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Henkel und die Freien Wähler: Operation Stimmenraub

Wie gerne hätte Hans-Olaf Henkel eine neue Partei gegründet! Doch bekannte Rechtspopulisten à la Thilo Sarrazin erteiltem dem Ex-BDI-Präsidenten eine Absage. Nun will er den Freien Wählern zu bundespolitischer Bedeutung verhelfen - und bei Liberalen und Union Stimmen räubern. Henkel und die Freien Wähler: Operation Stimmenraub - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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rufus008 01.01.2012, 15:31
20. ...

Zitat von böseronkel
Es ist ja kein großes Geheimnis, dass Herrn Henkel die Gründung einer deutschen tea-party-Bewegung vorschwebt. Sicher dürfte eine derartige tea-party es nicht in die Landesparlamente in Schleswig-Holstein und Niedersachsen schaffen. Auf Bundesebene wird es vielleicht für 2 bis 3% reichen.
Ich glaube, da täuschen Sie sich. Ich kenne sehr viele freiheitsliebende Menschen, die die Nase voll haben vom Staatssozialismus der BRD und in Ermangelung einer wählbaren Alternative ins Lager der Nichtwähler abrutschen. Das Wählerpotential sehe ich deutlich über dem der Piraten angesiedelt.

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dafe 01.01.2012, 15:35
21. Mal wieder typische mediale Usurpation der Sprachregelung..

Zitat von sysop
Wie gerne hätte Hans-Otto Henkel eine neue*Partei gegründet! Doch bekannte Rechstpopulisten à la Thilo*Sarrazin erteiltem dem Ex-BDI-Präsidenten eine Absage. Nun will er den Freien Wählern zu bundespolitischer Bedeutung verhelfen - und bei Liberalen und Union Stimmen räubern.
.. ohne Sinn und Verstand, Hauptsache, Krach gemacht.
Können der Herr Langguth denn bitte die genauen Gründe zur Erteilung des Prädikats "bekannter Rechtspopulist", in D üblicherweise nahezu gleichbedeutend mit der Erklärung zur Unperson darlegen?

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Ballonfahrer 01.01.2012, 15:41
22.

Zitat von Brennstoff
des Autors nicht. Es gibt eine erhebliche Anzahl von Wählern die sich von keiner der etablierten Parteien (mehr) repräsentiert sehen. Wenn ein medienerfahrener Mann wie Hr. Henkel sich richtig ins Zeug legt, könnte das die Parteien der Mitte erheblich durchschütteln. Denn eines traue ich Hrn. Henkel durchaus zu, so er in eine verantwortliche Position gewählt wird, das er konsequent dass umsetzt, was er im Wahlkampf versprochen hat. Damit haben die etablierten Parteien in den letzten Jahren ernsthafte Schwierigkeiten, hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit beim Soll und Ist ihrer Wahlkampfaussagen.
Die meisten Regierungen der vergangenen 20 Jahre haben nicht den Fehler gemacht, dass sie weniger umgesetzt haben, als sie versprochen haben, sondern dass sie mehr versprochen haben, als sie umsetzen konnten ... ein Unterschied, über den es sich nachzudenken lohnt. Das fing bei Kohl und seinen blühenden Landschaften an, ging mit Schröder und seiner Forderung, man solle ihn daran messen, ob die Arbeitslosenzahlen am Ende seiner Legislaturperiode um 2 Millionen gesunken sind, weiter und setzt sich fort in den Merkel'schen Versprechen, die nun gefühlt 100. Reform der Krankenversicherung oder Rente werde endlich den entscheidenden Fortschritt bringen usw. usw.
Von den FDP'schen, 2009 verlautbarten Steuersenkungsversprechen ungeahnten Ausmaßes in Zeiten der größten und stärksten Wirtschafts- und Finanzkrise seit 80 Jahren will ich erst garnicht anfangen.

Mit Henkel ist es ganz genauso. Der kann jetzt nur große Töne spucken, weil er politisch oder wirtschaftlich noch nie eine weitreichende Entscheidung getroffen und verantwortet hat. Der Henkel wäre der erste, der sofort zurückträte und sich aus dem Staub machen würde, wenn seine Entscheidungen eine nach dem anderen in die Hose gingen. Da wär dann ganz schnell wieder Ruhe im Karton.

