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Hundeplage in Rumänien: "Massentötungen werden das Problem nicht lösen"
N. Schöllhorn

Rumänien kämpft mit einer Hundeplage, Behörden lassen Tiere einfangen und töten, wenn sich kein Besitzer findet. Die deutsche Tierärztin Nina Schöllhorn lehnt den Radikalplan ab. In Dörfern und Städten des Landes kastrierte sie bereits Tausende Tiere. Im Interview wirbt sie für ihre Methode. Rumänien: Tierärzte wollen Hundeplage beenden - SPIEGEL ONLINE

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NoTarget 29.10.2013, 13:19
1. Schnelle Wirkung

Ich habe keine Ahnung ob die Tötung oder Kastration der Hunde die bessere Lösung ist.

In Anbetracht von zehntausenden Verletzungen durch Hundebisse und etlichen Todesfällen, ist aber doch die Frage, was schneller hilft Menschen zu schützen.

Und ein kastrierter Hund kann immer noch bellen und wenn er nicht bellt auch beißen.

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BeBeEli 29.10.2013, 13:27
2. Absurd?

Sicher ist die massenhafte Tötung nicht die Lösung. Andererseits müssen so viele Hunde wie möglich eingeschläfert werden, damit die Kastration der verbliebenen Sinn macht.

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Abraczyk 29.10.2013, 13:34
3. Warum?

Zitat von sysop
Rumänien kämpft mit einer Hundeplage, Behörden lassen Tiere einfangen und töten, wenn sich kein Besitzer findet. Die deutsche Tierärztin Nina Schöllhorn lehnt den Radikalplan ab. In Dörfern und Städten des Landes kastrierte sie bereits Tausende Tiere. Im Interview wirbt sie für ihre Methode.
Warum soll(te) die massenhafte Kastration von Hunden schneller oder "besser" wirken als das Töten der Tiere? Wenn die Tiere keinen Besitzer haben, der sich um sie kümmert, dann sind diese herumstreunenden Hunde (kastriert oder nicht) eine Gefahr, für die letztlich niemand verantwortlich ist (sein will).

Fazit: Mir erscheint die Massen-Kastration in einem "unterentwickelten Industrieland" als Akt falsch verstandener Tierliebe (von Menschen aus einem wohlhabenden Land).

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Schweizer 29.10.2013, 13:44
4. Wir essen Millionen Tiere und regen uns über diese Hunde auf?

Wir töten Millionen von Schweinen Rindern Hünern usw. Da verstehe ich die Aufregung um die Hunde nicht, zumal die für Umwelt und Mensch gefährlich sind. Das Problem sind schein ZUERST die freigelassenen / ausgesetzten Tiere. Dann erst die folgende Vermehrung in Freiheit. Ich bin der Meinung jeder Hundeschützer darf so viele aufnehmen (retten) wie er will. Alle anderen gehören getötet. Hunde sind kein Teil der Natur und schädigen diese. Und das Aussetzen gehört hoch bestraft. Am besten so hoch, dass mit dem Geld die Hundeschützer sich um die Hunde kümmern können... :)

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Chris_7 29.10.2013, 13:46
5. Wenn schon gefangen...

... dann kann man den Hund auch gleich einschläfern. Warum soll man ihn erst aufwendig kastrieren und dann doch wieder auf die Straße setzen. Er braucht dann weiterhin Futter und kann weiterhin aggressiv gegenüber Menschen sein. Vielleicht sollten wir diese ganze Betrachtung nicht von unserem dekadenten deutschen Standpunkt sehen, wo sich die Rechte des Menschen schon fast dem Tier unterzuordnen haben. Sondern rein pragmatisch.

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fidelix 29.10.2013, 13:47
6. Nur Illusionen

in einem Land wo viele Rentner häufig nicht genug zu essen haben oder das Geld für Medikamente fehlt, kann es nicht gelingen in der Fläche die Zahl der Hunde durch Kastration zu senken. Die Massentötungen, so traurig das sein mag, sind notwendig und sollten von Tierärzten mit möglichst wenig Qualen für die Tiere durchgeführt werden.

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jano73 29.10.2013, 13:49
7. Tötung ist keine Problemlösung sondern ein Armutszeugnis in der EU

Die Politik der EU und erst Recht des Landes macht es sich einfach. Jahrelang macht man nichts und dann wird die über Jahre bereits gequälte Kreatur auf bestialische Weise getötet. Wir sprechen hier nicht über Einschläfern wie bei einem deutschen Tierarzt. Hier wird mit allen Mitteln gearbeitet. Billigste Tötungsmittel die tage bis wochenlange Todeskämpfe beinhalten. Dabei ist die Wurzel allen Übels der Mensch. Wo kommen denn all die Straßenhunde her. Sie fallen nicht vom Himmel. Warum gibt es in Deutschland keine Straßenhunde? Hunde werden als Wegwerfware angeschafft. Tiere nicht kastriert. Alt und krank werden sie auf die Straße entsorgt. In Griechenland ist die Situation nicht anders. Ein fortschrittliches Tierschutzgesetz, welches genauso konsequent angewandt wird wie die Steuergesetze.
Es ist ein Armutszeugnis für Europa, wenn in einem Land der EU so mit Tieren umgegangen wird. Das dafür auch noch EU-Mittel verwandt werden ist kriminell und verstößt gegen das europäische Tierschutzrecht!!!
Und lieber "schnelle Wirkung": In Anbetracht der Anzahl der in Deutschland lebenden Hunde ist die Zahl der Beißvorfälle verschwindend gering, verglichen mit den Straftaten, die von Menschen begangen werden. Die meißten Beißvorfälle werden von Menschenhand vorbereitet und sind lediglich eine Reaktion falscher Haltung.
Die bereits ausreichenden Gesetze in Deutschland müssten nur mal angewandt werden.
Armes Europa!!!

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HaioForler 29.10.2013, 13:54
8.

Zitat von NoTarget
Und ein kastrierter Hund kann immer noch bellen und wenn er nicht bellt auch beißen.
Wir können ja nun nicht alles töten, was beißt. Das macht der Dackel von nebenan auch schon mal. Also Tausende töten, nur weil 5% davon beißen, kann nicht die Lösung sein.

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fibenare 29.10.2013, 13:59
9. Unmenschlich

Das Problem ist vom Menschen gemacht und muss daher auch vom Menschen gelöst werden. Allerdings nicht durch das Töten der Tiere sondern durch ein umfassendes Kastrationsprogramm. Übrigens werden die meisten Straßenhunde in Rumänien nicht "eingeschläfert", sondern auf offener Straße mit Baseballschlägern erschlagen. Einer meiner Vorredner spricht von "zehntausenden Hundebissen" und "etlichen Todesfällen". Woher hat er diese Informationen? Von welchen Todesfällen spricht er konkret? Im Fall des Vierjährigen ist es sehr umstritten, dass er tatsächlich von Straßenhunden getötet wurde. Der Fall wurde wahrscheinlich nur genutzt, um brutal gegen sämtliche Straßenhunde vorzugehen. Ich verfolge die Situation in Rumänien schon seit Längerem. Mir dreht sich bei soviel Unmenschlichkeit der Magen um.

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