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Gefährliche Nebenwirkungen durch Antibiotika: Zwei Tabletten Schmerz
Science Photo Library/imago

Sehnenriss, Muskelqual, Depression - eine Gruppe von Antibiotika, die Fluorchinolone, können schreckliches Leid auslösen. Doch viele Ärzte ignorieren die Gefahr - und verschreiben die Medikamente zu oft.

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pfeifferin 13.02.2017, 13:17
10. Das selbe bei mir

Habe am 03.02.17 die erste Tablette 05.02.17 die letzte danach eingestellt..schwerste Nebenwirkungen bis heute... Übelkeit...erbrechen...schwindel..Benommenheit...m ittlerweile gelenkschmerzen... Zitter der Muskeln...kraftverlust....und vorallem Angst...Ärzte glauben mir nicht und schieben es auf die Psyche...bin jetzt bei ner Homöopathin die mir Magnesium c6 und calium c6 verschrieben hat und einen Entgiftungstee...Besserung ergibt sich kaum ausser die Benommenheit ist nicht mehr so schlimm...Weiß jemand noch einen Rat wer mir schnell helfen kann...

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pfeifferin 13.02.2017, 13:18
11. Das selbe bei mir

Habe am 03.02.17 die erste Tablette 05.02.17 die letzte danach eingestellt..schwerste Nebenwirkungen bis heute... Übelkeit...erbrechen...schwindel..Benommenheit...m ittlerweile gelenkschmerzen... Zitter der Muskeln...kraftverlust....und vorallem Angst...Ärzte glauben mir nicht und schieben es auf die Psyche...bin jetzt bei ner Homöopathin die mir Magnesium c6 und calium c6 verschrieben hat und einen Entgiftungstee...Besserung ergibt sich kaum ausser die Benommenheit ist nicht mehr so schlimm...Weiß jemand noch einen Rat wer mir schnell helfen kann...

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pfeifferin 13.02.2017, 13:18
12. Das selbe bei mir

Habe am 03.02.17 die erste Tablette 05.02.17 die letzte danach eingestellt..schwerste Nebenwirkungen bis heute... Übelkeit...erbrechen...schwindel..Benommenheit...m ittlerweile gelenkschmerzen... Zitter der Muskeln...kraftverlust....und vorallem Angst...Ärzte glauben mir nicht und schieben es auf die Psyche...bin jetzt bei ner Homöopathin die mir Magnesium c6 und calium c6 verschrieben hat und einen Entgiftungstee...Besserung ergibt sich kaum ausser die Benommenheit ist nicht mehr so schlimm...Weiß jemand noch einen Rat wer mir schnell helfen kann...

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binismus 13.02.2017, 15:08
13. Zwei Tabletten Schmerz.

Und da will mir mein Arzt versichern, dass dies in Deutschland unter Strafe verboten ist. Denn mir ist schon häufiger aufgefallen, dass immer wieder die gleichen Medikamente für die unterschiedlichsten Beschwerden verschrieben werden. Wenn das nichts mit "Bestechung" zu tun hat hänge ich meine Erfahrung und das Harnack-Prinzip von Max Plank an den Nagel! "Es reicht in allem nur das Prinzip zu erkennen. Dann weiß man als Mensch, wo es lang geht!"

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hadriani 13.02.2017, 17:51
14. Nebenwirkungen von Fluochinolonen

na die sind doch schon lange bekannt, steht schon seit Jahren in den entsprechenden Lehrbüchern. Interessanterweise wird auch der Hinweis auf Verwirrtheitsstörungen bei älteren Patienten nicht so ausreichend gewürdigt, die dies notwendig wäre. Konnte dies selbst im Krankenhaus erleben, dass "verhuschte" alte Menschen, die sicherlich eine antibiotische Therapie brauchten, nach Absetzen von ...floxacin deutlich aufklarten.

