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Gabriel im "heute-journal": "Lassen Sie uns diesen Quatsch beenden!"
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Es war geplant als Interview über den Mitgliederentscheid der SPD zur Koalition, es wurde ein offener Schlagabtausch vor dem TV-Publikum. Im "heute-journal" krachte es gewaltig zwischen SPD-Chef Gabriel und Moderatorin Slomka. Eklat im heute-journal: Slomka und Gabriel liefern sich Wortgefecht - SPIEGEL ONLINE

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etzt_rede_ich. 29.11.2013, 08:32
230. 1a, Herr Gabriel!

Endlich hat mal jemand Contra gegeben bei Frau Slomka. Warum man diese überhaupt Interviews führen lässt, bleibt ein Rätsel. Keine Faktenkenntnis, reine Aggressivität und dann noch unfähig, sich zu beherrschen. Lasst die Frau die Regionalnachrichten in Hintertupfingen moderieren!

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spon-facebook-10000199933 29.11.2013, 08:33
231. Wofür war ich eigentlich Wählen?

denn Schißß habe ich nicht gewählt!
aber die Rechnung wird ja immer erst zum Schluss präsentiert.

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carlitom 29.11.2013, 08:33
232. Ard

Zitat von bernhard29
ARD zeigt alltäglich wie seriöse Berichterstattung und sauber recherchierte Nachrichten gemacht und moderiert werden.
Sie haben mit vielem, was Sie an Marietta Slomka und dem heute journal kritisieren, meine Zustimmung, aber den Vergleich mit der ARD und den Tagesthemen lass ich nicht so stehen. Thomas Roth, der einschläfernde Altersteilzeitler, ist in seiner öden Gütigkeit kaum zu ertragen. Nachrichten sind nicht sein Ding, er sollte lieber milde "Worte zum Sonntag" absondern.
Insistieren und kritische Sichtweise gehören für mich zu einem anspruchsvollen Nachrichtenmann dazu. Davon ist rein gar nichts bei Roth zu spüren.
Dazu finde ich es erbärmlich, dass der Generationswechsel, für den es wirklich einige fähige Kandidaten gegeben hätte, in der Person von Thomas Roth endete. Wirklich erschreckend, wie darin die Einstellung der ARD zu Ihrem Publikum zum Ausdruck kommt.

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ickweeßjanich 29.11.2013, 08:33
233. Es wäre schön gewesen...

...wenn der Artikel mal auf die Argumentation von Herrn Gabriel eingegangen wäre (auch bei Frau Slomka hätte ich mir das gewünscht). Ich kann darin keinen einzigen Schwachpunkt erkennen. Bemerkenswert darüber hinaus, wie ruhig er geblieben ist.

Die Entscheidung einer Partei darüber, ob sie eine Koalition eingeht oder nicht, hat erkennbar nichts mit der "Staatsgewalt" zu tun, die vom Volke ausgeht (aber nicht direkt ausgeübt wird).

Wenn Frau Slomka mal zugehört hätte, statt ihre vorgefasste Linie durchzuziehen, hätte sie das vielleicht verstehen können. Ihre These ist aus meiner Sicht ziemlich albern. Kann ja mal passieren, aber dann kann man von einer so hochbezahlten Journalistin auch verlangen, das nach 1-2 Minuten zu erkennen und elegant zum nächsten Punkt zu wechseln. So bleibt ein sehr unsouveräner und letztlich auch unprofessioneller Eindruck zurück.

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roadcrew 29.11.2013, 08:34
234. Heute-Show: Slomkas Quatsch von den verfassungsrechtlichen Bedenken

Journalisten haben ja nun die Aufgabe, Neuigkeiten zu präsentieren, selbst wenn gar keine da sind. Drum hat das Fräulein Slomka hier auch einen ziemlichen Blech zusammengefragt. Und so was darf auch nerven.

Man kann über die masochistische Neigung der SPD-Spitze zur Selbstunterjochung unter die Schwarzen Witwe ja denken, was man will.
Aber dieses Slomka-Geschwafel von den verfassungsrechtlichen Bedenken hinsichtlich des Mitgliedervotums ist ja wohl eindeutig an den Haaren herbeigezogen.

Ich wüsste keinen einzigen Artikel, gegen den dieses Mitgliedervotum verstieße.
Keine Partei kann zu dem Blödsinn gezwungen werden, dem die SPD-Spitze sich hier zu unterwerfen bereit ist.
Ein Koalitionszwang für Parteien ist im Grundgesetz nicht enthalten. Wenn eine Partei das nicht will, will sie es eben nicht. Und weil Parteien aus Menschen, die gleichen Grundsätzen anhängen, bestehen, ist es es eines von verschiedenen Mitteln, den Willen der Partei zu ermitteln, dass man die Mitglieder befragt. Und natürlich sind dann nur die Mitglieder dieser einen Partei gefragt.
Es wäre ja auch grotesk, müsste die SPD das ganze Volk fragen, ob sie in die Koalition soll.

Hier verfassungsrechtliche Bedenken reinzugeheimnissen ist nichts anderes als Schaumschlägerei.

Und wenn man es denn so hoch ansiedeln will:
Wir haben ja noch nicht einmal eine Verfassung im eigentlichen Sinn. Unsere Rechtsbasis heißt seit Jahrzehnten Grundgesetz.

