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Exzesse der Wiedertäufer: Gelüste und Gräuel in der Stadt Gottes
imago/ United Archives

Hunger und Pest wüteten, als die Wiedertäufer im mittelalterlichen Münster ein irres Gottesregime errichteten - sie plünderten, töteten, feierten Orgien und schafften das Geld ab. Das Ende der Welt schien nahe. Von Uwe Klußmann

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niska 31.08.2016, 13:35
30.

Zitat von denn76
Glauben Sie das ernsthaft, diese Geschichte die ein halbes Jahrtausend her ist soll für mehr Toleranz werben? Das überall auf der Welt im Mittelalter viele schlimme Dinge passiert sind, sollte eigentlich für niemanden neu sein.
Und dass viele Teile der Welt noch im religiösen und auch wirtschaftlichen Mittelalter verharren auch.
Das ist eine Folge der christlich geprägten Kolonialpolitik.

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HansSzymanski 31.08.2016, 13:40
31. Nachgeburt der Wiedertäufer

Bei den oft kruden und wirren Vorstellungen der Grünen fragt man sich manchmal ob diese nicht das Erbe der Sekte aus Münster angetreten haben. Im Gegensatz zu diesen haben sie mit ihrem Gedankengut schon mehr als 40 Jahre das abnormale zum normalen erklärt.

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Grorm 31.08.2016, 13:44
32. Aber holla!

Zitat von Attila2009
[...] Im Gegenteil dann wird nicht unterschieden ob man zu dem elitären Kreis von Hilfsbedürftigen zählen darf weil man nicht "christlich " getauft ist, sondern dann sind wirklich alle Menschen gleich wert.
Welches Spital sucht sich denn seine Patienten nach seinem Glaubensbekenntnis aus? Nicht einmal das Mount Sinai Hospital, New York oder das Johns Hopkins Aramco Healthcare, Dhahran, Saudi Arabien ...

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niska 31.08.2016, 13:47
33.

Zitat von jeanduchamp
Das Mittelalter war im besprochenen Zeitraum bereits erledigt oder habe ich in der Schule was verpasst?
Man sagt zwar, mit der Reformation 1517 wäre das Mittelalter in Europa zu Ende. Doch diese starre Zahl wird der Sache auch nicht ganz gerecht. Nachwehen gab es genug. Das Gebahren der Wiedertäufer ist z.B. noch klar mittelalterlich.

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syssifus 31.08.2016, 13:49
34. Wer glaubt,der weiß nicht

Zitat von der_unbekannte
dass viele ein so negatives Bild von der Religion haben. Die "Religionsstifter", falls man sie überhaupt so nennen kann, wie z.B. Christus, Buddha und und und haben eine Religion des Friedens und der Nächstenliebe gepredigt. Leider haben erst machthungrige Menschen diese Religionen missbraucht um ihre Mitmenschen zu versklaven, Christus sagte nie dass wir Kirchen bauen sollen mit ihren vielen Ämtern. Wie so oft liegt das Übel im Menschen selbst Viele heutige Menschen können dies jedoch nicht mehr unterscheiden, daher ist für sie alles was mit Religion zu tun hat schlecht. Was hat man im Kommunismus gemacht? Man hat dort Christen und Co verfolgt und ihre Kirchen verbrannt, der Atheismuss ist genauso schlimm wieder jeder religiöser Fanatismus. Und man bedenke, bevor man die Kirchen schlecht macht, dass viele werden. Daran sollte man auch mal denken.
Krankenkäuser, Altersheime, karitative Einrichtungen wie Obdachlosenheime, Pallatiavzentren ,werden nur zum Bruchteil von den Kirchen,aber hauptsächlich vom Staat durch Steuergelder getragen(finanziert).Die Kirchensteuer wird zwar vom Finanzamt in Milliardenhöhe(ca.5 Mrd.€) eingetrieben,die Kirche gibt aber davon nur etwa 8 % für öffentlich-soziale Zwecke aus.Das fehlende Geld und das ist der Löwenanteil,schießt der Staat zu,der zusätzlich.für die "Kirchengehälter" der Kardinäle,Bischöfe,Pfarrer,etc.noch fast eine halbe Milliarde Euro drauflegen muss..Das wollen viele Leute nicht glauben,aber Wissen ist Macht. So sieht's aus !

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Grorm 31.08.2016, 13:50
35.

Zitat von der_unbekannte
[...] Und man bedenke, bevor man die Kirchen schlecht macht, dass viele Krankenkäuser, Altersheime, caritative Einrichtungen wie Obdachlosenheime, Pallatiavzentren von Kirchen getragen werden [...]
"Kirchliche" Institutionen dieser Art werden in Deutschland durch Steuergelder finanziert, nicht durch kirchliches! Nur das Arbeits"recht" dort ist noch "kirchlich" ...

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io_gbg 31.08.2016, 14:56
36.

Zitat von bennoko
Europa glaubt heute an nichts mehr Europa hat aufgrund seiner Geschichte ein gestörtes Verhältnis zur Religion aufgebaut. Diese Angst reicht so weit, dass Europa heute an gar nichts mehr glauben will und kann. Darum ist Europa heute nur noch ein Wirtschaftsraum ohne Identität, ohne Seele. Eine Wiederentdeckung der christlich-kultivierten Religion wäre wichtig und wünschenswert.
Gestört ist das Verhältnis nur durch Religion selbst und den Einfluss, den sie noch auf gesellschaftliche Strukturen ausübt.

Europa tut gut daran nicht an Übernatürliches zu glauben.
Erst die Reduzierung der Religion auf das Private infolge der (unvollendeten) Aufklärung hat den beispiellosen sozialen und technischen Aufstieg Europas wirklich ermöglicht (mit Rückschlägen dort, wo man sich auf Religion oder religionsartige ideologische Systeme zurückbewegt hat).

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io_gbg 31.08.2016, 14:57
37.

Zitat von sapereaude!
Will man uns die dunkle Vergangenheit des Christentums und ihre Auswüchse vorführen, um mehr Toleranz für den Islam zu erreichen?
Nein,
aber es gibt halt die, die nur an das Eine denken können, was sie benennen ...

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io_gbg 31.08.2016, 15:01
38.

Zitat von Rom
Hier war das Christentum die Geisel.
Das Christentum wurde nicht als Geisel genommen!

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Celegorm 31.08.2016, 15:03
39.

Zitat von münchen1975
Alles, auch die Aufklärung, kann zum fanatischen Glauben ausarten, wenn man nur fest genug davon überzeugt ist, daß auf jeden Fall die anderen immer und absolut im Unrecht sind.
Das ist sicher die wichtigste Erkenntnis und entsprechende Selbstkritik darum auch essentiell. Wenn man das Hinterfragen des eigenen Weltbildes nicht mehr zulässt, dann ist man schon verloren, ganz egal wie "gut" das vermeintliche Weltbild ist. Denn leider kann das bei allen und noch so ehrenwerten Absichten geschehen, die Exzesse so gut wie jeder Ideologie zeigen das hinreichend. Allerdings ist es leider so, dass die Religion diesbezüglich besonders anfällig ist, ganz einfach weil der bedingungslose Glaube an die eigene Wahrheit deren Kern ist..

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