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Gewalt gegen Männer: "Ich habe die Messer im Haus versteckt"
Corbis

Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Eine Forscherin erklärt, was dahinter steckt, ein Betroffener erzählt. DEGS-Studie: Auch Männer werden in Beziehungen Opfer von Gewalt - SPIEGEL ONLINE

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expat_ja 28.05.2013, 17:55
140.

Zitat von crocodoc_jl
In der Partnerschaft sieht es plötzlich ganz anders aus: Es wollen dann aber nur 0,3% der Männer für die 1,2% der Gewalttaten, bei denen Frauen sich als Opfer sehen, verantwortlich sein. Männer sehen sich zu 0,9% als Gewaltopfer in der Partnerschaft. Hier gibt es plötzlich Täterüberschuß: 1,3% der Frauen sind nach eigener Aussage gegen ihren Partner gewalttätig geworden. Ein Schelm, wer nun denkt, dass Männer sich zwar durchaus zu "ritterlicher" Gewalt bekennen, Gewalt gegen die eigene Frau aber mal schön verschweigen. Aber eine andere Erklärung für diese widersprüchlichen Zahlen fällt mir beim besten Willen nicht ein.
Da gibt es eine ganz einfache Erklärung. Es wurden "6000 Erwachsene" befragt nicht 3000 Paare. Es kann also durchaus sein, dass unter den 6000 befragten Personen 78 gewalttätige Frauen und 18 gewalttätige Männer waren. Zudem waren Mehrfachantworten möglich. Man kann also auch Opfer UND Täter sein.

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panzerknacker51 28.05.2013, 17:55
141. Was?

Zitat von sysop
Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Eine Forscherin erklärt, was dahinter steckt, ein Betroffener erzählt.
Gewalttätige Frauen, die auf ihre Männer losgehen? Damit soll doch bloß wieder die Männergewalt relativiert werden. Diese Lüge kann auch ganz einfach entlarvt werden; es gibt keine Männer- aber Frauenhäuser.

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SasX 28.05.2013, 17:56
142.

Zitat von Whitejack
Aus denselbenen Gründen, warum sich Frauen einen prügelnden Ehemann gefallen lassen: Erstens hat man denjenigen geliebt oder tut es noch immer. Zweitens greift hinterher oft ein Entschuldigungs- oder Leugnungsverhalten, weil man es nicht wahrhaben will. Und manche haben schlichtweg Angst, was der Partner einem (oder den Kindern) antun könnte. Es ist halt oft nicht so einfach, sich zu wehren...
Ich habe Ihnen noch nie zugestimmt, weil Sie meiner Meinung nach eine einseitig feministische Sicht der Dinge haben.

Hier stimme ich Ihnen aber gerne zu.

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lew111 28.05.2013, 17:56
143.

Es gibt etliche Filmchen bei youtube wo die gleiche Szene einmal mit einem Man als Täter und Frau als Opfer und umgekehrt.

Interessant dabei sind die Wahrnehmungen und Aktionen der Beistehenden.
Im ersten Fall wird sofort eingegriffen, Polizei geholt und die Frau geschützt.
Im zweiten Fall wird gekichert, die Frau gelobt (obwohl Täterin) oder einfach ignoriert.

Soviel zur einer gleichberechtigten Wahrnehmung.

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quergaenger 28.05.2013, 17:58
144. Männer sind zu gutmütig ...

