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Flirten auf dem Campus: Ansprechen? Viel zu anstrengend
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Früher war die Uni der perfekte Ort, um den Partner fürs Leben oder für die nächste Nacht zu treffen. Heute sitzen alle in der Bib und tindern - wie sich das Dating auf dem Campus verändert hat.

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Nobody X 02.03.2018, 17:06
20. Es ist immer wieder erstaunlich,

dass die Menschheit ohne diesen Quark so lange überleben konnte. Wenn ich eine Frau kennenlernen will, dann gehe ich z. B. in einen Tanzschuppen. Frauen-Überschuss ist garantiert und wenn man auch nur einen Hauch tanzwillig und -fähig ist, dann hat man innerhalb kürzester Zeit Anschluss - das funktioniert sogar mit 60+. Bei diesen "Dating-Apps" und Co. wird doch sowieso gelogen, dass sich die Balken biegen - es ist traurig, wenn junge Menschen sich so weit ins Abseits gedaddelt haben, dass sie auf sowas angewiesen sein sollen.

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plietsch 02.03.2018, 18:18
21.

Zitat von Nobody X
das funktioniert sogar mit 60+. Bei diesen "Dating-Apps" und Co. wird doch sowieso gelogen, dass sich die Balken biegen - es ist traurig, wenn junge Menschen sich so weit ins Abseits gedaddelt haben, dass sie auf sowas angewiesen sein sollen.
Ja, früher war schon immer alles besser. ;-) Bloß sprach niemand davon, dass man darauf angewiesen ist, sondern dass es mehr Kennenlernmöglichkeiten bietet, was wiederum zu Schwierigkeiten führen kann.

Eine Lüge bringt auch wenig, wenn sie beim Kennenlernen dann auffliegt und den Start einer Beziehung automatisch unterbindet. Zumal Sie auch beim Tanzen einer Frau alles Mögliche erzählen können, was gar nicht stimmt und Sie es nur sagen, weil Sie sich davon etwas erhoffen. Diese Apps sind nur ein Medium, die Inhalte machen nach wie vor Menschen. Wer dort flunkert, täte es auch woanders.

Ansonsten finde ich nicht, dass Hochschulen der beste Ort für die Partnersuche sind. Viele Studenten kommen erstmal neu in den Ort, müssen sich an Hochschule und bei der Wohnungs- sowie Jobsuche zurechtfinden, haben einen sehr hohen Leistungsdruck und ein -- wie beim Fall André -- steht dann schon mal die unbequeme Frage nach Auslandssemestern oder Hochschulwechsel. Und spätestens am Ende des Studiums heißt's für viele Absolventen, dass sie für die Jobsuche ggf. ans andere Ende der Republik ziehen müssen.

Persönlich fand ich die Zeit nach dem Studium auch interessanter in diesem Bereich. Man hat ggf. mehr Zeit, kann sich finanziell schöne Dinge einfach leisten (z.B. einen romantischen Urlaub) und mein Eindruck war auch, dass berufstätige, junge Frauen eher nach einer festen Beziehung Ausschau halten als Studentinnen, die noch nicht ganz so bodenständig sind und erstmal die "große weite Welt" entdecken wollen. Vielleicht waren wir angehenden Ingenieure an der TU auch einfach nicht so exotisch wie manch Künstler oder Geschäftsmann in der Großstadt. Mit "Bauingenieurwesen" erzeugt man jedenfalls keine große Welle an interessierten Nachfragen.

Ist nun aber auch egal. Meine heutige Frau fand ich in der Tat damals auf einer Plattform, wo sich viele junge Menschen tummeln (ohne Wischerei und Handy-App), die Kontakte in einer neuen Stadt für gemeinsame Hobbys suchen oder eben auch nach einer Beziehung Ausschau halten. Praktischerweise lebten wir sehr nah beieinander (ohne uns je begegnet zu sein) und haben in dem selben Ort (wenn auch zeitlich versetzt) unsere Wurzeln bzw. Kindheit verbracht. Solche Infos machen schnell sympathisch.

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leidernein 02.03.2018, 22:30
22. Jemanden einfach einen Drink bestellen?

Weil man sie interessant findet? In einer Bar? Das findet so gut wie nicht mehr statt weil es, wenn die Dame es nicht mag, fast wie sexuelle Nötigung gehandhabt wird. Mit Tinder und Co. ist man zumindest nachweisbar abgesichert. Zu dumm, dass eine Generation alleine zu Hause sitzen muss und auf die große Liebe wartet, weil die übertrieben feministische Bewegung jegliche Kontaktaufnahme in die Nähe einer Vergewaltigung gerückt hat. Ich hoffe, die Gegenbewegung wird erfolgreicher und ist fertig, wenn meine Kinder sich dem Erwachsenenalter nähern.

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mexikanischemauer 03.03.2018, 01:38
23.

PS: In der USA halten 27% der männlichen Studenten und 23% der weiblichen Studentinnen es für sexuelle Belästigung wenn ein Mann eine Frau zum Kaffee einlädt und 11% stimmen der Aussage zu dass es dafür Gefängnisstrafen geben sollte.

