Forum: Blogs
EU-Parlamentspräsident Schulz: "Europa ist ein Einwanderungskontinent"
DPA

400 Flüchtlinge sind binnen zehn Tagen im Mittelmeer ertrunken. EU-Parlamentspräsident Schulz verlangt jetzt eine radikale Neuausrichtung der Asylpolitik. Einwanderer müssten legal einreisen können. Auch Deutschland trage große Verantwortung. Stattdessen betreibe Innenminister Friedrich "billige Polemik". EU-Parlamentspräsident Schulz: "Europa ist ein Einwanderungskontinent" - SPIEGEL ONLINE

Seite 4 von 22
Ostwestfale 14.10.2013, 09:43
30.

Zitat von urban4fun
Aber wie naiv ist denn Herr SChulz, wenn er denkt, dass es bei 10 000 Flüchtlingen bleibt? Und 1 Milliarde Flüchtlinge sind für einen Kontinent mit 507 Millionen Einwohnern auch eine Katastrophe.
Indem man solche Horrorszenarien an die Wand malt, kann man natürlich jede Diskussion im kein ersticken. Sie tun ja so als wäre jeder Afrikaner ein potenzieller Flüchtling.

Beitrag melden
Mannheimer011 14.10.2013, 09:43
31. Moderne Gesetze?

Zitat: "Alle großen Einwanderungsregionen dieser Erde, so wie die USA, Australien oder Kanada, haben moderne Gesetze, die legale Zuwanderung regeln."
Ja Herr Schulz, die eintreffenden Flüchtlinge werden kaum die nötigen Kritieren dieser Länder erfüllen. Wenn Sie diese modernen Gesetze auch in Europa schnellstens umsetzen, wäre ich Ihnen sehr dankbar. Und bitte auch für die zuerwartendenen Migrationsströme, die ab 2014innerhalb Europas auftreten werden. Ihr Gerede vom Einwanderungskontinenent ist billigste Polemik und Realitätsverweigerung, da Europa diese Zuwanderung nicht braucht.

Beitrag melden
reinerotto 14.10.2013, 09:44
32. Welch Gutmensch und Illusionist !

Habe selber IT-Spezialisten aus RF nach D vermittelt, als die "Greencard" eingeführt wurde. Das war dann allerdings nicht mehr die "1. Wahl", denn war schon in den USA. Da Einwanderung nach D vorher praktisch nicht möglich war. Und echte Spezialisten aus Telekommunikation, Raumfahrt, Flugzeugbau, Hochenergielasertechnik etc. welche sich auch bei mir bewarben, können erst seit Kurzem unter halbwegs realistischen Bedingungen aus Nicht-EU-Ländern nach D. Ist aber viel zu spät. Allerdings konnten sog. "deutschstämmige Ausländer" aus Kasachstan etc. seit langem nach D. Auch wenn sie nicht russisch Schreiben und Lesen können. Und genau solche "Einwanderer" werden wir bei erweiterter Grenzöffnung in Mengen bekommen. Wobei dann sicherlich die jährlichen H4-Anpassungen noch bescheidener ausfallen werden, trotz stark steigender Energiepreisen. Wobei es sicherlich keine Probleme bei der Sicherstellung eines angemessenen Lebensstandards für diese Sptzenpoliker geben wird.

Beitrag melden
walter_de_chepe 14.10.2013, 09:44
33. Schulz irrt!

Der Europa-Schulz ist sowieso ein Traumtänzer. Er verkennt wieder einmal die Lage.
Wir können ohne Probleme alle fehlenden Fachkräfte aus Polen, Italien, Spanien und Portugal bekommen. Wenn es an Haushaltshilfen fehlt, auch genug Arbeitskräfte aus Rumänien. Bei großem Mangel können wir Ukrainer, Russen, Weißrussen rufen.
Hier geht es aber um etwas anderes. In Nordafrika und dem Iran sind fast 50% der Bevölkerung unter 21 Jahren alt. Und fast alle würden gerne nach Europa kommen. Nur fast alle, die guten würden lieber in die USA gehen. Wir können allein und ohne Mühe mit Einwanderern aus dem Iran, dem Mittleren Osten und Nordafrika die Bevölkerung Deutschlands verdoppeln. Ich bin nur einmal grob die in Frage kommenden Länder durchgegangen und schätze eher konservativ mit 360 Millionen, die kommen wollen und würden.
Es muss doch selbst einem Politiker mit Abitur in einem SPD-Land klar werden, dass das nichts mehr mit Asyl- oder Einwanderungspolitik zu tun hat, zumal alle die jetzt mit Booten kommen nicht politisch aktiv gewesen sind und keine politische Verfolgung erfahren haben und in diesen Ländern auch kein Bürgerkrieg herrscht.

Schulz ist eigentlich ein Anti-Europäer. Er würde die Verhältnisse so zuspitzen, dass die Europäische Union auseinanderkrachen würde.

