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Familienpolitik in Frankreich: Tausende demonstrieren in Paris gegen die Ehe für alle
AFP

In traditionellen Kostümen und mit Frankreich-Flaggen in der Hand demonstrierten am Sonntag Konservative in Paris gegen die Familienpolitik sozialistischer Abgeordneter. Sie protestierten gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Legalisierung der Leihmutterschaft. Protest in Paris: Tausende demonstrieren gegen Familienpolitik - SPIEGEL ONLINE

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volker_morales 02.02.2014, 16:58
1. Beängstigendes Szenario

Wenn ein Kind demnächst keinen leiblichen Vater hat, sondern sich über einen anoymen Samenspender freuen soll, dessen Dienste je nach Qualität vergütet werden, ist für mich ebenfalls eine absolute Grenze überschritten. Homosexuelle Selbstverwirklichung wäre dann offiziell wichtiger als die Menschenwürde und vermutlich die seelische Unversehrtheit eines Kindes.

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sysiphus-neu 02.02.2014, 17:01
2. Gegen das eigene Volk

Das Hollande-Regime setzt seine Polizei gegen das eigene Volk ein! Über 200 Verhaftete, nur wenig mehr als in der Ukraine. Allerdings wurden in Paris nur 19 Polizisten verletzt, in Kiew waren es bislang über 250.
Die französischen Aktivisten sollten jetzt ein paar zentrale Plätze besetzen, Barrikaden errichten, Feuer legen und einige Ministerien besetzen.
Dann ist ihnen die Solidarität aller westlichen Regierungen sicher. Wenn Hollande nicht bald zurücktritt, dann werden wohl Sanktionen durch die EU verhängt werden müssen.
Oder zählen Proteste in Frankreich nicht so viel wie in der Ukraine?

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terviseks 02.02.2014, 17:14
3. Unterschriftenliste

Die Franzosen wehren sich wenigstens gegen dieses Unsinn! Hierzulande reichts ja nur zu einer Unterschriftenliste. Würde der Spiegel auch so neutral darüber berichten, wenn in Deutschland gegen derartiges demonstriert wird? Vermutlich nicht.

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friedrich_eckard 02.02.2014, 17:15
4.

"...die Demonstranten, die nach eigenen Angaben das traditionelle Familienbild verteidigen wollen..." - oh, diese Daquèlles! Wer hindert Euch denn, und wer will Euch auch nur hindern, Euch einen andersgeschlechtlichen Partner zu suchen, die Beziehung zu ihm standesamtlich und von mir aus auch kirchlich "absegnen" zu lassen, und zusammenzubleiben, bis dass der Tod Euch scheidet? Wer hindert Euch denn, nach Belieben Kinder in die Welt zu setzen, selbst soviele, dass Ihr ihnen keine gescheiten Lebenschancen bieten könnt, oder alternativ dazu die sexuelle Dauerfrustration zu wählen? Ihr wollt gar nichts verteidigen: Ihr wollt einer Minderheit, die das ist und die das gänzlich unabhängig von jeder Rechtsänderung auch bleiben wird, Euer Lebensmodell aufzwingen, oder aber sie zu einer Lebensweise verdonnern, die ihrer Natur nicht entspricht, und das ist eine Anmassung, die gar nicht grob und deutlich genug zurückgewiesen werden kann.

Die Einwände, die man aus ganz anderen Gründen grundsätzlich gegen Leihmutterschaft und künstliche Befruchtung erheben kann, stehen dabei auf einem völlig anderen Blatt.

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polargreis 02.02.2014, 17:18
5. "Das traditionelle Familienbild verteidigen"

ist an sich schon eine reine Lachnummer. Ich kenne keine Zahlen aus Frankreich, aber in Deutschland versickern 200 Milliarden Familienförderung und die Geburtenzahlen sinken und sinken. Über 107.000 mal musste 2013 dafür aber das Jugendamt einschreiten. Die Scheidungsquote pendelt seit Jahren um die 50%. Laut einer Gewaltstudie aus dem letzten Jahr wird jedes vierte Kind in Deutschland regelmäßig geschlagen, gemäß Kriminalstatistik sterben pro Woche 3 Kinder an Misshandlung oder Vernachlässigung. Die Erhebungen in Frankreich werden vermutlich nur wenig abweichende Ergebnisse zeigen. Interessant wäre, wie es sich bei den Angehörigen der zweitgrößten Religion Frankreichs mit Themen wie Zwangsheirat, Polygamie etc. verhält.

Die Verteidiger der "traditionellen Familienkonstellation" sollten sich vielleicht der unter dieser Ägide vorkommenden Missständen annehmen, statt einer lesbischen Frau verbieten wollen, sich künstlich befruchten zu lassen - was wohl selbst gegen die Gesinnung einer Marie LePen verstoßen würde. Die andauernde wirtschaftliche Schieflage, die großen Integrationsprobleme in Frankreichs Vorstädten und viele andere akute tagespolitische Problematiken lassen sich durch diese Zurschaustellungen rückwärtsgesinnter Gesinnungen ohnehin nur temporär ausblenden.

