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Hochbegabter 17-Jähriger: Wunderkind träumt vom Kanzleramt
Ulrike Schuster

Nikolaus Hildebrand, 17, hat einen IQ von 148 und ehrgeizige Karrierepläne: Nach dem Abitur und dem Bachelor-Studium peilt das Wunderkind die Eliteuni Harvard an - oder auch das Bundeskanzleramt. Für eine seiner wenigen Niederlagen will er sich eines Tages revanchieren. Nikolaus Hildebrand hat einen IQ von 148 - SPIEGEL ONLINE

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chrdr 17.05.2013, 14:17
270. nichts für ungut, aber...

man sollte vorsichtig damit sein, einen jungen, unerfahrenen Menschen fahrlässig zum Universalgenie und späteren Kanzler zu stilisieren. Ich möchte mich nicht einreihen in das "Begabten-Bashing" hier im Forum, aber es ist unbestritten, dass man es hier mit einem Bürschchen ohne nennenswerte Lebenserfahrung zu tun hat. Persönliche Krisen sind zwingender Bestandteil jedes Lebens. Und kaum etwas ist gefährlicher als die Selbstüberschätzung eines jungen Menschen ohne Ahnung vom Leben. Seine persönliche Fallhöhe wird gigantisch sein.
Ich möchte zudem jede Wette eingehen dass dieser Junge niemals eine herausragende politische Persönlichkeit wird. Er versteht noch nicht, dass dafür eine laute, schnarrende Stimme, Leutseligkeit und Provinzialität wichtigere Qualifikationen sind als jugendlicher Genie-Dünkel. Menschen wie er werden eher im Hintergrund arbeitende Spitzenbeamten oder Diplomaten. Vorausgesetzt er überwindet seine Neigung zum Außenseitertum.

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die_wahre_katrin 17.05.2013, 14:19
271.

Zitat von mundi
Das sind aber Spezialisten, die es schon immer gegeben hat. Beispiel: Mozart. Ob Mozart heute ein Fahrrad reparieren könnte?
Ganz sicher: Mozart hätte es lernen KÖNNEN. Seine muskalischen Fähigkeiten jedoch hätten andere nicht lernen KÖNNEN. Das ist der Unterschied.

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cdv 17.05.2013, 14:23
272. Bildungsfeindliche Hochbegabte

Zitat von adal_
Was machen die dann mit ihrer mentalen Energie? Mit Opiaten betäuben? :-)
Es geht hier um hochbegabte Erwachsene (hochbegabte Kinder, die bildungsfeindlich wären, habe ich noch nicht kennengelernt). Diese Leute gehen halt arbeiten und beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit verschiedenen Dingen, wie normale Menschen - Essen, Trinken, Fernsehen, Sex,... Einer war Kellner (inzwischen Frührentner). Er hat mich mehrmals angepöbelt, weil ich beim Diskutieren im Internet-Forum von Mensa so viele Fremdwörter verwende, die er nicht versteht. Auf die Idee, die Gelegenheit zu nützen, um die Fremdwörter mit Google nachzuschlagen und so seine Bildung zu verbessern, kam er nicht. Ein klassischer Fall von Bildungsfeindlichkeit. Ein anderer ist von Beruf Flugzeug-Mechaniker und vertritt die Meinung, es sei Zeitverschwendung, Zeitschriften zu lesen, weil sie eine Ausbildung nicht ersetzen könnten - anders gesagt: Er hat kein Interesse, seinen geistigen Horizont zu erweitern; ihm geht es nur ums berufliche Fortkommen.

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lennynero 17.05.2013, 14:23
273.

Zitat von tauschspiegel
*** sie und manch anderer schreiber hier sollten sich mal kritisch mit dem IQ-konzept auseinandersetzen. es ist erwiesen, dass man alle IQ-tests einüben kann. ich habe mehrere tests durchgeführt, sowohl an schülern als auch an erwachsenen und nur ein minimum an übung führte zu abweichungen .....
Welche Tests haben sie denn durchgeführt? Wieviele massive Steigerungen konnten sie beobachten? Wie können sie sich sicher sein, dass das auf "massive Übungen" und nicht einfach auf den kurzen Zeitraum zwischen den Tests und / oder die mangelnde Tagesform beim ersten Test zurückzuführen? Wie viele Testteilnehmer haben trotz massiven Übens schlechtere Ergebnisse als beim ersten Mal gemacht?

Und klar bleibt das Problem, dass IQ-Tests eben nur das als Intelligenz messen was sie als solche definieren. Sobald "etwas besseres" da ist, wird das auch sicherlich angenommen werden.