Meine Ex-Frau hatte sich mit der ersten Schwangerschaft extrem verändert. Plötzlich sollte ich meine Tochter aus einer früheren Beziehung nicht mehr sehen, ich musste die Besuche sowie Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke an meine Tochter von ihr genehmigen lassen; als ich widersprach griff sie zur Gewalt: Ohrfeigen, Fußtritte, versuchter Angriff mit dem Messer, Beleidigungen übelster Art. Als ich mich zum erstenmal trennen wollte, drohte sie mir, dass ich meine Kinder nie mehr wiedersehen würde etc. etc. Keiner wollte mir glauben (Freunde, gute Bekannte). Ich machte dann Tondokumente ... bis mir mein Therapeut, den ich dann aufsuchte, davon abriet, da dies gesetzlich nicht zulässig sei und vor Gericht auch nicht anerkannt würde.
Ich habe nicht zurückgeschlagen, weil ich nicht das Sorgerecht für meine Kinder verlieren wollte und das konnte vor einigen Jahren noch sehr schnell gehen ...
Einige Leute, die hier posten, haben wohl null Lebenserfahrung! Und wohl auch keine Kinder, denn dann wird man schnell erpressbar ...

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rademenes 28.05.2013, 17:58
145. Aber mal methodisch nachgedacht...

Die werten Herren Frauenhasser, selbsternannte Benachteiligte, Antiemanzipierte und Antifeministen sollten nicht vorschnell triumphieren. Lasset Euch sagen (von einem Mann), mit der Studie stimmt etwas nicht - methodisch natürlich. Erster Verdacht, die Datenbasis lässt die Schlüsse nicht zu. Es ist - steht zu vermuten - wegen der gesellschaftlich unvergleichlich stärker thematisierten Gewalt gegen Frauen bei einer Umfrage grundsätzlich so, dass "Zugeben" von etwas Geächtetem, sich weniger manifestiert, als etwas, wofür es kein gesellschaftliches "Deutungsklima" gibt. Mit anderen Worten, es steht zu vermuten, dass mehr Männer sich nicht trauten es zuzugeben, als Frauen. Dafür spricht auch die Zahlenbasis der Tabelle, denn es geben 3 von 1000 Männern zu Gewalt auszuüben, wohingegen 12 Frauen von 1000 sich als Opfer identifizieren. Entweder sind also diese 3 von 1000 Kerle fleißig und prügeln einmal die Woche die Damen der ganzen Umgebung durch, oder aber jemand flunkert. Bedenkt man, dass auch das Opfersein und es zuzugeben ebenfalls tabuisiert ist und weit weniger zugeben Opfer geworden zu sein, als es der Fall ist, sieht man was hier falsch läuft. Die Hemmschwelle des Zugebend ist macht an diese Stelle die Zahlen gegenläufig - u.a. wg. der stark thematisierten Gewalt gegen Frauen und der faktischen körperlichen Kräfteungleichverteilung ohnehin. Nimmt man zudem die heute übliche Befragungsformulierungen, wird zudem sichtbar, welche Mechanismen vermutlich hier eine Rolle spielten. Man fragt heute in solchen Umfragen nicht mehr "Sind/waren Sie gewalttätig gegenüber..." sondern "Haben Sie schon einmal körperliche Gewalt gegenüber... angewandt?". Aus anderen Studien über Geschlechterverhalten weiß man, wie sich das Bagatelisieren in welchen Gruppen mehr durchsetzt, als etwa Schuldgefühle usw. Übrigens sind solche Studien grundsätzlich mit Vorsicht zu geniessen, denn meistens bilden sie nicht die realen Verhältnisse ab, sondern diese im Bild der jeweiligen Diskurse und des gesellschaftlichen Klimas rund herum um die Themen um die es geht. Ich will keine Gewalt gegen Kerle bagatelisieren, aber die Studie ist gewiss methodisch Quatsch. Bevor also die eingangs genannten ihre Frauen verprügeln mit den Worten, sie wollten Ausgleich für die vielen statistisch geprügelten Geschlechtsgenossen, bitte ich darum, noch einmal zu warten, dass die Studie Leuten in die Finger fällt, die mehr die Methodik, denn die Ausbeuterei im Sinne haben. Erstmal ist nix mit "Nimm dies Schwarzer!". Nur mal am Rande die persönliche Statistik: in meinen über 30 Jahren auf Erden habe ich exakt 2 männliche Opfer häuslicher Gewalt kennengelernt, jedoch unzählige Frauen mit Feilchen...

