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Harter Kern an Arbeitslosen: Mehr als drei Millionen Hartz-IV-Bezieher sind Dauerkund
DPA

Die Zahlen sind ernüchternd: Mehr als drei Millionen der 4,33 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger beziehen die Sozialleistung monate- oder jahrelang. Sie schaffen es nicht, dauerhaft auf eigenen Beinen zu stehen. Hartz IV: Mehr als drei Millionen Langzeitbezieher - SPIEGEL ONLINE

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rogerthetaxpayer 29.12.2012, 17:38
400. Dopes

Der freie Markt existiert nur in der Theorie. Genauso wie der perfecte Mensch im Kommunismus.

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irobot 29.12.2012, 17:38
401. Hier könnte Ihre Werbung stehen!

Zitat von eu-sklave
Es dürfte nicht mehr einfach sein, die Zahl der offenen Stellen konkret abzubilden. Jeder Zeitarbeitsfuzzifirma inseriert die gleichen Stellen mit anderen Verpackungen.
Und was noch viel schlimmer ist, die grasen einfach ohne Erlaubnis Stellenangebote von Firmen ab und schreiben dann in ihrer Ausschreibung "Wir suchen im Kundenauftrag" oder "Für einen Kunden suchen wir". Da hat man dann mal eine echte offene Stelle und findet dazu 20 Inserate im Internet.

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mockingbird85 29.12.2012, 17:42
402.

Zitat von **Kiki**
Ein neuer Tiefpunkt an hundsmiserablem Journalismus, und den entscheidenden Fehler hat im Forum kein Mensch bislang bemerkt. Von den 4,33 Millionen erwerbsfähigen ALG-II-Empfängern sind nämlich überhaupt nur 1,89 Millionen arbeitslos.
Ein neuer Tiefpunkt an schlechtester Statistik - verbunden mit der üblichen Hetze gegen Ärmste hier im Forum. Jeder Ü58 ist nicht "arbeiztslos", wenn ihm das Amt 12 Monate keine Arbeitsstelle zur Vermittlung angeboten hat. Der Bericht der BA sagt zB nichts darüber aus, wie viele Bezieher von Hartz IV das seit 8 vollen Jahren sind, also seit 1.1.2005 und mit der schönen Aussicht auf Altersarmut bis zum Lebensende, diese Zahlen des krassen Misserfolgs von Hartz IV will doch niemand wirklich wissen ... da werden sich lieber angebliche "Denkfehler" schöngeredet, um nicht zu sehen, was in diesem unseren Lande da draussen seit vielen langen Jahren abgeht.

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Herr Hold 29.12.2012, 17:49
403. Tiefpunkt des Forenlesens

Zitat von **Kiki**
Ein neuer Tiefpunkt an hundsmiserablem Journalismus, und den entscheidenden Fehler hat im Forum kein Mensch bislang bemerkt. Von den 4,33 Millionen erwerbsfähigen ALG-II-Empfängern sind nämlich überhaupt nur 1,89 Millionen arbeitslos. Unter den zweieinhalb Millionen Nicht-Arbeitslosen war aber nur eine Minderheit in "Maßnahmen" oder sonstigen Statistikkosmetik-Maßnahmen. Es gibt da auch Schüler, Azubis, Schwerkranke - und nicht zuletzt auch Erwerbstätige mit Niedrigeinkommen. Ein Gymnasiast, der mit 15 - ab da gilt man als erwerbsfähig - in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, ist jedenfalls nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn er mit 17 immer noch in ihr lebt. Dasselbe gilt für die junge alleinerziehende Mutter, die zwei Jahre nach der Geburt ihres Kindes immer noch ein weiteres Jahr Anspruch darauf hat, nicht zur Arbeitsaufnahme gezwungen zu werden. Und daß Niedriglöhner wenig Aussichten auf besser bezahlte Jobs haben, weiß jeder. Die entscheidende Frage, die man stellen müßte, lautet also: Wie viele ALG-II-Empfänger, die mindestens 21 von 24 Monaten in ALG-II-Bezug waren, waren denn auch ? Der Bericht, auf den sich die SZ berufen hat, ist leider auf der Seite der Arbeitsagentur nicht zu finden, also läßt sich die Frage im Moment gar nicht beantworten.
Diese Frage kam schon sehr früh auf...

