Forum: Blogs
EU-Reform: Briten warnen Europa vor wirtschaftlichem Abstieg
REUTERS

Londons Finanzminister George Osborne hat von der EU tiefgreifende Reformen verlangt, nur dann werde Großbritannien Mitglied bleiben. Er wetterte gegen hohe Sozialausgaben, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und warnte von den Konkurrenten China und Indien. Osborne warnt EU vor wirtschaftlichem Abstieg - SPIEGEL ONLINE

Seite 12 von 28
nixkapital 15.01.2014, 12:24
110. ...

Zitat von Klaus100
Zumindest mit der konkreten Kritik trifft er meiner Auffassung nach den Nagel auf den Kopf. Mich überzeugt vieles was die Briten machen überhaupt nicht. Aber wenn ich an die neuen Ausgabenexzesse für den Sozialstaat durch den neuen Koaltionspartner denke, mache ich mir große Sorgen. Osbornes kritische Stimme ist wichtig. Vielleicht ist noch etwas zu retten. Aber zu befürchten ist, dass man die fatale Politik von Gayet-Freund Francois Hollande kopieren wird. Mit einem vorausschaubaren Ergebnis. Am Ende des Tages wird Osborne recht behalten.
...ich denke auch an Ausgabenexesse: Bankenrettung, S21, Elbphilharmonie, BER.

Was heißt den Sozialausgaben kürzen? Können Sie das denn genauer erklären? Bis zu welchem Punkt würden Sie denn gehen wollen.

Beitrag melden
Krischan01 15.01.2014, 12:26
111. Ob die Schotten auch aus der EU ausscheren darauf würde ich nicht setzen.

Zitat von kahabe
wenn die Tommies den wirtschaftlichen Abstieg der EU nicht mitmachen wollen, bleibt es ihnen unbenommen, der EU den Rücken zu kehren. Fragt sich nur, wie lange es dauert, bis sie mindestens in der dritten Welt angekommen sind. Ohne Schottland, das aus reinem Selbsterhaltungstrieb nicht mitmachen wird, oder?
Anders allerdings sieht das beim anstehenden Referendum zur Selbstständigkeit aus, da wage ich mutige Prognose das man sich von den Engländern lossagen wird. Wie sich das für beide danach weiter entwickeln wird bleibt allerdings um Bereich der Spekulation. Jedoch traue ich den Schotten konstruktiveres verhalten in der EU zu als das von den Briten Derzeit der Fall ist. Es wird sicher noch Spannend im Herbst aber bis nach dem 18. September werden wir noch warten müssen.

Beitrag melden
agua 15.01.2014, 12:26
112.

Zitat von christianf42
Eines sollte man bei allem EU-Bashing bedenken: Bis zur Gründung der EU (oder zunächst der EWG) war Europa DER Kontinent der Kriege. Der einzige Weg, Europa auf Dauer sicher(er?) zu machen, ist eine politische Union (und ein europäischer Patriotismus). Wobei das mit oder ohne England geht (so sympathisch mir die Briten sind), England - vor allem sollten die Schotten sich gegen England und für Europa entscheiden - ist nach dem Untergang des Empires eher ein Wurmfortsatz Europas, der zunehmend an Bedeutung verliert. Auch vor dem ersten Weltkrieg war Europa übrigens erstaunlich friedlich, niemand glaubte, das die Zeiten von Frieden, Fortschritt und durchlässigen Grenzen enden würde. Und dann kam die Jahrhundert-Katastrophe des 1. Weltkriegs .... Alles, was Europa zusammenhält und immer stärker zusammenbindet, kann nur von Vorteil sein.
Europa ist nicht friedlich.Ging es zunächst darum, dass sich einige durch den Zusammenschluss möglichst vieler Länder bereichern, also um größt möglichen Profit; geht es in der Wirtschaftskrise darum mit größt möglichem Profit seinen Ar... zu retten.
Das geht auf Kosten von Frieden, Völkerverständigung.Bringt Schuldzuweisungen und Ausgrenzungen mit sich.Über diese Stimmung können auch nicht noch mehr bindende Verträge hinwegtäuschen, weil dies im derzeitigen Zustand der EU lediglich ein Anstrich ist, hinter dem es marode ist.

Beitrag melden
querdenker90 15.01.2014, 12:26
113. Austritt?

Mir war so als hätte ich das in den letzten Monaten schon öfter gelesen das sie Reformen in der Richtung fordern; auch immer gefolgt von von dem Austrott aus der EU. Hab nich nichts mitbekommen das eine der geforderten Reformen umgesetzt wurde. Und die sind immer noch da. Da darf man doch bestimmt mal etwas Konsequenz erwarten.

Ich weiß nicht was oder ob was passiert wenn die austreten(wird wohl die Zeit zeigen), aber das einzige was man über die englische Wirtschaft hört sind Zinsmanipulationen oder andere nicht unbedingt populäre (oder erlaubte) Bankgeschäfte.

Etwas anderes was ich mal hörte als die Börse am Mittag lief waren Gerüchte über eine Mögliche Blase in den Finanzmärkten in Größe derer, die die Krise 2008 auslösten. Aber falls das wahr ist erfährtan das sowiso erst wenn die ersten Banken abgewickelt werden müssen.

Beitrag melden
sohst 15.01.2014, 12:26
114. Gerade Großbritannien...

hat doch laufend mit die größte Staatsverschuldung und seit langem die massivste Deindustrialisierung in Europa. Sogar die Schotten wollen das nicht mehr mitmachen. Und vom unverschämtesten aller Geheimdienste, nämlich dem britischen, gar nicht zu reden. Woher kommt dort bloß dieses enorme Selbstbewusstsein?