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felix750_4 02.02.2014, 17:21
6. Noch mehr Angst...

...Macht mir der Nachwuchs von intoleranten und ewiggestrigen. Ein Kind braucht Liebe und ein beschütztes Umfeld, das ist das Wichtigste. Ob es von 2 Männern, 3 Tanten oder 8 Onkels großgezogen wird ist ebenso unwichtig wie deren Hautfarbe! Die Kinder die in ungesunden Heterosexuellen Beziehungen aufwachsen haben es sicher nicht besser als die in gut gewachsenen gleichgeschlechtlichen Beziehungen. WWaWaWasiunfruchHeterosexuellen Paaren? Auch diese

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BlogBlab 02.02.2014, 17:36
7. Desinformationskampagnen

Zitat von sysop
Sie protestierten unter anderem dagegen, Lesben ein Recht auf künstliche Befruchtung einzuräumen oder die Leihmutterschaft zu legalisieren. Ein geplantes Familiengesetz, das im April das Kabinett passieren soll, sieht die beiden Punkte allerdings nicht vor.
Das ist die typische Taktik homophober Aktivisten. Sie lehnen auf Spruchbändern Forderungen ab, die gar nicht gemacht werden, um durch solche Desinformationskampagnen möglichst viele Anhänger zu finden.

Das gleiche geschah vorgestern in Stuttgart bei einer Demonstration gegen das neue Landesbildungsprogramm, das die Schüler zu mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen erziehen soll. Hier hielten Protestler Schilder mit der Aufschrift: "Wir wollen keinen Porno-unterricht an unseren Schulen" hoch. Als hätte das jemals irgendjemand gefordert. Nur mit solchen Lügen lassen sich offensichtlich noch einige Tausend Demonstranten mobilisieren, denn nach aktuellen Umfragen sind nur 35% der Baden-Württemberger gegen den neuen Bildungsplan.
http://www.stuttgarter-zeitung.de/in...efbe869dc.html

Ebenso wie auch in Frankreich die Mehrheit der Bevölkerung lt. Umfragen für die gleichgeschlechtliche Ehe (mariage pour tous) eintritt.

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firenafirena 02.02.2014, 17:59
8. Wieso demnächst?

Zitat von volker_morales
Wenn ein Kind demnächst keinen leiblichen Vater hat, sondern sich über einen anoymen Samenspender freuen soll, dessen Dienste je nach Qualität vergütet werden, ist für mich ebenfalls eine absolute Grenze überschritten. Homosexuelle Selbstverwirklichung wäre dann offiziell wichtiger als die Menschenwürde und vermutlich die seelische Unversehrtheit eines Kindes.
Samenspenden gibt es schon lange, von heterosexuellen Paaren werden sie ebenso zur "Selbstverwirklichung" eingesetzt.

Man munkelt, dass aus diesen Kindern durchaus intelligente und glückliche Erwachsene geworden sind.

So wie aus vielen Kindern, die gewollt und geliebt wurden, egal in welcher Konstellation.

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zack34 02.02.2014, 18:07
9. Ich habe nichts gegen die Homo-Ehe, aber...

Zitat von sysop
In traditionellen Kostümen und mit Frankreich-Flaggen in der Hand demonstrierten am Sonntag Konservative in Paris gegen die Familienpolitik sozialistischer Abgeordneter. Sie protestierten gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Legalisierung der Leihmutterschaft.
... wenn ich entscheiden müsste, ob ein Kind in einer "klassischen" Ehe von Mann und Frau, oder in einer gleichgeschlechtlichen Ehe aufwachsen soll, dann würde ich die erste Variante vorziehen.

Und zwar nur deswegen, weil die Gründe der Sozialisierung eines jeden Menschen in der frühen Kindheit liegen, und meistens von den Eltern vermittelt werden. Und dafür braucht ein jeder Mensch das, was ich als Orientierungs-Eckpunkte auf dem Weg nennen möchte, in diesem Fall auch geschlechtliche.

D.h. ich glaube schon, dass Homo-Eltern sehr gute Eltern sein können, und habe nichts dagegen, dass ein Mensch nach der Entdeckung seiner gleichgeschlechtlichen Sexualität das eigene Kind in die neue Ehe mit einem gleichgeschlechtlichen Partner mitnimmt.

Ich möchte aber aus reiner Staatraison im Hinblick auf die Pflicht der Nachwuchsförderung zur Absicherung der eigenen Existenz (!) die klassische Ehe besser stellen, d.h. ich möchte die demografische Entwicklung in den Vordergrund rücken.

Gerade da ist Frankreich so ziemlich das einzige Land in Europa, dessen Bevölkerung wächst. Während unsere stets schrumpft.

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