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Hochschulen: Das bescheidene Geschlecht

Weiblich, schlau, unterbezahlt: Frauen bringen sich selbst um den Lohn ihrer Leistung, weil sie schon bei ihrer ersten Bewerbung zurückhaltend auftreten. Selbst mit Spitzennote fordern Studentinnen weniger als ihre schwächeren männlichen Kommilitonen.

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mmueller60 17.10.2010, 01:47
80. x

Zitat von Arrivato
Nicht jede Mutter bringt es übers Herz, ein Kind in die Welt zu setzen, dass sie anschl. kaum zu Gesicht bekommt, weil sie von morgens bis abends ihrem „Beruf“ nachgeht.
Von Männern dagegen wird dies ganz selbstverständlich erwartet. Männer dürfen "Beruf" nicht in Anführungszeichen schreiben. Warum nicht? Bzw. warum dürfen dies die Frauen? Ernstgemeinte Frage.

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t.h.wolff 17.10.2010, 11:27
81. Kann ich unterschreiben

Zitat von Pfeiffer mit drei F
So sehe ich das auch. Okay, ich bin über der 60.000er Marke und arbeite "leicht mehr" als 40 Stunden pro Woche, aber meine Arbeit macht mir Spaß und ich kann meine Freizeit genießen - besonders, weil ich meine Arbeitszeiten flexibel gestalten kann. Noch höher nach oben will ich aber nicht, da dann das erste Gossensche Gesetz voll greift.
Kann ich unterschreiben. In meiner Branche wimmelt es von Kollegen, die nach fünf (zunächst berauschenden) Jahren in der selbst geschaffenen Tretmühle entnervt feststellen, daß es keinen Weg zurück in ein Leben mit vernünftiger work-life-balance gibt, das nicht ausschließlich von beruflichen Sachzwängen diktiert ist. Dann ist guter Rat meist...teuer.

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Coss 17.10.2010, 13:52
82. i

Zitat von cairne
Frauen haben mir bestätigt, dass in angelsächsichen Ländern eine andere Firmenkultur herrscht. Da sind die Gehaltsunterschiede nicht so krass. Ich empfehle jedenfalls meiner Tochter, die ein Ingenieurstudium absolviert, nach USA oder Kanada zu gehen, anstatt sich von deutschen Machos ausbeuten zu lassen.
Ihrer Empfehlung an die Tochter möchte ich mich anschließen.
Lohnverhandlung ist eben nur ein Problem, dann muss ihre Tochter 100% in einem männerdominierten Job anerkannt werden. Da Deutschland im Gegensatz zu den U.S. 30 Jahre bezüglich Emanzipation hinterherhinkt, wird ihre Tochter sich in Dland eventuell auf kalten Wind einstellen müssen. Warum also nicht dorthin gehen, wo man besser akzeptiert wird? Mehr Geld, mehr Aufstiegschancen, nettere männliche Mitarbeiter!

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Jamesteakirk 17.10.2010, 16:10
83. Wie lange wollt ihr denn noch so einen Schwachsinn

schreiben?
Männer sind doof und schlecht. Frauen sind überraschenderweise wieder gut und toll.
Nach Gründen, warum das Verhalten der Männer und deren höheres Gehalt vielleicht verständlich und nachvollziehbar sind, suchen wir erst gar nicht.

Es ist zwar verboten, aber vielleicht sucht ihr ja mal nach <i>entlastenden</i> Gründen für die beschriebenen Tatsachen.

Hier könnt ihr euch ein bißchen fortbilden.
http://manndat.abplesk01.de/index.php?id=532

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frankanord 17.10.2010, 18:04
84. Verantwortung

Dieser Artikel und einige der Beiträge legen die Vermutung nahe, es läge im Wesen der Frau bei der Selbstdarstellung in Einstellungsgesprächen (und anderswo) tiefzustapeln. Dieser doch eigentlich als recht sympathisch bewertete Charakterzug wird ihr dann mit schlechterer Bezahlung gedankt, weil die männlichen Kollegen im Aufschneidern ohne Hemmungen seien.

