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Fachkräftemangel: Bundesregierung wirbt im Ausland um Pflegekräfte
DPA

In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen. Bundesregierung wirbt in neun Ländern um Pflegekräfte - SPIEGEL ONLINE

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johann56 11.09.2013, 12:16
160. Mal ein Richtiger Streik und Verbeamtung

Wenn die Pflegekräfte mal in einen echten 2 wöchigen Streik (nicht solche wirkungslosen Warnstreiks wie bisher) gehen würden, dann wäre deren Bedeutung und eigentliche Unabkömmlichkeit mal endlich sichtbar. Nach spätestens 1 - 2 Tagen würde klar werden, dass sie vollkommen unverzichtbar sind. Es gäbe bundesweit einen echten, und z.T. auch lebensbedrohlichen Notstand. Deshalb wäre eine Verbeamtung sinnvoll.
Wenn unsere beamteten Lehrer mal einen 2-wöchigen Generalstreik machen würden, was wäre dann der Notstand ? 2- Wochen länger Ferien, mehr nicht, aber bestimmt keinen Bildungsnotstand.
Tauscht den Status mit den Lehrern (nicht mit Polizei) und eine für das öffentliche Wohlergehen extrem wichtige Berufsgruppe hätte endlich den Status, den sie verdient.

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leidenfeuer 11.09.2013, 12:18
161. Hauptsache gepflegt

Zitat von sysop
In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen.

Es ist sachdienlich, wenn ausländische Pflegekräfte kein Deutsch können.
Denn dann kann sich keiner bei ihnen etwa über schlechte Art der Pflege beschweren.

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Jacky Thrilla 11.09.2013, 12:20
162. Alternative

Zitat von medley63
(...) Wenn die Baby-Boomer in Rente gehen, dann bricht in allen Industrienationen der nackte Notstand aus. (...)
Wie wäre es, wenn man sich mal ernsthaft Gedanken um eine Alternative zur Rente machen würde? Ideen gibt es genug, nur der Mut, die Entschlossenheit und Politiker, die diese Eigenschaften auf sich vereinen, fehlen diesem Land.

Fachkräftemangel an allerhöchster Stelle!

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blackmirror 11.09.2013, 12:20
163. Ausbeutung im eigenen Land braucht Frischfleisch wenn die eigenen Fachkräfe ausgebrannt sind

Wenn ich sehe wie sich Bekannte in der Altenbetreuung krumm ackern... da wird ständige Erreichbarkeit gefordert (die alten Leute schließen sich gerne aus), es wird 14 Tage ohne Pause durchgearbeitet, schwere körperliche Arbeit (Heben, Tragen, ständiges Treppensteigen), Kranksein ist auch unmöglich, da es aus Gründen der Sparsamkeit der Chefs kaum Kollegen gibt und das Konstrukt im Urlaub (dürfen die das?) zusammenbricht... und alles in einem Alter wo die Pflegekraft 5-10 Jahre jünger als die gepflegte Person ist!

... Sklavenarbeit im Namen der Kostenoptimierung von FDP-wählenden Chefs… alles unter dem Druck, dass man mit 50+ beim Aufmucken über diese Ausbeutung nie wieder arbeiten darf weil man zu alt für den Arbeitsmarkt ist (und eigentlich auch körperlich ist, aber gern Menschen hilft). Welch’ traurig’ Land…

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xehris 11.09.2013, 12:21
164. Versagen der Merkelregierung

Zitat von mats73
Das Problem sind einerseits die Arbeitsbedingungen und dass über Jahre fast nicht eingestellt wurde - solange eine Station, in der nur 50% des geplanten Personals da sind, weil Stelen unbesetzt sind -trotzdem von Arzten permanent voll belegt wird - und das dauerhaft (und niemanden interessiert, das die Arbeit nicht leistbar ist -kann den Beruf keiner dauerhaft machen.. Dazu wurden fertige Azubis lange auf die Strasse gesetzt. Dass das Folgen hatte war klar.
Die Fakten sind seit langem bekannt. Wo ist aber die Regierung? Wo sind die Minister, deren Aufgabe es ist, sich um solche Fehlentwicklungen zu kümmern und sie abzustellen. Das geht nur zentral von der Bundesregierung aus, mit Hilfe einer grundlegenden Reform des Gesundheitswesens.
Frau Merkel lässt sich aber lieber in der ARD-Wahlkampfarena feiern, macht einige Andeutungen, dass sie "noch mal nachschauen" möchte, statt die unglaublichen Zustände in der Pflege zur Chefsache zu machen.