Beitrag melden
claude 14.10.2013, 09:44
34. Schockierend

Ich denke man muss ganz klar trennen, zwischen Einwanderern, die aus materiellen Gründen nach Europa einwandern und jenen, die aus reiner Verzweifelung, wegen akuter Bedrohung aus einem Kriegsgebiet wie Syrien flüchten.
Europa hat es in der Vergangenheit nie in Frage gestellt, wenn es darum ging Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, ich denke da an die vielen Menschen die im Zuge des Balkan-Krieges aus Sebien, Kroatien, usw. geflüchtet sind.

Schockierend finde ich es, dass auf dem rezent untergegangenen Schiff, Flüchtlinge aus Syrien waren, die um ihr Leben fürchten mussten und dass Europa für diese Menschen nicht den Weg aufmacht, um diese Zeitweise aufzunehmen, bis sich der Bürgerkrieg in Syrien beruhigt hat.
Was ist aus Europa geworden, dass man Hilfesuchende aus Kriegsgebieten nicht mehr aufnehmen will, dass man diese unter Hilfenahme billiger Polemik in einen Topf mit Wirtschaftsflüchtlingen steckt?

Europa müsste m.E. sofort handeln um den akut bedrohten, flüchtenden Menschen aus Syrien zu helfen, nicht etwa die Türkei mit diesem Problem allein zu lassen. Es ist nicht zu ertragen dass diese Leute keine andere Alternativen haben, als sich auf dubiose Schlepperbanden einzulassen.

Beitrag melden
DadaSiggi 14.10.2013, 09:45
35. Recht hat er

Aber damit ist diesen Flüchtlingen auch nicht geholfen. Denn wenn Europa eine "moderne" Einwanderungspolitik machen würde, würden nach wie vor die Masse der ungebildeten vor der Tür stehen bleiben.

Beitrag melden
ScaryJow 14.10.2013, 09:45
36. optional

Einwanderungsmodell wie in Kanada also... Als die AfD genau das letztens gefordert hat, da war das doch "rechtsextrem".

Beitrag melden
oli h 14.10.2013, 09:45
37. Schlüssel

Wie wäre es mit einem Verteilungsschlüssel, der die Aufnahme von Migranten unter der Bevölkerung regelt? Und zwar gleichmässig, also nicht nur in soziale Brennpunkte abschieben sondern auch mal dort hin, wo die Reichen und die Schönen wohnen. Abgesehen davon, ich kenne die Einwanderungsgetze der USA nicht sonderlich gut aber wie wird denn die legale Zuwanderung aus Mexico dort geregelt? Ich dachte, ich hätte da mal was gelesen von einem Zaun. Oder gilt der Spruch mit den müden, armen und geknechteten immer noch?

Beitrag melden
clausde 14.10.2013, 09:47
38. Der Mann

hat recht. Europa war schon immer ein Einwanderungsland.
Die Lösung die Herr Schulz anbietet, ist so dumm nicht. Man muss nur darüber nachdenken.
Legale Einwanderung nach den Vorbildern USA, Australien oder Kanada hat hohe Hürden für legale Einwanderung. Asyl aus humanitären Gründen ist etwas anderes. Wer aus Krisengebieten nach Europa flieht um sein Leben zu retten, wird immer aufgenommen.
Wirtschaftsflüchtlinge werden auch künftig zurückgewiesen. Wie meinte Schulz:"Wir werden nicht jeden aufnehmen können."
Also eigentlich ist das Thema nur ein Sturm im Wasserglas.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 14.10.2013, 09:48
39.

Zitat von thomas_gr
Einwanderung nach Europa ist seit Jahrtausenden belegt. Auch die Germanen sind eingewandert und es hat zunächst immer zu Verwerfungen geführt...
Fragen Sie doch mal wie es den Römern bekommen ist.

Im Erst, eine historische Betrachtungsweise ist hier vollkommen fehl am Platze. "Das war schon immer so, also sollten wir so weitermachen" ist die denkbar unsinnigste Logik in dieser Angelegenheit. Wir müssen die Situation einzeln bewerten, ohne uns darum zu kümmern was vor 100 oder 1000 Jahren war.
Und die Situation ist: Fast jeder zehnte Europäer lebt gerade von Lebensmittelmarken. Die fortschreitende Technologisierung senkt immer mehr den Bedarf an ungelernter Muskelarbeit und erhöht immer mehr den Bedarf nach studierten und gut ausgebildeten Arbeitnehmern. Gleichzeitig nehmen die sozialen Probleme zu, die aus stümpferhafter Integrationspolitik und falsch verstandener Toleranz resultieren. Keine dieser Fakten schreit: wir brauchen mehr Einwanderung.

Wir können hier nicht im großen Stil die Tür aufmachen. Wir müssen erstmal dafür sorgen, dass es morgen noch ein Haus gibt.

Beitrag melden
Seite 4 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!