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Ex-Kanzleramtschef: Empörung über Pofallas möglichen Wechsel zur Bahn
DPA

Es wäre ein weiterer spektakulärer Wechsel aus dem Kanzleramt in die Wirtschaft: Ronald Pofalla soll Bahnvorstand werden. Daran entzündet sich heftige Kritik. Selbst in der Großen Koalition spricht man von einem Eindruck, "dass der bisherige Kanzleramtsminister gezielt gekauft wird". Ronald Pofalla: Kritik am Wechsel in Bahn-Vorstand - SPIEGEL ONLINE

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manicmecanic 03.01.2014, 14:57
180. Heuchler

Alle zusammen solange nicht endlich Korruption bei Politikern strafbar wird.Bis das dann endlich mal WENN überhaupt kommt ist diese Bananenrepublik nicht besser als die wenigen anderen Staaten wie z.Bsp. Somalia nur daß hier nicht jeder mit der AK rumlaufen muß.

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elikey01 03.01.2014, 14:58
181. Neuer Vorstandsjob im Staatsbetrieb Bahn

Zitat von chefrationalist
Wie, bitteschön, soll die berufliche Zukunft von Herrn Pofalla nach Vorstellung der Linkspartei denn aussehen? Um die Bein hochzulegen, ist er noch zu jung. Und so toll verdient auch ein Kanzleramtschef nicht, als dass er schon ausgesorgt hätte. Dass Herr Pofalla entsprechend hoch in der Hierarchie seines neuen Arbeitgebers einsteigt, versteht sich doch wohl von selbst. Viel Aufregung um nichts.
Wie war das mit "Gleich und Gleich gesellt sich gern"?

Gleich im Geiste (vom Stamme NIMM im Selbstbedienungsladen Staatsknete), blendet man natürlich aus, wenn ein Herr Pofalla öffentlich erklärt, lediglich sein Bundestagsmandat behalten zu wollen, ansonsten kein polit. Amt mehr anzustreben, weil er mehr Zeit für seine Familie haben wolle.

Seine Merkel'sche Loyalität wird ihm vergoldet mit einem Ressort, das eigens für ihn mit einem Mio.-schweren Salär geschaffen wird - Qualifikation dafür: Null erforderlich.
Was bedeutet ihm bei solchem Goldregen schon solch Gefasel, mit dem die steuerzahlende Bevölkerung in einer Ungeniertheit betuppt wird, die an fakelakische Zustände erinnert.

Mehr Zeit für die Familie mit Bundestagsmandat (schönes "Taschengeld mit Altersversorgung" nebenher) und einer solchen Position? Dreister gehts nicht mehr - passt aber genau zu seinem Verhalten, seinen Auftritten i.S. NSA-Spähskandal seiner Fäkalsprachen-Attacke gg. Bosbach ("... Fresse nicht mehr sehen, Sch ....") und ist offenbar Ausdruck eines Charakters, der kaum als vorbildlich für die Politik dienen kann.

Hier kann nur ein gewaltig einsetzender Shitstorm solch skandalöse Selbstbedienungs-Lobbyisten-Maschinerie stoppen und den Mann von seinem Bundestagsmandat "befreien".
Schlimm genug, dass er überhaupt eines über die letzten Wahlen (?) erzielte und noch schlimmer, dass die Kanzlerin offenbar so für den "Vertrauten" sorgte.

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Celestine 03.01.2014, 15:09
182.

Zitat von Rolf Schmid
Denn dieser Mann war als oberster Geheimdienstverantwortlicher im Kanzleramt doch nicht mehr zu halten, weil er in dieser wichtigen Funktion total versagt hat! Bei der DB kann Pofalla keinen auch nur annähernd vergleichbaren Schaden anrichten; dafür sorgen dort bereits Andere!
Wo hat der Mann denn versagt? Er hat doch seine Aufgabe wunderbar erledigt, ganz im Sinne seiner Chefin: Er hat das Volk beruhigt und die Sache für erledigt erklärt. Damit war die Mehrheit der Deutschen vollends zufrieden. Dumm nur, dass es noch zu einer weiteren Störung durch das Bekanntwerden des Abhörens des Handys der Kanzlerin kam, aber auch jener ärgerliche Zwischenfall ist zufriedenstellend aufgeklärt, die Sache ad acta gelegt. Die Mehrheit der Bürger fühlt sich von der Bespitzelung nicht berührt, und so gibt es keinen weiteren Handlungsbedarf mehr. Jetzt soll sogar noch eine Kommission gebildet werden, als Ablenkungsmanöver, für die restlichen aufmüpfigen Bürger, die keine Ruhe geben wollen. Besser könnte eine marktkonforme Demokratie doch gar nicht funktionieren.

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zynik 03.01.2014, 15:09
183.

Zitat von elikey01
Hier kann nur ein gewaltig einsetzender Shitstorm solch skandalöse Selbstbedienungs-Lobbyisten-Maschinerie stoppen und den Mann von seinem Bundestagsmandat "befreien".
Unsere Sonnenkanzlerin hat schon ganz andere Shitstorms ausgesessen und ist dafür vom sedierten CDU-Michel wiedergewählt worden.

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micromiller 03.01.2014, 15:20
184.

Zitat von chiefseattle
Braucht man eigentlich irgend eine Qualifikation, um in den DB-Vorstand zu kommen oder genügt es, ein Freund der Regierungschefin zu sein?
auf der ebene reicht sicher die typische politiker qualifikation.. sehr laut, schrecklich wichtig, moeglichst keine praktische lebenserfahrung aber durchsetzunsstark, egal wie und mit welchen mitteln. da er aber intelligent ist und sich bis auf die ebene durchgehauen hat von der er jetzt abschied nehmen moechte ist er bei der bahn sicher wie ein frisches gebläse.

