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Germanistik-Studium: Wer war Goethe? Keine Ahnung, irgendso'n Toter
Tim Wegner/ DER SPIEGEL

In Deutschland studieren 80.000 junge Menschen Germanistik - viele nur deshalb, weil ihnen nichts Besseres eingefallen ist. Was wird aus ihnen?

sojetztja 06.02.2017, 06:02
1.

Ich habe den Artikel ehrlich gesagt noch gar nicht gelesen, aber schon in den ersten Sätzen fällt auf, dass "Germanistik" und "Literaturwissenschaften" darin fälschlixcherweise synonym benutzt werden. Das ist ja eher ein Indiz dafür, dass es sich nicht lohnt, den Artikel zu "kaufen" ...

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libebknofne 06.02.2017, 08:01
2. Wo sind die Germanisten ...

... die den Journalisten erklären, dass es - nur ein prägnantes Beispiel von unzähligen! - nicht unbedingt bedeutet, dass man Vergewaltigung unter gewissen Umständen richtig findet, wenn man mit "Ja" auf die Frage antwortet: "Es gibt Personen, die finden, dass Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung unter bestimmten Umständen gerechtfertigt ist. Glauben Sie, dass dies auf folgende Situationen zutrifft?" Ich bitte die Autoren, nicht immer eingeengt nur an "Jargon der Populisten" und "völkisch" zu denken, der Bedarf ist weitaus umfassender und betrifft eben nicht nur das "einfache" Volk, danke!

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Plasticage 06.02.2017, 08:19
3. Was wird aus ihnen?

Aus ihnen werden Lehrer...leider!

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nunmallos 06.02.2017, 11:07
4. Knapp vorbei ...

Wie von sojetztja bereits bemerkt und im Artikel auch schon erwähnt, besteht die Germanstik nicht nur aus Literaturwissenschaften. Gerade in den Sprachwissenschaften tut sich einiges, gerade auch an der Schnittstelle zu den Naturwissenschaften: Neurolinguistik, Computerlinguistik, etc, etc. Weiterhin kann man sich zwar, zuweilen durchaus auch berechtigt, über mangelndes Einsteigerwissen beklagen, sollte aber auch zur Kennntis nehmen, dass alle germanistischen Disziplinen eine interdisziplinäre Sichtweise nicht nur erfordern, sondern auch fördern.
Aus diesem Blickwinkel aus wäre eine stärkere Einmischung in gesellschaftliche Dikussionen mehr als wünschenswert.
Und ja: Die Fachsprache ist gruselig aber jeder Fachangehörige hat es in der Hand, die Dinge zu verbessern.

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großwolke 06.02.2017, 12:38
5. Detail nachliefern?

Zuerst fiel mir ein beißender Kommentar zum Thema Gender pay gap ein, dann fiel mir auf, dass die Zahlen den nicht hergaben. Ist bekannt, wie die Aufteilung Männlein/Weiblein innerhalb der Gruppen Lehrer/Nichtlehrer aussieht? Abseits davon muss ich sagen, halte ich es sehr stark mit Herrn Precht. Verstanden werden WOLLEN ist etwas, das so manchem Geisteswissenschaftsstudenten, den ich kennenlernte, leider völlig abging. Gottseidank bin ich in die Chemie gegangen, dort herrscht eher die umgedrehte Tendenz: komplexe Problem soweit zu versimpeln, bis es albern klingt. Ist deutlich sympathischer :) Übrigens laufen beide Verhaltensweisen darauf hinaus, anzugeben, nur ist der zugrunde liegende Stoff beim Naturwissenschaftler oft so komplex, dass die bewundernswerte geistige Leistung darin liegt, daraus einen Witz zu machen...

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G. Samsa 06.02.2017, 12:48
6.

"Viele [studieren Germanistik] nur deshalb, weil ihnen nichts Besseres eingefallen ist"?

Was ist das für eine merkwürdige Unterstellung? Beruft sich der Autor auf seine Gespräche mit einer Handvoll von Germanistikstudenten? Ohne echtes Interesse scheint ein erfolgreicher Abschluss des Studiums zumindest unwahrscheinlich.

Ansonsten lohnt sich ein Blick in den aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit:

https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Arbeitsmarktberichte/Akademiker/Akademiker-Nav.html

"Die Arbeitslosenquote lag für studierte Sprach- und Literaturwissenschaftler rechnerisch bei unter drei Prozent." (S. 105)

Im Vergleich:

"In Relation zur hohen Zahl Erwerbstätiger mit einem Physik- oder Mathematik-Studium bewegt sich die Arbeitslosigkeit aber mit einer Quote von 2,9 Prozent weiter auf einem niedrigen Niveau." (S. 67)

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Onzlow 06.02.2017, 13:01
7.

Vor dem Germanistikstudium sollte man erst drei Semester Informatik machen. Dann einen gut bezahlten Job als Programmierer in der Wirtschaft annehmen. Den Bildungserfolg in Germanistik misst man dann an der günstigen Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und des privaten Nahverkehrs nach GermanistInnen Partys.

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bernie_witzbold 06.02.2017, 17:21
8. Nope

Zitat von Plasticage
Aus ihnen werden Lehrer...leider!
Ich bin in der IT gelandet. Aber ich habe mein ganzes Leben lang von meinem Studium der Germanistik und Anglistik profitiert.

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Langkieler 07.02.2017, 13:40
9. Allgemein Hochschulreife

Germanisten gelten ja auch als die Heilpraktikerfraktion der philosophischen Fakultäten.

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