Aber wie gesagt: So weit wird es garnicht erst kommen, denn Henkel ist genau wie Guttenberg nur ein Narzist, der nach medialer Öffentlichkeit und ein bisschen Macht strebt. Am Wohle der breiten Bevölkerung ist er nicht interessiert, sondern nur an seinem eigenen Wohle. Mit echter politischer Arbeit hat der Henkel nix am Hut.

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friedrich_eckard 01.01.2012, 15:47
23. kein Titel!

Nach meinem Kenntnisstand hatten die deutschen Teapartysten, deren Gallionsfigur Herr Henkel ja ist, ürsprünglich die "feindliche Übernahme" der FDP - falls noch jemand weiss, wer das war - im Auge, woraus aber nach dem berühmten Mitgliederentscheid nichts geworden ist.

Es verrät nun durchaus Realitätssinn, keine Parteineugründung in Angriff zu nehmen, denn damit - als Gründungsmitglied der GRÜNEN weiss ich, wovon ich rede - ist mühsame Kleinarbeit verbunden, für die die Angehörigen der bessergekleideten Stände aus dem Umfeld des Herrn Henkel sich sicherlich zu schade sind. Frau Karin von Storch, geb. Herzogin von Oldenburg, hinter einem Tapeziertisch in einer Fussgängerzone Flyer verteilend und mit Passanten aus dem niederen Volk diskutierend - das ist unvorstellbar, das geht nicht.

Da ist es denn nicht ungeschickt, als bereits vorhandene Struktur eine politische Formation auszusuchen, in der, vorzugsweise im Süden und Südwesten, Klitschiers und Krämer Kommunalpolitik für Klitschiers und Krämer machen.

Das Unternehmen verspricht auch durchaus Erfolg, ganz rechts ist durch den Ausfall der FDP Platz freigeworden, und wenn der Baron von Finck sich bei der Ausstattung der Kriegs- und Propagandakasse nicht knauserig zeigt... natürlich hat uns sowas gerade noch gefehlt, zumal am Horizont die Rückkehr der Frau Vera Lengsfeld in die politische Arena drohend heraufzieht. Brrrr... als Anhänger der LINKEN kann man aber dergleichen Gewusel im "bürgerlichen Lager" doch eher mit distanziertem Interesse verfolgen. Eine Gewichtsverschiebung zwischen den "politischen Lagern" ist ja nicht zu erwarten, da sich die Teegesellschaft ja doch vorzugsweise aus der personellen Insolvenzmasse der FDP und bei den rechten Randwählern von CDU/CSU bedienen wird.

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Ballonfahrer 01.01.2012, 15:55
24.

Zitat von rufus008
Ich glaube, da täuschen Sie sich. Ich kenne sehr viele freiheitsliebende Menschen, die die Nase voll haben vom Staatssozialismus der BRD und in Ermangelung einer wählbaren Alternative ins Lager der Nichtwähler abrutschen. Das Wählerpotential sehe ich deutlich über dem der Piraten angesiedelt.
Wenn diese Leute die Nase voll haben vom "Staatssozialismus" (angeblich gebildete Leute wie Sie sollten in der Lage sein, in Erfahrung zu bringen, was "Sozialismus" eigentlich ist), warum befinden sich dann diese Leute alle noch hier in der "sozialistischen" Bundesrepublik und versuchen ihr Glück nicht schon längst im "freien" Großbritannien oder in der "freien" USA? Wie Ihnen bekannt sein dürfte, gibt es um die BRD herum keine große Mauer und keinen Wachposten, der auf Ihre Bekannten schießen könnte oder würde, wenn diese aus der "sozialistischen" BRD in die Freiheit ausbrechen wollten.
Oder könnte es daran liegen, dass die "freie" USA und das "freie" GB gesellschaftlich und wirtschaftlich noch näher am Abgrund stehen als das "sozialistische" Deutschland? Und in die Schweiz können sie jetzt auch nicht mehr. Da wollen die Scweizer doch tatsächlich eine Vermögens- und Erbschaftssteuer einführen, die sich gewaschen hat ... unerhört aber auch von diesen Schweizern. Also wohin nun mit den freiheitsliebenden Menschen, die es im "sozialistischen" Deutschland nicht mehr aushalten?

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schnitti23 01.01.2012, 15:57
25. Erprobte Strategie!

Zitat von dafe
.. ohne Sinn und Verstand, Hauptsache, Krach gemacht. Können der Herr Langguth denn bitte die genauen Gründe zur Erteilung des Prädikats "bekannter Rechtspopulist", in D üblicherweise nahezu gleichbedeutend mit der Erklärung zur Unperson darlegen?
Es ist eine erprobte Strategie, mißliebige Personen schnell mal als Rechtspopulisten zu bezeichnen.
Nirgendwo hat man jemals von Linkspopulisten gelesen, obwohl es sie ebenso gibt.
Die "wahren Finnen", eine durchaus patriotische Partei, wurde schon so in diese Schublade eingeordnet.

