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Gesundheit: Flucht aus der Luxusklasse

Privatpatienten müssen im neuen Jahr mit drastisch steigenden Beiträgen rechnen. Viele Kunden zieht es bereits zurück in die gesetzlichen Kassen.

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ralphofffm 09.01.2012, 17:11
1.

Zitat von sysop
Privatpatienten müssen im neuen Jahr mit drastisch steigenden Beiträgen rechnen. Viele Kunden zieht es bereits zurück in die gesetzlichen Kassen.
So kennen wir unsere "Privaten" Mitbürger..das Loblied der PrivatenWirtschaft singen, die niedrigen Beiträge der PKV mitnehmen und wenns nicht mehr passt in die GKV wechseln.Solidarisch ist mannur demeigenen Geldbeutel gegenüber.

So schafft sich Deutschland ab.

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fridericus1 09.01.2012, 17:11
2. Ich habe mich vor 2 Jahren auf die Socken gemacht.

Ich war fast 20 Jahre als Angestellter privat krankenversichert. Drei Jahre nacheinander hat meine Versicherung den Beitrag erhöht. Außerdem war ich es einfach satt, dass jeder Arzt sich an mir erstmal richtig ausgetobt hat, weil die Kasse ja alles bezahlte (oder fast alles).

Dann hatte ich Glück: für ein paar wenige Monate rutschte ich unter die Grenze und konnte zurück. Und ehrlich gesagt: die ganzen Horrorgeschichen über den Unterschied der ärztlichen Leistungen für Privat- und gesetzlich Versicherten kann ich so nicht bestätigen.

Dass die privaten Krankenkassen so langsam in die Bredouille kommen, ist doch klar. Die Ärzte und sonstigen Institutionen des Gesundheitssystems versuchen doch, über die Privatversicherten herauszuholen was geht. Und die Versicherten machen es doch - gerade bei steigenden Beiträgen - genauso. Das ist für mich ein klares Auslaufmodell.

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jedernureinkreuz 09.01.2012, 17:15
3. ...

Zitat von
So will die Regierung jenes Trittbrettfahrermodell verhindern, bei dem sich Versicherte die Vorteile beider Welten sichern wollen: im Erwerbsleben die Privilegien der PKV genießen und im Alter die meist niedrigeren Beiträge der Gesetzlichen zahlen.
Na, aber hoffentlich... erst die privaten Privilegien genießen und dann schnell unter's Solidar-Dach schlüpfen, so geht's ja nicht.

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silenced 09.01.2012, 17:21
4. <->

Zitat von fridericus1
Dass die privaten Krankenkassen so langsam in die Bredouille kommen, ist doch klar. Die Ärzte und sonstigen Institutionen des Gesundheitssystems versuchen doch, über die Privatversicherten herauszuholen was geht. Und die Versicherten machen es doch - gerade bei steigenden Beiträgen - genauso. Das ist für mich ein klares Auslaufmodell.
Ich bin genaugenommen auch ganz froh, daß ich raus bin aus der privaten Krankenversicherung. Man hat zwar guten Service gehabt, aber wenn man sich anschaute was einem die Ärzte alles noch aufdrehen wollten zum abkassieren, vor allem Dinge, die ich nie und nimmer wirklich brauche und die nur 'kosmetischer Natur' sind. Da greift bei mir mein Gewissen und sagt mir: 'Betrug' ist nicht Deins.

Sicher, auch bei den gesetzlichen läuft nicht alles perfekt, aber welche Wege die Ärzte bei Privatpatienten eingeschlagen haben, das ist nicht mehr feierlich. Und auf diese Art gehen System zugrunde, und es ist immer die gleiche Ursache: GIER! . (Punkt)

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B.Lebowski 09.01.2012, 17:23
5.

Bei dem im Artikel geschilderten Fall mit 136 Euro monatlich wundere ich mich nicht, dass er eine Erhöhung erhalten hat. Ich bin seit beinahe 30 Jahren in einer Privaten KV und habe noch nie einen so niedrigen Satz bezahlt.

Preisdumping bei Versicherungen führt eben zu Missmanagement und Volatilität in den Raten. Gut dass man auch die Wahl hat, bei einer seriösen Versicherung unterzukommen, dann muss man nicht weinen, wenn man mal plötzlich 50 Euro mehr zahlen muss..