"Ich dachte wir haben "nur" 2,7 Millionen Arbeitslose, lieber Spiegel. So lauten doch immer die Jubelmeldungen.
Wir haben also eher 5, 7 oder 9 Millionen Arbeitslose?"

"Nicht jeder H4-Empfänger ist Arbeitsloser. Wie ein Forist schon schrieb: es wäre wünschenswert, wenn man nicht nur pauschal H4 schreiben würde, dann könnte der Leser auch eher nachvollziehen, von was gesprochen wird"

Um nur mal einige Beispiele zu nennen.

Und selbstverständlich können Sie diese Angaben googeln.

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schwabensporty1 29.12.2012, 17:49
404. 1200 EUR fürs Nichtstun

Zitat von sysop
Die Zahlen sind ernüchternd: Mehr als drei Millionen der 4,33 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger beziehen die Sozialleistung monate- oder jahrelang. Sie schaffen es nicht, dauerhaft auf eigenen Beinen zu stehen.
Warum auch?Hartz IV (ArbeitsLosenGeld II) ist ein beinahe bedingungsloses Grundeinkommen in der Höhe von ~ 1200 EUR. Das setzt sich zusammen aus Miete ~ 500 EUR, Heizkostenzuschuss 170 EUR, Kranken.- und Rentenversicherung, sowie ein Taschengeld von z.z. 374 EUR für Alleinstehende. Dieses beinahe bedingungsloses Grundeinkommen (Selbstbehalt von1600 EUR) kann ein Leben lang gewährt werden. Bitte nennen Sie mir einen anderen Staat der ebenfalls so lange und aufwendig um seine Bürger kümmert?
Ich möchte klarstellen, dass ich nicht die Abschaffung von ALG-II befürworte, weil ALG-II einer der Gründe ist, warum es in unserer Gesellschaft eine relativ geringe Kriminalität gibt. Allerdings ist es ein kostspieliger Burgfrieden.

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irobot 29.12.2012, 17:50
405. Hier könnte Ihre Werbung stehen!

Zitat von RALF ALG III
Nach meiner Erfahrung sind die Arbeitsunwilligen eine verschwindende Minderheit unter den Langzeitarbeitslosen.
Erfahrungen können täuschen. Schauen Sie mal zwei Wochen lang sich Nachmittags das Programm der Privaten an und besuchen Sie regelmäßig bestimmte Ortschaften wie zum Beispiel den Neumarkt in Köln. Dann denken Sie bestimmt anders. ;-)

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Herr Hold 29.12.2012, 17:52
406. Nein

Zitat von Micha123
Ich habe jetzt in diesem Thread einiges gelesen. Mich beschleicht das Gefühl, die Deutschen sind ein extrem asoziales Volk. Teilweise wirklich erbärmlich, was man hier zu lesen bekommt. Wann werdet ihr endlich begreifen, dass es nicht mehr Arbeit für alle gibt und geben wird? Warum wird eigentlich ständig über Hartz4 geschrieben und berichtet, sehr selten jedoch über Steuerhinterzieher, die etwa Abermilliarden Euro in der Schweiz geparkt haben? Ach so ja, dass sind ja "Leistungsträger". Ich möchte nicht wissen, was so manch ein Zeitgenosse hier einem "Hartzer" antun würde, wenn es ihm ein Führer erlauben würde...
Mal abgesehen von einigen Beiträgen sind " die Deutschen" sogar ein sehr soziales Volk, mit Sozialleistungen, die es in Summe nicht in vielen Ländern gibt.

