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Euro-Kritiker: Ex-Industriepräsident Henkel tritt der AfD bei
DPA

Lange hat er die Euro-Kritiker zappeln lassen, jetzt macht er es doch: Der frühere Manager und Lobbyist Hans-Olaf Henkel tritt der Alternative für Deutschland bei. Er könnte für die Partei bei der Europawahl kandidieren. Hans-Olaf Henkel tritt der AfD bei - SPIEGEL ONLINE

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ariovist1966 08.01.2014, 18:56
130. Kein Zugpferd

wird Henkel sein. Er steht für konservative-liberale Werte. Wobei liberal bei ihm wohl Großkapital bedeutet. - Viel schmerzlicher dürfte es die AfD übrigens treffen, dass Prof. Schachtschneider nicht für sie als Kandidat antritt. Der eine kein Gewinn - der andere ein wahrer Verlust.

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prologo1 08.01.2014, 19:03
131. Der Eurorettungswahnsinn ruiniert Deutschland

Zitat von heiko1977
Nun das Wahlprogramm von 2013 steht aber auf der HP der AfD immernoch als offenbar offizielles Parteiprogramm. Und das sich die Partei in einem Prozeß der Entstehung eines umfassenden Parteiprogramms befindet wäre mir nicht bekannt. Also kann man sich bei den politischen Standpunktend er Partei alleine auf dieses Wahlprogramm 2013 beziehen. Und wenn in diesem Wahlprogramm in jedem Bereich für vermutete, angebliche oder echte Verfehlungen dem Euro, Europa oder der Euro-Krise die Schuld gegeben wird ist durch aus die Aussage: es handelt sich um eine Ein-Thema-Partei nicht gänzlich von der Hand zuweisen.
Dieses Thema ist Existenzbedrohend für unseren erreichten Wohlstand. Alles darunter, wie Mindestlohn oder Armutszuwanderung ist zwar sehr wichtig, aber in der Dimension zu den Folgen des Niedergangs von Deutschland mit dem Euro alles pipifax.

Die Zeichen sind doch da! Keine Sparzinsen und Lebensversicherungen sacken ab bis zur EINZAHLUNGSGARANTIE, ohne Zugewinn.

Und wenn ein Herr Henkel sich dagegen engagiert, dass sein Eurovermögen den Bach runtergeht, dann sollten wir dafür dankbar sein, er schützt damit auch unser Geld. Klaro?

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thema_verfehlt 08.01.2014, 19:06
132.

Zitat von heiko1977
Ja die AfD kommt mit sage und schreibe 4 Seiten Wahlprogramm aus. Lieblingstwörter sind "Wir fordern ...", was auch sehr auffällt ist das eklatante fehlen der Stellungnahme zur Sozial- und Arbeitspolitik, aber dafür muss man ja nur bei der INSM vorbeischauen um zuwissen wo die Reise mit der AfD hingeht: radikal Privatisierung und Entsolidarisierung.
Schonmal den aktuellen Koalitionsvertrag gelesen? Liebslingswörter: könnte, wenn möglich, im Fall das,... etc. Dann lieber 4 Seiten konkrete Forderungen, als 180 Seiten Absichtserklärungen. Und am Ende ists doch eigentlich egal auf wie vielen Seiten steht (oder nicht steht) wie man betrogen wird. ;-)

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heiko1977 08.01.2014, 19:12
133.

Zitat von c++
Das ist doch exakt die Politik, die SPD Grüne CDUCSU seit Schröder Fischer machen. Das liest sich wie eine Kurzfassung der Agenda 2010. Dieter Hundt hat sich zum Wahlausgang so geäußert: " Dass es die AfD nicht in Parlament geschafft hat, sei ein gutes Zeichen." (WELT 23.9.) Alle Wirtschaftsbosse und Lobbyisten der Wirtschaft sind scharfe Gegner der AfD und große Anhänger der Altparteien. Sie wissen, wo ihre Interessen am besten aufgehoben sind, wer ihre Interessen am meisten vertritt. Es mag der AfD an sozialer Sensibilität fehlen, die Interessen der arbeitenden Menschen an die Wirtschaft verkaufen aber die Schwarzen, Roten und Grünen. Die sorgen für grenzenlose Zufuhr von Billigstarbeitern, um weiter Lohndumping zu betreiben, brauchen den Euro, um ihre Exportüberschüsse und Profite zu maximieren, auf Kosten der Arbeitnehmer, die die Folgekosten tragen müssen
Verzeihen Sie aber Sie sind zu blauäugig. Die damaligen Reformen der SPD und Grünen gründeten sich auf die Drohungen von Massenentlassungen von Seiten des damaligen BDI Chefs Hundt und dem Ehrenpräsident des BDI Henkel. Die Regierung Schröder ging dann die Schritte weiter aber die Forderungen kamen von dem BDI. Auch die Wirtschaft benutzt momentan die alten Parteien, fragen Sie sich doch einfach mal warum die AfD bis heute keine Stellung nimmt zu Sozial- und Arbeitspolitik. Und bedenken Sie bitte Lücke, Henkel usw. waren früher oder sind es immer noch Vertreter der INSM.
Die Wirtschaft und Lobbyisten können mit der einen Gruppe ins Bett gehen weil es ihnen momentan nutzt, aber ihr Herz gehört einer ganz anderen Gruppe.

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dhanz 08.01.2014, 19:13
134.