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Litzka 13.02.2017, 20:18
15. Behauptete Wirksamkeit

Mir erschließt sich nicht, warum Fluorchinolone bei Milzbrand "hochwirksam" sein sollen. Seit Jahren ist bekannt, dass der Milzbranderreger in vitro nicht besonders sensibel auf Cipro reagiert. Auch in Tierversuchen haben Cipro- und Levofloxacin gegen den Milzbranderreger ziemlich alt ausgesehen. Klinische Wirksamkeitsstudien wurden nie durchgeführt. Nach Einschätzung von Bioterrorismusexperten hat Ciprofloxacin bei der Milzbrandbekämpfung gegenüber dem Standardantibiotikum Doxycyclin keine Vorteile. Es wäre angesichts dieser wenig imposanten Referenzen nicht verkehrt, die Meriten der Fluorchinolone (bzw. das PR-Getöse der Hersteller) kritisch zu hinterfragen.

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Mabi 13.02.2017, 20:41
16. Wohl mehr Ungeduld als Profitgier

Ich würde vermuten, dass hier Arzt und Patient aktiv etwas unternehmen wollen und dementsprechend zu Pillen greifen/verschreiben, um den Glauben zu unterstützen, dass etwas getan wird. Da kaum neue Antibiotika entwickelt werden, weil die kein Geld abwerfen, bezweifele ich an dieser Stelle die Geldgier der Pharmakonzenrne, auch wenn ich die bei anderen Medikamenten durchaus vermute.

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C M 14.02.2017, 00:53
17. Zwei Tabletten Schmerz - Kommentar

Vielen Dank für den Artikel! Als selbst Betroffene möchte ich gerne ergänzen, dass Fluorchinolone erhebliche Nervenschäden hervorrufen können. Bei mir führte ein Fluorchinolon Antibiotikum zum schlimmsten anhaltenden Trauma meines ganzen Lebens. Auch jetzt, mehr als fünf Jahre später, leide ich noch unter den Folgen. US Prof Charles Bennett, Leiter der „Southern Network on Adverse Reactions“, berichtet von tausenden von Patienten, die nach der Behandlung mit einem Fluorchinolon unter dem chronischen Müdigkeitssyndrom, Muskelschwäche, Herzerkrankungen (z.B. Herzrhytmusstörungen/Verlängerung des QT Intervalls), schweren Depressionen und Nervenschäden litten (siehe Studie: „Fluoroquinolone-related neuropsychiatric and mitochondrial toxicity“). Prof David Flockhart von der Indiana University School of Medicine erklärt, dass bis zu einem Drittel der Patienten, die mit einem Fluorchinolon behandelt wurden, unter psychiatrischen Nebenwirkungen litten. Laut einer Analyse der World Health Organisation sind Fluorchinolone mit einem erhöhten Risiko für Suizidalität und vollendeten Suizid assoziiert. (WHO Analyse:„Quinolone_antibiotics_and_suicidal_behavi or“)
Fluorchinolone verursachen zudem laut einer wissenschaftlichen Studie im Vergleich zu anderen Antibiotikas schon in geringen Konzentrationen erhöhten oxidativen Stress und mitochondriale Schäden.
(„Bactericidal Antibiotics Induce Mitochondrial Dysfunction and Oxidative Damage in Mammalian Cells“).
Auch hier in Deutschland gibt es schon hunderte von Geschädigten!!

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ruhepuls 14.02.2017, 09:21
18. Genau!