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gantenbein3 03.01.2014, 15:33
185. Der guten Ordnung halber...

Zitat von Hans58
Der Mann ist Volljurist, hat zwei Studiengänge abgeschlossen und ist als Anwalt zugelassen.
Pofalla ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages und legte 1991 das zweite Staatsexamen ab; d.h. er war bereits MdB als er Anwalt wurde. Daraus ist zu schließen, dass er den Anwaltsberuf nie in nennenswertem Umfang ausgeübt haben kann. Dass er gleichwohl als Anwalt auf dem Briefkopf einer Kanzlei steht, dürfte eher dem Umstand geschuldet sein, dass die Kanzlei seinen Namen benutzt als einer Anwaltstätigkeit, die rein vom Umfang her den Namen verdient.

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henry-t 03.01.2014, 15:45
186. Bereits in jungen Jahren...

...wusste Herr Pofalla wie man die richtigen Weichen stellt.
Schon während seiner Studienzeit wurde er vom Entsorgungsunternehmen Schönmackers mit monatlichen Beträgen finanziell gefördert.
Heute würde man sagen, einen guten Kontakt der Politik und Wirtschaft pflegen.
Neben seiner politischen Karriere ist er Sozius in einer Anwaltskanzlei die dann auch eine Nebenstelle in Berlin eröffnete.
Pofalla vermittelte auch den Rechtsbeistand für Altbundeskanzler Helmut Kohl als dieser für den Vorwurf zur Untreue angeklagt wurde.
Natürlich aus eben dieser Anwaltskanzlei.
Selber ermittelten Finanzbeamte gegen Herrn Pofalla im Jahre 2000 über einen ungeklärten Vermögenszuwachs aus den Jahren 1993 - 1997.
Dieses Verfahren wurde mangels Beweisen eingestellt.
Alles nachzulesen bei Wikipedia.
Es ist nicht nur politische Macht, sondern auch reine Geldgier die ihn antrieb und immer noch antreibt.
Er ist sicherlich nicht der erste und der letzte der diesen Attributen folgt.
ich nenne es schlicht und einfach Schmierentheater und Vetternwirtschaft erstes Grades.

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Uwe S. 03.01.2014, 16:05
187. Sollte das tatsächlich...

...stimmen, dass für Pofalla extra eine Vorstandstelle bei der DB geschaffen wird, muss die Presse unbedingt recherchieren, auf wessen Veranlassung das getan wurde! Und sollte das vermutete Jahresgehalt von ca € 1.800.000,-- stimmen, sollte sich jeder Bahn nutzende Bürger überlegen, ob er ab jetzt "schwarz" fährt ! Im antiken Athen wären diese Politiker dem Scherbengericht ausgesetzt gewesen und bestimmt des Landes verwiesen worden! Und dieser Kaste schamloser, schmatozender Zeitgenossen sollen wir in Zukunft eine Legislaturperiode von 5 Jahren erlauben ? Niiiiiiemals !

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k.u.m. 03.01.2014, 16:07
188. Ja, ja, die Formaljuristen

Zitat von lezel
Da diese "Korruption" Ihrer Meinung nach offen ist, sollte Ihnen nicht schwerfallen, hier einmal hinzuschreiben, wo genau man sie erkennen kann. Idealerweise benennen Sie noch die Straftat, der sich Pofalla Ihrer Überzeugung nach schuldig gemacht hat. Falls Sie das nicht schaffen, dann schreiben Sie doch einfach einen kurzen klaren Beitrag, in dem Sie Herrn Pofalla für korrupt erklären und ihn als ausgebildeten Juristen zugleich bitten, Ihnen ein wenig zu helfen und den Straftatbestand zu benennen, der damit erfüllt ist. Vielleicht weist er Sie ja auf die hin. Das sollte Ihnen bei der Orientierung schon helfen.
Korruption bezeichnet im Allgemeinen den Missbrauch einer Vertrauensstellung u.a. in der Politik, um einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtlich begründeter Anspruch besteht.

Der letzte Halbsatz ist m. E. entscheidend: Auf einen Job in einem Staatsbetrieb hat ein ausscheidender Politiker ganz sicher keinen rechtlich begründeten Anspruch. Und wie ist es anders als Mißbrauch in diesem Sinne zu werten, dass ein Posten erst geschaffen wird, um ihn dann ohne Ausschreibung mit einem abgehalfterten Politiker zu besetzen?

Als Korruption wird im weiteren Sinne aber begriffen, wenn eine Machtposition ganz offenkundig dazu genutzt wird, entgegen üblichen Gepflogenheiten jemanden aus dem Machtzirkel einen erheblichen Vorteil zuzuschieben. Das mag im Einzelfall formaljuristisch nicht angreifbar sein, aber es wird dennoch allgemein als unmoralisches Verhalten empfunden.

Wenn es diesen Vorstandsposten schon mal gab, dann auch damals deshalb, weil ein Herr Wiesheu irgendwohin abgeschoben werden musste. Wenn nun Herr Grube diesen Posten wieder abschaffte, dann doch sicher deshalb, weil er keinen tieferen Nutzen für die Bahn AG darin sah. Und wenn dieser unnütze Posten nun erneut eingerichtet wird, hat das mehr als ein Geschmäckle.

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sturmblau 03.01.2014, 16:24
189. Wie der das so schnell mit der NSA

geregelt hat - da bekommt die Bahn jetzt aber einen einen Mann, der anpacken kann.

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