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Fachkräftemangel: Bundesregierung wirbt im Ausland um Pflegekräfte
DPA

In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen. Bundesregierung wirbt in neun Ländern um Pflegekräfte - SPIEGEL ONLINE

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nahrungskette 11.09.2013, 10:10
90. ...diese Bundesregierung...

kümmert sich vor allem um die die Sorgen und Nöte der privaten Dienste: richtig Geld verdienen mit Sklavenarbeit. Farge 1.: Warum helfen sich die Privaten Pflegedienste denn nicht selbst, wenn privat sooo viel besser ist als Staat?
Frage 2: Warum wählt ihr denn so menschenverachtende Parteien? Diese Demokratie bietet doch Alternativen!

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klaus meucht 11.09.2013, 10:10
91. Sozial ist was Arbeit schafft

Gleichzeitig holen wir Lehrer die den 90-jährigen älteren Menschen Arabisch, Chinesisch und Hindi lehren damit sie die Anweisungen der Pflegekräfte verstehen.

Oder wir bilden unsere Hartz IV Empfänger zu Dolmetscher in den entsprechenden Sprachen aus. Der Unterricht wird natürlich über die Hartz IV Sätze bezahlt. Die Betroffenen können die Sprachausbildung über Kredite vom späteren Niedriglohn als Dolmetscher bezahlen.

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phaeno 11.09.2013, 10:15
92. Jämmerliches Versagen

Die Bundesregierung hatte 2012 zum Jahr der Pflege ausgerufen, das war´s dann. Deutschland ist für seine Pflegefeindliche Politik seit Jahren schon in der Kritik. Der Ausbildungsstandard ist niedriger als in den anderen europäischen Ländern, es gibt keine flächendeckende Hochschulausbildung und die Zugangsvoraussetzungen werden regelmässig gesenkt. Die Gewerkschaften sind gemeinsam mit den Arbeitgebern höchst aktiv, diese Situation beizubehalten. Im Altenhilfebereich wurde gerade auf Druck der "Wohlfahrts"verbände versucht, die Sprachanforderungen für Menschen aus anderen Ländern zu senken. Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politik verhindern gemeinsam seit Jahren eine pflegerische Selbstverwaltung, die angemessene Bildungsanforderungen sicherstellen würden. Die Tarifverträge der Pflegenden sind schlechter gestaltet, als diejenigen für Beschäftigte in den Krankenhausverwaltungen. Auch wenn viel über die Pflege diskutiert wird, wird dabei selten mit den Pflegenden diskutiert, und viel seltener dann auch noch deren Meinung respektiert. Alle möglichen Personen glauben, sie wüssten, was für die Pflege nötig ist. Diese herablassende Haltung, auch in den Massenmedien übrigens zu finden, wirkt sich logischerweise au, wenn junge Menschen sich füpr einen Beruf entscheiden sollten.Dieses Problem ist vielschichtig und hausgemacht.Es wird auch durch Migration nicht gelöst werden können, insbesondere dann nicht, wenn es nur daraum geht, die Arbeitsbedingungen weiterhin so schlecht zu halten.

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Zaunsfeld 11.09.2013, 10:19
93.

In Deutschland gibt es nicht zu wenig Pflegekräfte, weil grundsätzlich keiner Lust hat, den Beruf zu ergreifen, sondern weil die Leute trotz 4-Schichtdienst und schwerster köerperlicher und seelischer Arbeit nur 1400€ brutto im Monat verdienen. Und ganz sicher wird sich dieser Zustand nicht ändern, wenn jetzt dazu noch weiter Billigkräfte aus den ärmsten und wirtschaftlich stark gebeutelten Regionen der Welt importieren.
Und wenn wir schon einen zahlenmäßigen Mangel an Pflegekräften haben, dann müssen die eben rationiert werden. Am besten zieht man sie als allererstes bei den Eltern und Großeltern derjenigen Politiker und Regierungsparteien ab, die diesen Sklavenlohnmarkt auch zu verantworten haben. Denn offenbar haben diese Eltern bei ihrer Erziehung versagt.

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topas 11.09.2013, 10:22
94.

Zitat von minilux
Ursache 2: ist die Bezahlung wirklich so mies? Kann ich nicht finden. Für einen Ausbildungsberuf ist das Gehalt nicht schlecht. Was man verbessern müsste ist der Zuschlag für Dienste zu ungünstigen Zeiten (Nacht, WE, Feiertags), und Führungskräfte (Stations-, Abteilungs- und Pflegedienstleiter) besser zu bezahlen
Eine Bekannte schafft es nur, indem sie als Betreuungsfachkraft 40 Stunden arbeitet, geradeso über 1000EUR netto zu kommen. Ihr Regelsatz nach HartzIV liegt bei 880EUR (Alleinerziehend, ein Kind nur kleiner Unterhalt) - sprich für 120EUR plus arbeitet sie 160 Stunden im Monat, ein Wochenendienst pro Monat eingerechnet. Also ich finde den Anreiz überschaubar.

