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Forschen: Stimmungsmache
REUTERS/Eric Erbe/USDA

Viele Heiltraditionen schreiben dem Darm große Bedeutung für das psychische Wohlbefinden zu. Nun gehen Wissenschaftler dem nach - mit verblüffenden Ergebnissen.

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el`Ol 01.12.2013, 18:19
20. Natriumbutyrat

Zitat von cassandros
gib mal eine wissenschaftliche quelle dafür an. (fachzeitschrift) ich wüßte gern details dazu.
pmid 23994816

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susiwolf 01.12.2013, 18:34
21. Glückliche Abfuhr ...

Zitat von felisconcolor
Zusammenarbeit zwischen Verdauung und Gehirn ist nicht erst seit neustem bekannt. Allerdings erscheint es auch logisch. Wenn das Gehirn als zentrales Steuerungsorgan für den Rest des Körpers zuständig sein soll müssen Informationen heran geschafft werden. Hunger Durst Sattheit etc. müssen von und zum Gehirn kommuniziert werden. Ist diese Kommunikation gestört dann weiss das Gehirn z.B. nicht wann man eigentlich satt ist oder sein sollte. Ist das Belohnungssystem des Gehirns gestört manifestiert sich dieses wiederum auch in Hungerattacken. Schokolade macht glücklich. Bananen sollen das ebenso tun. Es gibt vielfältige Hinweise auf eine sehr enge Zusammenarbeit. Gutes Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Wie wahr wie wahr.
Nicht umsonst wird beim Darm vom 2. Gehirn gesprochen ...

Und Glücksgefühle nach der 'Banane' und 'Schokolade' kann schon der Besuch der Toilette sein.

Nicht umsonst wird in Kliniken bei der Visite gefragt:
"haben Sie heute (morgen) schon abgeführt" ... ?
D-a-r-a-n erinnert sich Hirn 1 (oben) ganz gewiss ;-)

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servencounter 01.12.2013, 18:44
22. Ja,

Zitat von indosolar
das Dicke gemütlich sind, wenn sie satt sind, aber auch Redensarten zeigen den Zusammenhang von Ernährung und Gemütslage, z.B. liegt mir schwer im Magen, gegen Aggressionen wird gekontert mit, dem juckt wohl das Fell, wobei das Jucken ein Anzeichen von Störungen des Leberstoffwechsels und daraus resultierendem cholerischen Verhalten meint. Andere Beispiele sind Furzideen (aus dem Bauch raus, ohne rationale Begründung), Kinder sind zuckersüß, wir sind sauer oder es stößt uns sauer auf, das schmeckt mir gar nicht, usw. Wie auch immer, die Verdauung und Emotionen sowie daraus abgeleitet Wohlbefinden oder Ärger zu trennen verkennt komplexe Sachverhalte.
ich kann ihnen nur zustimmen. Wenn Menschen nicht verstehen was sie sagen, können sie nur die Wahrheit sprechen. Aber diese Komplexität passt nun mal nicht in eine Zahlen Tabelle. Vielleicht irgendwann in fernen Zukunft, schaun wir mal, ich bezweifle es aber ein wenig.

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joachim_m. 01.12.2013, 21:27
23. optional

Wir sind, was wir essen ... und das meine ich sehr ernst, denn Essen (natürlich auch Wasser) ist die Energieversorgung des Körpers und nicht nur das, sondern es versorgt unseren Körper auch mit den Materialien, die er benötigt, um zu wachsen und sich zu erhalten, liefert die Stoffe, die wir brauchen, damit alles reibungslos funktioniert. Hinzu kommen natürlich auch interne Funktionen im weitesten Sinne, also auch die Darmflora, die es uns ermöglicht, erst das Gegessene zu verwerten, denn so manches Lebensmittel ist für uns unverdaulich, erst die Stoffwechselprodukte der Bakterien, welche die Lebensmittel die wir gegessen haben, essen und dann "scheißen" sind für uns nutzbar.

Aber das hat nichts mit Esoterik zu tun, dass ist reine "Naturwissenschaft" (in Anführungsstrichen, weil die Naturwissenschaft ja nur die Wirklichkeit beschreibt und keine Verdauungshilfe ist!). Und wie soll ein Tier, ja, auch der Mensch ist ein Tier, feststellen, ob ein Mangel herrscht, wenn es keine Meldungen an die zentrale Datenverarbeitungsstelle, dem Gehirn, gibt, so dass das Tier merkt, dass da etwas schief läuft, bspw. die Nahrung nicht richtig verdaut wird. Und der Weg, das diese Meldungen vom Lebewesen wahrgenommen wird, ist eben das Unwohlgefühl, oder, wenn alles gut geht, das Wohlfühlen.

