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Grünes Wahlprogramm: Endlich Steuererhöhungen!

SPD und Grüne wollen Steuern erhöhen, und eine Mehrheit der Deutschen findet das richtig. Steuerehrlichkeit ist wieder eine Tugend, Schmarotzer stehen am Pranger. Die Krise des Kapitalismus hat zwar keinen äußeren Systemwechsel gebracht - aber der innere findet statt. Jakob Augstein über Steuersünder und die Steuerpläne der Grünen - SPIEGEL ONLINE

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wolleh 30.04.2013, 17:52
1350. Leistung muss sich wieder lohnen

Mir ist der Sprung noch zu kurz. Diese Umverteilung kann nur ein Anfang sein. Eigentum muss richtig begrenzt werden. Vermögen über mehr als 10 Millionen darf erst garnicht entstehen. Vermögen sind meist unrechtmäßig zustande gekommen. Wir brauchen mehr Staatseigentum und weniger privates Eigentum. Einkommen bis 100.000 Euro sollten garnicht besteuert werden. Leistung muss sich wieder lohnen. Begrenzt die Gier des Staates. Der Lobbyismus muss beseitigt werden. Darüber hinaus ist eine Demokratie-Debatte von Nöten. Das Volk braucht echte Volksvertreter und eine fähige Regierung. Beides ist Wunschdenken. Ich weiß. Aber vielleicht schaffen wir das ja im September. Jede Stimme zählt. Aber nur, wenn die FDP als scheinliberale Partei in Ihre Schranken gewiesen wird.

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oktave 30.04.2013, 17:53
1351.

Zitat von fiutare
Diese These wird auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer. Was die Rente angeht: Der Rentenanspruch wird auch nur in Höhe der Beitragsbemessung bezahlt. Wer mehr Rente will, muss sich privat nachversorgen Arbeitslosenversicherung: dito Krankenkasse: Bei allem Verständnis für die Solidargemeinschaft, irgendwo muss eine Grenze sein. Wer durch die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze 1.000.- Euro und mehr Beitrag bezahlt, wird spätestens dann zu der PKV flüchten. Das macht gar keinen Sinn.
Wenn hier schon das große Wort von der Solidargemeinschaft geschwungen wird, dann muss doch endlich auch einmal die Frage erlaubt sein, warum nicht längst das immer mehr ausufernde und kostenträchtige Beamtentum eigene Pensionsbeiträge für die Altersversorgung in die Renten- bzw. Pensionskasse einzahlt, wie alle anderen Bürger auch. Leider wird das Thema sowohl von den Politikern als auch in der gesamten Medienlandschaft einfach totgeschwiegen. Auch hier in den Foren wird es stets ganz schnell sehr still, sobald es um das Thema Pensionslasten geht.

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klaus-berlin 30.04.2013, 17:54
1352. Märchenstunde

Es ist mit SPON-Kolumnen immer das Gleiche: linke Artikel, die die Welt erklären wollen - und der Großteil der Kommentare lehnt sie entgeistert ab. Wenn ich doch mal wieder hier hineinschaue frage ich mich immer, warum sich das so viele Leute überhaupt noch antun. Dieser Artikel ist das perfekte Beispiel: absoluter Schwachsinn und Dauerwerbesendung für Rot-Grün.

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david_2010 30.04.2013, 17:56
1353. Rot-Grün ? Nein danke !

Langsam frage ich mich, welchen Wahn Herr Augstein eigentlich lebt ? Was hat ein Familienvater mit 60.000 Euro Jahresgehalt denn bitte mit dem Multimillionär Uli Hoeneß zu tun, der scheinbar trotz Reichtum nicht genug bekommen kann ??

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Umbriel 30.04.2013, 17:59
1354. Investitionen in Bildung = Ausgleich steigender Pensionslasten

Zitat von maxgil
Davon werden die Pensionen für Beamte, Großbauprojekte u.ä. bezahlt, die Kitas sehen da nix!
Leider sind sich Massenmedien und Parteipolitiker einig, daß man den Menschen andauernd totale Wortverdrehungen präsentieren darf. Da gibt leider keine Partei der anderen viel.

Was landauf und landab als "mehr Investition in Bildung" angepriesen wird, das ist bei näherer Betrachtung so, daß die steigenden Pensionslasten ausscheidender Lehrer voll auf diesen Schönsprech gebucht werden.

Aufrichtig ist das deswegen nicht, weil jeder glaubt, es würde die Schülerausbildung verbessert.

Ähnliches erlebt man auch beim Gesundheitswesen.

Immer wenn gespart wird redet man von den Krankenschwesterngehältern.

Wird draufgesattelt, geht es um großartige Rennommierbauten und Monstergeräte der Radiologieprofessoren mit Millionengehältern.