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daktaris 09.01.2012, 17:23
6. Na sowas?

Zitat von sysop
Privatpatienten müssen im neuen Jahr mit drastisch steigenden Beiträgen rechnen. Viele Kunden zieht es bereits zurück in die gesetzlichen Kassen.

Zitat von
deren Gehalt unter die Versicherungspflichtgrenze von 45.900 Euro im Jahr fällt".
Lag die Beitragsbemessungsgrenze 2011 nicht bei 49.500 €?
Vielleicht könnte das einer mal verifizieren?

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UnitedEurope 09.01.2012, 17:24
7.

Zitat von sysop
Privatpatienten müssen im neuen Jahr mit drastisch steigenden Beiträgen rechnen. Viele Kunden zieht es bereits zurück in die gesetzlichen Kassen.
Wegen mir könnten sofort alle privaten Krankenkassen (genau so wie übrigens alle privaten Rentenkassen) abgeschafft werden. Wir sind doch eine Solidargemeinschaft, dann sollte man das auch konsequent durchziehen.

Ich hatte damals die Wahl, ob ich den Rest meines Lebens privat oder gesetzlich versichert sein möchte. Ich wählte gesetzlich, und habe es auch nicht bereut.

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rebound68 09.01.2012, 17:28
8. Rosinenpickerei

Zitat von fridericus1
Ich war fast 20 Jahre als Angestellter privat krankenversichert. Drei Jahre nacheinander hat meine Versicherung den Beitrag erhöht. Außerdem war ich es einfach satt, dass jeder Arzt sich an mir erstmal richtig ausgetobt hat, weil die Kasse ja alles bezahlte (oder fast alles). Dann hatte ich Glück: für ein paar wenige Monate rutschte ich unter die Grenze und konnte zurück. Und ehrlich gesagt: die ganzen Horrorgeschichen über den Unterschied der ärztlichen Leistungen für Privat- und gesetzlich Versicherten kann ich so nicht bestätigen. Dass die privaten Krankenkassen so langsam in die Bredouille kommen, ist doch klar. Die Ärzte und sonstigen Institutionen des Gesundheitssystems versuchen doch, über die Privatversicherten herauszuholen was geht. Und die Versicherten machen es doch - gerade bei steigenden Beiträgen - genauso. Das ist für mich ein klares Auslaufmodell.
Ich bin immer bewusst in der Gesetzlichen geblieben, ob wohl ich mehrfach die Möglichkeit hatte, in eine private Kasse zu wechseln und Geld zu sparen.

Nehmen Sie es nicht persönlich, aber Rosinenpickerei wie Sie sie hier betreiben geht letztlich zu meinen Lasten, auch wenn ich verstehe, dass Sie lediglich Ihre gesetzlich gesicherten Möglichkeiten nutzen.

Eine solidarische Finanzierung des Gesundheitssystem sähe anders aus, aber das haben die Versicherungslobby und ihre Erfüllungsgehilfen in den Parteien (vor allem der 18 Prozent Freiheitsfanatiker) bislang zu verhindern gewusst.

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braintainment 09.01.2012, 17:28
9. Dr.

""Ich habe mich wahnsinnig geärgert", sagt Patrick Lynen, 44. Die Central Krankenversicherung AG hatte dem selbständigen Radiomoderator aus Bergheim den Monatsbeitrag von 136,60 Euro auf 214,56 Euro erhöht - eine Steigerung um mehr als die Hälfte. Zudem solle Lynen im Krankheitsfall statt 750 Euro Selbstbeteiligung künftig 1000 Euro zahlen."

Na wie naiv muss man denn sein, um 136,60 Euro nicht als Lockangebot zu entlarven.

Aber mal abgesehen von den üblichen klassenkämpferischen Argumenten der PKV Befürworter oder Ablehner...

Warum sind die Gesetzlichen nicht flexibler? Soweit ich mich erinnern kann zahlt ein freiwillig versicherter Single das Gleiche wie ein freiwillig versicherter Familienvater mit x Kindern... und das ist ganz schön happig! Soweit ich mich erinnere mehr als 500 Euro pro Monat. Das ist m.E. wirklich nicht gerechtfertigt und treibt Singles in die PKV.

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