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Film: "All der Mist passiert wirklich"

James Cameron, 56, Regisseur von "Titanic" und "Avatar", über den Umbruch in Hollywood, die Grenzen des Star-Systems und die Angst vor dem Scheitern

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ky3 07.01.2011, 16:15
1. Selbsttäuschung der Oberen

Ich arbeite selbst in der "kreativen Branche" und mein Umfeld besteht fast komplett aus Künstlern, Fotografen, Werbern, Mode- und Filmemachern und man erfährt das höchstens ein Promillesatz über einen Mindestlohn hinaus schafft.

Um zu den ganz wenigen wie dieser Mann dazu zu gehören, bedarf es nicht nur Talents sondern eine Menge Glück, ein riesiges Ego und die richtige Ausstrahlung, das heisst Attribute die meist jenseits des Egos liegen (Geruch, Stimmlage, körperliches Erscheinungsbild, ...). - Jeder weiss das Menschen Anhang solch profaner Dinge wie Augenstand, Kieferbreite und anderem viel eher auserkoren werden als das nach dem wirklichen Talent geschaut wird.

Die wenigen die es schaffen und dann gleich horrende Einkommen weit ab der anderen zu erlangen machen oft den Fehler das sie ihre Karriere rein auf ihr Können, ihre Art zu leben projektieren. Diese Selbsttäuschung ist nur allzu verständlich.
Doch die Predigten die sie dann aus ihrer Illusion ableiten, man solle stets so bleiben wie man ist oder wie hier man brauche nicht vom Hippieweg abkommen sind eine tragische Nebelkerze die all die Kreativen dazu verleitet für nahezu null Lohn bis tief in die Nacht zu rackern um irgendwann entdeckt zu werden.

In der Wirtschaftstheorie gibt es sogar einen Namen für das Prinzip:
Ein paar wenige Stars heraus zu picken (dabei auch ein paar mit mittelmässigen Talent) und diese dann mit Maximallöhnen zu füttern.
Das ganze lohnt sich weil in Folge dessen ein riesiges Heer an Praktikanten und Lebenskünstlern sich für umsonst abschuftet und die Reichen noch reicher macht.

Leider ist mir dieses Wort entfallen, vielleicht reicht es hier jemand nach.

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juergw. 07.01.2011, 17:00
2. Stimmt-leider !!!

Zitat von ky3
Ich arbeite selbst in der "kreativen Branche" und mein Umfeld besteht fast komplett aus Künstlern, Fotografen, Werbern, Mode- und Filmemachern und man erfährt das höchstens ein Promillesatz über einen Mindestlohn hinaus schafft. Um zu den ganz wenigen.....
Bei ZDF und ARD sieht man in deutschen Produktionen seit 20
Jahren immer die selben Schauspieler.Manche schon weit über dem Rentenalter-müssen immer noch bei Pilcher den jugendlichen Liebhaber spielen.Traumschiff noch schlimmer:Da denkt man :der lebt noch ?
Wo sind denn die jungen Schauspieler ?Man möchte mal neue unverbrauchte Gesichter sehen.
Ätzend.

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Herzbubi 07.01.2011, 17:02
3. James Cameron

wenn ich jemanden Millionen göne dann: James Cameron. Sein Film Avatar hat Grenzen gesprengt.
Weiter so..

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OlGa 07.01.2011, 17:04
4. Titan?

"Regie-Titan James Cameron"
Sind wir jetzt doch noch bei der Sprache der Bild-Zeitung angekommen?

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cc_zero 07.01.2011, 17:10
5. .

Nunja, die Story von Avater strotzt ja auch nicht gerade vor Kreativität.

Kennt wahrscheinlich schon fast jeder hier, aber ich verlinke es trotzdem, weil es so schön ist: http://images.huffingtonpost.com/gen...3/original.jpg

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verbal_akrobat 07.01.2011, 17:30
6. Geiles Interview

danke.
P.s. einmal hat Er euch schön hängen lassen;)

<<Cameron: Ich muss zugeben, ich habe mir sehr viele Sorgen gemacht, bevor ich das mit den Schauspielern ausprobiert habe. Ich war darauf eingestellt, die ganze Zeit ihre Hand halten zu müssen und sie irgendwie durch diesen Prozess zu lotsen. Aber ich merkte bald, die Schauspieler mochten das. Die freuten sich darauf!>>

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faustjucken_tk 07.01.2011, 17:35
7. ...

Avatar ist nichts anderes als ein Riesen-Bigmac fürs Hirn in 3D.
Während man guckt, ist man zufrieden.
Noch während man das Kino verlässt, hat man vergessen, was man da gerade zu sich genommen hat.

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Bernd Feuerstein 07.01.2011, 18:05
8. Hi James...

wenn Du wirklich so drauf bist, wie das im Interview rüberkommt scheinst du echt in Ordnung zu sein. Ein Wunder wäre es schon, das man in Hollywood gestig gesund bleibt. Außerdem ist es beruhigend das wir scheinbar die gleichen Probleme haben - nicht mit dem Filmen, mehr so mit dem Zähneputzen der Kinder :-))

Kind Regards
Bernard

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tomkey 07.01.2011, 18:14
9. Youth against Zwangstitel!

Zitat von faustjucken_tk
Avatar ist nichts anderes als ein Riesen-Bigmac fürs Hirn in 3D. Während man guckt, ist man zufrieden. Noch während man das Kino verlässt, hat man vergessen, was man da gerade zu sich genommen hat.
Sehe ich auch so .. wobei ich mich noch nichtmal so richtig zufrieden fühlte als der Film lief.
Eine dünne Story in einem Film vollgeknallt mit Opium fürs Auge.
Dagegen hat der Abspann von "Inception" (ein "richtiger" Film!)mehr Story als fast 3h "Avatar".

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