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EU-Reform: Briten warnen Europa vor wirtschaftlichem Abstieg
REUTERS

Londons Finanzminister George Osborne hat von der EU tiefgreifende Reformen verlangt, nur dann werde Großbritannien Mitglied bleiben. Er wetterte gegen hohe Sozialausgaben, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und warnte von den Konkurrenten China und Indien. Osborne warnt EU vor wirtschaftlichem Abstieg - SPIEGEL ONLINE

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BettyB. 15.01.2014, 15:52
270. Was wäre fein?

Briten raus, Schotten rein...

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Maya2003 15.01.2014, 15:53
271.

Zitat von stauner
Ok. Er vergleicht das Wachstum von Indien mit dem in Europa und fordert niedrigere Löhne und weniger Sozialausgaben solange China noch mehr wächst als Europa. Wirtschaftsunfreundlich wäre Europa, meint er. Der nasse konservative Traum von den chinesischen Löhnen und vom rumänischen Sozialstaat. Sorry, aber ich glaube das Europa, das die konservativen - in dem Falle die Briten - gerne hätten, das mag ich nicht. Sollen sie ruhig austreten. Die EU hätte viel Geld gespart.
Wollen das nur die Briten ? Ich glaube eher unsere Europaeliten hängen diesem Traum zu großen Teilen selbst an. ALLES für die Wirtschaft, NICHTS für die Bürger. Agenda2010 als Vorbild.
So wie es derzeit aussieht wird das "soziale" in der Marktwirtschaft durch das "freie" ersetzt, wird die Gesellschaft in Gewinner und Verlierer gespalten - werden die Eliten, und nicht nur im UK,und ihre reaktionäre Politik zu den großen Gewinnern dieses üblen Spiels gemacht.
Die Menschen als Verfügungsmasse der von der Finanzbranche gelenkten Wirtschaft, von Lissabon bis Helsinki. Je größer die AAnzahl desto besser.
Chinesische Löhne, indische Sozialstandards und amerikanische Gehälter für Vorstände - der getarnte Faschismus einer degenerieten und moralfreien Oberschicht, von Millionärbubies wie Osborne oder Cameron - und unseren deutschen Nachahmern selbstverständlich.

Die Menschen in Angst versetzen, gegeneinander ausspielen und Opfergruppen herauspicken, die angeheizte Volkswut auf angeblich schuldige lenken - hatten wir ja schon einmal. Diesmal ist der Ansatz "zivilisierter", das Weltbild dahinter aber das gleiche.

Unsere Oberdemokraten sind zu Handpuppen der Finanzoligarchie verkommen, sie SPIELEN Macht, doch haben sie keine. Von der Propagandasekretärin ohne Akte bis zum "mächtigsten Mann der Welt". Blankfein und Co. werden herzlich lachen. UNS vergeht es langsam.

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vwl_marlene 15.01.2014, 15:54
272.

Zitat von capataz
Ich wuerde in DE oder Westeuropa auch keine Firma Gruenden wenn ich das in den USA machen kann. Da ich leute nicht einfach kuendigen kann, sofort Krankengeld, riesige Urlaubszahlungen, Frauen mit Schwangerschaftsgeld ich muss das ........
Da fragt man sich doch, warum Deutschland einen Exportueberschuss hat und die USA ein Exportdefizit?

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justus65 15.01.2014, 15:54
273. Alles hat zwei Seiten

Natürlich können die Briten ganz ruhig sein. Sie zahlen nicht mal ihren eigentlich fälligen Beitrag an die EU.
Auf der anderen seite haben sie auch recht, wenn sie verschiedene Fehlentwicklungen anprangern. Die EU hat viel zu viele Mitglieder viel zu schnell aufgenommen. Man hätte diese Länder erst aufbauen/anpassen und dann aufnehmen sollen und nicht umgekehrt.
Natürlich war die Einführung des Euro überhastet, aber wohl die Bedingung Frankreichs und Englands zur Wiedervereinigung, da sie ein größeres Deutschland mit der DM fürchteten.
Dass Deutschland der größte Profiteur des Euro und der Eu sei wird zwar immer behauptet, anhand von Zahlen konnte mir das noch niemand deutlich machen. Ganz im Gegenteil sind die Importe aus anderen EU Ländern (z.B. Holland) wesentlich stärker angesiegen als die Exporte in die EU Länder.
ass die einzelnen EU Länder verschiedene reformen durchführen müssen, um ihre Schulden in den Griff zu bekommen, sollte ebenfalls klar sein.
Des Weiteren halte ich eine EU der Nationalstaaten, die einen gemeinsamen Markt, zum Teil eine gemeinsame Währung, eine gmeeinsame Verteidigungspolitik, und eineige weitere Gemeinsamkeiten hat, für ehrlicher als eine mit Gewalt zusammengeschusterte politische Union, bei der es an allen Ecken und Enden kracht.

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vwl_marlene 15.01.2014, 16:00
274.

Zitat von Dr_Text
In Europa leben gerade noch 7 % der Weltbevölkerung, aber wir haben 50 % der Sozialausgaben.
Und wie viel % des Weltweiten BIPs hat Europa?
Wie viel Prozent der Menschen ueber 65 Jahre leben in Europa?

Sollten wir nicht auch den Anteil an Bildungsausgaben mal an unseren Bevoelkerungsanteil an der Welt anpassen? (Europa gibt naehmlich deutlich mehr als 7% an den gesamten Weltweiten Ausgaben fuer Bildung aus)
Sollte man nicht auch mal die Kapitalgewinne anpassen? Warum werden in Europa deutlich mehr als 7% der weltweiten Kapitalgewinne erwirtschaftet?