Es ist doch so: Eine jede und ein jeder entscheidet sich dazu, eine Eigenschaft zu betonen, nicht hervorzubringen oder eine gewisse Summe zu fordern und ist somit für das eigene Handeln voll verantwortlich. Vielleicht ist die Angst mancher Frau berechtigt, dass bei einer zu hohen Gehaltsforderung ein Mann bevorzugt würde. Oder dass ihr der Bericht über die letzte Bergbesteigung im Himalaya als unpassend angehängt würde, während es bei einem Mann als schneidig gälte. Wenn das so wäre, gehört das zu den Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft. Ein Mann, der Tagesvater in einer Welt von Tagesmüttern werden will, hat auch mit sehr viel Misstrauen und Vorurteilen zu kämpfen. Damit kann man sich abfinden, sich dagegen engagieren oder es trotzdem versuchen und etwas riskieren. Das ist ein anderes Thema.

Es ist eine zentrale Unterscheidung festzustellen, dass entsprechendes Verhalten eine Entscheidung im eigenen Verantwortungsbereich ist und eben keine Situation, die notwendigerweise aus dem festgelegten Repertoire entspringt, der man hilflos gegenüber steht.

Einer Frau diese Entscheidungskompetenz abzusprechen hiesse soviel wie: Naja, so sind sie halt die Frauen stets bescheiden und adrett. Daran ändert auch nichts, wenn man bzw. frau selbst die Verantwortung von sich weist und sich in diese Rolle flüchtet. Das kann ja ebenfalls gute Gründe haben. Aber es ist eben auch eine getroffene Wahl.

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schwarzkind 17.10.2010, 22:23
85. Karrierefrau = Rabenmutter

Zitat von mmueller60
Von Männern dagegen wird dies ganz selbstverständlich erwartet. Männer dürfen "Beruf" nicht in Anführungszeichen schreiben. Warum nicht? Bzw. warum dürfen dies die Frauen? Ernstgemeinte Frage.
Den Gedanken möchte ich als Irgendwann-Akademikerin gern aufgreifen.
Ich studiere Chemie, theoretisch bin ich nach 9 Semestern fertig, praktisch werde ich wohl noch den Doktor dranhängen müssen, um mehr als Laborantenstellen zu bekommen und mir Hoffnungen auf die Forschung machen zu können.
Wenn alles gut geht, bin ich dann 28 - und habe noch keinen Tag richtig gearbeitet. Natürlich verdiene ich mir neben der Uni n paar Groschen dazu, aber in "seinem" Fach zu arbeiten, ist nunmal was anderes als Tellertaxi zu spielen.
In dem Alter tickt langsam die biologische Uhr lauter, natürlich möchte ich irgendwann auch Familie haben, aber bitte nicht erst mit Mitte/Ende 30. Dass sich Kind und Karriere selten vertragen, ist allgemein bekannt.

Ich empfinde auch einen gewissen gesellschaftlichen Druck. Eine Frau, die ihr Kind in die Kita gibt ist automatisch eine Rabenmutter (Anm.: Bin selbst mit 2 Jahren in die Krippe gekommen) und verantwortungslos sowieso. Berufliche Selbstverwirklichung wird zwar von allen Seiten propagandiert, praktisch aber eher geächtet. Zudem macht uns auch die Biologie einen Strich durch die Rechnung: Ich würde fast die gesamte Schwangerschaft nicht im Labor arbeiten können, danach die Babypause; welcher Arbeitgeber ist denn bereit, bald zweieinhalb Jahre eine Stelle "auf Eis" zu lassen bzw. mir danach den Wiedereinstieg zu garantieren? Ist man erstmal so lange raus, wird es auch immer schwieriger, wieder hineinzukommen.
Fakt ist: Ich würde sehr gern Karriere machen, ich würde sehr gern Familie haben, aber ich befürchte, dass ich mich früher oder später entscheiden muss.

