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Ernährungsweisheiten: Ratlose Ratgeber

Schadet Rotwein, oder hält er gesund? Muss man Kirschen essen? Und viel Wasser trinken? Oder wenig? Eine Polemik gegen die Einfältigkeit der Ernährungswissenschaften.

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larsT64 03.11.2009, 16:27
1. Endlich

Vielen Dank für diesen Artikel. Er spricht mir aus der Seele.

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helbig 03.11.2009, 16:41
2. Seltsames Fazit

Zitat von sysop
Jeder Einzelne könnte deshalb mehr über seine eigenen Bedürfnisse wissen als alle Ernährungswissenschaftler der Welt zusammen. Er müsste nur anfangen, nicht mehr auf sie zu hören, sondern sich selbst zu vertrauen.
Wir haben doch volles vertrauen in uns und Essen gegen allen Rat der Fachleute zu viel, zu fettig, zu salzig, zu süß und zu viel Fast Food. Vom vielen Alkohol ganz zu schweigen.

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Ossisocke 03.11.2009, 16:46
3. Treffend

Dieser Artikel ist der erste exzellente Artikel bei SPON, der sich um das Thema Ernährung dreht. Der Inahlt ist leider traurig (aber wahr).

Ich empfehle zu diesem Thema den Epilog aus Gary Taubes Buch "Good Calories Bad Calories". Hier ein Auszug:

Zitat von
The institutionalized vigilance, “this unending exchange of critical judgment,” is nowhere to be found in the study of nutrition, chronic disease, and obesity, and it hasn’t been for decades. For this reason, it is difficult to use the term “scientist” to describe those individuals who work in these disciplines, and, indeed, I have actively.....
Wer nach praktischen Lösungen aus diesem Dilemma sucht, dem empfehle ich das Buch "In defense of Food" von Michael Pollan.

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hitman 03.11.2009, 16:47
4. schlimmer noch.....

Ich lese diesen Ratgeber Unfug seit langem nicht mehr. Aber schlimmer als die Belanglosigkeit und Beliebigkeit selbiger ist die Tatsache dass hierdurch schon mehrfach Megatrends ausgeloest wurden die nach etlichen Jahren um 180 grad umgedreht wurden. Dies geschah dann natuerlich wieder aufgrund "wissenschaftlicher Erkenntnisse".
Insofern sind solche Ratgeber nicht nur laecherlich sondern bisweilen gefaehrlich.

Kopf einschalten bei Auswahl und Aufnahme von Nahrung hilft!

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Tubus 03.11.2009, 16:48
5. Medienmist

Zitat von sysop
Schadet Rotwein, oder hält er gesund? Muss man Kirschen essen? Und viel Wasser trinken? Oder wenig? Eine Polemik gegen die Einfältigkeit der Ernährungswissenschaften.
Tatsächlich wohl mehr Polemik als sachlicher Beitrag, denn nicht "gehen Professoren und Doktoren hausieren mit Erkenntnissen, die 1. entweder längst Allgemeingut, 2. irrelevant oder 3. meistens nur Spiegelbilder unserer kollektiven Ernährungsstörungen sind." sondern Medien blasen Selbstverständlichkeiten zu Sensationen auf, um ihr Zeug an den Mann oder die Frau zu bringen.

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jberner 03.11.2009, 16:52
6. Erfreulicher Artikel

Danke für diesen Artikel - er entspricht meiner Einstellung.
Natürlich wird dabei die industrielle Nahrungsfertigung angegriffen, und natürlich wird die in dem Artikel präsentierte Haltung möglichst ignoriert, anderenfalls bekämpft ("wissenschaftlich widerlegt").

Ein persönliches Problem habe ich mit "Esoterik". Fast alles, was unter diesem Begriff läuft, halte ich für einen Humbug, der keinen Deut besser ist als die Vorstellung, des Menschen Glück könne technisch produziert werden. Ich maße mir allerdings nicht an, über alte chinesische Weltanschauung genug zu wissen, um sie in unseren Alltag zu transportieren. Ich denke, an der Frage, was Gesundheit ausmacht, können wir durchaus aus unserer eigenen Lebenswelt heraus und auf der Basis unserer europäischen Kulturen sinnvoll arbeiten.

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teinacher 03.11.2009, 16:54
7. Gegen das monokausale Denken

Zitat von sysop
Schadet Rotwein, oder hält er gesund? Muss man Kirschen essen? Und viel Wasser trinken? Oder wenig? Eine Polemik gegen die Einfältigkeit der Ernährungswissenschaften.
Unmessbare Dinge kann die (Ernährungs-)Wissenschaft nicht erforschen. Und sich nur auf sich selbst zu verlassen, auf das eigene Gespür, kann ganz schön daneben gehen. Dabei ist es doch relativ einfach: Trau keiner monokausalen Betrachtunsgweise nach dem Motto: eine Ursache - eine Wirkung. Der Mensch und seine Umwelt sind einfach zu komplex. Aber wir wollen es halt gerne einfach: Ein Glas Rotwein jeden Tag verhindert den Herzinfarkt.

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Ernst Robert 03.11.2009, 17:07
8. Sehr richtig

Zitat von helbig
Wir haben doch volles vertrauen in uns und Essen gegen allen Rat der Fachleute zu viel, zu fettig, zu salzig, zu süß und zu viel Fast Food. Vom vielen Alkohol ganz zu schweigen.
Sehe ich genauso. Bevor sich der Autor über die Ratgeber aufregt (über die meisten kann man sich schon wundern), sollte er herausfinden, warum die meisten Deutschen ihre Esskultur verloren haben und warum sie mehrheitlich immer dicker bzw ernährungsbedingt kranker werden (Diabetes etc). Dann würde er sehr schnell auf die Werbung und den ach so bequemen 'Genuss' industrieller Nahrung kommen. Da wird nicht beraten, sondern gleich gelogen und verführt.
Die moderne, oder besser: kommerzialisierte Lebensweise verzichtet eben auf Althergebrachtes, weil das nur als Konsumhindernis im Wege steht. Wieso sagt er nichts darüber? Wer ohne Ratgeber leben will, müsste von klein auf lernen, was man alles essen kann, und wie: auch Gärtnern, natürliches Ernten, Zubereiten, Garen, servieren und gemeinsames Essen, ermöglichen letztlich ein gesundes Leben.

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Cey 03.11.2009, 17:11
9. Wenn es so einfach wäre...

Nun ja, die Leute, die sich jeden Tax Hanburger, Pizzas, Gummibärchen und Chips reinschieben, scheinen ja ganz gut auf ihre innere Stimme zu hören. Dass sie damit längerfristig ihre Lebenserwartung senken (statistisch gesehn) ist wahrscheinlich.

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