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Gründe für die Euro-Krise: Warum schon die Deutsche Einheit ein Fehler war
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Kohl auf allen Kanälen: 30 Jahre nach seinem Amtsantritt lässt sich der Altkanzler in diesen Tagen als Vater der deutschen Einheit feiern. Doch in Wahrheit legte er mit dem überhasteten Anschluss der DDR an die Bundesrepublik die Saat für die Euro-Krise. Wolfgang Münchau: Kohls Wiedervereinigung ist Ursache der Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE

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missing_link 26.09.2012, 17:32
210. schade

dass die journalistische Möglichkeit, ein breites Publikum anzusprechen, nicht konstruktiver genutzt wird. Der Beitrag strotzt von besserwisserischem Zynismus, der Niemandem hilft.

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matbhmx 26.09.2012, 17:32
211. Rheinländer und Niederländer!?!

Zitat von diwoccs
Die sog Deutsche Einheit wurde aufgezwungen: Ich bin Jahrgang 1945,Rheinlaender. Wir haben mehr Gemeinsamkeiten mit Franzosen und Niederlaender als mit Brandenburger und Sachsen. Ich stimme Herrn Muenchau 100% zu.-
So, so, die Rheinländer haben also mehr Gemeinsamkeiten mit den Niederländern als z. B. mit den Brandenburgern und Sachsen. Habe ich häufiger gehört, bevorzugt von Leuten, die noch nie in Brandenburg oder Sachsen waren. Nach meiner schwachen Erinnerung sind die Niederländer ziemlich deutschenfeindlich eingestellt - und zwar im Wesentlichen wohl aufgrund regelmäßig dort einfallender, lautstark marodierender Rheinländer. Die Lieben der Rheinländer scheint denn auf wenig Gegenliebe der Niederländer zu stoßen. Und die Brandenburger (die Nordrhein-Westfalen sind ja Partnerland Brandenburgs) scheinen die Abneigung der Niederländer geteilt zu haben, hieß doch ein flotter Spruch Mitte bis Ende der 90er (als Graffiti allenthalben auf Wänden zu lesen): Rheinländer raus, Ausländer rein!

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Darjaan 26.09.2012, 17:32
212.

die Wiedervereinigung wurde von der Kohle und den Steuergeldern des westdeustchen Volkes gekauft, aber Kohl und seiner Truppe wird das als deren Lebensleistung anerkannt...
einfach nur lachhaft....

die, die das von ihren Geldern finanziert haben leiden noch heute unser diesen Altlasten während jene, die über das Geld derer die es letzten Endes finanziert haben, befinden und walten konnten, sitzen mit fetten Pensionen im rundum sorglos Ruhestand...
Kohl sonnt sich vor seiner Lebensleistung, die er nur mit dem Geld des eigenen Volkes so gestalten konnte, während große Teile dieses Volkes jetzt an den Suppenküchen in der Schlange stehen oder als Hartzler gedemütigt und gegängelt werden...

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kalle_lutz 26.09.2012, 17:33
213. Recht haben und recht bekommen

Man kann von Oskar Lafontaine ja halten was er will, aber er hat damals ja laut genug gewarnt, aber Birne hat es halt durchgezogen!

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Wofgang 26.09.2012, 17:33
214.

Zitat von Margrit2
...Der größte Fehler Kohls war Merkel, eine previligerite DDR-Bürgerin mit strammer FDJ-Karriere ...
Das ist lange her und seitdem wurde sie mehrmals gewählt! Nicht von der Mehrheit des deutschen Volkes, aber doch von genug Leuten, um sie and die Macht zu bringen und zu halten. Bei überschlägig 80 Millionen Deutschen und einem Anteil von irgendwas um die 20 Millionen Ostdeutsche müssen Sie auch eine ganze Menge Westdeutsche unterstützen. Nicht nur Kohl, sondern vor allem diese Leute haben unsere heutige Bundesrepublik zu verantworten.

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oldharold 26.09.2012, 17:34
215. Warum die Deutsche Einheit kein Fehler war:

Zitat von sysop
Kohl auf allen Kanälen: 30 Jahre nach seinem Amtsantritt lässt sich der Altkanzler in diesen Tagen als Vater der deutschen Einheit feiern. Doch in Wahrheit legte er mit dem überhasteten Anschluss der DDR an die Bundesrepublik die Saat für die Euro-Krise.
Weil alle Deutschen gemeinsam den 2. Weltkrieg angezettelt haben.
Weil alle Deutschen gemeinsam den 2. Weltkrieg verloren haben.
Weil nicht nur die, die das Pech hatten, dass deren Gebiet
von den Sowjets besetzt wurde, die Suppe auslöffeln sollten,
die sich alle gemeinsam eingebrockt hatten.
Darum!

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Polynomkoeffizient 26.09.2012, 17:34
216. Welcher Fehler

Die deutsche Einheit war bestimmt kein Fehler.
Und in Europa ist Deutschland kein Partner sondern nur Zahlmeister und Sündenbock.

Offensichtlich denken viele Medienvertreter anders als ein grosser Teil der deutschen Normalbürger.

Das eigene Vaterland mit seinen Vor- und Nachteilen abzuschaffen gilt in den Medien als zu erreichendes Ziel.