Zitat von Mabi
Ich würde vermuten, dass hier Arzt und Patient aktiv etwas unternehmen wollen und dementsprechend zu Pillen greifen/verschreiben, um den Glauben zu unterstützen, dass etwas getan wird. Da kaum neue Antibiotika entwickelt werden, weil die kein Geld abwerfen, bezweifele ich an dieser Stelle die Geldgier der Pharmakonzenrne, auch wenn ich die bei anderen Medikamenten durchaus vermute.
Das ist das eine Problem: "Man" will eben schnell das Problem los sein. Und das zweite Problem ist die - unterstellte - Haftungsfrage: In Deutschland wird man für zu viel Therapie nicht bestraft, aber für zu wenig schon. Und wann etwas zu wenig ist, stellt sich leider oft erst im Nachhinein heraus. Kleines Beispiel: Patientin kommt mit einer unkomplizierten Blasenentzündung. Kann man mit viel Tee und einigen pflanzlichen Wirkstoffen in der Regel gut behandeln. Aber, zum Einen zahlt die Kasse diese Präparate nicht und zum Zweiten gibt es immer das Risiko, dass die Entzündung trotzdem aufsteigt, also die Nieren mit betroffen sind. Um das zu verhindern müsste der Arzt die Patientin in kürzeren Abständen sehen bzw. ihren Urin kontrollieren. Das ist für beide "lästig", also geht der Arzt auf "Nummer sicher" und verordnet ein Antibiotika. Unterlässt er das und die Patientin verschleppt die Infektion hat der Arzt unter Umständen eine Rechtfertigungsproblem ("Und warum haben Sie nicht..."). Zumindest befürchtet er das. Also lieber einmal zu viel als einmal zu wenig...

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ruhepuls 14.02.2017, 09:28
19. Eigentlich logisch...

Zitat von C M
Vielen Dank für den Artikel! Als selbst Betroffene möchte ich gerne ergänzen, dass Fluorchinolone erhebliche Nervenschäden hervorrufen können. Bei mir führte ein Fluorchinolon Antibiotikum zum schlimmsten anhaltenden Trauma meines ganzen Lebens. Auch jetzt, mehr als fünf Jahre später, leide ich noch unter den Folgen. US Prof Charles Bennett, Leiter der „Southern Network on Adverse Reactions“, berichtet von tausenden von Patienten, die nach der Behandlung mit einem Fluorchinolon unter dem chronischen Müdigkeitssyndrom, Muskelschwäche, Herzerkrankungen (z.B. Herzrhytmusstörungen/Verlängerung des QT Intervalls), schweren Depressionen und Nervenschäden litten (siehe Studie: „Fluoroquinolone-related neuropsychiatric and mitochondrial toxicity“). Prof David Flockhart von der Indiana University School of Medicine erklärt, dass bis zu einem Drittel der Patienten, die mit einem Fluorchinolon behandelt wurden, unter psychiatrischen Nebenwirkungen litten. Laut einer Analyse der World Health Organisation sind Fluorchinolone mit einem erhöhten Risiko für Suizidalität und vollendeten Suizid assoziiert. (WHO Analyse:„Quinolone_antibiotics_and_suicidal_behavi or“) Fluorchinolone verursachen zudem laut einer wissenschaftlichen Studie im Vergleich zu anderen Antibiotikas schon in geringen Konzentrationen erhöhten oxidativen Stress und mitochondriale Schäden. („Bactericidal Antibiotics Induce Mitochondrial Dysfunction and Oxidative Damage in Mammalian Cells“). Auch hier in Deutschland gibt es schon hunderte von Geschädigten!!
Gyrasehemmer greifen in den Vermehrungsmechanismus von Bakterien ein, sodass die DNA nicht mehr repliziert werden kann. Die Mitochondrien der menschlichen Zelle (aller Zellen außer den Erythrozyten) sind - so der Stand des Wissens - ursprünglich einmal Bakterien gewesen, die vor Millionen von Jahren mit anderen Bakterien eine Symbiose eingingen. Das Ergebnis waren dann die ersten höheren Zellen. Wenn aber Mitochondrien immer noch einige Eigenschaften mit Bakterien gemein haben ("vererbt"), dann werden sie durch Gyrasehemmer wie Fluorchinolone ebenfalls geschädigt. Damit verlieren die Zellen teile ihrer Energieerzeugung - und der Rest ist dann eine logische Folge. Die Achillessehne ist deshalb betroffen, WEIL sie so stark belastet wird und daher dort ständig Reparaturprozesse (Zellerneuerung) stattfinden. die Energie benötigen. Werden diese gehemmt, dann werden die "Mikroschäden" nicht repariert - und die Achillessehne kann dann reißen.

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