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EU-Parlamentspräsident Schulz: "Europa ist ein Einwanderungskontinent"
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400 Flüchtlinge sind binnen zehn Tagen im Mittelmeer ertrunken. EU-Parlamentspräsident Schulz verlangt jetzt eine radikale Neuausrichtung der Asylpolitik. Einwanderer müssten legal einreisen können. Auch Deutschland trage große Verantwortung. Stattdessen betreibe Innenminister Friedrich "billige Polemik". EU-Parlamentspräsident Schulz: "Europa ist ein Einwanderungskontinent" - SPIEGEL ONLINE

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heilige kuh 14.10.2013, 11:08
120. europa schafft sich ab

Zitat von sysop
400 Flüchtlinge sind binnen zehn Tagen im Mittelmeer ertrunken. EU-Parlamentspräsident Schulz verlangt jetzt eine radikale Neuausrichtung der Asylpolitik. Einwanderer müssten legal einreisen können. Auch Deutschland trage große Verantwortung. Stattdessen betreibe Innenminister Friedrich "billige Polemik".
Herr Schulz wird das Ergebnis seiner Forderungen nicht mehr lange mit erleben müssen, rein altersbedingt und die paar Jährchen residiert er dann in schicker, abgeschotteter Siedlung.
Er hätte das alles mal vor der Wahl sagen sollen - dann gäbe es jetzt gar keine Koalitionsverhandlungen.

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Megg 14.10.2013, 11:10
121. Die USA

haben moderne Gesetze ? - Mag sein, aber auch einen 1125 Km langen Grenzzaun, der von ca. 6000 bewaffneten Männern bewacht wird. Laut Wikipedia: Die Zahl der Menschen, die beim Versuch die Grenze illegal zu überschreiten sterben, wird auf 250 bis 500 jährlich geschätzt. Im Jahr 2010 starben alleine 253 Menschen, die versuchten die Sonora-Wüste im südlichen Arizona zu durchqueren.
Soweit die modernen Gesetze der USA.
Und in Kanada wird nur zugelassen, wer höher qualifiziert ist als der Durchschnitts-Kanadier.
Um zu wenig Zuzug müssen wir uns eh keine Sorgen machen, ab 2014 werden ca. 150000 Roma und Sinti erwartet.

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S.Albrecht 14.10.2013, 11:10
122. Ich bin entsetzt

Ich bin entsetzt und als Deutscher und Europäer schäme ich mich, mit welcher Kälte und welchem Zynismus viele Foristen hier schreiben. Liebe(r) bongi, MütterchenMüh, el_realist und alle anderen Ähnlich "argumentierenden", deren Kommentare ich schon gar nicht mehr lesen mag: diese Leute haben, schon bevor sie aufs Schiff gestiegen sind, mehr geleistet, als Sie in Ihrem ganzen Leben in diesem Land, in denen Ihnen alles in den Arsch geblasen wird.

Glauben Sie denne ernsthaft, irgendjemand verlässt freiwillig seine Familie, sein Umfeld, alles was er hat, ohne dadurch durch nackte Not gezwungen worden zu sein, nur weil er sich hier noch einen Fernseher mehr leisten kann als zuhause? Alleine schon das Wort vom "Wirtschaftsflüchtling" ist blanker Zynismus. Wer am Verhungern ist, ist kein "Wirtschaftsflüchtling".

Warum geht es Ihnen so gut, dass Sie Angst um Ihren "Wohlstand" haben müssen? Weil es den Ländern, aus denen die Flüchtlinge kommen, so schlecht geht! Ihr Wohlstand entsteht auf dem Rücken der Ärmsten. Dazu ist hier im Forum schon Einiges geschrieben worden.

Und ja - Europa IST ein Einwanderungskontinent, und wir alle sind Nachkommen von Einwanderern. Das liegt alleine schon Faktoren wie an der geographischen Lage, den klimatischen Bedungungen usw.. Kommen werden sie also sowieso. Die Frage ist, wie wir mit ihnen umgehen. Wer bereit ist, solche Opfer auf sich zu nehmen, um ein besseres Leben führen zu können, wird höchstwahrscheinlich zu Einigem bereit sein, um hier anzukommen und Fuß zu fassen. Wenn wir ihm die Hand ausstrecken.

Ich habe auch keine Lösung, ich bin einfach nur angewidert von der Haltung, mit der diesem Thema hier begegnet wird.

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nazghul 14.10.2013, 11:11
123. Deutschland ist ein Einwanderungsland ...

... das "halbe Ruhrgebiet" trägt Namen polnischen Ursprungs, der Zuzug der Hugenotten im 17. ( ? ) Jahrhundert ... Nur gab es damals nicht diese sozialen Sicherungssysteme. Und wenn ich sehe, dass für Arbeit und Soziales 41% des Gesamtetats für "Arbeit und Soziales" verwendet wird, wenn ich sehe welche massiven Probleme die Kommunen mit Sozialleistungen habe, dann sehe ich in ungeregelter Zuwanderung ein massives Problem und schätze die Wahrscheinlichkeit recht hoch ein, dass daraus ein erhebliches Konfliktpotential birgt.