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david_2010 28.05.2013, 17:58
146.

Zitat von amber25
-na, aber da werden doch Schwerbehinderte auch immer bevorzugt. Und Männer verdienen dafür immer noch um einiges mehr. Von der Wehrpflicht konnte man sich ja auch "befreien" lassen. Und das haben auch einge gemacht.

Sie wollen also sagen, dass weiblich zu sein eine Schwerbehinderung darstellt ?!

Und natürlich verdient man mehr Geld, wenn man sich jahrelang einem anstrengendem Studium gewidmet hat, anstatt halbtags als Sekretärin zu arbeiten. Sie wollen also die Genügsamkeit(oder Faulheit, Inkonsequenz, Feigheit ?) der Frauen den Männer anlasten ? Das ist ja mal perfide ! Für den selben Job bekommen Mann und Frau nämlich tatsächlich das gleiche Geld.

Von der Wehrpflicht konnte man sich übrigens nicht "befreien" lassen. Wie stellen Sie sich das vor : "Guten Tag, ich würde mich gerne von der Wehrpflicht befreien lassen. Bitte händigen Sie mir das nötige Befreiungs-Formular aus." ???

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cassandra106 28.05.2013, 17:59
147.

Zitat von amber25
aha? Das wusste ich noch gar nicht, dass Männer hier diskriminiert werden. Nennen Sie mir mal bitte ein Beispiel!
Männer werden seit Jahrtausenden von Geburt an vergewaltigt. Ihnen wird jeglicher persönliche Wert abtrainiert, Gefühle aberkannt, damit sie als Soldat im Schützengraben (oder Äquivalent) für Vaterland und Familie krepieren oder sich in irgendwelchen Minen zugrunde schuften, alles für Frau und Kind - aber letztlich natürlich für die "Eliten".

Sicherlich traf auch Frauen viel Elend, aber bevorteilt waren Männer noch nie und bekamen nie irgend etwas geschenkt.

Aber wenn man in die Geschichte sieht, dann blickt man natürlich nur auf Könige u.ä., die jedoch weit unter 0,01% der Männer ausmachten.

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androce 28.05.2013, 18:00
148.

Also wenn eine Frau meint handgreiflich gegen mich werden zu müssen, dann wehre ich mich in angemessener Weise. Eine wohldosierte Ohrfeige und dann ist Ruhe. Da rennt auch keine Frau flennend zur Polizei. Die wissen schon ganz genau womit sie das verdient haben und werden es nicht nochmal wagen.

Viele Männer sind leider nicht (mehr) in der Lage den Frauen klare Grenzen zu setzen. Es ist teilweise wirklich erschreckend was sich Männer von Ihren Frauen oder Freundinnen bieten lassen.
40 Jahre Propaganda können eben nicht folgenlos bleiben.

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peter_1974 28.05.2013, 18:02
149.

Zitat von ginthos
So wird das halt nix.... Wenn Frauen kämpfen wollen gegen Männer, dann muss der Mann ihnen ordentlich Fett geben. Eine Abreibung, dass die Vögel zu Fuß gehen, weil der Himmel brennt. Anders kapiert ein gewaltorientierter Mensch nicht, dass Gewalt keine Lösung ist.
Da gibt es nur das Problem der "Verhältnismäßigkeit" und auch der angewöhnten Hemmungen.
Und das muss noch nicht einmal Mann vs. Frau sein. Da reicht schon großer vs. kleiner Mann.

Ich selber bin beispielsweise relativ groß und kräftig und müsste bei einem Faustschlag damit rechnen, mein Gegenüber ernsthaft zu verletzen.

Kleinere Personen müssen diese Bedenken weniger haben und handeln dementsprechend auch tendenziell häufiger agressiv, bzw. unkontrolliert.

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