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Rosbaud 30.04.2013, 18:00
1355. So kann man sich täuschen

Zitat von ginthos
Das ist der Gipfel. Nun ja, auf die Steuersätze, die ein Amerikaner zahlt, könnte ich mich schnell mit Ihnen einigen. Das wären bei 70.000.- € Jahresbrutto dann so 10%. Und nicht 49%.
Oliver Wendell Holmes jr. (1841-1935) hat seine heutzutage anscheinend sehr provokanten Worte wahrscheinlich bei der Inkraftsetzung des Revenue Acts 1932 gesagt. Damals stieg der Spitzensteuersatz von 25 auf 63 Prozent, die Erbschaftssteuer wurde verdoppelt und die Körperschaftsteuer stieg um 15 Prozent.

Zitat von ginthos
Ich denke, Sie sind ein Beispiel dafür, wie grüne Sozialschmarotzer so denken. Stinkfaul und pseudointelllektuell die Anderen für sich arbeiten lassen und obendrein noch was von Moral dahersulzen.
Sozialschmarotzer? Ich habe just heute nach 47 Arbeitsjahren meine Rente beantragt, meine Frau ist selbstständig im Textilbereich und beschäftigt sechs Näherinnen, kurzfristig, bei größeren Aufträgen, sogar bis zu 16 Näherinnen. Wir wohnen im eigenen Haus am Stadtrand von München. Und wir zahlen brav unsere Steuern.
Also, wissen Sie, nicht jeder gutsituierte Bürger muss einen Hang ins Sozialpathologische haben!

P.S.: Grün sind wir auch nicht, wir wählen die Linke – das Original!

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UweZ+ 30.04.2013, 18:04
1356. Nun ja,...

Zitat von knowit
Merkel will die Steuern auf gleichem Niveau halten, das Programm der Grünen wurde hinreichend erläutert. Wo ist die Partei, die ich wählen muß, um eine drastische Senkung der Lohnsteuer herbeizuführen??
... Sie könnten z.B. eine afrikanische Partei in der ökonomisch wenig erschlossenen Sahel-Zone wählen.

Dort kann so ein leistungstragend ganzer Kerl doch wenigstens noch zeigen, was er auf seiner ureigenen Leistungspfanne so drauf hat.
Wenn er persönlich nicht von einer sozial befriedeten Hochleistungs-Volkswirtschaft gepampert wurde/wird, meine ich...

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guent 30.04.2013, 18:04
1357. nichts gegen Steuern

Man sollte aber schon die Frage stellen, wer denn zumindest die Einkommensteuer eigentlich bezahlt? Es ist nämlich der Kunde.
Beispiel das Einkommen eines Fußballstars. Bei einer höheren Steuer wird einfach sein Einkommen erhöht, damit netto das Gleiche herauskommt. Und wer bezahlt das höhere Einkommen, derjenige, der ein höheres Eintrittsgeld ins Stadion bezahlen muss.
Im Preis ist die Einkommensteuer, das muss man nur einmal Götz Werner aufmerksam zuhören und auch verstehen.

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L_P 30.04.2013, 18:05
1358. Eine dumme Provokation

Mehr ist zu diesem "Beitrag" nicht zu sagen. Höhere Steuern brauchen nur diejenigen, die von Steuergeldern leben. Das sind nicht die Strassen mit Schlaglöchern und nicht die Schulen ohne Putz an den Wänden.

Bevor immer wieder an der Steuererhöhungsschraube gedreht wird, könnte man auch den finanzschwachen Bundesländern ein klein wenig der Gesetzgebung Luxemburgs zuteil werden lassen.

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Umbriel 30.04.2013, 18:07
1359. Kostendämpfung im Gesundheitswesen und Sozialwesen

Zitat von hatorihanzo
Das hört sich immer toll an. Wegfall der Beitragsbemssungsgrenze. Da ist zwar ein anderer Thread, dennoch: In der Rentenversicherung kann man darüber nachdenken, aber bedenken Sie, dass dann auch entsprechend hohe Rentenzahlungen herauskommen müssten. In der GKV ist es einfach nur brutale Enteignung. .
Man kann alles drehen wie man will.

Nur ein Staat, dessen Behörden und Ämter hochseriös, menschlich, ausgewogen und effektiv arbeiten, kann seine Aufgaben sinnvoll wahrnehmen.

Ein Patentrezept gibt das dafür nicht - daher gibt es den demokratischen Ansatz von Transparenz, Haushalten und parlamentarischer Kontrolle auf allen Ebenen.

Leider ist ein riesiges Unglück geschehen, denn der Bundestag hat leider die EURO Rettungsschirme verabschiedet.

Damit hat der Bundestag viel zu viele finanzielle Spielräume an Dritte überantwortet, im Multimilliardenmaßstab.

Damit wurden Transparenz und Seriosität des Staates sehr stark beschädigt und die Bürger wurden über das Ausmaß im Unklaren gehalten.

Die Auswirkungen sind verheerend.

Denn mehr und mehr sinkt die Akzeptanz der Steuern, wenn der Einfluß von Lobbyisten in Wirtschaft und Politik wächst, dann ist das genau das Gegenteil dessen was der moderne Staat braucht.

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