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Flut-Drama in Deutschland: Wir sind schuldig!
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Jahrhundert-Hochwasser wälzen sich durch Süd- und Ostdeutschland. Jetzt ist Gelegenheit, die Leugner des Klimawandels auf die Deiche zu führen! Und die Wachstums-Prediger nach Magdeburg. Aber sie würden nur sagen, dass sie nicht schuld sind. Und wir alle würden einstimmen! Augstein-Kolumne: Wir sind schuld an der Flut - SPIEGEL ONLINE

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hador2 10.06.2013, 17:07
10. optional

Dem Grundtenor des Artikels stimme ich zwar zu, aber:

1) Sind es nicht nur irgendwelche Neoliberalen Wirtschaftsführer, die für den fehlenden oder fehlgeleiteten Hochwasserschutz verantwortlich sind. Zu einem Großteil liegt dies auch am sprichwörtlichen deutschen Kleinbürgertum. Gerade in punkto Überflutungsflächen scheiterte ja vieles am Einspruch von Bürgern wie Du und ich und nicht daran, dass irgendjemand eine Kolumne in der Welt schreibt.

2) In Teilen werden hier Kritiker des Klimawandels mit Neoliberalen oder sogar mit "rechten Kreisen" gleichgesetzt. Das halte ich für eine sehr gefährliche und vor allem schlicht falsche Verallgemeinerung...auch wenn ich die prinzipielle Kritik an diesen Leuten teile. Bloß weil man nicht an den menschgemachten Klimawandel glaubt ist man noch nicht rechts.

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Hüttenrauch 10.06.2013, 17:10
11. Wie denn nun?

Wußte gar nicht, dass Sie auch Klimatologe sind.

Bewunderung für den Universalwissenschaftler wie vorher ein Leibnitz.
Wird's denn nun kälter oder wärmer, Herr Klimawissenschaftler? Dachte immer, wir haben es mit einer Klimaerwärmung zu tun. Bis jetzt jedoch habe ich gefroren wie ein Schneider.

In den 50iger Jahren waren es die Atombomben-Versuche, wenn es einen verregneten Sommer gab.
Es muß halt immer mal eine neue Sau durch's Dorf getrieben werden. In diesem Sinne!

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kainkommentar 10.06.2013, 17:10
12. Wie?

Zitat von Olaf
Das ist ihr Lieblingsstatement, nicht wahr! ;-) Aber seien Sie ehrlich, eigentlich meinen Sie doch "Ihr seit Schuld!"
Wie, lieber Herr Augstein, bauen wir die die immense Anzahl von Menschen auf diesem Planeten schnell und effektiv so ab, dass wir wieder zu einer erdverträglichen Größenordnung kommen. Alleine während meiner bisherigen Anwesenheit hat sich die Anzahl mehr als verdoppelt. Das Bevölkerungswachstum setzt mehr CO2 frei und verschlingt mehr Ressourcen als man woanders auch nur halbwegs einsparen könnte?

Zynisch betrachtet schlägt die Erde einfach zurück und somit erledigt sich das Problem irgendwann von ganz alleine. Manchmal ist es besser, die Dinge einfach ihren Gang gehen zu lassen.

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mikesch0815 10.06.2013, 17:10
13. Vergessen geht irgendwie...

...das vor nahezu genau 10 Jahren in Europa die größte Wetterkatastrophe stattfand, mit weitaus mehr Toten als bei den genannten Hochwassern.
Aber man pflegte ja die Hitzewelle 2003 gern mit "Supersommer" liebevoll zu beschreiben, wo alle glücklich und zufrieden waren.

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Zorpheus 10.06.2013, 17:10
14.

Zitat von fräulein_achterbahn
Man muss heutzutage nur möglichst naiv oder ignorant sein um die paar Dekaden noch "höher, schneller, weiter" mitzumachen.
Wieso, haben Sie eine bessere Lösung? Was kommt denn ihrer Meinung danach?
Ich finde man sollte schon die bevorstehenden Probleme bedenken und sich wenn mögilch darauf vorbereiten. Aber das läuft trotzdem auf "höher, schneller, weiter" hinaus.

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robin-masters 10.06.2013, 17:10
15. Stillstand und keine Alternativen

das ist die wirtschaftliche und politische Ist-Situation. Wer sich zuerst bewegt verliert, das wir in einem brennenden Schiff sitzen spielt dabei keine Rolle.
Würden wir anders handeln oder andere Gesetze machen kommt sofort die Arbeitsplatzkeule der Wirtschaft, da jeder Arbeit haben will um sich schön Dinge zu leisten wird daher nichts passieren. Auch an den Flüssen wird man nach spätestens 10-15 Jahren wieder anfangen alles bessere Wissen über Bord zu werfen. Es fehlt die Alternative und diese kann nur von mehreren Ländern zugleich umgesetzt werden, am besten von allen.

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i.v. 10.06.2013, 17:11
16. Hervorragend!

