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Gerichtsurteil: 41 Monate Haft für den AT&T-Hacker
REUTERS

Hartes Urteil für einen Hacker: Weil er eine Sicherheitslücke auf einem AT&T-Server publik gemacht hat, muss Andrew Auernheimer dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Verurteilte gibt sich uneinsichtig. Das Urteil wird von Aktivisten kritisiert. AT&T-Hacker zu 41 Monaten Haft verurteilt - SPIEGEL ONLINE

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meckeronkel 18.03.2013, 18:54
1. Krasses Urteil, das die Realität aufzeigt

Schon heftig:
Hätte derselbe Hacker sein Wissen über die Sicherheitslücken zu Geld machen wollen, hätte er es mit ein wenig Glück für einiges Geld verkaufen können. Nicht wenige "Sicherheitsunternehmen" verkaufen das Wissen über Sicherheitslücken und "Zeroday-Exploits" für sehr viel Geld auf dem Markt. Egal, ob die Kunden Geheimdienste, die betroffenen Softwarehersteller (oder Gangster) sind. Völlig legal. Es sind angesehene Unternehmen.
Und hier nun jemand, der uneigennützig die Sicherheitslücken ausnutzte nur um zu demonstrieren und Druck auszüben, dass hier schleunigst etwas passieren muss: Er kommt für 3 Jahre in den Knast.

So funktioniert die Welt.

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fortuna0815 18.03.2013, 19:03
2. optional

Das ist wieder nur ein Opfer mehr dieser unglaublichen US-Justiz. Ich glaube ihm, dass er nur eine Sicherheitslücke aufdecken wollte und dass keine kriminellen Absichten dahintersteckten. In Deutschland wäre das Verfahren wohl ohne Auflagen eingestellt worden!

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derdingens 18.03.2013, 19:18
3. lesen hilft

http://en.wikipedia.org/wiki/Andrew_Auernheimer
so unschuldig, wie er sich gerne darstellt, ist er nicht

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jüttemann 18.03.2013, 19:23
4. Gut so!

Hacker und die Viren- bzw Trojaner-Entwickler sind die Schmeißfliegen des Internets.

In fremden Computern, Systemen und Servern hat man genau so wenig etwas verloren wie in einer fremden Wohnung, ganz egal, ob man nur neugierig ist oder ob man dabei kriminelle Absichten verfolgt.

Hoffentlich schreckt das Urteil diese miesen Typen ab, die Datenspionage als "Sport" betrachten und für die Privatsphäre ein Fremdwort ist.

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jberner 18.03.2013, 19:45
5.

Zitat von jüttemann
Hacker und die Viren- bzw Trojaner-Entwickler sind die Schmeißfliegen des Internets. In fremden Computern, Systemen und Servern hat man genau so wenig etwas verloren wie in einer fremden Wohnung, ganz egal, ob man nur neugierig ist oder ob man dabei kriminelle Absichten verfolgt. Hoffentlich schreckt das Urteil diese miesen Typen ab, die Datenspionage als "Sport" betrachten und für die Privatsphäre ein Fremdwort ist.
Sie haben keine Ahnung, aber jede Menge Schaum vorm Mund. Bitte abwischen.

Typen wie Auernheimer decken Lücken auf, natürlich auch um ihr Ego als Hacker zu pflegen, aber auch um der Allgemeinheit einen Dienst zu erweisen. Ohne ihn wären die Lücke aller Wahrscheinlichkeit irgendwann ein gerne genutzter Zugang für echte Datenverbrecher geworden.

Oder anders: Wenn ihr Mobilfon oder Ihr PC gerade ausspioniert wird, dann vermutlich, weil sich kaum noch Leute trauen, aus "Jux und Dollerei" auszuprobieren was geht - und das dann an die Öffentlichkeit zu bringen, damit die Probleme beseitigt werden können. Ist Ihnen das lieber?

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malte 18.03.2013, 19:47
6. Ähnlich empört...

...wie die Anachronisten hier im Forum war man vor einigen Jahrhunderten wahrscheinlich auch, als immer mehr Menschen die Sicherheitslücken ihrer Behausungen von fürsorglichen Wohnungshackern aufgezeigt bekamen.

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Medienkenner 18.03.2013, 19:50
7.

AT&T schmarotzt doch an den Kundendaten rum ohne Ende, nachdem sie sich mit Politikerhilfe dringend notwendige Datenschutzgesetze vom Hals gehalten haben. Konzernfreundliche Justiz ist ja nicht nur in den USA ein existenzielles gesellschaftliches Problem. Im übrigen sollte AT&T seine Daten ordnungsgemäß absichern, deren Manager gehören vor Gericht und niemand sonst.

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TS_Alien 18.03.2013, 19:58
8. .

Objektiv hat sich dieser Typ Zugang zu einem fremden Rechner verschafft, Daten gestohlen und damit mehrere Straftaten begangen. Das ist kriminell und damit eine Strafe wert. Alles andere, was einige Menschen in seine Tat hineininterpretieren, ist nebensächlich bzw. irrelevant.

Wer wirklich auf Sicherheitslücken hinweisen möchte, kann das ohne den Diebstahl von Daten machen. Selbst anonym könnte ein solcher Hinweis erfolgen. Leider haben solche Selbstdarsteller mit begrenzten IT-Fähigkeiten auch noch Fanboys.

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champy 18.03.2013, 20:00
9.

@jüttemann - Kann Ihnen nur zustimmen. Ich bin IT-Abteilungsleiter in einer Firma mit 270 Mitarbeitern und habe nahezu jeden Tag gegen Viren, Trojaner etc. zu kämpfen. Diese Leute sind für mich Schwerstkriminelle und gehören auch so behandelt. Für mich ist aber auch eines ganz klar, dass die Programmierer von Viren und Trojanern auf der schwarzen Gehaltsliste der "Anti-Viren-Software-Hersteller" stehen.

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