Unsere Medien sind ausnahmslos unterwandert, alles richtet sich nach der vorgegebenen Meinung. Von freier Presse keine Spur.
Der Spiegel der 60er und 70er waren noch lesenswert, heute wird politisch nur noch dem Mainstream gefolgt.

Wer mit neuen Ideen kommt, die möglicherweise die Altparteien gefährden könnten, werden dann schnell eben mal als Rechtspopulist verunglimpft.

Das ging Sarrazin mit seinen durchaus kontroversen Thesen auch schon so, und bislang konnte ihn keiner klar widerlegen.

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blurps11 01.01.2012, 16:04
26. Die Stimmen sollen...

Zitat von Ballonfahrer
BUnd was sollte das auch schon für ene Partei sein? Eine Partei von Oben, besetzt mit vielleicht 20 Spitzenleuten, die dann irgendwie hoffen, es würde sich noch eine Basis zu ihnen gesellen?
...vermutlich aus dem "Man wird ja nochmal sagen dürfen..." Lager kommen, das zeigt ja schon die Nennung von Sarrazin & Co.

Für kleine Achtungserfolge könnte das sogar reichen, so eine Partei würde sich aber natürlich schnell totlaufen, denn die ( meisten ;) ) Wähler sind ja auch nicht blöde.

Sinnvolle Lösungsvorschläge für real existierende oder eingebildete Probleme kommen aus dieser Ecke sowieso nicht und die von Henkel eigentlich geplante dritte Partei für Besserverdiendende braucht neben der FDP und den Grünen nun wirklich niemand.

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Heinz-und-Kunz 01.01.2012, 16:04
27. Angst?!?

Zitat von sysop
Wie gerne hätte Hans-Olaf Henkel eine neue Partei gegründet! Doch bekannte Rechtspopulisten à la Thilo Sarrazin erteiltem dem Ex-BDI-Präsidenten eine Absage. Nun will er den Freien Wählern zu bundespolitischer Bedeutung verhelfen - und bei Liberalen und Union Stimmen räubern.
SPON und Spießgesellen müssen ja mächtig Muffensausen haben, dass sich für von Frau Merkel vergraulte Nichtwähler eine Alternative bietet, wenn sie schon jetzt die schweren Geschütze auffahren. Wie soll dass erst werden, wenn die Freien Wähler Erfolg haben?

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atherom 01.01.2012, 16:09
28. der "bekannte Rechtspopulist" Thilo Sarrazin

Zitat von sysop
Wie gerne hätte Hans-Olaf Henkel eine neue Partei gegründet! Doch bekannte Rechtspopulisten à la Thilo Sarrazin erteiltem dem Ex-BDI-Präsidenten eine Absage. Nun will er den Freien Wählern zu bundespolitischer Bedeutung verhelfen - und bei Liberalen und Union Stimmen räubern.
kein Rechtspopulist. Er ist ein aufrechter Demokrat, allerdings mit
eigener Meinung und dafür ist die Demokratie hierzulande noch nicht, oder nicht mehr so weit. Zumindest fühle ich mich von Sarrazin
nicht beleidigt, obwohl ich es nach der "gängiger" Definition sein
müsste. Hans-Olaf Henkel ist ein opportuner Mitläufer, der seine
Meinung zu jeder Fernsehsendung änderte, bzw. entsprechend
anpasste. Man müsste sich nur noch fragen, weshalb er so gerne
in jede Sendung eingeladen wurde. Peinlich war er schon immer.

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rammbock 01.01.2012, 16:11
29. Wieso Rechtspopulisten?

Wie kommen die Medien immer nur dazu Sarrazin oder Henkel in die rechte Ecke zu drängen?
Die Probleme die z.B. Sarrazin benennt sind Realität in Berlin. Verursacht durch eine falsche Politik, es waren Parteien und Medien die seit Jahrzehnten bei dieser Entwicklung weggeschaut haben.
Nun schieben sie jeden bei kleinster Kritik in die rechte Ecke.
Mittlerweile nervt das derartig dass man sich nicht wundern braucht wenn die Deutschen wirklich irgendwnn nach einen neuen Führer rufen und auch rechtsnational wählen.

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