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Familienrecht: Teure Spende

Ein Mann erfüllte mit seinem Samen den Babywunsch eines lesbischen Paares. Nun soll er Unterhalt zahlen. Eine Gesetzeslücke kommt der Mutter zugute.

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rle 04.03.2011, 17:17
260. Das Kind tut mir auch leid,

Zitat von humberto.gregorio
Das Verhalten dieser Lesben ist unter aller Kanone und verdienen Ächtung. Ticken diese Sch**** noch ganz richtig? Mit tut der Typ richtig leid. Bei dieser Rechtslage würde ich jede Samenspende tunlichst vermeiden. Am meisten muss einem aber tatsächlich das Kind leid tun von solch skrupellosen und hinterhältigen „Müttern“ aufgezogen zu werden.
aber nicht der Mann.
Als Mann kann man sich sehr leicht dagegen schützen, in diese Situation zu geraten.
Man kann es bleiben lassen, in ein Reagenzglas zu .....
Jedenfalls ist es einfacher, als sich zu verkneifen, mit einer Frau ins Bett zu gehen.
Und dann die Nummer: "ich habe ja der Frau nur helfen wollen": Er hat absichtlich und wissentlich ein Kind gezeugt.
Sollen Kinder des Reagenzglases schlechter gestellt werden als Kinder der Liebe?

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Tall Sucker 04.03.2011, 17:17
261. Mär

Zitat von chocochip
Es gibt einen großen Unterschied: In einer Ehe ist immer der Ehemann unterhaltspflichtig, auch wenn das Kind von einem Anderen ist. Siehe sogenannten Kuckuckskinder. Da zählt die biologische Abstammung nicht.
Das ist falsch:
Es gibt nur eine dopppelte Vermutung: es wird vermutet (also bis zum Beweis des Gegenteils davon ausgegangen, dass der Ehemann Kindesvater ist. Das wiederum beruht auf der Vermutung, dass er mit der Kindesmutter geschlafen hat.
Beide Vermutungen können aber widerlegt werden.
Ich würde empfehlen, statt irgendwelche Mär angeblicher Rechtslage zu posten, die Rechtsanwendung den Juristen zu überlassen. Rechtswissenschaft ist wie jede Wissenschaft: der Laie kommt irgendwann nicht mehr mit.

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Dodol 04.03.2011, 17:17
262. Sozialstaatsmentalität

Das ist Sozialstaatsmentalität hoch fünf.

Mitleid erheischen: Wir wollen doch auch Kinder...
Schuldgefühle erzeugen: Hast du was gegen Lesben...
Spende erschleichen: Ist doch anonym...
Verantwortung an Andere abschieben: Du bist ja der Vater...
und dann gnadenlos abzocken.
Kein Wunder ist doch überall so bei uns, warum regt man sich da so auf. Anderes Beispiel:

Mitleid erheischen: Ich will doch auch Teilhabe am Leben...
Schuldgefühle erzeugen: Ihr gebt mir ja keinen Arbeitsplatz...
Spende erschleichen: Wenn ich umgeschult werde dann...
Verantwortung an Andere abschieben: Ihr habt mich falsch beraten...
und dann gnadenlos H4 kassieren und schwarz arbeiten.

Sind wir Steuerzahler nicht alle so dämlich wie der Samenspender?

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cokommentator 04.03.2011, 17:18
263. .

Das Ganze wurde vermutlich von einer Anwaltskammer initiert, um den Männern in Deutschland klar zu machen, dass es nichts gibt, bei dem sie nicht zuvor oder währenddessen mindestens einen Fachanwalt brauchen. Für Frauen gilt vorgesagtes in geringerem Umfang, da die Gleichberechtigung ihnen ausreichend Schutz in allen Lebenslagen gewährt.
Und das Zweite was sich daraus lernen läßt: alles schriftlich vereinbaren und bei einem Anwalt, besser bei einem Notar oder Gericht hinterlegen.
In der Konsequenz lernen die Männer außerdem mal wieder, keine Ehen oder sonstige Lebensgemeinschaften mit Frauen einzugehen. Die freiwillige Sterilisation sollte männlichen Jugendlichen mit 16 Jahren ermöglicht und von der Krankenkasse bezahlt werden.
Ach so, das mit dem anonymen Samenspenden würde ich mir gründlich überlegen. Schließlich sind Konstrukte denkbar, in denen der Adoptivvater nicht mehr Zahl- und/oder Adoptivvater sein will, kann oder muß. Z.B. wenn die Adotpion nach der Geburt des Kindes verweigert wird. Dann könnte/müßte Frau auf den Samenspender zurückgreifen.

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Unterthan 04.03.2011, 17:20
264. Bumerang?

Zitat von standuke
Was das Lesbenpaar angeht, wie kann man so dumm und hinterhältig sein.
Sie urteilen übrigens auch ziemlich pauschal über ein homosexuelles Paar. In Wirklichkeit kennen Sie den Fall nämlich nur aus dem Presseartikel und wissen gar nicht genau Bescheid, wie das zustandegekommen ist, oder?

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chocochip 04.03.2011, 17:22
265. Nichts, aber haben lesbische Paare per se mehr Anstand?

Zitat von sponner_hoch2
Ich frag mich eh, was die sexuelle Orientierung mit der Bewertung des Handelns zu tun haben soll. "Auch lesbische schwarze Behinderte können ätzend sein." - Die Toten Hosen (Nicht, dass mir noch jemamdn einen "Guttenberg" vorwirft :-)
Nichts, aber haben lesbische Paare per se mehr Anstand?