Und bei Menschen, deren Darmflora durch Fehlernährung gestört ist, hilft ein Neuaufbau der Flora mit Hilfe von probiotischen Joghurts garantiert, bei denen ist das ein Medikament, aber bei anderen schadet es hoffentlich nicht, aber helfen wird es auch nicht, um sich besser zu fühlen. Und mal ganz nebenbei: Veganern hilft das bestimmt, denn das ist für Menschen eine ideologisch motivierte komplette Fehlernährung; wenn unsere nächsten Verwandten im Tierreich ebenfalls aktiv auf die Jagd gehen, dann steht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fest, dass auch der gemeinsame Vorfahre von Mensch, Schimpanse und Bonobo gejagt hat. Gorillas und Orangs essen Insekten, holen sich also auch zusätzlich tierische Proteine, beide können sich zwar auch rein pflanzlich ernähren, aber der Preis ist hoch: Man stirbt eher, weil die Ernährung weniger gesund ist.

Und genau deshalb finde ich die Ergebnisse dieser Forschung not even wrong, aber sie sind auch nicht richtig, denn sie gehen von einem verzehrten Bild aus, indem sie die Forschungsergebnisse eben auch ideologisch beeinflusst interpretieren. Und dazu kommt das, was ich die Kategoriesierungsfalle nenne: Es gibt einfach Essen, was beides ist: Lebensmittel und Medikament; die Einteilung macht in bestimmten Bereichen durchaus zweifelsohne Sinn, in anderen Bereichen versperrt sie aber den Blick, vor allem dann, wenn bspw. probiotische Joghurts als Lebensmittel beschrieben werden, obwohl sie zugleich ein Medikament in der Darreichungsform Joghurt statt Pille sind.

In diesem Sinne: Nie das Ganze aus den Augen verlieren, sonst heißt es zum Schluss: Not even wrong!

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joachim_m. 01.12.2013, 21:58
24.

Zitat von saaman
Der Ursprung von Emotionen ist weder im Kopf noch im Darm oder Magen. Das Emotionen ihren Ursprung im ganzen Körper haben, werden die Forscher in Zukunft noch entdecken, so wie sie eines Tages dahinter kamen, dass die eErde nicht platt ist und auf den Wolken keine Engel sitzen. Mir würde mehr wissenschaftliches in der Wissenschaft gut gefallen. Solche wie die jetzt vorgestellten Forschungsergebnisse sind zu kleingeistig, als dass sie uns erkenntnistheoretisch weiterführen könnten.
Und mir würde gefallen, wenn Leute, welche Kritik an der Wissenschaft üben, erst einmal wissenschaftliches Denken einüben würden. Emotionen haben ihren Ursprung nicht im ganzen Körper, es sei denn, man konstantiert, dass die Meldungen von Nervenenden schon Teil der Emotion sind, sondern sie entstehen in einem kleinen, bekannten Teil des Gehirns, der natürlich von den Nerven und dem anderen interzellulären Informationssystem des Körpers, vereinfacht Hormone genannt, seine Infos bekommt und dann entsprechend reagiert.

Kurz gesagt: Was hier verlangt wird, ist nicht die Forderung nach mehr Wissenschaft sondern die Forderung nach mehr Religion in der Wissenschaft, in diesem Falle Religion in Form von so etwas ähnlichem wie Esoterik. Nein, die Erde ist nicht flach, auf Wolken sitzen keine Engel, aber unsere emotionalen Wahrnehmungen werden auch nicht vom ganzen Körper erzeugt: Das Herz und andere Regionen haben als Denkapparat ausgedient, sie waren es zwar immer schon nur in der Vorstellung der Menschen, aber die glaubten schließlich früher auch, die Erde sei platt und hatten nicht nur Engel in den Wolken sondern auch Teufelchen in der Erde.

Übrigens, Jesus ist auch noch nicht weit gekommen, denn er flog ja Richtung Himmel ab, sagt jedenfalls der Papst, aber 2.000 Lichtjahre ist nicht weit bei der Größe unseres Weltalls. Das mal ganz nebenbei! Aber im Ernst: Religiöse Vorstellungen, wobei ich den Begriff hier sehr weit fasse, nämlich als Glaube an bestimmte Wirklichkeitsvorstellungen ohne wissenschaftlichen Beweis, das für wahr halten, egal, ob es bewiesen ist oder eventuell sogar Beweise die Lehre ausschließen, haben in der Wissenschaft nicht zu suchen. Natürlich spielt das Gesamtsystem Körper eine wesentliche Rolle dafür, welche Emotionen wir haben, aber das heißt nicht, dass der ganze Körper die Gefühlswelt kreiiert, er liefert nur die Bedingungen, die im entsprechenden Teil des Gehirns dafür sorgt, dass es eine bestimmte Emotion und keine andere gibt. Das Ganze ist zumindest insoweit ausreichend erforscht, dass man mit Sicherheit ausschließen kann, dass Emotionen noch an anderer Stelle entstehen. Wenn ich einen Computer habe, der aufgrund der Meldungen vieler Sensoren ein bestimmtes Computerprogramm automatisch startet, kommt ja auch niemand auf die Idee, zu behaupten, die Rechenleistung, welche letztlich zum Start des Unterprogramms führt, fände in den Sensoren statt, oder!