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Arrivato 18.10.2010, 10:27
86. Warum bescheiden?

Zitat von Arrivato
Nicht jede Mutter bringt es übers Herz, ein Kind in die Welt zu setzen, dass sie anschl. kaum zu Gesicht bekommt, weil sie von morgens bis abends ihrem „Beruf“ nachgeht

Zitat von mmueller60
Von Männern dagegen wird dies ganz selbstverständlich erwartet. Männer dürfen "Beruf" nicht in Anführungszeichen schreiben. Warum nicht? Bzw. warum dürfen dies die Frauen? Ernstgemeinte Frage.
Die Beziehung zwischen Mutter und Kind hat eine andere Bedeutung als die zwischen Vater und Kind. Dadurch, dass ein Kind einige Monate im Bauch der Mutter heranwächst, durch ihr Blut genährt wird und während dieser Zeit all ihre Gefühle auch auf das Kind übergehen, entsteht eine tiefe Verbundenheit. Wenn die Beziehung „gesund“ ist, stärkt sie in hohem Masse das Kind, das davon noch im Erwachsenenalter profitiert. Wenn die Mutter aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage ist, dem Kind Liebe entgegenzubringen, es in ausreichendem Masse zu umsorgen, wird es sein Leben lang ein Gefühl des Defizits haben, bewusst oder unbewusst. Meines Erachtens sollte es ein Anliegen unserer Gesellschaft sein, Mütter besonders während der Schwangerschaft und in den ersten, prägenden Jahren ihrer Kinder oder wenn diese schwer krank oder behindert sind, so zu unterstützen und zu schützen, dass sie in dieser äußerst wichtigen Zeit ihre Kinder möglichst gut „nähren“ können. Natürlich ist auch die Beziehung zwischen Vätern und Kindern sehr wichtig. Deshalb soll die Familie ja auch durch das Grundgesetz geschützt werden. Die Realität sieht leider oft anders aus. Sowohl im Berufsleben als auch im Privatleben wird es jungen Familien oft nicht leicht gemacht. Es ist alles eine Frage, welche Prioritäten man setzt. Meines Erachtens müsste es in Deutschland und weiten Teilen Europas möglich sein, die Gegebenheiten so zu gestalten, dass es auch Vätern möglich ist, genügend Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

Wenn Frauen berufstätig sind, mit oder ohne Kind, sollten sie auf jeden Fall nicht weniger verdienen als Männer. Wenn Frauen sich dazu entscheiden, sich einige Jahre ihren Kindern zu widmen und beruflich pausieren, sollte sich dies anschließend ebenfalls nicht negativ auf ihr Gehalt auswirken. Allein die Tatsache, dass die Zahl der psychisch kranken Kinder in alarmierendem Masse steigt, sollte Anlass genug sein, unser gesellschaftliches System einmal gründlich zu überdenken. Nicht nur, weil auch die Allgemeinheit die Behandlungskosten der Kinder trägt.

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Arrivato 18.10.2010, 10:27
87. Warum bescheiden?

Zitat von Arrivato
Nicht jede Mutter bringt es übers Herz, ein Kind in die Welt zu setzen, dass sie anschl. kaum zu Gesicht bekommt, weil sie von morgens bis abends ihrem „Beruf“ nachgeht