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Narn 04.03.2011, 17:22
266. Dr. h.c.

Zitat von Lorbeerblatt
Mit dem Mann in diesem Fall habe ich gar kein Mitleid. Denn er wollte ja nicht einfach nur (anonym) Samen spenden, sondern auch ein bisschen Papa spielen. Aber nur, so lange er Lust dazu hatte. Als es dann doch mit den Kindern in der eigenen kleinen Familie geklappt hat, war ihm das dann lästig.
Lesen hilft!!!

"Als eine Art Hilfspapa durfte Schröder sein Kind ungefähr alle vier Wochen sehen, er bezahlte die Taufe [...] Als David älter wurde, durfte er schon mal mit ihm allein sein. Sein Sohn nennt ihn "Papa Klaus". Das gute Verhältnis wandelte sich erst, nachdem Schröder geheiratet und seine Ehefrau ihr erstes Kind bekommen hatte."
"Im Dezember 2009 spielte Klaus Schröder noch den Nikolaus für seine Tochter Kara und für seinen Sohn David."
"So hat sich das ehedem harmonische Verhältnis zu der Mutter in ein juristisches gewandelt. Seit vergangenem Dezember, sagt Schröder, habe er David nicht mehr sehen dürfen."

Es war nicht der Herr Schröder, der plötzlich kein Interesse mehr an seinem Sohn hatte, sondern die Mutter und ihre Freundin haben Geld gefordert, woraufhin Schröder sich, verständlicherweise, abgewendet hat.

Das Verhalten der Frauen ist irgendwie faszinierend. Fast scheint es, als ob sie in dem Kind nur ein "Spielzeug" sehen: Plötzlich stellen sie fest, dass ein Kind Ansprüche hat und ihre finanziellen Mittel nicht ausreichen.
Wie kleine Kinder die plötzlich feststellen, dass ein Haustier nicht nur süß ist, sondern erstens Arbeit macht und zweitens irgendwann nicht mehr so ganz süß ist.

Aber das ist wohl typisch Deutschland: Frauen werden im Beruf benachteiligt, Männer im Familienrecht.

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anon11 04.03.2011, 17:23
267. .

Zitat von Susiisttot
Wer so blöde ist, der hat es auch verdient richtig in die Tacshe gehen zu müssen! Ich würde nur mal gerne wissen, ob die Kinder später eigentlich auch noch klagen können. Ich wüsste nicht ob ich so erfreut wäre in so einer "Familie" aufzuwachsen zu müssen.
das ist doch keine Familie, wie die Forderung zum Zahlen nun eindrucksvoll beweist.
Die haben jetzt einfach keine Lust mehr für ihr "Spielzeug" zu zahlen.

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caspiat 04.03.2011, 17:23
268. Superstark!

Es war mir zuviel, alle Kommentare zu lesen.
Daher wiederhole ich vielleicht, was andere schon bemerkt haben.

OK, das Gesetz sagt, dass das Kind Ansprüche hat.
Das Kind ist derzeit drei Jahre alt, und auf die Idee, die Anspruchsanforderungen zu stellen, kam das "Elternpaar".
Das hat damit grossartiges bereits jetzt erreicht!
Erstmal einen furchtbaren Imageschaden für homosexuelle Paare, insbesondere für Lesbenpaare.
Dann hat es auch zugegeben, dass sie nicht das Elternpaar des Kindes sind.
Der biologische Vater ist nämlich vergleichbar mit der Leihmutter. Das schliessen die Damen aus, wenn sie ihn zu Unterhaltszahlungen verpflichten wollen.
Die Dame, welche nicht die biologische Mutter ist, sagt klar aus, dass sie auch keine Elternschaft übernimmt.

Es ist klar, dass das Unterfangen dazu dient, dem Herren Geld aus der Tasche zu ziehen, und ihm eins auszuwischen.

Ich sehe das ganze extrem schlecht für die Damen, auch wenn sie in eine mersten Schritt Recht bekommen.
Im zweiten Schritt wird es grundsätzliche Klagen darüber geben, um klarzustellen, ob Samenspender und Leihmütter unterhaltspflichtig sind, ob die Spender von Fremdembryos (eventuell eine Dame und ein Herr, die sich gar nicht kennnen) zur Unterhaltszahlung herangezogen werden können, und ob ein Paar, das sich durch Fremdhilfe einen Kinderwunsch erfüllt, dadurch nicht automatisch die Unterhaltspflicht übernimmt.

Ich bin sicher, dass eine allergrösste Mehrheit unfruchtbarer Menschen auf diese zwei Damen sehr wütend sind, weil ab jetzt niemand mehr Hilfe leisten möchte!
Wer jetzt Samen spendet oder ein Kind austrägt, ist Freiwild für Menschen ohne jegliche Ehre!

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Parzival v. d. Dräuen 04.03.2011, 17:23
269. .

Zitat von chrima
Glückwunsch, besser als in diesem Satz läßt sich der alltägliche, verlogene Mißbrauch des Begriffs "Kindeswohl" im deutschen Familien"recht" nicht beschreiben.
Das Wort "Kindeswohl" ist Euphemismus, Totschlagargument oder Gummiente für so ziemlich jede Schweinerei, die ein Gericht verzapfen kann. Noch die abstruseste Begründung wird damit aufgewertet. Und wissen Sie was, das ist auch so gewollt?! Wo kämen wir hin, wenn ein Richter nicht mehr denken lassen könnte? ;)

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