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Freiwilliger Karriereverzicht: Mit 500 Euro das große Glück
Gerrit von Jorck

Gerrit von Jorck könnte Spitzenverdiener sein: Sein VWL-Studium hat er mit 1,0 abgeschlossen, er war im Ausland, hat Praktika absolviert. Alles richtig gemacht also. Doch von Jorck lebt von 500 Euro im Monat - weil er das so will. Über einen, dem Zeit das Wichtigste ist. Verzicht auf Konsum und Karriere: Porträt des Berliners von Jorck - SPIEGEL ONLINE

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terranix 09.01.2014, 15:31
1. Vielleicht

... nicht jedermanns Sache. Aber halt ein zu respektierendes Lebensmodell. Wenns für ihn gut funktioniert, jut :-) ! Man ist schnell beim Thema Sinnsuche fürs eigene Leben.

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thiber 09.01.2014, 15:34
2. ...

Zitat von sysop
Gerrit von Jorck könnte Spitzenverdiener sein: Sein VWL-Studium hat er mit 1,0 abgeschlossen, er war im Ausland, hat Praktika absolviert. Alles richtig gemacht also. Doch von Jorck lebt von 500 Euro im Monat - weil er das so will. Über einen, dem Zeit das Wichtigste ist.
Sorry, aber Spitzenverdiener mit VWL-Studium sind ziemlich selten. Eine Korrelation von Abschlussnote mit Gehalt mag leicht bestehen, kausal st da aber nichts. Auslandsaufenthalt ist weder etwas besonders, noch von Vorteil, wenn es nicht einschlägig passt. Praktika, ja, die sind wichtig, aber aber Standard.

Sorry, aber der gute Gerrit scheint sehr sicher kein potentieller Spitzenverdiener zu sein. Und das Weglaufen vor Verantwortung ist auch nicht so selten, dass es einen SPIEGEL-Artikel wert wäre. Ist die Standardvorgehensweise in Städten, wie z. B. Berlin, also schnarchiger Mainstream.

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kdshp 09.01.2014, 15:35
3.

Zitat von sysop
Gerrit von Jorck könnte Spitzenverdiener sein: Sein VWL-Studium hat er mit 1,0 abgeschlossen, er war im Ausland, hat Praktika absolviert. Alles richtig gemacht also. Doch von Jorck lebt von 500 Euro im Monat - weil er das so will. Über einen, dem Zeit das Wichtigste ist.
Wo bekommt man eine wohnung für 230 euro inklusive heizung? Was würde er machen wenn er zuzahlungen bei medikamenten hat? Die waschmaschine mal kaputt geht? Solche extreme "typen" sollte man nicht mit der realen welt vergleichen sprich dem H4 bezieher. Hier wo ich wohne gibt es die günstigesten wohnungen (25-35qm) nicht unter 300 euro kalt.

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Rassek 09.01.2014, 15:37
4. Gut erkannt

Ich habe diesen Weg nach Krankheit zu gehen gelernt.
Ich arbeite 24 Stunden und brauche weniger Tabletten und die Leber hält länger. Nie bereut.

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Peter Werner 09.01.2014, 15:47
5.

Schöner Artikel.
Er zeigt auf, dass Geld nicht alles ist und über die eigentliche Lebensqualität nichts aussagt.
Herr Jorck ist glücklich, hat ein gutes Leben, die ihm wichtigen Bedürfnisse sind erfüllt.
Also: Gratulation, alles richtig gemacht.

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Alphabeta 09.01.2014, 15:47
6. Toll!

Kann ich alle sehr gut verstehen, diese Leute! Das wichtigste ist die Selbstbestimmung, den Kopf und das Herz frei haben für täglich neue, klärende, kreative Gedanken und die ständig notwendige neue Schaffung des inneren Friedens! Ich verstehe die Menschen schon lange nicht mehr, die fraglos bei diesem mörderischen Turbolkapitalismus mitmachen und glauben, sie müssten in diesem entmenschten, zerstörerischen System noch etwas darstellen!

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appendnix 09.01.2014, 15:48
7. Jeder ist seines Glückes Schmid

Solange er anderen nicht vorschreibt genauso zu leben, ist das in Ordnung, jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Allerdings muss ich als Stuttgarter zugeben, dass mir bei der Angabe: Miete + Krankenversicherung = 380€/Monat, ein irres Lachen entfleucht ist.

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terranix 09.01.2014, 15:58
8. @ Rassek

Ist schade und oft so, dass erst irgendeine mehr oder weniger heftige Krankheit zum Umdenken führt. Aber jut wenn es Ihnen mit dem neuen Leben prima geht. Mein wöchentlicher Stundensatz sind auch nur 20 Stunden. Die Freizeitmenge - herrlich :-) ! Und soll es mal was Größeres sein das ich brauche, gut, dann muss ich dafür etwas weglegen.

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Manager 09.01.2014, 16:02
9. nur die halbe wahrheit

ich finde es sehr interessant, wenn menschen auf den konsum verzichten und praktiziere des selbst. dennoch ist sowohl die von Hr Jorck als auch von Hr Fellmer dargestellte Lebensweise eine sehr egoistische, wie ich finde. Auch wenn beide (ähnlich wie ich selbst im übrigen) weitestgehend auf konsum verzichten, so nutzen sie doch täglich die errungenschaften die unsere gesellschaft als ganze geschaffen hat und aufrecht erhält. zur sozialen sicherung im notfall, zb durch unfall oder behinderung) - die ich gar keinem menschen wünsche, leisten beide gar keinen beitrag. aber auch zur erhaltung der strassen, öffentlichen verkehrsmittel, der parks, der bibliotheken und des bildungswesens tragen sie so gut wie nichts bei. von jorck hat (fast) kostenfrei eine schulausbildung und ein studium absolviert, ohne dass ihn der staat in irgendeiner form in die pflicht nimmt. dass man nicht arbeitet um zu konsumieren, finde ich aller ehren wert, allerdings sollte jeder auch einen beitrag zur gesellschaft leisten - sei es durch das zahlen von steuern oder durch ehrenamtlich oder unentgeltliche arbeit beispielsweise. die völlige emigration ins nichtstun, wie es ein von Jorck praktiziert halte ich für sehr bedenklich.

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