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Gerichtsentscheidung: Türkin muss nach 30 Jahren zum Integrationskurs

Sie lebt seit 30 Jahren in Deutschland, spricht aber kein Deutsch. Deshalb muss eine 61-jährige Türkin jetzt an einem Integrationskurs teilnehmen. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestätigte eine Entscheidung der Ausländerbehörde. Gericht: Türkin muss nach 30 Jahren zum Integrationskurs - SPIEGEL ONLINE

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Blaue Fee 27.11.2012, 02:17
120.

Zitat von kein Ideologe
und die lernen die Landessprache. Ich habe mal, als die Kinder klein waren, in der Nähe der mongolischen Botschaft gewohnt. der nächste schöne Spielplatz lag direkt daneben, oft waren wir die einigen Deutschen. Das merkte man aber nur wenn man hinsah. Mit geschlossenen Augen war nichts zu merken. Die Kinder, die schon länger da waren, sprachen akzentfreies Deutsch, vielleicht mit leichtem berlinerischen Einschlag. Und bei den Neuankömmlingen konnte man von Woche zu Woche geradezu atemberaubende Fortschritte erkennen. Es geht also.
Natürlich. Meine Nichte hat innerhalb eines Jahres Portugiesisch und Kantonesisch gelernt (Wohnort Macau). Gut, sie konnte schon Spanisch (theoretisch die Muttersprache), Englisch und Mandarin und nun beginnt sie mit Deutsch in der Schule, dabei ist sie erst 13.

Wer begriffen hat, dass eine Sprache nicht nur zur einfachen Kommunikation gebraucht werden kann, sondern auch die Tür zu einen anderen Idiosynkrasie ist.

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nicolo1782 27.11.2012, 02:21
121. Und dann gibt es da noch

die japanische Kolonie in Düsseldorf. Über deren Integrationswilligkeit/-unwilligkeit hört man eigentlich nie was. Aber das sind ja auch keine Muslims....

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optisch 27.11.2012, 04:33
122. Es ist ihr Problem, und sie hat kein Problem damit.

Was soll das? Ob die Frau Deutsch, Tatarisch oder beides spricht, ist ihre Sache. Sie lebt nicht auf Kosten der deutschen Steuerzahler, also muss sie nicht ihre Sprache lernen. Es wäre schön, wenn sie es tut, mehr nicht. Aufwachen, sozialistische, obrigkeitshörige, unterwürfige Untertanen! Es wird sowieso kein weiteres Deutsches Reich kommen!

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sporty.hk 27.11.2012, 04:39
123. falsch verstandene Integration

Was der Sprachkurs mit Integration zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Da lebe ich seit mehr als 15 Jahren in China und sehe, wie die wenigsten Deutschen auch nach Jahren in ihren Integrationsbemühungen über das Stäbchenessen nicht hinaus kommen. Die Kinder gehen natürlich auf die deutsche Schule und die Meißten sind froh, wenn es zu einem Englisch mit Kriegsverbrecherakzent reicht. Den Sprachkurs kann sich die Dame wirklich sparen. Ansonsten müsste ich als Rheinländer ebenfalls einen Sprachkurs absolvieren, wenn ich mich im Allgäu niederlassen wollte - da versteh ich auch nichts mehr. Viel wichtiger ist es doch, wenn besagte Dame ihren Söhnen beigebracht hat, weder Drogen zu verkaufen oder ihre Frauen zu vergrügeln und ihre Töchter dazu anhält das Vermummungsverbot zu beachten.

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the great sparky 27.11.2012, 05:00
124.

Zitat von hatem1
Die Frau hat also Zeit und Geld genug, sich durch alle Instanzen, die es in einem Rechtsstaat gibt, zu klagen. Wäre es nicht zeitsparender, einfacher (und auch billiger) gewesen, sie hätte einfach den Integrationskurs gemacht?
soweit sie vor den gerichten anwesend sein muss - hat sie (als deutsche wohlgemerkt) anspruch auf einen dolmetscher?

und wer in aller welt hat ihr die deutsche staatsbürgerschaft verliehen? spielt da das einingermaßen beherrschen der landessprache überhaupt keine rolle mehr?

kopschüttel!

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dr.ponnonner 27.11.2012, 05:18
125.

Zitat von freidenker49
Da Deutschland nur einsprachig ist, sind wir darauf angewiesen, dass alle heir dauerhaft Lebenden die Deutsche Sprache einigermaßen beherrschen. Sonst können sie sich nur unzureichend über ihre Rechte und Pflichten informieren.
Als meine Frau aus Brasilien nach 10 Jahren eingebuergert wurde, musste sie eine Deutschpruefung ablegen.