Zitat von mmueller60
Von Männern dagegen wird dies ganz selbstverständlich erwartet. Männer dürfen "Beruf" nicht in Anführungszeichen schreiben. Warum nicht? Bzw. warum dürfen dies die Frauen? Ernstgemeinte Frage.
Die Beziehung zwischen Mutter und Kind hat eine andere Bedeutung als die zwischen Vater und Kind. Dadurch, dass ein Kind einige Monate im Bauch der Mutter heranwächst, durch ihr Blut genährt wird und während dieser Zeit all ihre Gefühle auch auf das Kind übergehen, entsteht eine tiefe Verbundenheit. Wenn die Beziehung „gesund“ ist, stärkt sie in hohem Masse das Kind, das davon noch im Erwachsenenalter profitiert. Wenn die Mutter aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage ist, dem Kind Liebe entgegenzubringen, es in ausreichendem Masse zu umsorgen, wird es sein Leben lang ein Gefühl des Defizits haben, bewusst oder unbewusst. Meines Erachtens sollte es ein Anliegen unserer Gesellschaft sein, Mütter besonders während der Schwangerschaft und in den ersten, prägenden Jahren ihrer Kinder oder wenn diese schwer krank oder behindert sind, so zu unterstützen und zu schützen, dass sie in dieser äußerst wichtigen Zeit ihre Kinder möglichst gut „nähren“ können. Natürlich ist auch die Beziehung zwischen Vätern und Kindern sehr wichtig. Deshalb soll die Familie ja auch durch das Grundgesetz geschützt werden. Die Realität sieht leider oft anders aus. Sowohl im Berufsleben als auch im Privatleben wird es jungen Familien oft nicht leicht gemacht. Es ist alles eine Frage, welche Prioritäten man setzt. Meines Erachtens müsste es in Deutschland und weiten Teilen Europas möglich sein, die Gegebenheiten so zu gestalten, dass es auch Vätern möglich ist, genügend Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

Wenn Frauen berufstätig sind, mit oder ohne Kind, sollten sie auf jeden Fall nicht weniger verdienen als Männer. Wenn Frauen sich dazu entscheiden, sich einige Jahre ihren Kindern zu widmen und beruflich pausieren, sollte sich dies anschließend ebenfalls nicht negativ auf ihr Gehalt auswirken. Allein die Tatsache, dass die Zahl der psychisch kranken Kinder in alarmierendem Masse steigt, sollte Anlass genug sein, unser gesellschaftliches System einmal gründlich zu überdenken. Nicht nur, weil auch die Allgemeinheit die Behandlungskosten der Kinder trägt.

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mmueller60 18.10.2010, 12:55
88. x

Zitat von Arrivato
Die Beziehung zwischen Mutter und Kind hat eine andere Bedeutung als die zwischen Vater und Kind. Dadurch, dass ein Kind einige Monate im Bauch der Mutter heranwächst, durch ihr Blut genährt wird und während dieser Zeit all ihre Gefühle auch auf das Kind übergehen, entsteht eine tiefe Verbundenheit.
Hm, Vitamin G (=Gefühle), direkt aus dem Blut der Mutti übergehend in den Fötus. Irgendwie klingt mir das nicht sehr wissenschaftlich.

Die Bindungstheorie gibt es natürlich in der Psychologie und auch sonst sind einige Allgemeinplätze aus Ihrem Posting sicher nicht falsch - schon deshalb, weil sie sehr schwammig formuliert sind, wird da keiner widersprechen können.

Aber gerade das argumentatorische Bindungsglied zwischen der Schwangerschaft (offensichtlich die Rolle der Mutter) und der späteren liebevollen Umsorgung des Kindes, die von beiden Elternteilen gemacht werden kann, beschränkt sie bei Ihnen leider auf dieses Vitamin G. ;)

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Arrivato 18.10.2010, 18:16
89. Dass sich Gefühle auf unseren Gesundheitszustand auswirken, ist nachgewiesen

Zitat von mmueller60
Hm, Vitamin G (=Gefühle), direkt aus dem Blut der Mutti übergehend in den Fötus. Irgendwie klingt mir das nicht sehr wissenschaftlich.
Vielleicht können sie mit den folgenden Infos mehr anfangen:

http://www.focus.de/gesundheit/news/...id_147569.html

http://www.persoenlichkeitsinformati...r_Gedanken.doc

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