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Pusteblume68 26.09.2012, 17:35
217. schade

Zitat von itzenflitz
ohne die deutsche Einheit hätten wir die Kosten für die "Bankenrettung" ein paar Jahre länger tragen können, ohne das es zum EURO-Crash gekommen wäre? Ach, wie wäre es schön gewesen, noch ein paar Jahre länger Brüsseler Richtlinien zur Gleichstellung, zur Subventionierung der Landwirtschaft, zum Seilbahnbau usw. usf. in Deutschland umzusetzen. Ja, ich verstehe, dass Münchau zukünftig schmerzhafte "Verluste" befürchtet. Im Gegensatz zu Münchau finde ich es allerdings hervorragend, dass offenkundig nicht mehr genügend "westdeutsches" Geld da ist, die weltweiten Finanzprofiteure und die ausbordende Brüsseler Bürokratie zu subventionieren. So kann endlich darüber nachgedacht werden, was der Kern der europäischen Idee denn sein soll: Ein Europa der unterschiedlichen Kulturen, der gemeinsamen Werte und des gegenseitigen Respekts. Dafür braucht es keine aufgeblähte europäische Bürokratie und auch keine gemeinsame Währung. Zumindestens nicht unter den derzeitigen Voraussetzungen...
So recht sie damit haben, so sehr muss mal auch leider feststellen: Genau dieser Diskurs wird gerade von den Entscheidungsträgern aber überhaupt gar nicht geführt, sondern es wird eben organisiert, wie auch weiterhin den Profiteuren ihre Profite gesichert werden können, auf Kosten aller anderen. Um Kultur, Werte oder Respekt ging es doch immer nur bei den Sonntagsreden.

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jan07 26.09.2012, 17:35
218. Reine Theorie

Das ist alles blanke Theorie. In einem stillen Redaktionskämmerchen lässt sich darüber trefflich debattieren. Ein bloße Konföderation war zu keiner Zeit mehrheitsfähig, genauso wenig wie ein eigenständiger wirtschaftlicher Weg der DDR. Nein, mit der Wiedervereinigung war die unendliche und unsägliche 'deutsche Frage' endlich gelöst. Ein natürlicher Zustand, nämlich die nationale Einheit war wiederhergestellt. Alles andere wäre nur eine zwischenlösung gewesen und hätte die wirtschaftlichen Probleme, nämlich das Gefälle zwischen West und Ost keinesfalls gelöst, sondern eher verschärft.

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lupenrein 26.09.2012, 17:35
219. .................

Zitat von rudolfnaef
Schon zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung hätte Herr Kohl lernen können, wie man's nicht macht: als er die Parität der Ostmark mit der Westmark durchsetzte (was u. a. den Rücktritt des damaligen Bundesbankpräsidenten Otto Pöhl bewirkte), ruinierte er mit einem Federstrich die ehemaligen DDR-Länder wirtschaftlich, da sie augenblicklich ihren Exportmarkt im Osten verloren. Die Folge waren notgedrungen die gigantischen Transferzahlungen in die "Ostzone". Was Herr Kohl daraus hätte lernen können: man kann Staaten mit völlig unterschiedlichen Politiken nicht einfach unter eine gemeinsame Währung zwingen, ohne erst die fiskalischen, ökonomischen und politischen Umstände anzugleichen. Aber was tat er? Er wiederholte exakt den gleichen Fehler, indem er, zusammen mit Herrn Mitterrand, die Einheitswährung Euro durchsetzte, ohne die oben genannten Voraussetzungen unter den Gründungsstaaten zuerst zu schaffen, zweifellos im naiven Glauben, diese Voraussetzungen würden sich dann von selbst ergeben (wobei man sich fragen kann, wer der beiden Herren der schuldigere ist). Nun steht (oder besser: sitzt) er vor dem Scherbenhaufen seiner katastrophalen Europapolitik und lässt sich von seinen Parteikollegen feiern! Ich kann nur hoffen, er wird noch so lange leben, um das finale Armageddon seiner Euro-Politik mitzubekommen. Wie heisst es doch: der Idiot wiederholt seine Fehler und der Weise macht immer neue... P.S. Auch Herrn Mitterrand's Politik ist letztlich nicht aufgegangen: statt dass er Deutschlands Wirtschaftsstärke durch die Einbindung in die gemeinsame Währung gegenüber Frankreich wie angestrebt moderieren konnte, erreichte er das Gegenteil: die BRD ist gegenüber allen anderen Euroländern stärker denn je geworden. "Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären." (Schiller)
Die USA und insbesondere GB, sowie Frankreich haben ein Wiederstarken Deutschlands durch die Wiedervereinigung befürchtet und überlegt, wie das zu verhindern wäre.
Ein Punkt war die Einführung des Euro, ein anderer immer neue EU-Verträge , bis hin zu dem Vertrag von Lissabon .
Trotzdem konnte der wirtschaftliche Aufstieg der BRD nicht verhindert werden. Die Schuld daran wird jetzt natürlich wieder einmal den Deutschen zugeschoben. Und in der Foilge auch die Schuld an der Schuldenkrise in Europa.
Und diese ewige Schuld ist jetzt ein treffliches Argument, von den Deutschen ein weiteres Mal 'Verantwortung' zu übernehmen.

Wen also wundert es, was M. wieder einmal von sich gibt......

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