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Gewalt gegen Männer: "Ich habe die Messer im Haus versteckt"
Corbis

Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Eine Forscherin erklärt, was dahinter steckt, ein Betroffener erzählt. DEGS-Studie: Auch Männer werden in Beziehungen Opfer von Gewalt - SPIEGEL ONLINE

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PaulMeister 28.05.2013, 19:15
210. ???

Zitat von cutestrabbitonearth
Hätten Sie meinen Beitrag sorgfältig gelesen, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich explizit darauf hingewiesen habe, dass in Fällen von schweren Misshandlungen oder sogar mit Todesfolge die Polizei ermitteln muss. In diesem Bereich gibt es auch keine Dunkelziffer! Die Zahlen der Polizeistatistik widerlegen die Studie bzw. weisen daraufhin, dass es sich um völlig subjektive Aussagen handelt. Die Ergebnisse sind auch anders erklärbar: nämlich dass die Frauen ehrlicher geantwortet haben als die Männer. Denn - und auch das ist bewiesen - selbst bei anonymen Befragungen lügen die Menschen. Welcher Mann gibt denn ehrlich zu, seine Frau geschlagen zu haben?
Keine Angst, so schwierig war Ihr Beitrag nicht!

Auf die krassen Fälle (schwere angezeigte Misshandlung - zumindest zum Teil - schwere Misshandlungen können auch unendeckt und nicht angezeigt bleiben und damit auch aus der PKS fallen - und Fälle mit Todesfolge) in der Tat nicht im Dunkelfeld verschwinden können, bin ich explizit nicht eingegangen, da das ja auf der Hand liegt.

Gewalt fängt aber schon viel eher an und muss nicht zwangsläufig in einem Todesfall oder in einem Ermittlungsverfahren enden und werden damit im Zweifel in der PKS überhaupt nicht erfasst - Problem der Unschärfe der PKS (lernt jeder Jura-Student im ersten Semester Kriminologie!)

Die Zahlen der PKS sind damit gerade in diesem Bereich (Gewalt gegen Männer und deren mangelnde Anzeigebreitschaft) absolut untauglich und wiederlegen im konkreten Fall überhaupt nichts!

Ihr letztes Argument ist ja auch mal totaler Quatsch - gerade durch die Anonymität sind die Befragten am ehesten bereit, wahrheitsgemäß Auskunft zu geben. Wenn er Anonym befragt wird, warum sollte ein Mann dann lügen?

Leuchtet mir überhaupt nicht ein. Können Sie diese Behauptung Untermauern?

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_muskote 28.05.2013, 19:16
211.

Zitat von Whitejack
Nein, nicht für Frau und Kind - höchstens fürs Kind. Frau durfte gebären, gebären, gebären, bis sie entweder das Glück hatte, unfruchtbar zu werden, oder bis sie bei einer der Geburten zu Tode kam. Die antiken Staaten waren prinzipiell auf diesem Prinzip gegründet: Die Frauen als Brutstätten und die Männer als Soldatenmaterial. Der Gefreite aus Österreich fand die Idee der alten Germanen ja auch ganz toll. Mutterkreuze für die Bruthennen, Verdienstorden für das Kanonenfutter. Und seit Jahrtausenden erzählte man den Frauen von Geburt an, sie stünden noch unter dem Manne. "Nach Deinem Mann wird Dein Verlangen sein, er aber wird über Dich herrschen." - 1. Mose 3, 16. Mit diesem Vers wurde jahrtausendelang im jüdisch-christlichen Kulturkreis die Herrschaft des Mannes über die Frau gerechtfertigt. Moderner Feminismus bedeutet in meinen Augen auch, diese Rollen zu überwinden, die männliche wie die weibliche. Beide sind unmenschlich, beide sind überholt, beide richten massiven Schaden an. Es ist kein Widerspruch, für die Gleichstellung der Frau und gegen Wehrdienst und männerbenachteiligende Sorgerechtsregelungen zu sein, im Gegenteil - beides gehört zusammen.
Whitejack, der Vertrag, seit Jahrhunderten sieht so aus: „Frauen und Kinder zuerst!“. Niemand stellt diesen ernsthaft in Frage. Männer haben in Wahrheit ihre Interessen immer denen der Frauen unterzuordnen gehabt.

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spdf 28.05.2013, 19:20
212. re

Zitat von Whitejack
Hinzu kommt natürlich im Schnitt die körperliche Überlegenheit der Männer, auch wenn dies für ein konkretes Paar natürlich anders aussehen kann. Das macht es einfach wahrscheinlicher, dass ein ausrastender Mann schwerere Verletzungen zufügt als eine ausrastende Frau.
Naja wenn Frau gezielt ein Glas ins Gesicht vom Mann schmeißt dann sieht das ganze schon anders aus. Letztlich ist das nur eine Frage der Kreativität.

Davon abgesehen ist sich wehren auch so eine Sache. Ich habe mal eine Mitschülerin dabei erwischt wie sie mein Fahrradschloss knacken wollte. Sie hätte einfach gehen können, aber sie wollte mich dann noch vom Rad stoßen. Dadurch hatte sie ihre Menschenrechte verwirkt und ich habe sie zusammengeschlagen. Dann kamen monatelang Vorwürfe, ich hätte nicht so reagieren dürfen sie wollte ja nur einmal um den Block fahren ... . Toll!
Eine Freundin von mir wurde massiv von anderen Frauen gemobbt. Sie hat dann halt die anderen zusammengeschlagen. Nur leider hat das auch nichts genützt. Gewalt setzt leider nicht immer einen Lerneffekt in Gang.

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herbert35 28.05.2013, 19:22
213. Was für eine Übertreibung...

