Forum: Blogs
Helikopter-Eltern im Verkehr: "Noch hat Ihr Mann die Straße nicht gekauft"
DPA

Viele Eltern chauffieren ihre Kinder am liebsten mit dem Auto bis zum Schultor - aus Angst, Gewohnheit oder Bequemlichkeit. Das ist nicht nur oft typische Helikopter-Überbehütung, sondern kann gefährlich sein.

Seite 2 von 4
marinart 07.03.2017, 20:18
10. die Polarisierung

gibts jetzt in der Bezahlversion. Interessant.

Beitrag melden
dibbi 07.03.2017, 20:19
11.

Nicht der Umstand, dass Eltern die Kinder zur Schule fahren ist das Problem, sondern das wie.

Liegt die Schule in Fussläufiger Distanz, wie es zumindest in Städten die Regel ist, dann ist der Fussweg der selbstverständliche.

Die weiterführende Schule liegt 20 km, entfernt. Da elterlicher Arbeitsbeginn und Schulbeginn korrepondieren fahren die Kinder mit rein (zurück gehts mit dem Bus).

Allerdings werden die Kinder vorher abgesetzt, weil die gesamte Straße an der die Schule liegt verkehrsgefährdent für das Aussteigen genutzt wird. Da wird gerne auf der Innenseite eines Kreisverkehrs gehalten und die Kinder springen in den Verkehr.

Auf einem Elternabend bat die Lehrerin, dass die Eltern nicht auf den Schulhof fahren... Man kam überein dass es besser wäre davor im absoluten Halteverbot die Kinder raus zu lassen, da stürzen dann nur die Radfahrer in die sich öffnenden Autotüren.

Was lernen Kinder daraus?

Regeln müssen nicht beachtet werden, ich bin mir selbst der nächste. Wenn man Eltern darauf hinweist, wird man angepöbelt.

Prinzipiell sind solche Leute nicht zum führen von KFZ geeignet, dass sorgerecht sollte man ihnen mit dem Führerschein zusammen entziehen. Am geilsten ist es vor der örtlichen Waldorf-Schule. Da wird jeden morgen ausgetanzt, ob nicht noch mehr Autos in die Sackgasse passen, als tags zuvor.

Beitrag melden
murksdoc 07.03.2017, 20:34
12. Times are Changing

Als hätten die GRÜNEN mit der zunehmenden Berufstätigkeit beider Eltern, mit Einelternfamilien und der Zusammensetzung von Schulklassen, die man seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde, rein garnichts zu tun. Das sind eben die Folgen. Nehmen Sie es hin. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Beitrag melden
herrwurlstein 07.03.2017, 21:04
13. Was wir ernten...

....ist das Produkt de antiautoritären Erziehung der 70er.
Die Kinder von damals machen heute als Erwachsene immer noch ungebremst, was ihnen in de Sinn kommt.
Man darf auf deren Nachkommen gespannt sein....

Beitrag melden
workingmum 07.03.2017, 21:04
14. @gantenkiel: knick in der Logik!

ein SUV kann also nur vom arbeitenden Vater gestellt werden? Sehr weltfremd und ein völlig verzerrtes Frauenbild dass Sie da haben. Als arbeitende Mutter stelle ich unseren SUV schon selbst und bringe die Kinder - vor der (meiner) Arbeit (Vollzeit) - in die Schule. Das tue ich nicht, da ich überprotektioniere, sondern da der Schulweg meiner Kinder mit den Öffentlichen ca. 45 Minuten lang ist und mit dem Auto nur 10 Minuten - zumal sie in Berlin zweimal in sehr gefährlichen Stationen umsteigen müssten. Ist halt nicht das idyllische Land sondern Großstadt! 45 Minuten morgens früher aufstehen? Sorry. Unsere kinder haben von 8:30 bis 16:00 Uhr Schule und sind kaum vor 17:30 Zuhause. Meistens haben sie so viele Hausaufgaben, dass sie locker bis 21:00 Uhr jeden Abend plus am Wochenende dransitzen. Und nein, sie machen grad nicht Abitur, sie gehen in die 6. Klasse einer Berliner Grundschule. Zeit für Instrumente und Sport bleibt da leider nicht, was wir alle sehr bedauern. Fazit: es ist schon einfach, mal eben pauschal alle Eltern über einen Hut zu scheren. Das nennt man dann Vorurteile. Vielleicht täte es aber auch mal ganz gut, sich die Realität der einzelnen Leute und die Realitäten der Kinder und was gerade and den Schulen und in den Städten los ist etwas genauer anzusehen - zumindest dann, wenn man sich ein Urteil erlauben will.