Ab gesehen davon ist der IQ von 148 auch nur ein gemessener Wert, bei Nikolaus gibt es ja eben noch andere, recht eindeutige Zeichen (Jahrgänge übersprungen, eine Zielstrebigkeit die viele andere vermissen lassen etc.).

Lesen sie einfach nur mal ein paar Seiten dieses Themas noch einmal, in vielen Beiträgen wird dem jungen Menschen per se sämtliche Sozialkompetenz, die Fähigkeit zum Spass am Leben, Freund, Interesse am anderen Geschlecht etc. aberkannt. Selbst wenn Nikolaus durch seine Vita einige Klischés erfüllen mag, rechtfertig das nicht die Vorurteile die hier in vielen Beiträgen mitschwingen. Konstruktive Kritik sieht anders aus, viele Beiträge gehen schon stark in Richtung "mobben". Meiner Meinung nach sollten Sie mehr Energie darauf verwenden diese Foristen über Mobbing aufzuklären als mich (und andere) über das IQ-Konzept.

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lennynero 17.05.2013, 14:34
274.

Zitat von die_wahre_katrin
Ganz sicher: Mozart hätte es lernen KÖNNEN. Seine muskalischen Fähigkeiten jedoch hätten andere nicht lernen KÖNNEN. Das ist der Unterschied.
Ob Mozart breit gestreut begabt war oder ob seine Begabung sich auf wenige Gebiete konzentrieren kann ich nicht beurteilen, dazu weiß ich einfach zu wenig über diesen Menschen. Allerdings bin ich mir sicher, das man seine musikalische Begabung nicht ohne weiteres auf andere Gebiete extrapolieren kann. Wäre "es ist wahrscheinlich das er es hätte lernen können" vielleicht eine Option?

Im Gegenzug mag ich aber behaupten, das jemand mit musikalischer Begabung durchaus dessen Fähigkeiten lernen könnte.

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lindenbast 17.05.2013, 14:34
275.

Zitat von GetulioV
Ich habe mit 17 auch Blödsinn von mir gegeben, der vor Selbstüberschätzung nur so triefte. Dankenswerter Weise wurde aber nichts davon in Zeitungsarchiven für die Ewigkeit konserviert, sondern ich werde nur gelegentlich von meinen Eltern damit aufgezogen.
Da haben Sie wirklich, wirklich recht.

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lindenbast 17.05.2013, 14:37
276.

Zitat von andrengel
Den Begriff "Hochbegabung" darf man in Deutschland offensichtlich nicht benutzen. Es gibt wohl kaum ein Thema, das mit so vielen Vorurteilen behaftet ist (Stichwort: Genie und Wahnsinn, soziale Inkompetenz usw.).
Sie haben sicher recht damit, dass Hochbegabte nicht, wie die allgemeine Meinung es will, deswegen schon einzelgängerische Spinner sind.

Zitat von andrengel
Hochbegabte sind auch in sozialer Hinsicht wesentlich reifer.
Das mag statistisch stimmen, aber dieser junge Mann belegt das nun nicht gerade so besonders gut.

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jenom 17.05.2013, 14:57
277. Spaßig

Immer wieder spaßig was so als "hochintelligent" verkauft wird. Hochangepasst an die Bedürfnisse der Wirtschaft entspricht wohl eher der Wahrheit. Immer effektivere, gehorsame Roboter, die nicht hinterfragen als intelligent zu bezeichnen ist amüsant. Als kleine Anregung: weit vorausschauendes Denken, höhere Verknüpfungen, uneingeschränkte Kreativität, erweitertes Bewusstsein, lange Gedankenketten, hinterfragendes Entwickeln eigener Gedankengänge und Methodiken und Verantwortungsbewusstsein für alles Leben.

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peter234 17.05.2013, 15:00
278.

Hoher IQ hilft Politikern nur begrenzt. Was jetzt wie einfache Politikerschelte klingt ist aber nicht so gemeint: In der Politik zählt eher die Fähigkeit Zweckfreundschaften mit den richtigen Parteifreunden eingehen zu können und auch zu wissen wann man diese brechen muß.
Rednertalent kommt auch noch dazu.
Wenn ihn seine 6-jährigen Altersgenossen nicht akzeptiert haben wird er in der Politk noch weniger Erfolg haben als "dieser Professor aus Heidelberg", welcher sicher auch intelligenter war als die meisten Politiker.

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udolein 17.05.2013, 15:07
279. Hochbegabte - Durchsetzungsvermögen

Den Hochbegabten fehlt oft das benötigte Durchsetzungsvermögen. Keine guten Voraussetzungen für die Karriere als Politiker.

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