwechsel und den Auswirkungen des ersteren auf das letztere befassen, nun nicht. Mein Körper ist leider nicht so schlau, gehärtete Fette in der Lätta, Antibiotika im Putenschnitzel oder Dioxine auf dem Gemüse von selbst zu bemerken.

Und oft genug ist es gerade der Ratschlag der Ernährungswissenschaftler, der mich dazu bringt, etwas an meinem Essverhalten zu verändern, auf das ich von alleine nicht gekommen wäre und auf das mir mein Körper eine positive Resonanz gibt. Unbenommen bleibt, das eigene Denken darüber nicht einzustellen.

Selbstredend wäre es schön, jeden Tag auf dem Markt einzukaufen, das Brot selbst zu backen, die Kuh selbst zu melken und nach einem ausgedehnten Spaziergang und ausgiebigem Sex neun Stunden durchzuschlafen, allein, die meisten Menschen können das heutzutage nicht täglich einrichten.

Doch der Artikel ist bei aller Vordergründigkeit pointiert und hebt richtige und wichtige Fragen nach Lebensfreude, nach ganzheitlicher Betrachtung und nicht zuletzt nach Spiritualität hervor. Er regt zum Nachdenken an, und genau das sollte ein guter Artikel tun.

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dr_tone 03.11.2009, 20:14
56. Glutamat etc.

Zitat von hauser kd
Quatsch, ich bin Europäer, 59 Jahre alt, und futtere auch Glutamat. Bin weder debil noch blind habe auch kein Karzinom und bin normelgewichtig. Soviel zu den geistigen Größen, die einen derartigen Unsinn als wissenschaftliche Erkenntnisse verkaufen.
Je nun. Es gibt Irrtümer und Quatsch selbstverständlich auch in der Wissenschaft. Vielleicht ist sie sogar das letzte Refugium der Irrtümer, denn nur, wer überhaupt begründet zu behaupten wagt, kann irren. Aber das ist hier nicht von Belang; einen Irrtum zu kritisieren oder richtig zu stellen ist eins. Die Wissenschaft, weil sie unter anderem auch irrt, als nutzlos zu bezeichnen, etwas ganz anderes. Sie wüssten doch ohne Wissenschaft gar nicht, was Glutamat ist, und dass es das Salz einer essentiellen Aminosäure ist. Kann sein, es interessiert Sie beim Essen herzlich wenig, aber ist es deshalb etwa schlecht, dass man darüber hinaus wissen will, wie sich, was man isst, zusammensetzt und was diese Stoffe im Körper bewirken?

Es ist richtig, dass das Feld ungeheuer komplex ist. Trotzdem gibt es Fortschritte. Vitamin D - Rachitisbekämpfung, das ist z.B. so ein Fortschritt. Wenn ich daran denke, dass heute stattdessen Kindern Bernsteinketten umgehängt werden, dann, mit Verlaub, kotzt mich diese Esoterik-Verherrlichung doch ziemlich an.

Wie gesagt, Irrtümer gibt es. Scharlatanerie auch und die Interessen der Nahrungsmittelindustrie. Aber wie, wenn nicht industriell, soll die Welternährung bewerkstelligt werden? Wer, wenn nicht Ernährungswissenschaftler, soll dabei herausfinden, welche Nahrungsbestandteile und in welchen Mengen essentiell, nützlich oder schädlich sind? Wer soll ergründen, ob Dosenfutter auf lange Sicht krank macht, und im Falle dass, woran das liegt?

Die Polemik ist billiger als Kühlregalfrass, die behauptet, dass derlei Forschung nur Altbekanntes und Triviales herausfindet, und stattdessen China-Voodoo verkündet. Hat der Mann überhaupt mal echten chinesischen Frass "geniessen" dürfen? War er mal in China und hat diese vom Mangel diktierte Küche erlebt? Mit Glückskeksweisheiten, wie gesagt, lässt sich leicht herumfuchteln. Aber dass es gerade in China nach wie vor eine verdammt angespannte Versorgungslage gibt (und historisch immer gab), dass vergisst unser Esoterik-Koch geflissentlich.

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dr_tone 03.11.2009, 20:22
57. Fortschritt durch Rücknahme

Zitat von wollbärtinger
IM Rahmen des Beitrags # 45 erklärt Foristen-Kollege dr_tone, daß "die meisten Ärzte rauchen". - Quelle, bitte?!
Öh. Da ist aber jemand ganz genau. Wenn Sie wollen, nehme ich die rauchenden Ärzte zurück.

Wissen Sie, es war mehr zur Illustration gedacht; schon klar, Sie brauchen das nicht. Sie kommen mit harten Fakten klar. Dann, wie gesagt, stelle ich Ihnen gern frei, die qualmenden Ärzte von dr_tone zu ignorieren. Die wesentliche Aussage meines Postings, scheint mir dadurch unbeeinträchtigt.

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Saggse 03.11.2009, 20:49
58. Ebenfalls Danke

Zitat von larsT64
Vielen Dank für diesen Artikel. Er spricht mir aus der Seele.
Dann sind wir schon zwei.

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hauser kd 03.11.2009, 21:22
59. Antwort auch an Celegorm

[QUOTE=dr_tone;4514550]
ich bin nicht wissenschaftfeindlich. Ich stimme mit Ihnen beiden durchaus überein, daß die Ernährungswissenschaft, nicht ironisch, viele grundlegende und neue Erkenntnisse erbracht hat. Wie die, von Ihnen erwähnt, Rachitis, aber auch Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten. Alles unstrittig.
Aber, die "Wissenschaftler" die ich meine, sind diejenigen die, mittels gutem Zugang zur Presse und TV, jede noch so obskure Erkenntniss veröffentlichen und der Bevölkerung Angst und Schrecken einjagen. Sie nannten die Scharlatane, ich auch.
Was die Esoterik betrifft. Von der halte ich soviel wie von diversen Diätplänen in den bunten Zeitschriften. Nämlich nichts.
Was chinesisches Essen anbetrifft, klar essen die so ziemlich Alles was vewertbar ist, Hühnerfüße, Fischdärme u.ä., glauben Sie mir, schmeckt aber.

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