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sartreetbeauvoir 14.10.2013, 11:11
124. zu bux

''Die eritreisch-äthiopischen Beziehungen sind auch weiterhin gespannt, sodass manche Beobachter einen weiteren Krieg befürchten. Beide Staaten tragen zudem ihre Streitigkeiten als „Stellvertreterkrieg“ in Somalia weiterhin aus, indem sie gegnerische Parteien im somalischen Bürgerkrieg unterstützen!''
1) asyl im sinne der genfer konvention: ist heute praktisch nicht möglich, denn welcher verfolgte kann so einfach ins flugzeug steigen und hierher kommen?er landet zwangsläufig in drittstaaten!
2) bürgerkriegsflüchtlinge: s.o
3) elite: naturwissenschaftler, high tech etc.. einwanderer: wer hat den lust deutsch zu lernen? deutschland ist nicht reizvoll! es ist normal, dass jeder zunächst nach london, vancouver oder new york will!
4) wirtschaftsflüchtlinge: dringend nötig sind facharbeiter, soziale berufe etc: da ist eine moderne legale einwanderungspolitik in der ganzen eu notwendig!

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c++ 14.10.2013, 11:18
125.

Zitat von wulfsbauer
Wie wäre es, wenn sich diese Damen und Herren um die dringenden Probleme unserer eigenen Bevölkerung kümmern würden
Für einen großen Politiker wie Schulz sind die Probleme in Deutschland zu klein. Der löst globale Probleme, zumindest für ganz Europa. Schließlich ist er nicht mehr Bürgermeister von Würselen

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seltenwichtig 14.10.2013, 11:19
126.

Zitat von heilige kuh
Herr Schulz wird das Ergebnis seiner Forderungen nicht mehr lange mit erleben müssen, rein altersbedingt und die paar Jährchen residiert er dann in schicker, abgeschotteter Siedlung. Er hätte das alles mal vor der Wahl sagen sollen - dann gäbe es jetzt gar keine Koalitionsverhandlungen.
Die Europawahlen stehen noch an. Hoffentlich rütteln solche Aussagen die Leute wach und gehen wählen. Andererseits bringt man so die Banken aus der öffentlichen Aufmerksamkeit.

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Peter.Lublewski 14.10.2013, 11:19
127. Hellseher

Zitat von m.schrader
Aber die Kinder und Enkel werden uns später nützen und viel zur Wertschöpfung in unserem Land beitragen!
Woher wollen Sie das jetzt schon wissen?

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dieter-ploetze 14.10.2013, 11:19
128. schulz und die halbwahrheiten

herr schulz vermittelt hier einen eindruck der so natürlich nicht stimmt.vergisst er den schutzwall
der USA nach mexiko?die jagd auf illergale?das
ist schlimmer als in europa.aber richtig,die erwähnten
länder sind welche mit einwanderungsgesetz.
nur,das kostet , und nicht wenig. man muss da
schon ein vermögen vorweisen.meint der herr
schulz die hiesigen probleme liessen sich damit
lösen? glaub ich nicht,also bitte,präzise ausdrücken,
das ist die politik den bürgern schuldig.oder aber,
schulz meint,alle tore auf,so blöd kann der aber
nicht sein.

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kumi-ori 14.10.2013, 11:21
129. I go to Germany and find a job

Wer sich auf Stufe 1 der Bedürfnispyramide befindet, der ist froh um eine warme Mahlzeit und um eine Wolldecke und beides gönnt man ihm auch gerne. Wenn jemand aber mittelfristig eine Perspektive in der EU sucht, dann muss er auch irgendwie eine Vorstellung haben, wie er sich eine Existenz aufbauen möchte. Ich habe mit Menschen in Deutschland und in anderen Ländern gesprochen und ich habe mit Erschrecken festgestellt, dass viele eine ganz falsche Vorstellung vom Leben in unserem Land haben.

Viele Leute denken, ich kann alles und ich arbeite alles. Obwohl diese positive Einstellung an sich erfreulich ist, ist in Deutschland nun einmal nicht "alles " möglich. Sonst hätten die, die hier geboren sind, es ja schon auch so gemacht. Man kann hier nicht aus der Lameng heraus Taxifahrer werden oder eine Garküche am Straßenrand betreiben. Der Bedarf an freiberuflichen Nagelpflegerinnen, Folkloremusikern und Masseuren ist mehr als gedeckt. Hausangestellte zu unterhalten ist in weiten Teilen der Bevölkerung unüblich und die Unternehmen stellen zwar in einigen Bereichen immer noch Arbeitskräfte ein, bestehen aber auf ganz bestimmten Zeugnissen und Qualifikationen. Wer sich selbstständig machen möchte, der muss in seine Kalkulation miteinbeziehen, dass die Produktion mit einer Staatsquote von ca. 60% Steuern und Abgaben belegt ist, und dass es nicht gern gesehen wird, wenn man sich einen Wettbewerbsvorteil verschafft, in dem man darauf verzichtet.

Kurz, solche Überlegungen sollten die Leute vor ihrer Überfahrt machen. Und wir müssen dafür sorgen, dass sie schon am Heimatort die richtigen Informationen bekommen. Vielleicht ist es das Beste, schon vom Heimatland aus einen Kontakt mit einem europäischen Unternehmen herzustellen, was man denn benötigt, um eine Anstellung in Europa zu finden. Dann kann man sich auch entsprechend vorbereiten. Aber "ich steig mal in ein Boot und guck was dann passiert" führt selten zum Erfolg und endet oft tödlich.

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