Zitat von meineidbauer
Das ist sicher richtig. Die Frage ist vielmehr, für wen er diese einzusetzen gedenkt. Bitte nicht mißverstehen, ich bin davon überzeugt, dass die jetzige Konstruktion des EURORaumes eine Fehlkonstruktion ist. Aber der Bruch wäre ein gewagtes Experiment mit ungewissem Ausgang.
Was ist denn das "Weiter so"?
Etwa kein "gewagtes Experiment mit ungewissem Ausgang"?
Wenn man erkennt, das irgendetwas eine Fehlkonstruktion ist, dann muss man das gefälligst korrigieren.

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prologo1 08.01.2014, 19:15
135. Aufklärung, statt Ängte schüren, das wäre ......

Zitat von heiko1977
Henkel und die AfD werden weitergehen sie werden das Renteneintrittalter für alle auf 72 Jahre erhöhen, die Löhne der Arbeitnehmer weiter senken, Arbeitnehmerrechte abschaffen, jede Form des Kündigungsschutzes abschaffen und Steuern für die oberen Zehntel senken und Sozialleistungen abschaffen.
......das wäre hier schon nützlicher. Sie dichten hier der AfD blanken Unsinn an. Auf dieses unsinnige SF Horrorszenario, Rente 72 blah blah will ich gar nicht eingehen. Wer hat denn die Lage der Arbeitnehmer bis zum Existenzminimum runter gedrosselt. Das war die SPD mit der Agenda 2010. Schon vergessen?

Die AfD will unser Erspartes retten, unsere Lebensversicherungen an Wert erhalten. Und uns vor weiteren Eurorettungsmilliarden Zahlungen schützen. Das ist das Thema.

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heiko1977 08.01.2014, 19:18
136.

Zitat von c++
Dieter Hundt hat sich zum Wahlausgang so geäußert: " Dass es die AfD nicht in Parlament geschafft hat, sei ein gutes Zeichen." (WELT 23.9.)
Glauben Sie doch nicht das dies die echte Meinung von Dieter Hundt ist. Was würde denn passieren wenn sich Personen mit klaren neoliberalen Positionen für diese Partei aussprechen? Sie würde keine Chance beim Wähler bekommen, die Gesellschaft ist weitest gehend GEGEN das neoliberale System, immerhin haben wir im Parlament eine linke Mehrheit. Die AfD ist ein trojanisches Pferd.

Ein etwas älterer Artikel:

http://www.geolitico.de/2013/03/06/t...r-deutschland/

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RobinSeyin 08.01.2014, 19:21
137.

Zitat von happlebee
ist es ja mit der Glaubwürdigkeit des AfD endgültig vorbei.
Warum? Die AfD stand doch von Anfang an für brutale, neoliberale Politik. Passt Henkel dazu wie "Ar*** auf Eimer".

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garfield 08.01.2014, 19:21
138.

Zitat von Mac_Beth
Dann möchte ich sie gerne mal fragen an was für eine Position sie in diesem Fall gedacht haben, welche nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar wären und zugleich nationalistische Züge hat. Ich bin ziemlich sicher, dass sie nichts dergleichen finden werden.
Nichts leichter als das:
AfD-Gründungsmitglied Konrad Adam stellt als Kolumnist der Zeitung „Die Welt“ Überlegungen zur Aberkennung des Wahlrechts für „Inaktive und Versorgungsempfänger“ an.

Diese Positionen für ein selektives Wahlrecht schrammen aber schon sehr scharf an der Verfassungsfeindlichkeit entlang.
Und die Kritiker, die der AfD - nicht nur deswegen - große Attraktivität für Recht(sextrem)e nachsagen, sind Legende. Natürlich ist die Partei nicht dumm genug, bestimmte Grenzen zu überschreiten.
AfD - eindeutig rechtspopulistisch, aber nicht rechtsextrem

Und die Partei ist sich dieser zweifelhaften Attraktivität ja selber bewusst:
AfD-Landesverbände fürchten rechte Unterwanderung

Und wenn einer wie Olaf Henkel sein Herz (hat er überhaupt eins?) für die AfD entdeckt, spricht das auch bereits Bände, wo die Partei politisch steht.

Zitat von Mac_Beth
Die Grünen als Partei finden auch Zuspruch vom linken Rand. Würden Sie sagen, dass so etwas die Partei als ganzes diffamiert bzw. einzelne Punkte im Wahlprogramm?
Ganz im Gegenteil. Positionen vom linken Rand (ich sagte nicht linksextremer Rand) können nur positiv sein.

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CommonSense2006 08.01.2014, 19:22
139.

Zitat von heiko1977
Henkel und die AfD werden weitergehen sie werden das Renteneintrittalter für alle auf 72 Jahre erhöhen, die Löhne der Arbeitnehmer weiter senken, Arbeitnehmerrechte abschaffen, jede Form des Kündigungsschutzes abschaffen und Steuern für die oberen Zehntel senken und Sozialleistungen abschaffen.
So und jetzt mal im Ernst: Welche informationen, die Ihnen vorliegen, führen Sie zu dieser Schlussfolgerung?

Die Tatsache, dass Henkel mal dem BDI vorgestanden hat?

In seinen Positionen ist er natürlich wirtschaftsliberal und tritt für mehr Wettbewerb und weniger staatliche Eingriffe ein.

Aber ihm vorzuwerfen, dass er das Rentenalter auf 72 erhöhen will und die Steuern nur für die Reichen senken, das ist schon ein bisschen weit hergeholt.

Übrigens haben die Schweizer praktisch keinen Kündigungsschutz und leben ganz gut damit.

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