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Gewalt gegen Männer: "Ich habe die Messer im Haus versteckt"
Corbis

Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer - zu diesem Ergebnis kommt die neue große Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Eine Forscherin erklärt, was dahinter steckt, ein Betroffener erzählt. DEGS-Studie: Auch Männer werden in Beziehungen Opfer von Gewalt - SPIEGEL ONLINE

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Nevermeind 29.05.2013, 12:14
460.

Zitat von amber25
So einen könnte ich gar nicht als Mann ernst nehmen, der sich sowas gefallen lässt! Warum verlassen die denn nicht ihre Partnerin?
So einfach ist das nun auch nicht.

Es gilt nun mal der Grundsatz, dass ein Mann keine Frau schlaegt, und der filt dann eben auch, wenn der Mann selbst einstecken muss. Und so werden dann eben auch schon mal 1,60 m Frauen gegen 2-Meter-Huenen gewalttaetig.

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moserer 29.05.2013, 12:15
461. Rolle rückwärts... 1

Zitat von rademenes
die Protagonisten des Rollback,
Sie sprechen mir teilweise aus der Seele. Allerdings machen wir alle den Fehler dass als Frau-gegen-Mann-Ding zu sehen. Früher gab es einen gesellschaftlichen Konsens über die Rolle von Mann und Frau. Der eingeltiche Grundgedanke dabei war, dass sich ein Mann lieber eine Frau und eine Frau lieber einen Mann aussuchte um sein Leben GEMEINSAM zu gestalten (mit dem einhergehnden Represalien gegen Homosexuelle beiden Geschlechts). Gut und schön.

Was damit einherging war das oft weder Frau noch Mann seinen Lebenswünschen nachkommen kann, sondern beide in eine Rolle gezwängt wurden. Betrachtet man es geschlechtspezifisch, kann man zur Überzeugung kommen, dass der Mann gegenüber der Frau "besser" abgeschnitten hat. So einfach ist das nicht, den gerade in Westeuropa hat dieser vermeintliche Vorteil den Männern 5-8 Lebensjahre gekostet im Sinne der durchschnittlichen Lebenserwartung (Zwang zum Militär, gefährlichere Arbeiten etc.). Bevor jetzt ein "Ja, aber...!" kommt. Gleich von mir, ich will eben nicht auf das Mann-Frau Ding raus.

Gehen wir zurück zum ganz einfachen Wunsch der meisten ein harmonisches Beziehungsleben mit dem Partner seiner Wahl zu haben. In der Regel HAT der Mann älter zu sein bei der Hochzeit und dann hat er auch noch, eben durch den gesellschaftlichen Konsens, eine erheblich niedrigere Lebenserwartung. Das führt heute auch noch immer dazu, dass Frauen die letzten 10 Jahre ihres Lebens meist alleine vollbringen. Sicher kein wünschwerter Zustand. Die Rechnung wird immer am Ende gemacht.

Auch wir der Mann von Kindesbeinen an auf Kampf und Gefühlosigkeit "trainiert". heute mehr den je, den ergilt ja als das böse Geschlecht. Ich hab die Studie leider nicht mehr, wo bei Kinderpfleger/Innen die Reaktionszeit auf weinende Kinder gemessen wurde. Ergebnis bei gleicher Itensität reagieren die Pflegenden bei einem weinenden Mädchen doppelt so schnell => Mädchen sind eschützen/liebenswerter. Um gleiche Reaktionszeiten zu erzielen muß ein 5-jähriger Junge erheblich aufdringlicher und lauter vor Schmerz schreien.

Und dieser "Weichei" Charakter zieht sich in einer perversen Art bis ins Berufsleben durch. Ein Mann, der Gefühle zeigt in der Öffentlichkeit (außer wenn er die CL gewinnt oder verliert) wird von Frauen wie auch anderen Mänern übelst geschnitten.

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willibaldus 29.05.2013, 12:15
462. Der Mann ist dann halt "vor die

Zitat von cutestrabbitonearth
Ich verstehe diesen Satz aus dem Artikel nicht. Was soll das heißen? Dass Männer häufiger den Arbeitskollegen verprügeln als die Ehefrau? Das ist doch kompletter Unsinn. Und was ist denn eigentlich mit "Sozialraum" gemeint? Ist der gemeinsame .....
Tuer gelaufen" oder "ins Messer gefallen", vielleicht auch ein "tragischer Heimwerker Unfall".

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moserer 29.05.2013, 12:16
463. Rolle rückwärts ... 2

Der einzige Ort, wo er Gefühle zeigen kann ist, wenn er das Glück hat eine verständnisvolle Partnerin gefunden zu haben, mit der er ein gemeinsames Leben führt. Falls es harmoisch ist, und genau das wird in unserer Zeit immer weniger der Fall -> steigende Scheidungsraten. Auch hier geht der Vorwurf an beide Geschlechter gleichermaßen. Den Vater/Mutter, Kinderpfleger/Innen, Kollege/InneN erziehen Männer immer noch nach dem klassischen Bild, auch ist der Wunsch von Frauen nach einem Partner der dem klassischen Bild entspricht immer noch weit größer als nach einem "modernen" Partner. Im Gegensatz dazu ist es ein Erfolg, dass Frauen seit Jahren im freiheitlichen Sinne einer "modernen" Frau erzogen werden, plus dafür auch die staatliche Unterstützung bekommen.

Und hier herrscht tatsächlich Handlungsbedarf, weil wir in eine gesellschaftliche Schieflage kommen. Nicht umsonst sind stark rückläufige Geburtenzahlen zu beobachten. Das manifestiert sich auch eben in dieser Diskussion um häusliche Gewalt von Frauen gegenüber Männern und viele anderen Dingen. Vor lauter "political correctness", sind wir überhaupt nicht mehr in der Lage eine aufgeklärte Disskussion zu führen.