Beitrag melden
supi 07.03.2017, 21:25
15. 20% der Unfälle...

20% der Verkehrsunfälle von Schulkindern (als Fußgänger) passieren laut der ADAC Studie im Artikel zwischen 7 und 9 Uhr, also auf dem Schulweg.

Sind daran jetzt die anderen Eltern schuld, die ihr Kind mit dem Auto bringen?
Oder machen die es dann einfach nur richtig, wenn sie das Risiko für ihre Kinder begrenzen?

Beitrag melden
trompetenmann 07.03.2017, 21:36
16. @working mum: qed

sorry, aber die Dauer des Schulwegs spielt doch keine Rolle. 45 Min und 8:30 Schulbeginn? Dann kann man ganz entspannt um 7:00 aufstehen. Ach so, dann müsste man als Elter selber früher aufstehen? Geht natürlich gar nicht.

Beitrag melden
trompetenmann 07.03.2017, 21:39
17. @workingmum: es heißt

oder "unter einen Hut zu bringen."
Nichts für ungut.

Beitrag melden
mailo 08.03.2017, 06:01
18.

Ja, es stimmt! 854 Kinder verunglücken jährlich auf dem Weg zur Schule. Von 6000000!
Ich gehe mal ganz schwer davon aus, das es sich dabei nicht um Verkehrstote handelt da die grsammtzahl über der Zahl der Verkehrstoten in Deutschland liegt. Die Quote 1:6000 erklärt dann auch warum ich mich an kein Unfallopfer in meinem Bekanntenkreis während meiner Schulzeit erinnere. Auch wenn man die Anzahl der gesammten Unfälle mit Kindesbeteiligung nimmt sieht es nicht viel anders aus Da steht dann ein Verhältnis von ca. 1:000 zu Buche. Auch hier decken sich die Zahlen mit meiner Lebenserfahrung. Hier sind mir insgesamt nur zwei Fälle bekannt. Eine entfernte Bekannte und ich selbst. Bei der Bekannten war es allerdings in der Freizeit und bei mir beim Zeitungen Verteilen.
Vielleicht ist die Wortwahl in Berichten schuld an der Panik mancher Eltern. Bei Verunglücken denkt man schnell an Tod und Rollstuhl. Außerdem verleiten Absolute Zahlen dazu ein Problem als größer wahrzunehmen als es ist. Eine Gegenüberstellung zum Risiko von Erwachsenen fehlt ganz. Vielleicht ist es aber auch nur die Unfähigkeit vieler Zahlen und Statistiken richtig zu deuten. Es gab im Jahr 2011 Beispielsweise über 90Mio. Lottogewinne. Vielleicht mal drüber nachdenken.

Beitrag melden
notbehelf 08.03.2017, 06:04
19. Wer

Zitat von supi
20% der Verkehrsunfälle von Schulkindern (als Fußgänger) passieren laut der ADAC Studie im Artikel zwischen 7 und 9 Uhr, also auf dem Schulweg. Sind daran jetzt die anderen Eltern schuld, die ihr Kind mit dem Auto bringen? Oder machen die es dann einfach nur richtig, wenn sie das Risiko für ihre Kinder begrenzen?
Da die Eltern für das größte Verkehrsaufkommen in der "Schulumgebung" sorgen, haben Sie selbstverständlich ihren Anteil.

Beitrag melden
Seite 2 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!