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servencounter 01.12.2013, 22:49
25. Hui,

Zitat von joachim_m.
Und mir würde gefallen, wenn Leute, welche Kritik an der Wissenschaft üben, erst einmal wissenschaftliches Denken einüben würden. Emotionen haben ihren Ursprung nicht im ganzen Körper, es sei denn, man konstantiert, dass die Meldungen von Nervenenden schon Teil der Emotion sind, sondern sie entstehen in einem kleinen, bekannten Teil des Gehirns, der natürlich von den Nerven und dem anderen interzellulären Informationssystem des Körpers, vereinfacht Hormone genannt, sei.......
... 'ausreichend erforscht' soweit würd ich mich unter Menschen nie aus dem Fenster lehnen. Wenn ich ihren Beitrag lese kommt es eh so vor, als wenn die Wissenschaft heute ist, wie die Religiöse Doktrin im Mittelalter war. 'Lernen sie erstmal wissenschaftliches Denken'. 'Lernen sie erstmal Latein und die Bibel auswendig' Das ist doch genau das Problem, warum der offensichtlichste Unsinn verpackt werden kann, wenn nur die Form eingehalten wird. Menschen haben doch schon immer gedacht:Na endlich, heute verstehen wir endlich alles...

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whistleblower2013 02.12.2013, 00:27
26. Geht Liebe ...

... nicht auch durch den Magen?
Oder kommt es am Ende auf den Geschmack an?
Happy days

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Ursprung 02.12.2013, 01:45
27. Amygdala ist auch nur Leib

Zitat von joachim_m.
Und mir würde gefallen, wenn Leute, welche Kritik an der Wissenschaft üben, erst einmal wissenschaftliches Denken einüben würden. Emotionen haben ihren Ursprung nicht im ganzen Körper, es sei denn, man konstantiert, dass die Meldungen von Nervenenden schon Teil der Emotion sind, sondern sie entstehen in einem kleinen, bekannten Teil des Gehirns, der natürlich von den Nerven und dem anderen interzellulären Informationssystem des Körpers, vereinfacht Hormone genannt, seine Infos bekommt und dann ......
M. Erachtens ist Ihr Beitrag eine lang vorgetragene Liste in guter Absicht aber aber mit vielen Irrtumsvorstellungen.
Wissenschaft beruht wohl auf Axiomen, mit Messungen etwas auf Bekanntes rueckzufuehren. Was anderes koennte unser Hirn auch gar nicht, aus evolutionaeren Gruenden. Sie haben aber Recht damit, dass selbst dies nur von wenigen beherrscht wird.
Emotionen, ich nenne das mal Gefuehle, beduerfen eines Anstosses, also eines Kontextes, eines Leibes (als "Klangboden", sprich materiellen Inputs oder materieller Resonanz) und vielleicht eines Zentralnervensystems zum Zweck des Regelns per Aktionserfolgsabwaegung. Kann das Zentralnervensystem dazu noch zeitlinear gehabte Gefuehle speichern und wieder kontextbezogen abrufen, entsteht das, was wir Menschen mit dem Begriff Bewusstsein belegen, also wohl auch Katze und Maus aber nicht dem Baum zugesprochen werden kann, obwohl alle mit "Gefuehlen" in der Lebenszeit zum Ueberlebenzweck operieren
Aus alledem ergibt sich auch, das kein Rechner, Programme, Ideen, Visionen oder Religionen oder auch nur "Gesellschaften" je ein "Gefuehl" oder "Bewusstsein" haben koennen. Der Leib fehlt ihnen allen. Der ist halt das Medium, in dem sich die Evolution abspielt. Die Amigdala ist auch nur "Leib" und sonst nichts, verfaellt mit ihm.

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browneyes 02.12.2013, 10:12
28. Da steht doch ganz klar...

...Danone finanziert einen Wissenschaftler, der heraus findet, das probiotischer Joghurt von - wem wohl? - glücklich macht. Bei der Gelegenheit wird auch noch so getan, als wäre es eine große Neuigkeit, dass verschiedene Speisen verschieden Körper- und damit Gemütszustände hervor bringen. Warum wohl wird Schokolade gegessen wenn man Frust hat? Warum wird nachts der Kühlschrank ausgeräumt? Warum essen Kampfsportler wenig oder nichts vor dem Kampf? Und wann begreift die Wissenschaft, das Erfahrung auch auf Tatsachen beruht, selbst wenn mann nicht weis wie es funktioniert?

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firedance 02.12.2013, 10:13
29. Selbstversuch

Statt zu theoretisieren empfehle ich den Selbstversuch: lassen Sie doch mal ein paar Monate lang Industriezucker weg (Schummeln ist nicht erlaubt) oder Kuhmilch oder Schweinefleisch - Sie werden feststellen, dass Ihr Körper Ihnen sehr schnell Feedback gibt, wie gut/schlecht er mit der neuen Situation klar kommt. In meinem persönlichen Fall ist es so, dass Zucker klar die Energie hemmt und eine negative Grundstimmung fördert. Ein paar Tage ohne Zucker und ich habe viel mehr Schwung und Kraft. Aber dazu braucht es natürlich Disziplin - probieren Sie es aus!

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