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Helikopter-Eltern im Verkehr: "Noch hat Ihr Mann die Straße nicht gekauft"
DPA

Viele Eltern chauffieren ihre Kinder am liebsten mit dem Auto bis zum Schultor - aus Angst, Gewohnheit oder Bequemlichkeit. Das ist nicht nur oft typische Helikopter-Überbehütung, sondern kann gefährlich sein.

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mosquitojg 07.03.2017, 16:40
1. Andere Sorgen hat man im Schulsystem offenbar nicht

Autofahrende "Helikoptereltern" scheinen DAS Feindbild im deutschen Bildungssystem schlechthin zu sein. Wenn nur für die Sicherstellung des Bildungsniveaus, Gewaltfreiheit IN der Schule und Sicherheit auf dem Weg hin und zurück mal genauso viel Herzblut investiert würde. Dann wäre das Thema viel uninteressanter, denn dann bräuchte es viele Helikoptereltern gar nicht. Interessant ist ja, dass man hier Einzelne als Schuldige ausfindig gemacht zu haben glaubt, während man sonst doch immer "das System" als Ursache der Probleme sucht. Überlegt Euch mal lieber, was die Ursachen sein könnten! Die Eltern mit ihren Autos sind viel eher nur das Symptom. Aber da mache ich mir keine Illusionen, man bekämpft in Deutschland doch viel lieber Symptome als Ursachen.

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dodgerone 07.03.2017, 16:41
2.

Das Verhalten vieler Eltern kann einen sprachlos machen... warum streamt man sowas nicht live ins Internet und führt die Leute vor??

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angst+money 07.03.2017, 17:51
3. @1

Genau. Ursache sind immer die anderen, man selber ist nur Symptom.

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notbehelf 07.03.2017, 18:00
4. Ja

Zitat von mosquitojg
Autofahrende "Helikoptereltern" scheinen DAS Feindbild im deutschen Bildungssystem schlechthin zu sein. Wenn nur für die Sicherstellung des Bildungsniveaus, Gewaltfreiheit IN der Schule und Sicherheit auf dem Weg hin und zurück mal genauso viel Herzblut investiert würde. Dann wäre das Thema viel uninteressanter, denn dann bräuchte es viele Helikoptereltern gar nicht. Interessant ist ja, dass man hier Einzelne als Schuldige ausfindig gemacht zu haben glaubt, während man sonst doch immer "das System" als Ursache der Probleme sucht. Überlegt Euch mal lieber, was die Ursachen sein könnten! Die Eltern mit ihren Autos sind viel eher nur das Symptom. Aber da mache ich mir keine Illusionen, man bekämpft in Deutschland doch viel lieber Symptome als Ursachen.
Ich verstehe das ja bei den wirklich noch kleinen Schülern. Bei uns um die Ecke ist ein Gymnasium. Und Schüler der 5. Klasse sollten ja wohl in der Lage sein, 400 Meter durch einen verkehrsberuhigten Bereich (!) alleine zu laufen. Teilweise werden die Schülerinnen (Mädchenschule) von ihren Lovern abgeholt, die mit laufendem Motor und voll aufgedrehter Musik warten....

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notbehelf 07.03.2017, 18:01
5. Streamen

Zitat von dodgerone
Das Verhalten vieler Eltern kann einen sprachlos machen... warum streamt man sowas nicht live ins Internet und führt die Leute vor??
Den Leuten, die sich über ihr störendes Verhalten keine Gedanken machen, geht das wohl auch am Allerwertesten vorbei.

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gantenkiel 07.03.2017, 19:25
6. Das Autochaos ist nur ein Teilphänomen

Dieser Teil der neuen Generation Eltern haben einen Sprung im Geländer. Überehrgeiz, Überprotektionismus und einen fürchterlichen Geltungsdrang. Zudem finden sich plötzlich alte Genderrollen wieder: Frau bleibt daheim und Vattern bringt das Geld ins Nest. Die Kinder müssen das ausbaden, denn irgendwas muss SUV - Muttern ja zwischen den Latte Macchiatos auch zu tun haben: Kind rumkutschieren (denn Kind muss zusätzlich noch mindestens 4 Sportarten, 3 Instrumente und 2 zusätzliche Fremdsprachen lernen), dem Kind die Hausaufgaben machen (denn das muss ja alles perfekt sein, dass Schule zum Lernen da ist und Fehler dazugehören, das kann man sich nicht erlauben. Zudem kommt Kind bei all den Zusatzaktivitäten eh nicht dazu) und gaaaanz tolle und mondäne Geburtstagsfeten organisieren (mit 20 Kinder in den Freizeitpark oder gleich eine komplette Gaststätte anmieten (alles schon erlebt)). "Für mein Kind nur das Beste"- ich fürchte, dass der Schuss nach hinten los geht.

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Muttimörkel 07.03.2017, 19:34
7. Umdenken nicht nur bei den Eltern

Bei uns um die Ecke wurde eine Grundschule neu erbaut. Es wurden eine Handvoll Lehrerparkplätze errichtet und das war's. Keine weiteren Parkplätze, keine Kurzzeitparkmöglichkeiten, noch nicht mal Haltemöglichkeiten gibt es. Vielleicht sollten nicht nur die Eltern zum Umdenken aufgefordert werden...

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andreasm.bn 07.03.2017, 19:36
8. Nicht DAS, aber eines von mehreren,...

Zitat von mosquitojg
Autofahrende "Helikoptereltern" scheinen DAS Feindbild im deutschen Bildungssystem schlechthin zu sein.
und das völlig zu Recht!
Aber getroffene Hunde bellen, nicht wahr?
Aber ich gebe Ihnen 'n Tipp:
Schicken Sie ihre Kinder ins Elite-Internat, dann brauchen Sie sie morgens gar nicht zur Schule bringen!
Ihr Geldbeutel gibt das doch her!

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mkalus 07.03.2017, 19:41
9.

Zitat von notbehelf
Ich verstehe das ja bei den wirklich noch kleinen Schülern. Bei uns um die Ecke ist ein Gymnasium. Und Schüler der 5. Klasse sollten ja wohl in der Lage sein, 400 Meter durch einen verkehrsberuhigten Bereich (!) alleine zu laufen. Teilweise werden die Schülerinnen (Mädchenschule) von ihren Lovern abgeholt, die mit laufendem Motor und voll aufgedrehter Musik warten....
Ich datiere mich hier, aber ich bin in den '80ern alleine zur Schule gegangen, in der ersten Klasse. Das waren wohl so gut 1 - 2km. Auf dem Weg traf man sich dann noch mit Klassenkameraden und kam gemeinsam in der Schule an.

Mir ist nicht bekannt das auch nur ein Kind in unserer Schule unter die Raeder kam oder sonst irgendwie zu schaden kam. "Schlimmer" noch. Fuer eine Weile benutzte die Schule ein paar Klassenraeume ausserhalb der eigentliche Schule da renoviert wurde. Da pendelten wir regelmaessig zwischen den beiden hin und her.

Als ich dann in die 5. Klasse kam hatten wir aehnliches. Der Sportunterricht war einen km weit von der Schule entfernt da die Schule neu war und noch keine Sporthalle hatte, da lief man dann halt mit Freunden da hin, inklusive der Ueberquerung einer Schnellstrasse.

Ich frage mich manchmal wie das wohl heute so ablaufen wuerde.

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