Gemäß diesem hätte es nach der Wierdervereinigung so etwas wie eine neue, aktualisierte Verfassung fürs wiedervereinigte Deutschland geben sollen.
Das hat man nach der Annexion des Ostens aber versäumt - auch weil das Grundgesetz tatsächlich ein kaum zu verbesserbares hohes Gut mit heren Grundsätzen ist - zumindest in den Artikel die nicht nachträglich noch verunstaltet wurden.

Dem Geist unseres Grundgesetzes entspricht diese einfache Fortschreibung unter wiedervereinigten Bedingungen aber nicht - und das schon seit über 20Jahren.
Aber dazu habe ich Slomka und Kollegen in all den Jahren nicht fragen hören.

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jjcamera 29.11.2013, 08:35
235. Unsauber

Zitat von sysop
Es war geplant als Interview über den Mitgliederentscheid der SPD zur Koalition, es wurde ein offener Schlagabtausch vor dem TV-Publikum. Im "heute-journal" krachte es gewaltig zwischen SPD-Chef Gabriel und Moderatorin Slomka.
Ich frage mich, warum Frau Slomka jemand interviewt, den sie dann ständig mitten in der Antwort unterbricht. Das macht sie übrigens nicht zum ersten Mal, und die Politiker wissen das und haben sie deswegen ziemlich dick.
ich hatte das Gefühl, Slomka hat sich andere Antworten erwartet und wollte ihre eigene Meinung zu dem Thema einbauen. Das ist journalistisch unsauber. Dann soll sie einen Kommentar sprechen, den der Sender als "Meinung des Verfassers" präsentiert.

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rauchendes_gnu 29.11.2013, 08:36
236. Stimmt haargenau!

Zitat von Kiesch
Interessant. Gut das ich mir ERST das Heute Journal nachgeschaut habe und DANN hier gelesen habe. Es fällt dann nämlich ein wenig auf, dass hier vor allem die Teile des Gesprächs zitiert wurde die wenig mehr Inhalt hatten als "Quatsch" etc. (vor allem da dann aus dem Kontext). ... Insofern: Die Diskussion war schon etwas kontroverser (zwischen den beiden) als man das sonst von Gesprächen mit Politikern gewohnt ist, aber sie war nicht so ganz Argumentefrei wie hier im Artikel dargestellt...
Ich habe es ebenso gemacht und kann jedem nur empfehlen, sich das Interview (im Artikel verlinkt) anzusehen. Mal wieder enttäuschend, wie boulevardesk SPON dieses Interview verhackstückt.

Ohne der SPD / Gabriel nahezustehen, muß ich doch sagen, er hat sich angesichts der Situation (live in der Masse vs. im quasi solo im Studio) wacker gehalten. Klar muß ein Politiker das wegstecken, aber sie sind halt auch nur Menschen. Und er hat sich durchaus bemüht, sachlich zu antworten.

Ob die grds. demokratische Idee, möglichst viele mitentscheiden zu lassen, sich mit den Regularien einer Koalitionsbildung (Fraktion vs. Partei) verträgt, kann ich nicht beurteilen. Insofern hoffe ich auf eine (auf)klärende Debatte versierter Verfassungsrechtler, wenn nicht gar Karlsruhe es am Ende (mal wieder) richten muß.

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räbbi 29.11.2013, 08:37
237.

...also eigentlich mag ich ja weder den Sigi, noch die SPD, aber steh ich doch glatt mal auf seiner Seite, wer hätte das gedacht.

Was will die Dame eigentlich? Da fragt man mal bei der Basis nach und dann is es auch wieder nicht recht.
Oh, man fragt nur 500000 Mitglieder, das ist bedenklich. Wenn man keinen fragt, wie sonst üblich, ist das echt OK.

Auch die Argumentation mit dem Verfassungsrechtlern.
Irgendwo findet sich immer irgendein Prof., der genau die Meinung vertritt, die einem in dem Kram passt.

Das hat der Gabriel eigentlich ganz gut gemacht, wenn man bedenkt, dass er unvorbereitet in einem Raum voller Menschen befragt wurde. Nicht das übliche "haben wir vor der Sendung aufgezeichnet"

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kastenmeier 29.11.2013, 08:37
238.

Zitat von muru
(...)Nur schade, dass dieser Quatsch durch die Zwangsabgabe finanziert wird.
Wow, solange hat es selten gedauert, bis der Begriff "Zwangsabgabe" strapaziert wird, wenn es um die Diskussion nach einer TV-Sendung der öffentl. Rechtlichen geht.
Wahrscheinlich, weil es bis hierhin auch dem größten Nörgler in diesem Zusammenhang zu dämlich erschien - Sie haben es dennoch geschafft, diesen Unsinn zu placieren - Glückwunsch!

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1hz 29.11.2013, 08:38
239. @olaf

...und als ich gestern bei spiehgel online war waren 2 drittel gegen eine groko...komisch was? ich hoffe die basis leht diesen kaese ab...mindestlohn...klar erst ab 2017 und nicht fuer langzeitarbeitslose...und bestimmte lohngruppen wie saisonarbeiter...hallo...gehirn-performance-schwierigkeiten oder was...aber sonst schon richtig...eine zickige avon-beraterin mit call-center-agenten-rethorik und auch noch auf gez...schlimmer als harz4...

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