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Fachkräftemangel: Bundesregierung wirbt im Ausland um Pflegekräfte
DPA

In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen. Bundesregierung wirbt in neun Ländern um Pflegekräfte - SPIEGEL ONLINE

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mboedeker 11.09.2013, 08:25
10. Attraktiver machen

Man könnte stattdessen die Ausbildung und die anschließenden Arbeitsbedingungen für Kranken- bzw. Altenpfleger/innen verbessern. Dann würden möglicherweise auch wieder mehr junge Leute eine Ausbildung in diesem Bereich anstreben und weniger erfahrene Pfleger/innen das Handtuch werfen, um letztendlich den Beruf zu wechseln oder ins Ausland abzuwandern.

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zorga 11.09.2013, 08:29
11. Nix verstehen

Das ist ein weiterer Schritt hin zur schlechteren Pflege. Die Pflegekräfte aus dem Ausland verstehen die Aufgaben und anweisungen nicht genau. Da sind Fehler (und Todesfälle) doch vorprammiert. Und Wünsche, Schmerzen und Ängste der Patienten werden auch nicht mehr verstanden. Von ein paar aufmunternden Worten, einem Lachen oder kleinem Plausch brauchen wir gar nicht zu reden.
Die armen Patienten und Altenheimbewohner.
Oder ist ein gewisses Kalkül, weil es sich in einer trostlosen, unpersönlichen umgebung, zudem mit möglichen Pflegefehlern einfach schneller stirbt? = Kostenersparnis?
Im Übrigen kenne ich tatsächlich mehrere Pflegekräfte, die suchen aber nichts finden, auch weil die Verdienstvorstellungen der Arbeitgeber jenseits der Realität sind.
Sind ausländische Kräfte also einfach nur preiswerter?

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kuehtaya 11.09.2013, 08:29
12. In Berlin 8,70€

Zitat von sysop
In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen.
Heute in Berlin, wirbt eine Pflegeeinrichtung für psychisch Kranke und HIV Infizierte um Pflegepersonal für 8,70€.
Das ist seit Wochen das erste Angebot im Fachkräftemangelland. Berlin, dass sind 5 % der deutschen Bevölkerung!
Das Problem mit einer Lüge entsteht erst dann, wenn sich jemand findet der sie kolportiert.

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ktac 11.09.2013, 08:31
13. Kann ich gar nicht verstehen?!

Fachkräftemangel im Pflegebereich? Und das, obwohl die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen so toll sind?!
(Ironie!)

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mystyhax 11.09.2013, 08:35
14. Ein Hoch....

auf die billigen Arbeitskräfte. Anstatt das Gesundheitssystem zu reformieren. Das Geld so zu verteilen das die Menschen die sich tagtäglich um andere Menschen kümmern auch etwas davon haben versucht man nun weitere billigere Arbeitnehmer in diversen Ländern zu rekrutieren. An den aufgeblasenen Verwaltungsapparat, Pharmaindustrie, Krankenkassen und Ärztekammer traut sich niemand ran. Hauptsache man kann die Pfleger mit 10 Euro die Stunde abspeisen. Die Assistenz- und Stationsärzte sind auch nicht besser dran. Wenn das die Zukunft des Gesundheitswesen ist na dann gut nacht Deutschland. Es entscheiden immer die über unsere Zukunft die eigentlich nicht davon betroffen sind. Denn die Entscheidungsträger sind Privat versichert. Wie wär's mal damit den Beruf des Kranken, Altenpfleger wieder attraktiv zu machen und die Leute vernünftig zu bezahlen. Dann gäbe es mit dem Nachwuchs keine Probleme. Statistisch gesehen gibt es eine examnierte Krankenschwester auf 60 Patienten. Das ist eine Frechheit.

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bergischerjung007 11.09.2013, 08:36
15. optional

So ein Quatsch. Wir haben genügend "mögliche" Fachkräfte. Das Problem ist, dass diese Jobs unterbezahlt sind. Nur wenige wollen zu Dumpingpreisen arbeiten. Wie wäre es erst einmal damit, das unendlich große Preisgefüge zu verbessern. Dann haben wir auf einmal ganz viele Fachkräfte...

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Schweijk 11.09.2013, 08:36
16. vielleicht

Zitat von sysop
In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen.
sollte man über die Bezahlung ändern?
Ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun da in Berlin.
Zum glück ist bald wahl und dann werdet ihr hoffentlich abrasiert ihr penner.

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danielc. 11.09.2013, 08:37
17. Alles für Gotteslohn

Pflegekräfte sind hoch ausgebildete Fachkräfte mit komplexer Arbeitszeit, enormer Verantwortung und viel Stress, die oft die Fehler oder Unaufmerksamkeiten der Ärzte kompensieren müssen. Der finanzielle Ausgleich fällt vergleichsweise niedrig aus. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Belastung in vergleichbar qualifizieren Berufen in der Industrie das Privatleben weit weniger negativ beeinflussen. Ehe man auf "Einkaufstour" ins Ausland geht, sollte zunächst diese Unverhältnismässigkeit angegangen werden, auch im Vergleich zu den Medizinern.

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sjensx 11.09.2013, 08:38
18. Herrlich,

wie zu sehen ist, dass ein bestimmtes muster immer weiter fortgeführt wird; anstatt hierzulande Anreize zu schaffen-und jeder weiß wie das geht- sucht man einfach im Ausland nach den Dummen die den Dreck machen. Alles andere wäre auch zu teuer. Dieses Land und ihre Politik ist krank!

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ratschbumm 11.09.2013, 08:38
19. Welche Fachkräfte sind hier gemeint ?

Zitat von sysop
In Deutschland fehlen Schätzungen zufolge Zehntausende Pflegekräfte. Die Bundesregierung versucht, vor allem in Südeuropa Krankenschwestern und Altenpfleger abzuwerben. Ähnliche Projekte gibt es aber auch in Serbien, Tunesien und auf den Philippinen.
Billiglöhner die für 800 € brutto das erledigen was hier keiner kann
( Leben unter dem Existenzminimum ). So werden Aufstocker en masse produziert. Die unverschämten Kosten für Seniorenheime, an denen eine Industrie sich schamlos bereichert ohne eine adäquate Leistung fürs Geld zu erbringen sprechen Bände. Kosten darf das alles nichts.
Geiz ist auch hier geil.
Unglaublich wie man mit den Menschen verfährt, die uns geboren und groß gezogen haben. Mehr Menschverachtung als in solchen journalistischen "Ergüssen" steckt , gibt es kaum.

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