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Gabriel im "heute-journal": "Lassen Sie uns diesen Quatsch beenden!"
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Es war geplant als Interview über den Mitgliederentscheid der SPD zur Koalition, es wurde ein offener Schlagabtausch vor dem TV-Publikum. Im "heute-journal" krachte es gewaltig zwischen SPD-Chef Gabriel und Moderatorin Slomka. Eklat im heute-journal: Slomka und Gabriel liefern sich Wortgefecht - SPIEGEL ONLINE

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biobayer 29.11.2013, 10:07
460. Repräsentative Demokratie

Zitat von zufinden
Mir scheint, Sie wissen nicht, was "Demokratie", "parlamentarische Demokratie" und "repräsentative Demokratie" bedeutet!?
Mit "repräsentativer Demokratie" hat das nicht mehr viel zu tun, wenn sowohl die SPD-Wähler als auch deren Repräsentanten=Abgeordnete bei einer so wichtigen Entscheidung nichts zu sagen haben, sondern dem imperativen Mandat von Parteimitgliedern gehorchen müssen, deren einzige Qualifikation es ist, einen Mitgliedsbeitrag entrichtet zu haben.

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gog-magog 29.11.2013, 10:08
461.

Zitat von crimsonking24
Die gewählten Abgeorndeten mit der geschäftsführenden Regierung saßen am Verhandlungstisch und haben einen Koalitionsvertrag ausgehandelt, nicht irgendwelche Parteien. Das sind Mandatsträger, die aus Wahlen ein Mandat haben! Das ist ein parlamentarischer und keiner parteipolitischer Akt. Schon vergessen, in welchem Demokratiesystem wir leben und wozu Wahlen da sind? Vergessen, dass es kein imperatives Mandat gibt? Vergessen, dass die Wähler gefragt werden müssten und nicht Mitglieder einer Partei? Vergessen, dass die Parteien an der politischen Willensbildung nur mitwirken? Vergessen, dass wir nicht in einer Demoskopie, sondern einer Demokratie leben? Usw. Daher bin ich fassungslos, dass das alles augenscheinlich vergessen ist! Ein echter Demokrat fordert hier Neuwahlen, einem Oligarchen geht es nur um die Macht und seinen Bauchnabel. Als PV hat Gabriel keine Probleme, aber als PV sitzt er da in dem Moment auch nicht. Er hat 2 Hüte auf, aber der SPD-Hut hat für ihn Vorrang. Und das Mitgliedervotum ist ein imperatives Mandat! Und das kann Abgeordnete nicht binden, schon gar nicht die Wahlkreissieger! Denn die sind primär ihrer Basis verpflichtet. Das ist formal der Fehler und darauf hat Frau Slomka ihn zu Recht festgenagelt.
Gut, dann wählen ab jetzt alle frei gewählten Abgeordneten in geheimer Wahl den Kanzler der Deutschen und dann schauen wir mal, wer es wird. Ich bin gespannt.

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Alltolatenow 29.11.2013, 10:08
462. Stimmt genau

Zitat von Islamkritiker
Mindestens 3 : 0
... in der Foul-Statistik !

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kast3005 29.11.2013, 10:08
463. Ich schätze Frau Slomka

und ihren Interviewstil. Mit großer Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit folgt sie dem Verlauf und lässt sich nicht mit Floskeln abspeisen.
Das gestrige Interview ist nun wahrlich kein großer Wurf, ich bin enttäuscht. Eine solche Entgleisung hätte Frau Slomka nicht passieren dürfen; diese Schärfe und der Tonfall waren mehr als unangebracht. Schade!

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zensorsliebling 29.11.2013, 10:08
464. Slomka verhindert regelmäßig.....

dass sich Politiker in ihren Sendungen unbezahlte Werbezeit abgreifen. Aber bei 280t€ Jahresgehalt kann man das wohl erwarten.

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heidehans 29.11.2013, 10:08
465.