Und dabei hat wirklcih keiner eine Ahnung wie eine "moderne" Zukunft aussehen kann. Was ist also die Rolle vorwärts?

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Frauen 29.05.2013, 12:17
464. optional

Alles schon selbst erlbebt...als 1,90 großer kräftiger Mann im zuge des Versuchs der Ex, mir das Sorgerecht zu entziehen. Da durfte ich Hautnah miterleben, wie brutal und grobschlächtig das schwache Geschlecht werden kann. Unter einem Vorwand in Ihre Wohnung gelockt, hat die Dame telefonisch Kontakt zum Jugendamt aufgenommen um dann mit den Fäusten auf mich einzuhämmern. Ja, da hätte ich gehen können, nur ein bisschen schwierig, wenn die Dame in der Türe steht und einen am gehen hindert. Dann bloß nicht, auch nur im geringsten, körperlich Aktiv werden. Also alles ohne gegenwähr ertragen. Alles halb so wild, bis auf die Tatsache, wie anschließend damit von Amt´s wegen umgegangen wurde. Da meine Ex so schlau war, ins telefon Dinge zu brüllen wie "Hilfe, der schlägt mich" konnte ich im anschließenden Jugendamts bericht Sätze lesen wie "...hat Frau x bedroht" "...genötigt".
Seit diesem Vorfall hat sich meine Sicht der Dinge in diesem Staat was Gleichberechtigung angeht radikal geändert...

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LunaticLuke 29.05.2013, 12:26
465. Frauen beschuldigen Männer zu Unrecht?

Zitat von Reg Schuh
Ich möchte so etwas auch ungern irgendjemandem zutrauen, leider kommt es aber vor, daß Menschen absichtlich andere ungerechtfertigt beschuldigen, auch der hier genannten Tat.
Das kann ich mir nun wirklich schwer vorstellen. Wir sind ja hier nicht vor Gericht, sondern bei einer anonymen Umfrage. Ausserdem wird die Opferrolle ohnehin tendentiell eher verschwiegen. Dass sich jemand bei einer anonymen Umfrage als Opfer "erfindet" kann höchstens ein extrem seltenes Randphänomen sein, welches statistisch nicht relevant ist und erst recht nicht die extrem widersprüchlichen Ergebnisse begründen kann.

Dass erlebte Gewalt unterschiedlich empfunden wird und auch vergessen oder verdrängt wird, kann schon sein. Aber um diese Ergebnisse zu begründen reicht auch das nicht aus, meiner Meinung nach. Da muss auch Leugnung (bzw auch Verdrängung/"Vergessen") der Gewaltausübung eine große Rolle spielen, vor Allem auf Seiten der Männer.

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tehmillhouse 29.05.2013, 12:28
466.

Was für ein vollkommener Unsinn. Alle Studien, die zu diesem Thema bekannt sind, wie auch alle bekannten und geschätzten Zahlen zu häuslicher Gewalt der letzten 40 Jahre weisen stark auf das Gegenteil hin. Die beiden Autoren wünschen sich hier ihre Welt zurecht und benutzen die Reichweite des Spiegels, um ihren Antifeminismus zu verbreiten.

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Nevermeind 29.05.2013, 12:32
467.

Zitat von Frauen
(...) Seit diesem Vorfall hat sich meine Sicht der Dinge in diesem Staat was Gleichberechtigung angeht radikal geändert...
Absolut nachvollziehbar, was Sie da schreiben, das gibt es - ohne Zweifel.
Ich denke aber, dass wir aus dieser deutschen Studie nicht auf die tatsaechliche Situation der Frau weltweit schliessen koennen.
Ehrlich gesagt habe ich schon auf Deutschland bezogen Zweifel. Aus meiner Sicht sind es immer noch Maenner, die ihre Frauen als zweitrangig sehen, vergewaltigen und im Suff regelmaessig verpruegeln. Und es sind auch keine Frauen, die Maenner zur Prostitution zwingen, sondern es ist genau umgekehrt.

Von anderen Laendern, angefangen in Suedeuropa bis hin nach Saudi-Aarabien oder Afghanistan will ich erst gar nicht reden.

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fördeanwohner 29.05.2013, 12:43
468. -

Zitat von moserer
Diese Argumentation wird häuig benutzt um eben nichts zu tun. Ach der Nachbar hat seinen Rasen auch noch nicht gemäht. Nein, es ist recht einfach eine Lösung zu finden, solang man sich nur eingesteht, dass es tatsächlich HIER und JETZT ein Problem gibt und es Zeit ist was zu tun. Endlich Schluß machen mit dem Gender-Wahnsinn!
Mir geht die Unterscheidung zwischen Männern und Frauen, was bestimmte Grundcharaktereigenschaften angeht, ebenfalls auf die Nerven. Es handelt sich schlicht und ergreifend um Menschen mit Stärken und Schwächen. Und ich würde es begrüßen, wenn das in den Köpfen aller endlich mal ankäme.
Leider sehe ich bei mir keine Möglichkeit etwas zu tun, wie Sie es fordern, abgesehen davon, dass ich mich selbst vorbildlich verhalte, bestimmete Organisationen und eventuell Parteien unterstütze und Medien, die traditionelle Klischees verbreiten, meide.
Ansonsten weiß ich nicht, was ich tun könnte, denn es gibt ja bereits Gesetze, die Gewalt verbieten. Und gegen diese wird eben leider immer wieder verstoßen.
Konkret: Was wollen Sie denn dagegen tun, dass Frauen ihren Partnern, Männer ihren Partnerinnen, Eltern ihren Kindern, kurzum Menschen anderen Menschen Gewalt antun?

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