Auf den Punkt gebracht!
Aber es wird noch lange dauern bis das in den Köpfen ankommt, wenn überhaupt. Lieber alte Gewohnheiten bewahren und untergehen, statt Neues zu wagen. Genau das ist das Problem. Die Evolution ( also auch wir!) lebt von Anpassung an die Gegebenheiten der Umwelt. Da kann man nicht einfach "aussteigen", es sei denn zum Preis des Untergangs. Ferne Generation ( wenn es sie denn gibt) werden über uns sagen: Mann, haben die das nicht gesehen? Die müssen beschränkt gewesen sein!"

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gog-magog 10.06.2013, 17:11
17.

Zitat von sysop
Jahrhundert-Hochwasser wälzen sich durch Süd- und Ostdeutschland. Jetzt ist Gelegenheit, die Leugner des Klimawandels auf die Deiche zu führen! Und die Wachstums-Prediger nach Magdeburg. Aber sie würden nur sagen, dass sie nicht schuld sind. Und wir alle würden einstimmen!
Zweifellos einer der besten, jemals im Spiegel veröffentlichten Kommentare zum Thema. Natürlich muss man fragen, was alles noch passieren muss, ehe Wissenschaftsferne Wachstumsideologen a la Maxeiner und Miersch jemals verstehen und akzeptieren würden, was in der Natur abläuft. Die Antwort wird immer wieder sein, dass sie es erst erkennen werden, wenn sie in einer Flut ersaufen, oder von einem Tornado erschlagen werden. Also, vermutlich nie. Aber danach kann sich nun mal die Politik nicht richten.

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deus-Lo-vult 10.06.2013, 17:11
18.

Zitat von sysop
Jahrhundert-Hochwasser wälzen sich durch Süd- und Ostdeutschland. Jetzt ist Gelegenheit, die Leugner des Klimawandels auf die Deiche zu führen! Und die Wachstums-Prediger nach Magdeburg. Aber sie würden nur sagen, dass sie nicht schuld sind. Und wir alle würden einstimmen!
Daran werden sich die Klimapaniker ergötzen.
Fakten interessieren, wie immer bei Augstein, keinen Deut.
Wer die Berichterstattungen aufmerksam verfolgt hat, der hat von ALLEN Meteorologen folgendes gehört:

Das Hochwasser hat NICHTS mit dem Klima zu tun. Diese Regenfälle gab es schon immer und wird es auch immer geben!
Wer aber meint, er müsse Flüsse begradigen, Überschwemmungsgebiete bebauen, etc., der wird auch IMMER solche Fluten erleben!

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vanny1984 10.06.2013, 17:11
19.

Menschgemachten Klimawandel halte ich an sich für zu "hochgegriffen". Die Welt macht schon seit Jahrmillionen Wärme- und Kälteperioden durch. Da empfinde ich es nur als erneuten Hybris der Menschen, diese Entwicklung auf sich selbst zurückführen zu wollen, ehrlich gesagt. Und dass überall über CO2 geredet wird, hängt mir auch langsam zum Hals raus...

Man muss doch gar nicht so "groß" schauen, um zu erkennen, wie der Mensch sich seine eigenen Lebensgrundlagen kaputt macht. Wir sind empfindliche Wesen, für die sehr viele Faktoren stimmen müssen, damit sie überleben können - ausreichend Wasser, Sauerstoff, keine Giftstoffe in Wasser und Luft. Und genau an diesem Ast sägen wir täglich und gründlich, völlig egal, ob dadurch die Temperaturen auf der Erde ein paar Grad steigen oder nicht. Für meinen Geschmack ist die ganze Nummer mit dem "großen Klima" viel zu groß, viel zu wenig verständlich für den Durchschnittsmenschen. Sicher, große Zusammenhänge erkennen ist auch wichtig. Aber für Otto Normalverbraucher ist der tote Baum einfach viel einfacher zu verstehen als irgendwelche steigenden Wasserpegel irgendwo in den Ozeanen oder Eisschollen, die weit weg von ihm ein bisschen dünner werden...

Beim Hochwasser zeigt sich doch nur mal wieder, dass Mensch nicht so richtig nachdenkt. Hohe Dämme, Deiche, Flussbettverlegungen, was weiß ich - und dann Bauten in die Bereiche setzen, wo der Fluss natürlicherweise hinfließt, wenn's mal mehr regnet oder mehr Tauwasser aus den Bergen kommt. DAS ist doch der eigentliche Fehler, dass Mensch immer wieder glaubt, die Natur zähmen zu können! Die Natur zeigt uns dann eben mit schöner Regelmäßigkeit den Finger... Ist letztendlich die gleiche Hybris und Kurzsichtigkeit wie bei Atomstrom und Co., wo man auch nicht von heute bis morgen gedacht hat, was man mit den Abfällen machen möchte. Und bei all den Deichen, Mauern und Co. hat man eben keine paar Meter weiter flussabwärts gedacht, daran, dass das Wasser trotzdem da ist und eben irgendwo hin muss...

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