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dasfred 03.03.2018, 04:27
24. Man kann es sich auch kompliziert machen

In dem Alter, in dem die meisten ihr Studium aufnehmen, haben schlichte Gemüter schon die dritte Beziehung hinter sich. Nun hat jeder von Natur aus eine andere Art, sein Interesse am Gegenüber zu bekunden, von schüchtern bis aufdringlich, aber es sind meistens die Frauen, die die Entscheidung treffen. Tinder und Co. sind nur Hilfsmittel um die Streubreite zu erweitern. Es geht nichts über den direkten Kontakt. Man spürt schnell, ob sich eine gemeinsame Basis finden lässt, oder ob man nur eine kleine Episode erlebt, die gleichzeitig eine Übung für das nächste Mal sein kann.

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Loopoo 03.03.2018, 21:59
25. Albert Einstein hatte schon sehr früh ...

in weiser Vorraussicht eine Meinung zur persönlichen elektronischen Kommunikation: "I fear the day that technology will surpass our human interaction. The world will have a generation of idiots"

Was er nicht ahnte, ist daß diese "Idioten" auch noch zahlende Idioten sind, die wie verängstigte Murmeltiere sich in ihren virtuellen Accounts vergraben und schon nach "anlächeln" in Panik geraten und einfach komplett unfähig sind brauchbar zu kommunizieren.
Wenn Loriot noch leben würde, er hätte einfach nur Schmerzen, wenn er diese Unfähigkeit zu kommunizieren sehen würde, und das selbst in einer virtuellen Umgebung.

Für mich sind einfach die Business-Konzepte von Tinder und Co. menschenunwürdig, insbesondere wenn - auch noch in AGBs erwähnt - mit Fake-Account gearbeitet wird. Diese Foren sind einfach Gelddruckmaschinen für die Betreiber und surreale Hamsterräder für deren zahlenden Nutzer!

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schwäbischalemannisch 03.03.2018, 22:09
26. Leute lasst Euch sagen...

... die Mädels wollen auch alle nur das eine...

Aber natürlich nicht so direkt und mit Frontalangriff. Und man sollte natürlich auch nach was aussehen. Wo und wie man zuerst anspricht oder den Kontakt aufnimmt, das ist relativ egal. Es muss halt passen.

Man muss natürlich erst lernen welcher Typ zu einem passt bzw. auf einem steht. Hab früher auch schon in den Anfängen des Internets Hunderte von Dates gehabt. Nicht jede Frau war so wie „versprochen“, aber wenn, dann ist nur selten nichts gelaufen. Von ons bis schwer verliebt war alles dabei.

Ein wahres Füllhorn.

Inzwischen bin ich aber verheiratet und habe Kinder in zweiter Ehe. Die erste Frau war noch analog kennen gelernt, die zweite digital.

Zugegeben. Manchmal würde ich schon gern wieder an alte Zeiten anknüpfen. „Material” wär ja mehr als genug da. Die meisten Frauen unter 30 sind mir aber nicht reif genug und die über 40 selten attraktiv genug. Und sowieso. Weswegen soll man eine funktionierende Ehe aufs Spiel setzen... sorry Mädels...

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eunegin 04.03.2018, 14:46
27. Mut

Gut und nicht plump anzusprechen und sogar auf das (nette) Angesprochenwerden zu reagieren, erfordert etwas mehr Charakter, Mut und Einfallsreichtum. Macht aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen doch auch mehr Spaß, oder?

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mariomeyer 04.03.2018, 19:00
28. Yo

Interessant, dass die Mehrheit der Beiträge hier von Menschen zu stammen scheint, die ihre Sozialisation vor dem Aufkommen des Internets erlebt haben - und man hier viel über die Motive der Jugend für die Nutzung von Tinder et al. spekuliert oder sich in Jugenderinnerungen verliert. Das finde ich schade. Ein paar konkrete Informationen zu Vor- und Nachteilen von Menschen zu lesen, die zur Zielgruppe gehören, hätte mich mehr interessiert. Ich frage mich z.B., ob eine Dating-App nicht praktischer ist, als allzeit bereit darauf zu hoffen und zu warten, dass sich durch Zufall die Möglichkeit ergibt, jemanden ansprechen zu können. P.S.: Die Zum-Kaffeetrinken-Einladen-Zahlen aus den USA, die hier kolportiert werden, finde ich interessant. Gibt es dazu eine Quelle?

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Sleeper_in_Metropolis 05.03.2018, 11:27
29. Ansprechen? Viel zu anstrengend !

Der Überschrift kann ich (m) nur zustimmen. Onlinedating ist doch die perfekte Möglichkeit um Menschen mit der gleichen Zielsetzung kennen zu lernen. Warum soll ich mich Offline bis spät Nachts in Clubs&Co. rumdrücken, mir originelle Sprüche aus den Fingern saugen ohne zu wissen, ob diejenige überhaupt Single ist und ob ich ihr Typ wäre, ob es irgendwelche Gemeinsamkeiten gibt, etc. und am Ende meist doch nur wieder Erfolglos nach Hause gehen ? In Partnerbörsen kann ich rund um die Uhr Profile checken, interessante Damen anschreiben, und mit Absagen kann man da auch viel entspannter umgehen. Und die Erfolgsquote ist deutlich höher.
Sicher, Onlinedating hat auch seine negativen Seiten, aber die Vorteile überwiegen doch ganz deutlich.

Und früher war eben nicht alles besser - man hatte nur schlicht keine anderen Möglichkeiten. Gilt übrigens für vieles, was die moderne Technik hervor gebracht hat.

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