Zitat von dukat
Hätte man vom ZDF und seiner Nachrichtenredaktion anderes erwarten sollen? Die Einflussnahme der konservativen Kreise in der Politik auf das ZDF ist bekannt. Die CDU rekrutiert ja sogar Personal aus der Heute Redaktion für ihre Regierung. Beim ZDF ist nun wirklich jeder stocksteif und konservativ, das spiegelt sich ja auch im Programm wieder. Aber ich kann noch damit leben, solange die Tagesschau links von der Mitte bleibt.
Es ist ja auch nicht das erste mal, daß das ZDF so gegen die SPD vorgeht. Ich denke nur an den smarten Herrn, der Peer Steinbrück nach seinen Nebeneinkünften befragt hat . Leider hat Steinbrück damals den Fehler gemacht auch nur mit einer Silbe darauf einzugehen.
Hätte er geantwortet: "Ich frage Sie ja auch nicht nach Ihren Einkünften" (die Merkel hätte mit Sicherheit so geantwortet) und im übrigen jede weitere Frage abgewiesen und notfalls das Gespräch abgebrochen, dann hätte die gesamt Presselandschaft in Deutschland sich darüber nicht das Maul zerreißen können.

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zoon.politicon 29.11.2013, 10:09
466. Moderatoren machen Parteipolitik

Zitat von sysop
Es war geplant als Interview über den Mitgliederentscheid der SPD zur Koalition, es wurde ein offener Schlagabtausch vor dem TV-Publikum. Im "heute-journal" krachte es gewaltig zwischen SPD-Chef Gabriel und Moderatorin Slomka.
Es stört mich schon lange, dass Journalisten der öffentlich-rechtlichen - in den Fernsehräten "schwarz" dominierten - Sendeanstalten in ihrem "Interviews" vor allem gegenüber rot - rot - grün sehr oft aggressiv mit mehreren Unterstellungen in einem einzigen Frage-Satz arbeiten. Der Interviewte gerät dann schnell in die Zwickmühle, daß er einerseits diese Unterstellungen zurechtrücken muß - was angesichts der Menge oft gar nicht geht - oder ebendas Heft des Handelns übernehmen und den Stil des Interviewers hinterfragen muß.
Das mündet zwangsläufig in ein Hick-Hack, das dem Ziel, die Zuschauer optimal über die Themen zu informieren, zuwider läuft.
Nicht nur bei Frau Slomka habe ich oft den Eindruck, es geht weniger um Inhalte und journalistische Aufklärung, als um einen "Machtkampf" .
Diese Spielchen werden offensichtlich von den verantwortlichen Redakteuren und - "schwarz dominierten" - Aufsichtsgremien nicht unterbunden, sondern eher gewünscht.
"Ein Schuft, der schlecht darüber denkt".

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Kurt2.1 29.11.2013, 10:09
467. #404

Zitat von spon-facebook-1321056097
wenn der designierte vizekanzler eine konkrete verfassungsrechtliche frage, die zudem von einer öffentlich-rechtlichen anstalt gestellt wird wiederholt nicht beantwortet, sondern lediglich als "quatsch" bezeichnet ist das ein armutszeugnis bzgl. seiner person und eine beleidigung der wähler.
Gabriel hatte die Frage mehrfach und sehr geduldig beantwortet. Es ist sehr leicht in der ZDF Mediathek nachzusehen.
Es war Frau Slmoka, die sich lieber an ihrem Fragebogen, als an den Antworten des Interviewpartners orientierte und prompt die Übersicht verlor (wie schon öfter).

Bzgl.der "Öffentlich rechtlichen Anstalt" sollten Sie einmal nachforschen, auf wessen Betreiben der Sender installiert wurde und vor allen Dingen, WO er installiert wurde.

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gazettenberg 29.11.2013, 10:09
468.

Zitat von sysop
Es war geplant als Interview über den Mitgliederentscheid der SPD zur Koalition, es wurde ein offener Schlagabtausch vor dem TV-Publikum. Im "heute-journal" krachte es gewaltig zwischen SPD-Chef Gabriel und Moderatorin Slomka.
Es ist völlig legitim, dass eine Journalistin harte und kritische Fragen stellt. Gerade vor dem Hintergrund eines Parlamentes ohne echte Opposition. Das ist genau ihr Job.

Aber hier hatte Slomka einfach einen schlechten Tag und schlechte Argumente und Gabriel verdient gewonnen.

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zensorsliebling 29.11.2013, 10:11
469. Im Gegensatz zu den Ansagern...

Zitat von schneemaus
... von Frau Slomka geht mir schon seit einiger Zeit auf den Geist. Eine Zumutung, das Heute-Journal mit dieser Dame anzuschauen (was man glücklicherweise nicht muss)! Man muss Herrn Gabriel nicht mögen, aber hier hat er mal richtig reagiert!
und Wegmoderierern anderer Nachrichtensendungen hat Frau Slomka keine Angst vor schlechter Stimmung im Interview. Die macht das schon gut.

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