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Gleichstellung: Bischöfe lehnen Steuer-Splitting für Homoehen ab
picture alliance / dpa

Die Bischofskonferenz der Katholischen Kirche wendet sich gegen die steuerliche Gleichbehandlung der Homoehe. Auch CSU-Chef Seehofer will an der hergebrachten Regelung festhalten und widerspricht einem Vorstoß aus den Reihen der Schwesterpartei CDU. Katholische Bischofskonferenz hält an Ehegattensplitting fest - SPIEGEL ONLINE

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Walter Sobchak 08.08.2012, 17:25
1.

Was hat die Kirche hier mitzureden bei solch weltlichen Sachen? Staat und Kirche sollten doch getrennt sein im heiligen Deutschland, oder sind wir hier etwa in Arabien. Also: Was die Kirche sagt interessiert nicht in Staatsangelegenheiten.

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return33 08.08.2012, 17:27
2. hm?

Warum ist die Meinung von Sektenführern die eine ziemlich überschaubare Gruppe in Deutschland vertreten (die meisten Sektenmitglieder sind ohnehin Karteileichen) zu einem völlig sachfremden Thema (was hat die Religion mit der Steuer zu tun?) nun so besonders wichtig?

Frau Merkel erklärt den Bischöffen nicht warum das mit Jesus so nicht klappt und die Bischöffe erklären Frau Merkel bitte nicht wie das mit Steuern so klappt.

(Sarkastische anmerkung: Ob die Bischöffe von Jesus mehr Ahnung haben als Frau Merkel von Steuern bleibt an dieser Stelle offen ...)

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unemployed50 08.08.2012, 17:32
3. Hä?

Was haben sich da die Popen zu melden. Die sollen sich um ihren Kram kümmern und uns unsere gesellschaftlichen Angelegenheiten selber regeln lassen.
Gruß HP

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pierrotlalune 08.08.2012, 17:32
4. optional

Die Kirche ist gegen eine Gleichstellung.
Die Kirche war immer gegen eine Gleichstellung und hat sich stets höher eingestuft. Jetzt noch zu sehen, an den Missbrauchsdebatte, weiterhin keine Entlassungen, oder gar eine Gleichstellung mit einem normal sterblichen der dergleichen getran hätte. Der Priester wird nicht vor dem Gericht gestellt. Er ist ja höherem gewidmet.
DE ist wohl der einzige Staat, der die Kirchensteuer vom Lohn direkt abzieht.

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fuchsig1212 08.08.2012, 17:32
5. optional

Na das ist ja extrem wichtig, was die Kirche dazu zu sagen hat. Not. Alleine eine Einmischung dieser finde ich als völlig daneben. Die können sich gerne jeglicher Kommentare in Richtung Politik sparen und ihren eigenen Verein mal auf die Reihe bekommen. Ich bin nebenbei komplett dafür, dass auch homosexuelle Paare ein Recht auf Steuersplitting haben. Alles andere macht keinen Sinn und ist nachwievor eine benachteiligung des Systems. Mein Vorschlag: Benachteiligung der Homosexuellen abschaffen und im gleichen Zug die Bevorteilung der Kirchen aufheben. Haben alle was davon.

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nervmann 08.08.2012, 17:40
6. Achwas,

würde Loriot sagen. Diejenigen, die sich selbst Familie verweigern (im Gegensatz zu den Protestanten und anderen "Separatisten"), die sich dem "Wachset und mehret euch" vorsätzlich entziehen, halten die Familie hoch. Wirklich putzig. Oder glauben die doch im Ernst, dass Homosexualität bei aller seiner Fehllosigkeit quasi doch des Herrgotts Fehlproduktion ist und als solche deshalb nicht von ihm geliebt werden sondern recht- und glücklos schon zu Lebzeiten in der Hölle der Einsamkeit weggebraten werden müssen? (PS.: Damit der Beitrag nicht gekillt wird, halte ich mich lieber mit deutlicherer Argumentation zurück.)

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bernd.all 08.08.2012, 17:40
7. BVerfG ist mal wieder schneller

Solange die Katholische Kirche und die CSU streiten, entscheidet das Bundesverfassungsgericht.

Gerade heute ist wieder eine neue Entscheidung bekannt geworden. Danach ist die Ungleichbehandlung von Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern bei der Grunderwerbssteuer verfassungswidrig. Beschluss > 1 BvL 16/11 | BVerfG | Grunderwerbssteuerrecht: Ungleichbehandlung von Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern verfassungswidrig < kostenlose-urteile.de

Das Steuer-Splitting wird das Bundesverfassungsgericht auch regeln - wenn es nicht doch noch vorher die Parteien schaffen.

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schnitti23 08.08.2012, 17:52
8. Steuersplitting ist an Voraussetzungen gekoppelt

Wenn ich keine Fahrkarte habe, kann ich nicht Bahn fahren. Wenn man nicht Ehegatten ist, bekommt man kein Ehegattensplitting. Diese Steuererleichterung ist für Ehegatten gedacht, die eine Familie gründen und Kinder haben wollen. Kinder kommen aber nicht von allein, und Homosexuelle können untereinander keine Kinder zeugen. Warum also sollte eine aufgeklärte Gesellschaft jenen Leuten Steuervorteile gewähren? Mit Toleranz hat das überhaupt nichts zu tun, aber der Staat muß alles unternehmen, daß er lebensfähig bleibt. Dies geht nur durch Kinder, und die kommen allein aus heterosexuellen Verbindungen. Die ganze Last der Zukunftssicherung wird also allein durch die Heteros sichergestellt. Mir fällt spontan kein Grund ein, warum man auch anderen diese Erleichterung gewähren sollte. Und wenn doch, dann bitte auch anteilig Kinder zeugen und großziehen und nicht nur Trittbrettfahrer sein und immer neue Forderungen aufstellen. Denn ob man im Alter füreinander aufkommt oder nicht, das ist eine ganz andere Baustelle.

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ChrisQa 08.08.2012, 17:52
9. Gottesbezug

Passt bei den Schwarzen in's Bild. Frau Merkel wollte ja auch einen Gottesbezug in einer europäischen Verfassung. Da hätten solche schwachsinnigen Äusserungen von religös Verblendeten, aka Kirchenvertreter, dann quasi Gesetzesrang.
Ansonsten bin ich dafür, dass man das Ehegattensplitting ersatzlos streicht. Singles (insbesondere ohne Kinder) werden vom Steuerrecht so schon genug benachteiligt. Und dass eine Ehe zum Kindermachen geschlossen wird, glaubt auch nur noch der Papst und vielleicht der ein oder andere CSUler. Zumindest bei den mir bekannten besserverdienenten Päarchen ging es immer nur um die Steuerersparnis.

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