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kein Ideologe 29.12.2012, 17:53
407. 234234

Zitat von Rosbaud
Bei Arbeitsvermittlern wie Ihnen wird mir klar, warum 2011 der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte Deutschland gewichtige Verfehlungen und Versäumnisse bei der Umsetzung des Sozialpakts zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten (IPwskR) vorgeworfen und die menschenrechtliche Lage kritisiert hat. U. a. mit Bezug auf das Verbot der Zwangsarbeit (Art. 4 Menschenrechtskonvention, MRK; Art. 2 des Abkommens über Zwangsarbeit der Internationalen Arbeitsorganisation, ILO) die Praxis scharf kritisiert hat, Sozialhilfeempfänger zu einer Arbeit um jeden Preis zu nötigen. Da staunt der deutsche Spießbürger und wundert sich!
also ich fand den Beitrag aus der Praxis ganz erhellend.

Übrigens werden in D. Sozialhilfeempfänger schon deshalb nicht " zu einer Arbeit um jeden Preis" gezwungen, weil vermittlungsfähige Personen gar keinen Anspruch auf Sozialhilfe haben.

sie meinen wohl diese Geschichte:
Bericht zur sozialen Lage: Wie Deutschland zum Buhmann der Uno wurde - SPIEGEL ONLINE

um mal ehrlich zu sein, das passt nicht mit meinem Erleben zusammen. Wenn hier Kinder ohne Frühstück in die Schule gehen, ist was Verwahrlosung. Nicht eine Folge von Armut. Für ein Frühstück reicht es immer. Übrigens bekommt eins meiner zwei Kinder morgens einfach nichts runter, da hilft alles gute zureden nichts. Damit liege ich ja sauber in der Mitte der Statistik, die sich wohl auf die Umfrage an einer Schule stützte. Sowas in Relation mit echtem Hunger in vielen Teilen der Welt zu setzen, ist einfach unanständig.

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Promet 29.12.2012, 17:55
408.

Zitat von magetasalex
Was raten Sie denn, was man lernen und studieren sollte, um mit Sicherheit einen Arbeitsplatz zu bekommen?
"Was raten Sie denn, was man lernen und studieren sollte, um mit Sicherheit einen Arbeitsplatz zu bekommen?" Ich habe den Eindruck es werden nur noch Ärzte und Beamte benötigt. Bis auf Feuerwehrleute u. Polizisten studiert man für den gehobenen Dienst in der Regel 3 Jahre an der Fachschule für öffentliche Verwaltung und erhält dafür auch noch pro Monat 860 Euranten fast Netto. Oder man studiert eben Medizin, Note des Abschlusses und tatsächliche Kenntnisse sind später fast vollkommen egal. Ein hohes und sicheres Einkommen wartet. Die anderen Berufe sind warum auch immer anscheinend überflüssig. Technik ist ganz großer Mist und Handwerk der allergrößte Mist. Nur mit Ärzten und Beamten werden wir zwar verhungern. Aber gut. Die restlichen Berufe sind für die Tonne.

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Leinomat 29.12.2012, 17:57
409. Strukurelles Problem schon seit 1977 bekannt

Zitat von Bono Beau
Ich habe schon 1977 im Rahmen einer Examensklausur in Sozialwissenschaften postuliert, bei der (Jugend)arbeitslosigkeit handele es sich um ein strukurelles Problem. Wurde am sozialdemokratischen Lehrstuhl nicht wirklich gut geheissen. Ist aber immer noch so. Will nur niemand wahrhaben.
Zunächst einmal großen Respekt vor Ihrer Gedächtnisleistung. Dass Sie sich noch nach über 30 Jahren an Ihre messerscharfen Argumentationslinien einer einzelnen Examensklausur erinnern können, verdient höchste Anerkennung!

Sie haben es richtig erkannt - wahrscheinlich als erster! Und dann auch noch postuliert, schwarz auf weiss (vielleicht auch blau auf weiss?)! Da hätten die Sozen doch mal besser auf Sie und Ihre profunden Erkenntnisse gehört, dann hätten wir heute nicht den Salat! Wer weiss, was Sie sonst noch so alles postuliert haben. Von Ihnen könnte wahrscheinlich sogar Obama noch was lernen...

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