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maxuli 27.11.2012, 05:41
126. Sprachkurs nach 30 Jahren

Zitat von sysop
Sie lebt seit 30 Jahren in Deutschland, spricht aber kein Deutsch. Deshalb muss eine 61-jährige Türkin jetzt an einem Integrationskurs teilnehmen. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestätigte eine Entscheidung der Ausländerbehörde.
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch die Würde einer Türkin, deren Lebensleistung, sechs Kinder in einem ihr fremden Land erfolgreich großzuziehen, eventuell höher einzuschätzen ist als die von Menschen, die ihre hervorragende Bildung und Sprachkenntnissen vor allem nur für sich selbst und ihr beruflichen Fortkommen nutzen. Es ist sicherlich entwürdigen, ich denke, vor allem für ihre (nun deutschen) Kinder, dass diese Frau gezwungen werden soll, an einem Unterricht teilzunehmen, der niemanden etwas bringt.

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no_angie 27.11.2012, 05:54
127. Deutsch

warum? Würde die Frau nur englisch, französich, spanisch oder flämisch oder gar dänisch sprechen, würde kein Gericht auf die Idee kommen, einen Sprachkurs in Deutsch zu verlangen. Die Frau hat offensichtlich die falsche Muttersprache, aber das ist eher unser Problem. Wenn die Frau 30 Jahre gut in Deutschland ohne deutsche Sprachkenntnisse ausgekommen ist, dann braucht sie offensichtlich unsere Sprache nicht.

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maxuli 27.11.2012, 06:15
128.

Zitat von gbk666
Für die Frau selbst wird es wohl ziemlich egal sein..aber grundsätzlich ein richtiges Urteil Ich würds toll finden wenn Ausländer vielleicht sofort einen Deutschtest oder Kurs ablegen müssten und danach nach 2 oder 3 Jahren ein zweitesmal..und vielleicht noch ein drittes Mal nach 5 weiteren Jahren. Ich verstehe die Leute wirklich nicht denen es nichts ausmacht für Jahre in einem Land zu leben in dem sie nicht mit den Einheimischen kommunizieren können.
Sie sollten selbst erst einmal ein Deutschkurs machen. Man könnte zu dieser Auffassung gelangen, wenn man sich Ihren Text kritisch anschaut. Na. fanden Sie das jetzt anmassend oder gar beleidigend? Eben!
Ich denke, dass die Frau schon mit Einheimischen kommunizieren kann, nur eben nicht mittels der deutschen Sprache.
Es gibt aber in vielen Ländern Menschen, die die dortige Sprache nicht können oder nur mäßig beherrschen, obwohl sie dort über Jahre leben, z.B. die deutschen Rentner in Theiland, Türkei und auf Mallorca. Ich kann das gut verstehen, denn ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, im Alter Fremdsprachen zu lernen (ich arbeite im Ausland).
Es gibt sogar Nationen, in denen mehrer Sprachen schon seit Generationen nebeneinander (parallel!) existieren: Kanada, Schweiz, Belgien, Italien, Moldawien, Georgien, Armenien, Aserbeidschan, etc. Es wäre heute auch noch in Ungarn, Rumänien, Polen, etc. so, hätten es dort die kommunistischen Regime nicht zerstört.

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ronaldond 27.11.2012, 07:35
129.

Die Karlsruher Richter haben falsch entschieden! Auch einige Kommentare sind nicht verständlich! Sie gaben ohne Verstand ihren Kommentar hier abgegeben.
Man muss such die Frage stellen, was wird hier bezweckt? Komisch, dass die Frau über 30 Jahre in Deutschland zu recht gefunden hat und sich auch in die ganze deutschen Instanzen, ohne Deutschkenntnisse, klagen konnte. Ich brauche auch nicht die deutsche Sprache zu lernen. Im Beruf muss ich Englisch sprechen. Wenn ich einkaufen gehe, kann ich auch englisch sprechen. Was bringt mir der Zwang der deutschen Sprache? Macht mal eure Gedanken darüber.
Hier noch eine Bemerkung; 90% der Ausländer wohnen in Siedlungen, wo keine deutsche leben. Wenn welche dort leben sind es Hartz 4 Empfänger.warum sollen sie in dieser Siedlung deutsch lernen? Um dem ausländischen Nachbar auf deutsch zu sagen "guten morgen"?
Geht mal in Euch denkt mal darüber nach, was wird hier bezweckt?

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