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berpoc 15.01.2014, 16:10
275. noch ein Denkanstoß :)

Zitat von TheBear
[..] Nur mal als Denkanstoss: Es ist doch tatsächlich erstaunlich, dass in Ländern in denen (angeblich?!) die Produktivität gestiegen ist, und durchaus nicht weniger gearbeitet wird, die Lebensqualität eines Teils der Bevölkerung abnimmt ... und, obwohl es genug Arbeit gibt, es eine viel zu grosse Arbeitslosigkeit gibt = ein völliges Versagen der Wirtschaftspolitik.
Gemäß Spiegel Heft von 2010 rum, verdient ein US-amerikanischer Arbeitnehmer kaufkraftbereinigt heute ca. 5.000 USD weniger, als in den 1950ern. Manager und Unternehmer konnten ihre Einnahmen seitdem verdreihundertfachen, ebenfalls kaufkraftbereinigt.

Man muß wohl nicht dem Grundsatz 'Leistung soll sich lohnen' abschwören, um festzustellen, daß angesichts solcher Zahlen etwas im System grundsätzlich nicht mehr stimmt. Ist übrigens nicht der einzige Elementarbereich einer modernen Gesellschaft, in dem grundsätzlich etwas nicht mehr stimmt.

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zmmr 15.01.2014, 16:30
276. "[...] wenn sie Großbritannien als Mitglied behalten wolle"

Will sie das denn? Wenn es nach mir geht, sollte man die Briten nicht an einem Austritt hindern; ich persönlich würde sie am liebsten sogar hochkant rauswerfen. Es ist eine absolute Frechheit, wie sich dieses Land aufführt! Betreiben zusammen mit dem Big Brother USA krasseste Spionage und einen mafiösen Finanzsektor und besitzen dann noch die Dreistigkeit, ständig irgendwelche Extrawürste in der EU für sich zu beanspruchen. Was soll der Zwergenaufstand, warum lassen wir uns das immer noch gefallen? Selbst Putin hält diese hochmütige Nation für eine unwichtige kleine Insel mit extrem großer und lauter Klappe. Damit hat er ausnahmsweise mal den Nagel auf den Kopf getroffen. China und besonders Indien stehen überhaupt nicht in direkter Konkurrenz zu uns, deren Wirtschaft ist völlig anders strukturiert. Osborne will sich mit diesem billigen Vorwand nur Gehört verschaffen. Der Einzige, der vom Abstieg bedroht ist, ist das Vereinigte Königreich. Und der wird sich ohne EU noch viel schneller vollziehen. Denn beim Schlagwort "Konkurrenzfähigkeit" fällt mir nur ein Gebiet ein, auf dem UK noch international mithalten kann: Die Finanzwirtschaft. Mal sehen wie es da so weitergeht.
Also, liebe Briten, tretet bitte aus, baut euren Staat meinetwegen so unsolidarisch wie möglich um, aber lasst uns von euren ständigen Belehrungen verschont!

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pewibe 15.01.2014, 16:46
277. sehr schön auf den Punkt gebracht

Zitat von Eidgenosse
.....ihr Deutschen.Wenn ich eure Kommentare hier lese stellen sich mir die Haare zu Berge.Einerseits jammert ihr tagtäglich über die EU und die Armutszuwanderung und sobald die Engländer das Gleiche sagen seit ihr plötzlich wieder die grossen Europäer und schiesst gegen GB.Ist doch krank.Kein Wunder haben wir alle Jahrhunderte ein zerstörtes Europa mit euer fremdenfeindlichen Haltung.Europa ist NICHT Deutsch und wird es niemals werden!!
Deutschland ist zu groß für Europa und zu klein für die Welt. Das Experiment, welches GB von Anfang an nur halbherzig einging wird uns und vor allem wieder den Deutschen um die Ohren fliegen. Zwei Weltkriege verloren und den dritten (nicht zwingend militärisch) werden wir auch versemmeln. Das liegt aber nicht an fremdenfeindlicher Haltung, sondern an Selbstüberschätzung und übersteigertem Ehrgeiz auf deutscher Seite. Die Vorbehalte und "Fremdenfeindliche" Haltung ist dabei nur der Indikator des Versagens im allgemeinen.

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peter3510 15.01.2014, 16:54
278. Briten haben doch recht

Mal wieder fordern unsere EU-Freunde auch hier im Forum den sofortigen Rauswurf der Briten, die Schotten werden sich lossagen und freudig der EU beitreten, weil die EU ja so toll ist usw.
Die Regierung in GB hat die Probleme in Europa erkannt. sie bennent die real existierenden Problem wie Armutszuwanderung beim Namen und beschönigt sie nicht wie deutsche Medien und gewisse Politiker.Warum kommen die Rumänen, Bulgaren usw. denn wohl sonst hierher??natürlich suchen sie hier auch Arbeit keine Frage, aber die allermeisten werden nur schlecht bezahlte Jobs finden, wenn überhaupt und sich dann hier mit Kindergeld und Hartz4 begnügen oder aufstocken. es ist eben leider nicht so, dass alle ausgebildete Krankenschwestern, Gehirnchirurgen oder Ingenieure sind.das alles ist verständlich, aber lässt auf Dauer unser Sozialsystem zusammenbrechen.
Wir können auch nicht durch Wirtschaftshilfe die maroden Wirtschaften andere Staaten retten. Dazu sind es derer zu viele und die meisten noch einigermaßen starken Staaten wie Frankreich straucheln auch oder sehen wie GB diesen Irrsinn nicht mehr ein.Die EU hat sich durch den Größenwahn einiger Ideologen übernommen und wird in dieser Form nicht mehr zu retten sein. die Frage ist, gehen wir mit unter oder schaffen wir den Absprung? GB steht schon im Rettungsboot....

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