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Familienpolitik in Frankreich: Tausende demonstrieren in Paris gegen die Ehe für alle
AFP

In traditionellen Kostümen und mit Frankreich-Flaggen in der Hand demonstrierten am Sonntag Konservative in Paris gegen die Familienpolitik sozialistischer Abgeordneter. Sie protestierten gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Legalisierung der Leihmutterschaft. Protest in Paris: Tausende demonstrieren gegen Familienpolitik - SPIEGEL ONLINE

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parismatique 02.02.2014, 21:07
30. Le thé parti français

Hier krakeelt ein von katholischen Integristen und verantwortungslosen Oppositionspolitikern aufgewiegelter bürgerlicher Mob gegen ein vom nationalen Parlament beschlossenes und vom Staatsrat für verfassungskonform erklärtes Gesetz! Wie sagte heute morgen Sarkozys ehemaliger Lügenschreiber, der Neu-Abgeordnete Henri Guaino, auf Europe1? Für ihn seien diese Gesetze "illegitim".

Wenn man nicht das Gefühl hätte, dass die Rechte sowohl Hollande als auch die linke Mehrheit grundsätzlich für illegitim hält, würde man das als dummen Spruch abtun von einem, der neulich auch allen Ernstes proklamierte: «Si Sarkozy n’avait pas été là, il n’y aurait plus de démocratie dans le monde» ("Wenn Sarkozy nicht gewesen wäre, gäbe es in der Welt keine Demokratie mehr."). Aber die radikalisierte Rechte, die über die Homo-Ehe jeden Anstand verliert, jedoch gravierendere Probleme wie das Paris der Obdachlosen einfach ignoriert, meint es todernst.

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Wildes Herz 02.02.2014, 21:13
31.

Zitat von algoviano
Es freut mich, dass in unserem Nachbarland Menschen noch offen für den Schutz der Hetero-Ehe eintreten dürfen.
Die treten nicht für den "Schutz" von was-auch-immer ein, sondern schlicht dagegen, dass bestimmte Menschengruppen gleiche Rechte erhalten. Das ist in etwa vergleichbar mit Demonstrationen des Ku-Klux-Klan zu Zeiten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, um gegen gleiche Rechte für Schwarze zu demonstrieren.

Zitat von algoviano
Hierzulande wird man ja sofort als "rückschrittlich" und "homophob" beschimpft und mundtot gemacht, und in SPON wegzensiert, wenn man die Meinung vertritt, dass Homo-Beziehungen nicht mit der Ehe gleichgestellt werden sollten.
Offensichtlich wurden Sie jedenfalls nicht "wegzensiert". Immer wieder lustig, dass sich hier Leute über angebliche "Zensur" beklagen, deren Beiträge hier groß & breit veröffentlicht werden. Im übrigen erscheinen hier im SPON bei jeder einschlägigen Diskussion zu diesem Thema unzählige Beiträge, in denen die Meinung vertreten wird, "dass Homo-Beziehungen nicht mit der Ehe gleichgestellt werden sollten".

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jakam 02.02.2014, 21:13
32. Lächerlich

Das Credo der Rechten aka "Konservativen":
Alle Rechte nur für uns und nur unserem Weltbild bzw einseitigen Dogmen - keine Rechte für den Rest.
Was eine armselige Bande, beati pauperes spiritu.

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jakam 02.02.2014, 21:19
33.

Nachtrag:
Biologisch Gebildete wissen übrigens, daß die Sexualität schon vor der Geburt durch die Genetik vorprogrammiert ist - und abgesehen davon ändert keiner seine sexuelle Orientierung wegen einem Gesetz - was ein Humbug.

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werner-98 02.02.2014, 21:38
34. Meine Meinung

Mann+ Frau ergibt Kind. Mann+Mann/ Frau+Frau ergeben kein Kind. Das ist Natur und so muss es bleiben. Konservatismus bedeutet nicht unbedingt Religion und Fanatismus. Warum denkt ihr, dass alle alte Werte in unserer Gesellschaft schlecht sind? Man muss vorsichtig sein, denn eine Entwicklung der Gesellschaft, die wir heutzutage erleben, nicht immer in der guten Richtung führt. Man kann die Konsequenzen ab heute auch schwer messen aber Kinder werden definitv beinflusst, wenn der Vater fehlt (im Fall eines lesbischen Partnerschaft) oder die Mutter (gay Partnerschaft).
Ich bin gegen das Recht einer Kinderadoption für Homo- Partners und so ist meine Meinung, die respektiert werden sollte.

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muffelkopp 02.02.2014, 21:46
35.