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tommit 11.09.2013, 10:23
95. Machen Sie das

Zitat von citropeel
Anstatt die Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Pflege besser zu bezahlen rekrutiert die Regierung lieber billige Arbeitskräfte im Ausland. Von denen hat man ja auch keine Schwierigkeiten zu erwarten, wenn es um Geld oder bessere Arbeitsbedingungen geht.
dann stehen sie mit einem Bein im Knast...
Ich nenne sowas soziale Brandrohdung.. und es kommt der Tag an dem sich die Kinder der 'Krankenschwestern' an uns erinnern werden...
Viel Lohn für das evtl. Land aber dennoch wenig für die Verhältnisse hier... und somit ein SParmodell an allen..

Damit wird gezeigt: Das System kann zu unseren Löhnen nicht mehr funktionieren, bessere Löhne sind anscheinend nicht bezahlbar und unser kapitalistisches System hat für diesen Fall keine Mittel...
Man sollte sich schnellstens einige überlegen... die Elite

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frietz 11.09.2013, 10:24
96.

Zitat von max-mustermann
Ach so und durch die Wiedereinführung des Sklavendienstes oder auch Zivildienst genannt wird das mit der Lohndrückerei besser ? Ich habe damals meinen Zivildienst in einem Pflegeheim gemacht für sagenhafte 1,33 DM die Stunde !
beim Zivildienst oder Bundeswehr geht es NICHT ums geldverdienen.
sie hätten sicher auch zum bund gehen können, wenn ihnen der sklaven/Zivildienst nicht recht war. mehr Geld hätten sie dort auch nicht bekommen. das wusste man aber schon bei der zeit der musterung/Erfassung.

die echten pflegekräfte sollten selbstverständlich besser bezahlt werden.

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mikestichel 11.09.2013, 10:24
97. nicht nur Löhne

120 chinesische Pflegekräfte. Wahrnsinn. Es sind nicht nur die Löhne, welche in Deutschland für die Pflegekräfte viel zu niedrig sind. Nein es sind auch die Arbeitsbedingungen, der zunehmende Stress, immer mehr Pflegefälle, immer mehr Zeitaufwand für Dokumentation, immer mehr Sonderwünsche von Privatpatienten, immer weniger gut qualifiziertes Personal, immer mehr Demenzkranke Menschen und und und.
Vielleicht sollte sich die Gesellschaft mal damit beschäftigen, was Ihr eine gute Pflege wert ist. Bis 67 arbeite ich nicht in diesem Beruf. Sicher nicht.

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realpolitiker 11.09.2013, 10:25
98. Warum?

Zitat von sysop
In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen.
Bei diesem Projekt wird eine wichtige Frage unterschlagen:
Warum bekommen Pflegeinrichtungen in Deutschland denn kein ausreichendes Personal?
Die Antwort erscheint mir klar - weil den Menschen für schwere Arbeit zu wenig Lohn gezahlt wird. Weite Bereiche der Pflegebranchen sind leider privatisiert und die Gewinnmaximierung steht an oberster Stelle - nach der Methode Gewinne machen und Arbeitnehmer entlassen oder nur geringen Lohn zahlen.

Ich denke, der Staat sollte aus Gründen der Objektivität und zur Feststellung der wahren Ursachen gefälligst eine Untersuchung in der EU durchführen über die jeweilige Entlohnung in der Branche (ansonsten wenn es der Politik passt, wird doch auch immer die EU vorgeschoben). I
ch weiß zum Beispiel, dass in den skandinavischen Ländern das Lohnniveau im Pflegebereich erheblich höher ist. Das liegt meiner Ansicht besonders daran, dass den Pflegeberufen in diesen Ländern ein wesentlich höherer Stellenwert beigemessen wird.
Für die Pflege-Arbeitgeber ist die Anwerbung von auswärtigem Personal sicherlich eine gute Sache, weil sie auch diese Menschen mit Dumpinglöhnen abspeisen können. Gerade die Menschen aus den erwähnten Ländern mit einem niedrigen Lohnniveau werden die hiesigen Bedingungen wohl notgedrungen akzeptieren.

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FreakmasterJ 11.09.2013, 10:25
99. So ist's recht... Holt die Billiglöhner ins Land...

Zitat von sysop
In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen.
Holt die Billiglöhner ins Land... das sind dann die dankbaren Wähler von morgen und verhelfen Mutti zu so Aussagen wie "...es standen noch nie so viele Menschen in einem Beschäftigungsverhältnis, wie heute...". Das ist doch mal ein echter Erfolg von Murksel. Die Arbeitslosigkeit und die HarztIV-Bezieher werden immer mehr, und sie holt weiter Billiglöhner ins Land, um einen positiven Aspekt für die Wahl hinzulügen. Sie sollte sich was schämen...

Bei dieser Lohnpolitik muss man auch nicht lange warten, bis hoch-qualifizierte Naturwissenschaftler -wie beim Fall der UDSSR seinerzeit- für den nächsthöchsten Bieter oder "Schurkenstaat", ABC-Waffen oder Drogen produzieren!! Und das freut dann vor allem die BLÖD-Zeitung, die dann endlich mit der Meldung "In der BRD ausgebildeter Biochemiker lebte von HartzIV und produziert nun Drogen in Kolumbien oder C-Waffen für Nordkorea"
Rösler und Merkel arbeiten schwer auf derartige Meldungen hin...

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