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spon-facebook-10000171971 11.09.2013, 12:21
165. Ungeheuerlich...

Ein Fass ohne Boden, dieses Land hat soviel leistungsbereite Menschen, sichert die Rahmenbedingungen und fördert die Menschen- gebt Deutschland wieder eine reelle Chance! Arbeit und würdiges Leben für ALLE!

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abeier6099 11.09.2013, 12:27
166. zum Kommentar 153

Zitat von medley63
Klar, könnte man Pflegekräfte adequat entlohnen. Es läge ja sicherlich nicht am aufrechten, guten Willen aller an der Misere dran beteiligten, nur, wer sollte das vor dem Hintergrund der katastrophalen demographischen Entwicklung (nicht nur) in Deutschland.....
Wenn es um die Absicherung des Gewinnes geht, wurde bisher in der BRD in den Prinzipien der unsozialen Marktwirtschaft stets eingegriffen.
Unweit meiner Wohnung, steht ein altersgerechter Wohnblock. Hier konnte ichteilweise, zur gleichen Zeit, Autos von 7 Pflegediensten sehen. Jedes Auto hat Kosten für die Fahrt, ständig wechselt die Pflegekraft, je nach Dienstplan, und Aufträge. Also keine persönliche Pflege möglich.
Vor 23 Jahren waren dort Gemeindeschwestern tätig, welche auch noch in dem umliegenden Wohngebiet wirkten.
In den Jahren des Wirtschaftswunders, war dies auch in der BRD möglich. Die BRD ist dadurch wirtschaftlich nicht zu Grunde gegangen. Ich kann mich noch an Schwester Lina in Leer/Ostfriesland erinnern. Obwohl ich mit Geschwistern und Eltern aus der DDR zu Besuch war, durfte sie unbürokratisch helfen, ohne Verwaltungsaufwand.
Hier sind humanitäre Möglichkeiten die Kosten zu senken.
Arthur Beier

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pepe_sargnagel 11.09.2013, 12:28
167.

Zitat von spon-facebook-1289925891
Überstunden, schlechte Bezahlung usw. , man bekommt viel Stress und Verantwortung (+ Dokupflichten für Dinge, die man nie schaffen kann), dafür schlechte Dienstpläne und wenig Geld. Kein Wunder, dass man sich was anderes sucht! Wird den Zuwanderern auch irgendwann so gehen.
Statt zu jammern sollte man sich auf die Tugenden Fleiß, Ignoranz und Genügsamkeit konzentrieren.

Oder eben zur Not nicht arbeiten gehen. Ich kann wirklich jeden verstehen, der zu diesen Bedingungen diesen Job nicht ausüben will. Aber an den Bedingungen "kann man in Deutschland doch nichts ändern". Ein Geben und Nehmen wäre schöner - aber heute muss der Arbeitnehmer geben, während sich die Arbeitnehmer aufs nehmen beschränken. Und das wird so lange gut gehen, bis eben dem letzten klar ist, dass man sein Leben selbst leben kann/soll/darf und nicht dem Unternehmen überschreiben muss. Selbst der soziale Druck (bspw. "faule Arbeitslosengeldempfänger", obwohl viele von denen arbeiten) scheint heute der Erkenntnis zu weichen. Daher appeliere ich auch an die Tugend "Ignoranz". Fleiß ist doch sowieso wichtig, denn man lebt für das Unternehmen! Genügsamkeit ist es, wenn man unentgeltlich arbeitet. Man hat ja dank des Unternehmens schon einen Lebensinhalt.

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lupo44 11.09.2013, 12:30
168. bezahlt die Pflegekräfte besser....

und die deutschen Pflegekräfte ,die in Deutschland ausgebildet wurden und heute zu tausenden in der Schweiz arbeiten,kehren vielleicht zurück.

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Retent 11.09.2013, 12:36
169.

Zitat von sysop
In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen.
In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende billige Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger zu Dumpinglöhnen abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen. Niebel ist im Rahmen einer Entwicklungshilfe für die Zuführung robuster Wanderarbeiterinnen aus China!

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