Cameron & Co. sind ein Rätsel. Oder sind sie einfach nur Populisten?

Beitrag melden
BBTurpin 15.01.2014, 12:27
115. Großbritannien wolle nicht vor der Wahl stehen ...

"... entweder dem Euro beizutreten oder die EU zu verlassen."
Aber, wie es so schön auf Englisch heißt: You can't have it both ways, Mr. Osborne! Es muss endlich Schluss sein mit den britischen Extrawüsten.

Beitrag melden
Religulous 15.01.2014, 12:27
116. Optional

Zitat von sysop
Londons Finanzminister George Osborne hat von der EU tiefgreifende Reformen verlangt, nur dann werde Großbritannien Mitglied bleiben. Er wetterte gegen hohe Sozialausgaben, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und warnte von den Konkurrenten China und Indien.
Vielleicht wäre UK ja wettbewerbsfähiger, wenn nicht das ganze Land ständig besoffen wäre. Das mag polemisch klingen, aber als langjähriger Bewohner der britischen Inseln finde ich den Alkoholkonsum und die Lebensstil der Bevölkerung allgemein nach wie vor erschreckend. Das hat schon fast epidemische Ausmaße angenommen. Noch weniger Sozialabgaben helfen da sicher, NOT!

Beitrag melden
Ghanima 15.01.2014, 12:28
117.

Zitat von Bono Beau
China ist ein nun wirklich grottiges Beispiel, wenn es um die Zukunft der Wirtschaft geht. Was man dort an sozialen und ökologischen Schäden angerichtet wird schon in absehbarer Zeit zu gewaltigen (und gewalttätigen) Erschütterungen führen. Diese Frühkapitalisten (und - was besonders Indien und seine Randzonen angeht - deren "Kooperationspartner" auch in Europa) verscherbeln skrupellos Land und Leute für'n Butterbrot. Aber gut - grade England hat da ja Erfahrung. Und nichts, rein gar nichts daraus gelernt.....
China ist nun gerade ein Paradebeispiel dafür, wie man kontinuierlich eine ursprünglich bitterarme Bevölkerung in eine Mittelklassengesellschaft überführt. Im Prinzip das komplette Gegenteil der jetzigen EU. Der Verweis auf deutsche Exportüberschüsse, so als wenn das per se etwas gutes wäre, können Sie sich getrost sparen. Wenn China in 20 Jahren ein ausgeglicheneres Wirtschaftsmodell hat mit einer funktionierenden Binnenwirtschaft hat, werden Sie damit nicht nur ihre gegenwärtige Mittelklasse erhalten haben sondern diese, angesichts eines Binnenmarktes der grösser ist als die neue EU/USA Freihandelszone zusammen, sogar weiter ausbauen. Und um Audis oder andere deutsche Technik zusammenzuschrauben, braucht es schon heute keine deutschen Arbeitnehmer mehr. Die Chinesen wissen ja auch, das die working poor in EU/USA ihnen nicht endlos ihre Exportüberschüsse abnehmen können. Wie lange Europa unter diesen Gegebenheiten mit 50% der weltweiten Sozialausgaben den Deckel auf dem Topf halten können, bleibt eine andere Frage. Für den Teil der Bevölkerung, die da glaubt, Geld wächst auf den Bäumen und wird von Vater Staat an diejenigen verteilt, die welches brauchen, stellt sich die Frage im Moment vielleicht nicht. Man kann aber getrost davon ausgehen, das allein eine Kürzung auf 40% der globalen Sozialausgaben beim gegenwärtigen Trend der sozialen Entwicklung in Europa das bewirkt, was manche Leute seit 25 Jahren in schöner Regelmässigkeit für China prophezeien. Ich halte dagegen, Europa wird noch lange vor China in sozialen Unruhen welche die Stabilität des Kontinents nachhaltig gefährden werden, versinken. Wenn man in Spanien bereits Gesetze schreibt, die drakonische Strafen für Protestler vorsehen, sind wir im Prinzip ja schon dort.

Die Briten, was man sonst von ihnen halten mag und ungeachtet der Probleme die Sie ja selbst haben, in diesem Punkt haben Sie ja vollkommen recht.

Beitrag melden
specialsymbol 15.01.2014, 12:30
118. Hahaha!

Übersetzt aus der Politikersprache sagt der Artikel:
Europa, produziert endlich so billig wie China und Indien, damit wir mit unseren Finanzprodukten ähnlich viel Reibach machen können wie die Firmeneigner dort. Dann bleiben wir bei euch.

Auf England trifft das natürlich nicht zu, außer Finanz"produkten" produziert England nichts mehr.

Beitrag melden
sponmeister 15.01.2014, 12:32
119. EU ohne GB nicht denkbar

Trotz Rabatt ist GB einer der grössten Nettozahler der EU. Die, die den Briten hier immer schnell den Austritt nahelegen, können dann schon mal ihre Geldbörse aufmachen. Ohne den Realismus der Briten hätten wir sicher eine noch eine schlimmere Bürokratotatur, als wir sie jetzt schon haben. Aber der deutsche Michel wählt ja weiter brav die Leute, die die Entmündigung des Wählers weiter voran treiben und deren Geld verbrennen. Da kann man den Briten nur dankbar sein, dass es sie gibt.

Beitrag melden
Seite 12 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!