Ist wirklich skurril, wie die Situation hier dargestellt wird. Ich als Mann habe noch nie in meinem Leben eine Frau geschlagen, von einer bzw. mehreren Frauen wurde ich schonmal geohrfeigt (bin jetzt seit 10 Jahren mit meiner Frau zusammen), hin und wieder auch beschimpft. Ich empfand die Situationen zu keinem Zeitpunkt als physische und psychische Gewalt gegen mich - eine entsprechende Würdigung wäre nur dann eingetreten, wenn ich den Eindruck gehabt hätte, dass ich dem Schutzlos ausgeliefert bin. Das wird in der Diskussion m.E. total außer acht gelassen. Gewalt lässt nur dann selische Spuren, wenn man(n) ihr schutzlos ausgeliefert ist. Jetzt ganz mal im Ernst - wieviele Männer sind körperlich ihren Frauen derart unterlegen, dass man sagen könnte, sie seien schutzlos ausgeliefert? Wenn man hier die Texte liest, kommt es einem so vor, als würden Männer regelmäßig opfer von Gewalt werden. Fakt ist, dass die Ausgangssituation eine total unterschiedliche ist - wenn die Gewalt vom Mann ausgeht, kann sich die Frau im Regelfall nicht dagegen wehren, umgekehrt könnte der Mann - wenn er es darauf anlegen würde - schon was dagegen unternehmen. Das ist das Entscheidende...

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Atheist_Crusader 28.05.2013, 19:23
214.

Zitat von amber25
Ich verstehe nicht, welche Gefühle man für einen Partner haben kann, der einen schlägt? Und mit diesem Verhalten zeigt, dass er einen Null respektiert.
Noch nie vom Stockholm-Syndrom gehört?

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crimsonking24 28.05.2013, 19:23
215. Es gibt nur zwei Alternativen zum Gesundbleiben

1. Paar-Therapie
Falls diese abgelehnt wird, oder erfolglos verläuft, dann
2. Trennung
Leider scheuen die meisten Ehelustigen, vor dem Standesamttermin einen Notarvertrag für den Fall der Trennung und Scheidung zu schliessen, incl. Beratung.
Wer als Betroffener mit 1. oder 2. Probleme hat, wird eine deprimierende Opferkarriere durchleiden, die ihn Beruf und Existenz kosten kann. Daher kann dem männlichen Opfer nur geraten werden, psychotherapeutische Hilfe zu beanspruchen, um aus dieser Situation heil und gestärkt herauszukommen.

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Zephira 28.05.2013, 19:26
216.

Zitat von quark@mailinator.com
Ich fordere, daß ENDLICH auch Männer gleichberechtigt in der ganzen Gleichstellungsarchitektur vertreten sind
Eher gehört die ganze Gleichstellungsindustrie abgeschafft.

Wobei man immer festhalten muss, dass niemand gezwungen wird, mit gewalttätigen Menschen eine Beziehung einzugehen oder zu halten. Alle Ausreden legitimieren letzten Endes nur häusliche Gewalt als akzeptable Kommunikationsform. Menschen solchen Schlages sind es dann auch, die Kindesmisshandlung durch den Partner decken, oft noch unter zynischen Argumenten wie dass man die Familie vor dem Auseinanderbrechen habe "schützen" wollen...

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cashcows_return 28.05.2013, 19:28
217.

Zitat von ginthos
So wird das halt nix.... Wenn Frauen kämpfen wollen gegen Männer, dann muss der Mann ihnen ordentlich Fett geben. Eine Abreibung, dass die Vögel zu Fuß gehen, weil der Himmel brennt. Anders kapiert ein gewaltorientierter Mensch nicht, dass Gewalt keine Lösung ist.
Ich denke, SIE haben nicht kapiert, daß Gewalt keine Lösung ist...

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Gertrud Stamm-Holz 28.05.2013, 19:29
218. passt schon

Zitat von amber25
Und Mädchen werden dazu erzogen, sich anzupassen, Konflikte zu vermeiden, nicht "Nein" zu sagen, nicht anzuecken, sondern einfach zu gefallen. Und daraus resultiert dann, dass sie ihre Männer schlagen? Das passt für mich nicht!
Doch, doch, das kann so funktionieren.
Obwohl die weibliche Seite durch obige Punkte versucht zu glänzen, der Erfolg will sich nicht im gewünschten Maße einstellen. Also der persönliche Anspruch und die benötigte Zufriedenheit in der Situation. Aus dieser Ohnmacht und Wortlosigkeit entwickelt sich dann die blanke Wut.
Solche Herrschaften haben ein inneres Ungleichgewicht, das sie durchaus in Gewalttätigkeiten zu kompensieren versuchen. Lässt sich (hier) der Mann immer wieder schlagen, die Schieflage wird nicht besser. Der benötigte (überlegene und schützende) Gegenpart lässt sich dominieren. Verkehrte Welt. Eine zutiefst hilfsbedürftige Frau übernimmt die Oberhand. Das passt für Sie nicht zusammen, für solche Frauen auch nicht.

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a.weishaupt 28.05.2013, 19:29
219.

Die Pionierin Erin Pizzey gründete den ersten "shelter", einen Zufluchtsort für eigentlich beide Geschlechter. Wegen ihrer Neutralität in dieser Frage wurde Sie von AktivistInnen bedroht und letztlich aus ihrem eigenen Projekt gekegelt. In Deutschland sind die Einrichtungen gleich nur als "Frauenhäuser" bekannt; institutionalisierter Sexismus. Gewalt in der Partnerschaft ist eine Verhaltensstörung, die kein Geschlecht kennt. So bahnbrechend ist diese Erkenntnis nun wirklich nicht.

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