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Fall Kampusch im Kino: Ja, sie darf Geld verdienen
AP/dpa

Der Film über das Schicksal der Natascha Kampusch kommt ins Kino - und schon wird gegrummelt, dass die junge Frau mit ihrer Rolle als Gewaltopfer nicht angemessen umgeht. Dabei ist genau das ihr gutes Recht: mit ihrem Leben zu tun, was sie will. Sibylle Berg über Natascha Kampusch - SPIEGEL ONLINE

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wilam 02.03.2013, 14:21
60. hier auch wieder -

Zitat von heathcliff_hartigan
Das Recht dazu hat sie. Gibt ja genug BILD-leser die das interessiert. Wenn die mediengeile Natascha Kampusch sich aber mit aller Macht derart in die Öffentlichkeit drängt, dann verlange ich auch, dass sie sämtliche Widersprüche und Ungereimtheiten aus dem Weg räumt und endlich reinen Tisch macht! Kein Mensch kauft ihr diese Schwachsinn ab! Einfach mal östereichische Medien durchstöbern, sie werden erstaunt sein was da alles zu Tage tritt. Sie betont ja immer, das Volk hat Recht alle intimen Details ihrer Entführung zu erfahren. Stimmt. Dann lassen Sie uns aber bitte auch in Ruhe mit ihrem Buch, ihren Fernsehauftritten und ihrem unsagbar schlechtem Film!!!! Niemand hat sie gebeten an die Öffentlichkeit zu gehen. BTW: Niemand der Höllenqualen durchlebt wie es angeblich gemacht hat, verhält sich derart in der Öffentlichkeit.
wer unten ist, soll gefälligst unten bleiben. Keine Abweichung bitte! Ein schwer traumatisierter Mensch soll Richtlinien - vorgegeben durch das beschränkte Weltbild des Betrachters - einhalten wie ein Beamter. Plappern, gackern, männchenmachen, das dürfen nur Politiker, Manager und Showbizzer.

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J4cky 02.03.2013, 14:21
61.

Zitat von sysop
Der Film über das Schicksal der Natascha Kampusch kommt ins Kino - und schon wird gegrummelt, dass die junge Frau mit ihrer Rolle als Gewaltopfer nicht angemessen umgeht. Dabei ist genau das ihr gutes Recht: mit ihrem Leben zu tun, was sie will.
Sicherlich geht von einigen Männern Gewalt gegen Mitmenschen aus. Dennoch gibt es diese Situation auch exakt verdreht, in dem der Mann das Opfer von Gewalt ist. Das vernachlässigen Sie hier getrost ohne ein Wort zu schreiben.

Frauen wie Sie haben, sofern dieser Artikel wirklich ihrer Meinung entspricht, ein generelles Problem mit Männern. Was sie nicht wirklich in ein sympathisches Licht rückt.

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mxs 02.03.2013, 14:23
62.

Zitat von sysop
Eine Frau versucht, die Aggression eines Mannes zu überleben. Damit steht sie nicht allein. Neben all jenen, die freundliche Partner an ihrer Seite haben, die ihre Männer, Väter, Brüder zu Recht lieben, sind es vermutlich mehrere Millionen Frauen und Kinder - kurz: körperlich Unterlegene -, die täglich irgendwo auf der Welt versuchen zu überleben.
Wieso kommt mir bei diesem Satz nur das Wort "Opferabo" in den Sinn...? IMMER sind die Männer die Bösen.....

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jaaaaaaaa 02.03.2013, 14:23
63. Wirklich unanständig,

dass das Opfer sich "unangemessen" verhält. (Ironie) Mhhh, wer bestimmt, wie sich ein Opfer zu verhalten hat? Ups: niemand! Wir waren nicht dabei! Die Zweifel der Zweifler werden bei jeder Version bleiben...die Bewertung als "schlechtes" Benehmen des Opfers und Zweifel an ihrer Geschichte machen dieses unfassbare Geschehen vermutlich erträglich....sie verdient Geld....super sie verhält sich unangebracht...endlich wird es erträglich... (Zynismus) Ich für meinen Teil finde, es ist allein ihre und die Entscheidung jedes Opfers, wie es mit ihrer/ seiner Geschichte umgeht. Es wäre unerträglich, wenn Opfer schweigen und in die Vergessenheit gehen, um es irgendjemanden recht zu machen. Möge jedes Opfer, die Kraft und den Mut haben, so zu leben, wie sie/er will.

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LorenzSTR 02.03.2013, 14:28
64. Armselig

Dieselben Kräher, die Frau Kampusch irgendetwas "vorwerfen", trauen sich an anderer Stelle nicht, etwas gegen die gesellschaftlichen Schieflagen hervorzubringen, die u.a. solche Priklopils und Fritzls erst entstehen und agieren lässt. Da müsste man sich ja gegen die "Eliten" auflehnen.