Zitat von sysop
In traditionellen Kostümen und mit Frankreich-Flaggen in der Hand demonstrierten am Sonntag Konservative in Paris gegen die Familienpolitik sozialistischer Abgeordneter. Sie protestierten gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Legalisierung der Leihmutterschaft.
Jedes Kind, das liebevoll aufwächst, hat gute Karten im Leben. Jedes Kind, was dieses Privileg nicht hat, leider nicht.

Mir ist (und ich würde mich politisch nicht links verorten) es vollkommen schnurz, welchen Geschlechts die Eltern sind. Sind es beides Männer? Na und? Frauen? Na und? Eine Frau und ein Mann? Na und?

Liebevoll können Frauen sein, Männer sein. In jedweder Konstellation. Gute Eltern zu sein sein erfordert mehr, als biologisch die Erzeuger zu sein.

Viel wichtiger ist, zu verhindern, dass Kinder indoktriniert werden, sei es religiös oder hinsichtlich eines Gesellschaftsbildes, oder wie auch immer.

Daher bin ich ebenso für oder gegen eine Homoehe, wie ich für oder gegen eine Heteroehe bin. Es macht einfach keinen Unterschied.

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demophon 02.02.2014, 21:55
36.

Zitat von werner-98
Mann+ Frau ergibt Kind. Mann+Mann/ Frau+Frau ergeben kein Kind.
Sie wissen offensichtlich nicht, dass ein Viertel (23%) aller Ehen zwischen Mann+Frau keine Kinder ergeben, meistens weil sie keine wollen, mit steigender Tendenz. Dürfen die dann auch nicht heiraten?

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algoviano 02.02.2014, 22:22
37. Gleichheit?

Das Bundesverfassungsgericht hat nicht die Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe gefordert, sondern die "steuerliche Gleichbehandlung". Gegen die ich im Prinzip auch nichts einzuwenden habe. Im Unterschied zur rein steuerlichen Gleichbehandlung impliziert das uneingeschränkte Wort "Gleichstellung" jedoch auch die nicht akzeptable Gleichwertigstellung in ethischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Dies ist abzulehnen, u.A. weil homosexuelle Paare zu keiner Zeit zur menschlichen Evolution beigetragen haben. Eine Gleichstellung wäre ein irreführendes Signal an unsere Jugend - und außerdem ein Angriff auf die besondere gesellschaftliche Würde der (Hetero-) Ehe und Familie, die von unserem Grundgesetz unter besonderen Schutz gestellt wird.

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Wildes Herz 02.02.2014, 22:44
38.

Zitat von algoviano
Im Unterschied zur rein steuerlichen Gleichbehandlung impliziert das uneingeschränkte Wort "Gleichstellung" jedoch auch die nicht akzeptable Gleichwertigstellung in ethischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Dies ist abzulehnen, u.A. weil homosexuelle Paare zu keiner Zeit zur menschlichen Evolution beigetragen haben.
Und seit wann ist Gleichstellung davon abhängig, ob jemand "zur Evolution beigetragen" hat?! Unzählige Ehepaare der Geschichte haben (sei es aus Zeugungsunfähigkeit oder freiwilliger Entscheidung, kinderlos zu bleiben) auch nix "zur Evolution beigetragen". Außerdem ist es ein ziemlich eindimensionaler Begriff von menschlicher Evolution, diese auf die reine Reproduktion zu beziehen. Als ob jemand allein dadurch, dass er Kinder in die Welt setzt, die menschliche Evolution voran bringt...

Zitat von algoviano
Eine Gleichstellung wäre ein irreführendes Signal an unsere Jugend - und außerdem ein Angriff auf die besondere gesellschaftliche Würde der (Hetero-) Ehe und Familie, die von unserem Grundgesetz unter besonderen Schutz gestellt wird.
Inwiefern...?

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demophon 02.02.2014, 22:53
39.

Zitat von algoviano
Im Unterschied zur rein steuerlichen Gleichbehandlung impliziert das uneingeschränkte Wort "Gleichstellung" jedoch auch die nicht akzeptable Gleichwertigstellung in ethischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Dies ist abzulehnen, u.A. weil homosexuelle Paare zu keiner Zeit zur menschlichen Evolution beigetragen haben.
Ich hatte doch ausdrücklich folgendes geschrieben:
Zitat von demophon
Und ein sachliches Argument dafür, warum nach ihrer Meinung gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht mit kinderlosen heterosexuellen Beziehungen gleichgestellt werden sollen, können Sie offensichtlich auch nicht liefern.
Kinderlose heterosexuelle Paare haben auch zu keiner Zeit zur menschlichen Evolution beigetragen. Wenn Sie objektiv wären, müssten Sie diese genauso ablehnen. Da Sie solche Argumente aber nur auf Homosexuelle anwenden, sind Sie eindeutig homophob, ihre Thesen Nazi-Rhetorik.

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