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Hundefuerst 02.03.2013, 14:31
65.

Einfach nach 'Consolea GmbH' googlen.

Der Dollar rollt!

Da ist es natürlich allein schon im geschäftlichen Interesse, dass gewisse Punkte des Kriminalfalls - zB die Mehrtätertheorie - nicht allzu eingehend hinterfragt werden.

Und diese lästige Zeugin, die immer noch behauptet, sie hätte ZWEI Entführer gesehen. Nicht nur lästig, sondern geschäftsstörend auch! Manifestiert sie doch einen ständigen Widerspruch, zu jener "ungeschminkten Wahrheit", die man uns im Kino gegen Bares zu zeigen wünscht.

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axel h. 02.03.2013, 14:35
66. Danke

Zitat von klaus meucht
Was heisst hier mediengeil. Die Medien sind geil auf Ihre Geschichte. Und Sie sind geil zu lästern. Für Frau Kampusch gab es 2 Möglichkeiten. Möglichkeit 1: Sie versteckt sich und wartet bis die Spekulationen über ihre Geschichte vorbei sind. Ähnlich wie die Opfer vom Fritzl. Möglichkeit 2: Sie geht in die Öffentlichkeit und versucht zu steuern was die Medien über sie berichten. Dass sie damit die Spekulationen erst anheizt war ihr wahrscheinlich nicht bewusst. Sie hat sich für die letztere Variante entschieden. In meinen Augen ein Fehler, da es den Weg in die Normalität erschwert, auch wenn es kräftig Kohle dafür gibt. Nur muss man die Entscheidung respektieren. Kann Sie das überhaupt? Weiss Frau Kampusch über mögliche Hintermänner des Peinigers? Sie haben übrigens gar nichts zu verlangen. Glauben Sie wirklich eine 10 jährige entschliesst sich 8 Jahre lang unterzutauchen um danach Kohle zu machen? Ich zweifle keinen Moment an die Entführung. Allerdings glaube ich auch, dass sie irgendwann versucht hat mit ihrem Peiniger ein positives Verhältnis aufzubauen. Es ist bekannt als Stockholm Syndrom. Ich befürchte dass Frau Kampusch diesen Teil der Geschichte nicht erzählen will, weil sie sich selbst dafür schuldig fühlt, und der Hass den ihr dann entgegenschägt noch höher wird. Es gab wahrscheinlich Phasen da wollte sie die Erwartungen ihres Peinigers erfüllen, weil er die einzigste Bezugsperson war. Das wäre eine normale Sitation - aber für empathielose Menschen, wie Sie zu scheinbar sind, nicht zu begreifen. Ich glaube Sie haben in ihrem Satz das Wort Nicht vergessen. Niemand zwingt sie das Buch zu lesen oder den Film anzuschauen. Da sie sich ein Urteil über den Film erlauben muss ich davon ausgehen dass sie freiwillig ins Kino gegangen sind. Dass Frau Kampusch entführt worden ist, da habe ich keine Zweifel darüber. Dass sie eingesperrt wurde bezweifle ich auch nicht. Dass sie sich mit dem Entführer phasenweise arrangiert hat ist wahrscheinlich und auf den zweiten Blick auch verständlich. Dass sie diesen Teil vielleich verschweigt, verstehe ich auch. Ansonsten kann ich Ihren Hass nicht verstehen
Ihre Interpretation ist für mich auch am naheliegendsten. Aber kommen Sie den Heuchlern nicht mit echten Argumenten, das ist zu schwierig, anstrengend und unbequem. Lieber alles dem eigenen Weltbild angleichen - ein Opfer hat endweder selbst eine Mitschuld und ist demnach keins oder es hat gefälligst lebenslang die Opferrolle einzunehmen, damit jeder der das Wort nicht mal buchstabieren kann, mit erhabenem Mitleid nach Bedarf jemandem zum runterblicken hat.

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neu_ab 02.03.2013, 14:37
67.

Da muss ich Frau Ber rechtgeben. Wieso soll die Frau ihre Geschichte nicht vermarkten dürfen. Typisch kleingeistig deutsche Neidmüffelei wieder einmal.

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Zentralabitur 02.03.2013, 14:38
68.

Kapital aus seinem Leid schlagen ist nichts schlimmes, was soll sie mit einem Hauptschulabschluss auch sonst großartig machen.

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Der Terraner 02.03.2013, 14:39
69. Kennen wir doch schon vom Fall Marco Weiss

Auch bei Marco meinten doch einige, dass er kein Buch schreiben und keinen Film drehen sollte. Man muss solche "Kritiker" nun wirklich nicht ernst nehmen. Für die Opfer ist es mit die beste Art und Weise, dass Erlebte zu verarbeiten und wenn so nebenbei etwas Geld dabei herauskommt, um so besser. Volle Zustimmung zum Verhalten der Opfer, volle Verachtung für die sogenannten "Kritiker".

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